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	<title>Silberiodid - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:19:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silberiodid&amp;diff=150616&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
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		<updated>2026-01-23T21:27:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel            = [[Datei:Sphalerite polyhedra.png|250px|Struktur von Silberiodid]]&lt;br /&gt;
| Kristallstruktur          = Ja&lt;br /&gt;
| Strukturhinweis           = {{Farbe|#C0C0C0|Kreis=1}} Ag&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; {{0}} {{Farbe|#EEEE00|Kreis=1}}  I&amp;lt;sup&amp;gt;−&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Andere Namen              = * Iodsilber/Jodsilber&lt;br /&gt;
* [[Jodargyrit]] (Mineral)&lt;br /&gt;
| Summenformel              = AgI&lt;br /&gt;
| CAS                       = {{CASRN|7783-96-2}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer                 = 232-038-0&lt;br /&gt;
| ECHA-ID                   = 100.029.125&lt;br /&gt;
| PubChem                   = 24563&lt;br /&gt;
| ChemSpider                = &lt;br /&gt;
| Beschreibung              = gelbliches, geruchloses Pulver&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;&amp;gt;{{GESTIS|Name=Silberiodid|ZVG=122731|CAS=7783-96-2|Abruf=2026-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse              = 234,77 g·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat                  = fest&lt;br /&gt;
| Dichte                    = 5,67 g·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt              = 552 [[Grad Celsius|°C]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Siedepunkt                = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit               = praktisch unlöslich in Wasser (0,03&amp;amp;nbsp;mg·l&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz             = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme           = {{GHS-Piktogramme|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort            = Achtung&lt;br /&gt;
| H                         = {{H-Sätze|410}}&lt;br /&gt;
| EUH                       = {{EUH-Sätze|-}}&lt;br /&gt;
| P                         = {{P-Sätze|273}}&lt;br /&gt;
| Quelle P                  = &amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| MAK                       = 0,01 mg·m&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt; (bezogen auf die einatembare Fraktion)&amp;lt;ref name=&amp;quot;GESTIS&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Standardbildungsenthalpie = −61,8 kJ/mol&amp;lt;ref name=&amp;quot;CRC90_5_4&amp;quot;&amp;gt;{{CRC Handbook|Auflage=90|Titel=Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances|Kapitel=5|Startseite=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silberiodid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silberjodid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[chemische Verbindung]] aus [[Silber]] und [[Iod]]. Es ist ein gelbliches, in Wasser unlösliches [[Salze|Salz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Natürlich kommt Silberiodid als Mineral [[Jodargyrit]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewinnung und Darstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Silberiodid0.jpg|mini|160px|links|Silberiodid-&amp;lt;br /&amp;gt;ohne und mit Ammoniakwasser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silberiodid wird durch Ausfällen aus einer [[Silbernitrat]]-Lösung mit Hilfe von [[Kaliumiodid]] gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{AgNO_3 + KI \longrightarrow AgI \downarrow + \ KNO_3}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Reaktion wird auch in der chemischen Analytik als [[Nachweisreaktion|Nachweis]] für Iodid-Ionen benutzt, weil das entstehende AgI einen schwerlöslichen gelblichen Niederschlag bildet. Im Gegensatz zum Silberiodid lassen sich das ebenfalls schwer lösliche [[Silberchlorid]] (AgCl) und [[Silberbromid]] (AgBr) in [[Ammoniak]] lösen ([[Komplexbildungsreaktion]]). Mit [[Natriumthiosulfat]] lässt sich auch Silberiodid komplexieren bzw. lösen. Chlorid-, Bromid- und Iodid-Ionen können so mit Hilfe von Natriumthiosulfat und Ammoniaklösung voneinander unterschieden werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Walter de Gruyter&amp;quot;&amp;gt;{{cite book|last=[[James E. Huheey|James Huheey]], Ellen Keiter, Richard Keiter|title=Anorganische Chemie: Prinzipien von Struktur und Reaktivität|year=2003|publisher=Gruyter|location=Germany|isbn=978-3110179033|pages=150}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Physikalische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Silberiodid sind mehrere [[Polymorphie (Stoffeigenschaft)|Modifikationen]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. P. Binner, G. Dimitrakis, D. M. Price, M. Reading, B. Vaidhyanathan: &amp;#039;&amp;#039;Hysteresis in the β–α Phase Transition in Silver Iodide.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Thermal Analysis and Calorimetry]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 84, 2006, S.&amp;amp;nbsp;409–412 ([http://www.sump4.com/publications/paper047.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Raumtemperatur ist das β-AgI thermodynamisch stabil, das in der [[Wurtzit]]-Struktur kristallisiert. Daneben existiert eine [[Metastabilität|metastabile]] Modifikation, das γ-AgI, das eine [[Zinkblende]]-Struktur hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhalb von etwa 147&amp;amp;nbsp;°C ist das α-AgI stabil, das aufgrund seiner hohen Silberionen-[[Elektrische Leitfähigkeit|Leitfähigkeit]] zu den festen Ionenleitern gehört. Seine ionische Leitfähigkeit liegt in der Größenordnung von 1 bis 2&amp;amp;nbsp;[[Siemens (Einheit)|S]]/cm&amp;lt;ref&amp;gt;W. Biermann, W. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Z. Phys. Chem. N. F.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 25, 1960, S.&amp;amp;nbsp;139.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist vergleichbar mit der von [[Elektrolyt|Flüssigelektrolyten]]. Das α-AgI hat ein kubisch-innenzentriertes Iodid-Untergitter und ein [[Gitterfehler#Strukturelle Fehlordnung|strukturell fehlgeordnetes]] Silberionen-Untergitter. Die Silberionen können sich also zwischen den größeren Iodidionen frei bewegen. Durch Einlagerung von Rubidium-Ionen zum [[Rubidiumsilberiodid]] (Ag&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;RbI&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt;) kann die Temperatur des α/β-Phasenüberganges auf unter Raumtemperatur gesenkt werden. Dadurch wird auch der Bereich der Ionenleitung bis auf Raumtemperatur ausgedehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die elektrische Leitfähigkeit von α-AgI beruht auf Elektronen-Lochleitung und ist proportional zum I&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Partialdruck. Sie ist gegenüber der auf den Silberionen beruhenden Leitfähigkeit um ungefähr den Faktor 10&amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt; kleiner.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Ilschner]]: &amp;#039;&amp;#039;J. Chem. Phys.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 28, 1958, S.&amp;amp;nbsp;1109.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies macht Silberiodid als festen Elektrolyten besonders gut geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemische Eigenschaften ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jodid stříbrný.PNG|mini|ohne|230px|Silberiodid]]&lt;br /&gt;
Silberiodid ist lichtempfindlich und zerfällt dabei langsam in seine Elemente. An Sonnenlicht verfärbt es sich grün-grau. AgI löst sich in starken Komplexbildnern, wie Cyaniden oder Thiocyanaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Silberiodid wird mit [[Aceton]] gemischt aus [[Hagelflieger]]n versprüht, um in der Atmosphäre kleinste [[Kondensationskern]]e zur gezielten [[Regen]]- oder [[Hagel]]bildung zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits dient es dazu, schädliche Unwetter zu verhindern oder abzuschwächen. Es kann damit die Bildung von zu großen Hagelkörnern verhindert werden. In den USA wurde in den 1940er und 1950er Jahren versucht, mit Silberiodid Hurrikane vorzeitig abzuschwächen; die Wirkung war allerdings begrenzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schneider&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |autor= Mara Schneider |hrsg= news.de |url= http://www.news.de/gesellschaft/778583706/das-wetter-laesst-sich-nur-bedingt-kontrollieren/1 |format= Nachrichtenartikel |sprache= Deutsch |titel= Das Wetter lässt sich nur bedingt kontrollieren |datum= 2009-02-19 |zugriff= 21. Februar 2009 |archiv-url= https://web.archive.org/web/20090831212044/http://www.news.de/gesellschaft/778583706/das-wetter-laesst-sich-nur-bedingt-kontrollieren/1 |archiv-datum= 2009-08-31 |offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wurde 1958 im Landkreis [[Rosenheim]] eine organisierte Hagelabwehr eingerichtet, die das Silberiodid aus über 100 Abschussstellen durch Raketen in die Wolken schoss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schneider&amp;quot;/&amp;gt; Seit 1975 wird diese Aufgabe von zwei Anti-Hagel-Flugzeugen erledigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schneider&amp;quot;/&amp;gt; In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gibt es noch weitere als Verein organisierte Hagelwehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits wird dadurch versucht, bestimmte Gebiete gezielt mit Niederschlag zu versorgen: Durch Impfen der Wolken mit Silberiodid-Feinstaub im Aufwindkanal einer Wolkenfront aus einem Flugzeug wird seit den 1980er Jahren (laut einer unbestätigten Behauptung des russischen Majors Alexei Gruschin auch 1986 bei Tschernobyl zur Verhinderung von radioaktiv belasteten Wolken über russischen Großstädten&amp;lt;ref name=&amp;quot;heise.de&amp;quot;&amp;gt;Telepolis: [https://www.heise.de/tp/features/Warum-es-nach-Tschernobyl-ueber-Weissrussland-regnete-3413220.html &amp;#039;&amp;#039;Warum es nach Tschernobyl über Weißrussland regnete&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;) im mittleren Westen der USA und Russlands, aber auch testweise in Bayern&amp;lt;ref name=&amp;quot;br.de&amp;quot;&amp;gt;BR.de: [https://www.br.de/themen/wissen/wetter-meteorologie-rosenheimer-hagelabwehr100.html &amp;#039;&amp;#039;Wettermanipulation: Die Hagelflieger von Rosenheim&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 18.&amp;amp;nbsp;August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; versucht, die Wolken gezielt an einem definierten Ort abregnen zu lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt.de&amp;quot;&amp;gt;WELT: [https://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article158040550/Regen-auf-Knopfdruck.html &amp;#039;&amp;#039;Regen auf Knopfdruck&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 18. August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirksamkeit dieser Methode ist statistisch zwar untersucht, aber der Erfolg ist gering (ca. 10 % mehr Niederschlag). Das Silberiodid ist im dadurch gefallenen Schnee in geringsten Mengen analytisch nachweisbar. Diese Mengen sind für den Menschen ungefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem konträren Ziel wird zu einzelnen Terminen ein bestimmtes Gebiet regenfrei gehalten, indem man die Schauer davor niedergehen lässt. So herrscht in Moskau am 9.&amp;amp;nbsp;Mai, dem [[Tag des Sieges]], und am 12.&amp;amp;nbsp;Juni, dem [[Tag Russlands]], Sonnenschein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Gellinek]], Janin Renner, Kay Siering: {{Webarchiv | url=http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/die_wolkenschieber/359715 | wayback=20110305090417 | text=&amp;#039;&amp;#039;Die Wolkenschieber&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking 2008 wurde Silberiodid mit Hilfe von Raketen in Regenwolken eingebracht, um einer Störung der Eröffnungsfeierlichkeiten vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;SPIEGEL ONLINE: [https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,569361,00.html &amp;#039;&amp;#039;Olympia-Wetter: China schießt auf Regenwolken.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anfangszeiten der Fotografie im 19. Jahrhundert wurde Silberiodid wegen seiner Lichtempfindlichkeit für verschiedene [[Edeldruckverfahren]] wie [[Kalotypie]] oder [[Argyrotypie]] verwendet. Später wurde es durch besser geeignete Substanzen wie [[Silberbromid]] ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Silberhalogenide}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iodid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silberverbindung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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