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	<title>Silberdachs - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:07:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silberdachs&amp;diff=43021&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Glittering Ant: Es gibt bei gleichwarmen Tieren keine Winterruhe. Das ist eine deutsche Erfindung und nicht Stand der Wissenschaft. Dementsprechend habe ich den Artikel aktualisiert.</title>
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		<updated>2026-01-06T16:15:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Es gibt bei gleichwarmen Tieren keine Winterruhe. Das ist eine deutsche Erfindung und nicht Stand der Wissenschaft. Dementsprechend habe ich den Artikel aktualisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Silberdachs&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Taxidea taxus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Johann Christian von Schreber|Schreber]], 1777)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Taxidea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[George Robert Waterhouse|Waterhouse]], 1839&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Taxidiinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Autor     = [[Reginald Innes Pocock|Pocock]], 1920&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Marder&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Mustelidae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Marderverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Musteloidea&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Hundeartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Caniformia&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Taxidea taxus (Point Reyes, 2007).jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silberdachs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Taxidea taxus&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Raubtiere|Raubtierart]] aus der Familie der [[Marder]] (Mustelidae). Er lebt in [[Nordamerika]], wo er schlicht als „der Dachs“ (&amp;#039;&amp;#039;badger&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet wird. Nach neuen Erkenntnissen ist er jedoch mit den altweltlichen [[Dachse]]n (Melinae) nicht allzu nahe verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Taxidea taxus.jpg|mini|280px|&amp;#039;&amp;#039;Taxidea taxus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das eher lange [[Fell]] an Rücken und Seiten ist grau gefärbt, manchmal mit einem rötlichen Anflug, die Unterseite ist heller, meist gelbgrau. Die Beine sind dunkler, meist dunkelbraun oder schwarz. Charakteristisch ist ein weißer Streifen, der sich von der Nase nach hinten zieht. Während er bei Tieren in nördlichen Regionen auf Höhe der Schultern endet, reicht er in südlichen Gegenden bis auf den hinteren Bereich des Rumpfes. Das Gesicht ist schwarz und weiß gemustert, Kinn und Kehle sind ebenfalls weiß. Die Schnauze ist spitz, die Ohren sind abgerundet und sitzen weit unten am Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Körperbau der Silberdachse erweckt einen flachgedrückten, aber dennoch stämmigen Eindruck. Die Vorderpfoten tragen lange, auffällig gebogene Krallen, der Schwanz ist kurz und buschig. Diese Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 42 bis 72 Zentimeter, der Schwanz wird 10 bis 16 Zentimeter lang und ihr Gewicht variiert zwischen 4 und 12 Kilogramm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:American Badger area.png|mini|Verbreitungsgebiet des Silberdachses]]&lt;br /&gt;
Silberdachse sind in Nordamerika beheimatet, ihr Verbreitungsgebiet umfasst hauptsächlich die [[Great Plains|Great-Plains]]-Region im mittleren Teil des Kontinents. Es reicht vom nördlichen [[Alberta]] über weite Teile der westlichen und mittleren [[Vereinigte Staaten|USA]] bis ins zentrale [[Mexiko]]. Ihr Lebensraum sind offene, trockene Gebiete wie [[Prärie]]n und Grasländer, manchmal auch Viehweiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silberdachse sind jedoch nicht auf gemäßigte oder warme Regionen limitiert. In der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]] traten sie auch im Osten [[Alaska]]s auf, als dieses Gebiet von kalter trockener [[Tundra]] oder [[Mammutsteppe]] eingenommen