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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Silberazid</id>
	<title>Silberazid - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T23:59:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silberazid&amp;diff=539124&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChemoBot: Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen</title>
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		<updated>2026-01-24T00:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Chemikalie&lt;br /&gt;
| Strukturformel      = [[Datei:Ag+.svg|x35px|Ag+-Ion]] &amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; [[Datei:Azid-Ion.svg|100px|Azidion]]&lt;br /&gt;
| Andere Namen        = Knallsilber&lt;br /&gt;
| Summenformel        = AgN&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&lt;br /&gt;
| CAS                 = {{CASRN|13863-88-2}}&lt;br /&gt;
| EG-Nummer           = 237-606-1&lt;br /&gt;
| ECHA-ID             = 100.034.173&lt;br /&gt;
| PubChem             = 6093372&lt;br /&gt;
| ChemSpider          = &lt;br /&gt;
| Beschreibung        = farbloser Feststoff&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lax&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Molare Masse        = 149,89 [[Gramm|g]]·[[mol]]&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Aggregat            = fest&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lax&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Dichte              = 4,98 g·cm&amp;lt;sup&amp;gt;−3&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lax&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Jean D’Ans]], [[Ellen Lax]] |Titel=[[Taschenbuch für Chemiker und Physiker]] |Auflage=4., neubearb. und rev. |Verlag=Springer |Datum=1998 |ISBN=978-3-540-60035-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Schmelzpunkt        = &lt;br /&gt;
| Siedepunkt          = &lt;br /&gt;
| pKs                 = &lt;br /&gt;
| Löslichkeit         = schwer löslich in Wasser&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lax&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Quelle GHS-Kz       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{CL Inventory |ID=46760 |Name=Silver azide |Abruf=2024-12-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| GHS-Piktogramme     = {{GHS-Piktogramme|01|06|09}}&lt;br /&gt;
| GHS-Signalwort      = Gefahr&lt;br /&gt;
| H                   = {{H-Sätze|200|300+310+330|410}}&lt;br /&gt;
| EUH                 = {{EUH-Sätze|032}}&lt;br /&gt;
| P                   = {{P-Sätze|?}}&lt;br /&gt;
| Quelle P            = &lt;br /&gt;
| MAK                 = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silberazid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das [[Silber]]salz der [[Stickstoffwasserstoffsäure]]. Es ist ein [[Explosion|hochexplosiver]] Stoff, der als [[Initialsprengstoff]] zur Zündung von [[Sprengstoff]]ladungen verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent |Land=DE |V-Nr=19533487 |V-Datum=1996-03-14 |Titel=Anzündelemente und fein abstufbare Zündsätze |Erfinder=Günther Faber, Helmut Zöllner}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Knallsilber]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, dieser [[Trivialname]] ist jedoch mehrdeutig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Verbindung wurde erstmals in den Jahren 1890/1891 vom deutschen Chemiker [[Theodor Curtius (Chemiker)|Theodor Curtius]] durch Umsetzung von [[Stickstoffwasserstoffsäure]] mit [[Silbernitrat]] hergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Soukup_anorg&amp;quot;&amp;gt;Rolf Werner Soukup: &amp;#039;&amp;#039;Chemiegeschichtliche Daten anorganischer Substanzen,&amp;#039;&amp;#039; Version 2020, S. 140 [http://www.rudolf-werner-soukup.at/Publikationen/Dokumente/anorganisches_Lexikon_2018_aktualisiert_2020.pdf pdf].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Curtius1&amp;quot;&amp;gt;Theodor Curtius: &amp;#039;&amp;#039;Ueber Stickstoffwasserstoffsäure (Azoimid), N3H&amp;#039;&amp;#039; in [[Chemische Berichte|Ber. deutsch. chem. Ges.]] 23 (1890) 3023–3033, {{DOI|10.1002/cber.189002302232}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Curtius2&amp;quot;&amp;gt;Theodor Curtius: &amp;#039;&amp;#039;Neues vom Stickstoffwasserstoff&amp;#039;&amp;#039; in [[Chemische Berichte|Ber. deutsch. chem. Ges.]] 24 (1891) 3341–3349, {{DOI|10.1002/cber.189102402192}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eignung als [[Initialzünder]] wurde 1911 von [[Lothar Wöhler]] untersucht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wöhler&amp;quot;&amp;gt;Lothar Wöhler: in [[Angewandte Chemie (Zeitschrift)|Z. angew. Chem.]] 24 (1911) 2085.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung ==&lt;br /&gt;
Silberazid lässt sich durch die Reaktion von [[Natriumazid]] mit [[Silbernitrat]] herstellen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;brauer&amp;quot;&amp;gt;[[Georg Brauer]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Marianne Baudler]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;chem&amp;gt;NaN3 + AgNO3 -&amp;gt; AgN3 + NaNO3&amp;lt;/chem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Silberazid liegt in Form von farblosen Kristallnadeln vor. Es ist äußerst explosiv, empfindlich gegen Schlag und Erhitzen. Bei&lt;br /&gt;