war. Als Steppenbewohner konnten sie Asien über die damals vorhandene Landbrücke wegen der höheren Feuchte [[Beringia]]s nicht erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Mikhail S. Blinnikov, Benjamin Gaglioti, Donald A. Walker, Matthew J. Wooller, Grant D. Zazula: &amp;#039;&amp;#039;Pleistocene graminoid-dominated ecosystems in the Arctic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Quaternary Science Reviews]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 30, Oktober 2011, S. 2906–2929, {{doi|10.1016/j.quascirev.2011.07.002}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Dale Guthrie: &amp;#039;&amp;#039;[https://courses.seas.harvard.edu/climate/seminars/pdfs/Guthrie_2001.pdf Origin and causes of the mammoth steppe: a story of cloud cover, woolly mammal tooth pits, buckles, and inside-out Beringia.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Quaternary Science Reviews&amp;#039;&amp;#039;, Band 20, Nr. 1, 2001, S. 549–574.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Taxidea taxus 2.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Taxidea taxus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der flache Körper und die gebogenen Krallen der Vorderpfoten zeigen, dass Silberdachse schnelle und kräftige Gräber sind, die in kürzester Zeit hartes Erdreich aufreißen können. Die Grabetätigkeit dient hauptsächlich dem Zweck der Jagd auf Beutetiere; allerdings schlafen die Dachse auch in den gegrabenen Tunneln oder modifizieren dazu die Baue anderer Tiere. Im Gegensatz zum [[Europäischer Dachs|Europäischen Dachs]] bewohnen sie ihre Baue nicht lebenslang, sondern höchstens für einen Monat, sie haben auch meist mehrere Baue in ihrem Territorium. Die Baue der Silberdachse können 10&amp;amp;nbsp;Meter lang sein und sich 3&amp;amp;nbsp;Meter tief ins Erdreich erstrecken, am Ende befindet sich eine runde, mit Blättern ausgelegte Schlafkammer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise sind sie das ganze Jahr über aktiv, bei ausgesprochen strengen Wintern bleiben sie aber für mehrere Tage oder sogar Wochen in ihrem Bau und halten [[Winterschlaf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in ihrem sozialen Verhalten unterscheiden sich die Silberdachse vom Europäischen Dachs. Sie sind vollkommen ungesellige Einzelgänger. Sie können zu jeder Tageszeit auf Nahrungssuche gehen, sind jedoch meist nachtaktiv. In der Regel sind sie standorttreu und bleiben oft im gleichen Revier. Die Reviere männlicher Tiere sind mit 2,4&amp;amp;nbsp;Quadratkilometern größer als die der Weibchen mit 1,6&amp;amp;nbsp;Quadratkilometern. Diese Tiere zeigen kein ausgeprägtes Territorialverhalten, zwar können sich die Reviere überlappen, trotzdem gehen sich die Tiere aus dem Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nahrung ==&lt;br /&gt;
Anders als der [[Europäischer Dachs|Europäische Dachs]] frisst der Silberdachs kaum pflanzliche Nahrung. Vor allem unterirdisch lebende [[Nagetiere]], aber auch bodenbrütende [[Vögel]] und deren Eier, [[Reptilien]] (auch [[Klapperschlangen]]) und [[Insekten]] gehören zu seinen [[Beutetier|Beutetieren]]. Im Gegensatz zu vielen anderen [[Raubtiere]]n erjagen sie ihre Nahrung nicht vorrangig, sondern graben nach ihr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2016 fanden Forscher der [[Universität Utah]] durch ausgelegte Köder in Form von Kuhkadavern heraus, dass der Silberdachs auch in der Aasverwertung eine Rolle spielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/dachs-vergraebt-kuh-ungewoehnliches-video-a-1141410.html |titel=Ungewöhnliches Video: Dachs vergräbt Kuh - SPIEGEL ONLINE - Wissenschaft |werk=Spiegel Online |zugriff=2017-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Beobachtungen deuten darauf hin, dass Silberdachse und [[Kojote|Kojoten]] gelegentlich in einer Art Jagdgemeinschaft agieren. So wurde beschrieben, dass ein Silberdachs und ein Kojote gemeinsam auf Beutetiere wie [[Erdhörnchen]] ansetzen, wobei sich der Jagderfolg für den Kojoten durch diese Zusammenarbeit um etwa ein Drittel erhöhen kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steven Minta, Kathryn Minta, Dale Lott |Titel=Hunting Associations Between Badgers (Taxidea taxus) and Coyotes (Canis latrans) |Sammelwerk=Journal of Mammalogy |Band=73 |Nummer=4 |Datum=1992 |Seiten=814-820}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wirksamkeit dieser Kooperation wird vor allem auf die unterschiedlichen Jagdstrategien beider Arten zurückgeführt: Während ein Kojote seine Beute vor allem über kurze Verfolgungen im Freien stellt, gräbt der Dachs bevorzugt den Bau auf oder lauert Beutetieren unter der Erde auf. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Beutetier beim Versuch zu fliehen entweder vom einen oder vom anderen Räuber erfasst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl diese Beobachtungen den Schluss nahelegen, dass es sich um eine [[Mutualismus (Biologie)|funktionale Kooperation]] handeln kann, ist der konkrete Nutzen für die Dachse bislang nicht eindeutig geklärt. Einige Forscher gehen davon aus, dass die Dachse durch das Zusammenspiel mit dem Kojoten weniger Energie beim Graben aufwenden oder mehr Zeit unter der Erde verbringen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Andere wiederum bezweifeln, dass Dachse einen vergleichbaren Vorteil haben wie Kojoten, die nachweislich von den durch Dachse aufgeschreckten Tieren profitieren. Die wissenschaftliche Diskussion gilt daher als noch nicht abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Badger.jpg|mini|Silberdachs]]&lt;br /&gt;
Die Paarung erfolgt im Sommer und im Frühherbst, aber aufgrund der verzögerten [[Nidation|Einnistung]] beginnt die eigentliche Tragzeit erst zwischen Dezember und Februar. Im März oder April bringt das Weibchen dann nach einer tatsächlichen Trächtigkeitsdauer von rund sechs Wochen ein bis fünf Jungtiere zur Welt. Die Neugeborenen sind zunächst blind und hilflos und verbringen ihre ersten Lebenswochen in einem mit Gräsern oder Blättern gepolsterten Bau. Nach vier Wochen öffnen sich ihre Augen, nach sechs Wochen werden sie entwöhnt. Weibchen werden oft mit vier Monaten bereits geschlechtsreif, Männchen pflanzen sich hingegen erst in ihrem zweiten Lebensjahr fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durchschnittliche Lebenserwartung in freier Natur beträgt vier bis fünf Jahre, das Höchstalter 14&amp;amp;nbsp;Jahre. In menschlicher Obhut können sie deutlich älter werden, das älteste bekannte Exemplar wurde 26 Jahre alt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Silberdachse und Menschen ==&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des Menschen haben erwachsene Silberdachse kaum natürliche Feinde. Manchmal werden sie verfolgt, weil ihre Baue knapp unter der Erdoberfläche verlaufen und sich Weidetiere daher beim Einbrechen Knochenbrüche zuziehen können. Weitere Gefahren stellen der Straßenverkehr und vergiftete Köder, die eigentlich für Kojoten ausgelegt wurden, dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Dachsfell|Silberdachsfell]] wird zu Pelzen verarbeitet. Auch wurden in früheren Zeiten aus ihren Haaren [[Rasierpinsel]] hergestellt; heute werden dazu zumeist Haare von Dachsen aus China verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem haben Silberdachse ihr Verbreitungsgebiet im 19. und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ausdehnen können, sie sind heute unter anderem auch in [[Ontario]] und [[Ohio]] verbreitet, vereinzelte Sichtungen gibt es auch bereits aus [[Neuengland]]. Silberdachse zählen nicht zu den bedrohten Arten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Silberdachse wurden früher den [[Dachse]]n (Melinae) zugerechnet, einer ansonsten nur in [[Eurasien]] verbreiteten [[Marder]]gruppe. Die Ähnlichkeiten mit diesen dürften aber nur auf [[Konvergenz (Biologie)|Konvergenz]] beruhen. Jüngere Untersuchungen ordnen sie in einer eigenen Unterfamilie (Taxidiinae) ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{bibISBN|0801857899}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Taxidea taxus|Silberdachs}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2008&lt;br /&gt;
|ID=41663&lt;br /&gt;
|ScientificName=Taxidea taxus&lt;br /&gt;
|YearAssessed=2008&lt;br /&gt;
|Assessor=F. Reid, K. Helgen&lt;br /&gt;
|Download=6. Januar 2009&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marder]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Glittering Ant</name></author>
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