Lichteinwirkung erfolgt allmähliche Dunkelfärbung. Die Erweichungstemperatur liegt bei 250 °C, ein vollständiges Schmelzen erfolgt erst bei 300 °C zu einer silbrig erscheinenden Flüssigkeit (unter Zersetzung). Ein rasches Erhitzen auf 300 °C bewirkt Explosion. Seine Kristallstruktur ist [[Rhombisches Kristallsystem|rhombisch]]-pseudotetragonal mit der Raumgruppe {{Raumgruppe|Ibam|kurz}} (a = 5,6, b = 5,9, c = 6,0 A). Die Bildungsenthalpie beträgt +279,5 kJ/mol.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brauer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silberazid gehört mit zu den wirksamsten Initialsprengstoffen; so reicht schon eine Ladung von 5 mg lose aufgeschichtetem Silberazid aus, um lose in eine Sprengkapsel eingefülltes [[Nitropenta]] bei Anzündung zur Detonation zu bringen (vergleichbar wirksame Ladungen betragen bei gleicher Versuchsführung bei [[Bleiazid]] 15 mg, bei [[Knallquecksilber]] 300 mg, und bei [[Bleitrinitroresorcinat]] 550 mg).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Matyáš, Jiří Pachman |Titel=Primary Explosives |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg / New York / Dordrecht / London |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-28435-9 |Seiten=19 und 93}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tadeusz Urbański |Titel=Chemistry and Technology of Explosives |Band=3 |Auflage=4 |Verlag=Pergamon Press |Ort=Oxford / New York / Toronto / Sydney / Paris / Frankfurt |Datum=1985 |ISBN=0-08-010401-0 |Seiten=177 und 182}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Silberazid zeichnet sich dadurch aus, dass es nach Anzündung unmittelbar (d. h. ohne vorhergehende [[Deflagration]]) detoniert; es wird deshalb in der russischen und tschechischen Fachliteratur der sog. Bleiazidgruppe der Initialsprengstoffen zugeordnet (zusammen mit Bleiazid und Silberfulminat; die Initialsprengstoffe, welche nach Anzündung von Deflagration zu Detonation übergehen, wie Knallquecksilber, [[Bleistyphnat]] oder manche organische Peroxide werden der sog. Knallquecksilbergruppe zugeordnet).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Matyáš, Jiří Pachman |Titel=Primary Explosives |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg / New York / Dordrecht / London |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-28435-9 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Silberazid zeichnet sich durch einen sehr geringen kritischen Diameter der Ladung, welche noch eine stabile Detonation tragen kann, sowie durch eine im Vergleich zu Bleiazid höheren Beständigkeit gegenüber Kohlenstoffdioxid in feuchtem Milieu; es ist allerdings, wie alle Silbersalze, lichtempfindlich. Die Detonationsgeschwindigkeit von Silberazidladungen beträgt in Abhängigkeit von der Dichte und Ladungsgeometrie 1000–5000 m/s. Silberazid, wie auch die anderen Initialsprengstoffe der Bleiazidgruppe, lässt sich nicht „Totpressen“ (d. h. durch Druck so verdichten, dass keine Detonation nach der Anzündung mehr stattfindet).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Matyáš, Jiří Pachman |Titel=Primary Explosives |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg / New York / Dordrecht / London |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-28435-9 |Seiten=92–93}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die Schlagempfindlichkeit des Silberazids ist geringer als die des Knallquecksilbers und etwa vergleichbar mit der des Bleiazids; die Reibempfindlichkeit hängt von der Herstellungsmethode bzw. Kristallgröße des Produktes und ist in etwa vergleichbar mit der des Bleiazids; die Empfindlichkeit gegenüber elektrostatischer Entladung ist höher als die des Bleiazids; genauso ist die Empfindlichkeit gegenüber der Flamme bzw. die „Anzündwilligkeit“ des Silberazids höher als die des Bleiazids, in etwa vergleichbar mit der des Knallquecksilbers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Matyáš, Jiří Pachman |Titel=Primary Explosives |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg / New York / Dordrecht / London |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-28435-9 |Seiten=91–92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Einer breiten Verwendung als Initialsprengstoff steht bei Silberazid vor allem der hohe Preis entgegen. Seine Verwendung in kleinen, kräftigen Sprengzündern wurde berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tadeusz Urbański |Titel=Chemistry and Technology of Explosives |Band=4 |Verlag=Pergamon Press |Ort=Oxford / New York / Toronto / Sydney / Paris / Frankfurt |Datum=1984 |ISBN=0-08-026206-6 |Seiten=485–486}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Ferner wurde früher eine Mischung aus 97 % Knallquecksilber und 3 % Silberazid als Initialknallsatz, welcher die Vorzüge beider Initialsprengstoffe (geringerer Preis des Knallquecksilbers und dessen Verträglichkeit mit Kupferblechhülsen, sowie stärkere Initialwirkung und Möglichkeit, hohe Ladungsdichten einzupressen ohne Verlust an Detonationsfähigkeit, bedingt durch den Silberazidzusatz) vereinte, unter dem Handelsnamen „Astryl“ gehandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert Matyáš, Jiří Pachman |Titel=Primary Explosives |Verlag=Springer |Ort=Heidelberg / New York / Dordrecht / London |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-28435-9 |Seiten=94}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese Anwendung ist allerdings mit dem generellen Verzicht auf Quecksilberverbindungen in der Sprengtechnik nur historisch interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheitshinweise ==&lt;br /&gt;
Silberazid ist ein Stoff, der explosionsartig zerfällt und durch Schlag und Hitze detoniert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.arbeitsschutz.nibis.de/seiten/allgembild/technik/docs/kmk_empf_03-03.pdf Sicherheitsrichtlinien Unterricht (RiSU)] (PDF; 825&amp;amp;nbsp;kB) – Beschluss der [[Kultusministerkonferenz|KMK]] vom 28. März 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.chemieunterricht.de/dc2/gefahr/gefv_04.htm Versuch: Arbeiten mit Silberazid]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silberverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Azid]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprengstoff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChemoBot</name></author>
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