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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Silbenschnitt</id>
	<title>Silbenschnitt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:09:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silbenschnitt&amp;diff=1393145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Silbenschnitt und Silbenphonologie */ Dateigröße angepasst</title>
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		<updated>2021-11-07T15:46:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Silbenschnitt und Silbenphonologie: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silbenschnitt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silbenschnittkorrelation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Anschlusskorrelation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Sprachwissenschaft]] ein Merkmalpaar von [[Vokal]]en, die – je nach Terminologie – einerseits &amp;#039;&amp;#039;scharf geschnitten&amp;#039;&amp;#039; bzw. in &amp;#039;&amp;#039;festem Anschluss&amp;#039;&amp;#039; vorkommen können, andererseits &amp;#039;&amp;#039;sanft geschnitten&amp;#039;&amp;#039; bzw. in &amp;#039;&amp;#039;losem Anschluss&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Silbenschnitt und Silbenphonologie ==&lt;br /&gt;
Die Intuition, dass bei einem Wort wie &amp;#039;&amp;#039;satt&amp;#039;&amp;#039; der Vokal {{IPA-Phon|a}} vom nachfolgenden {{IPA-Phon|t}} schärfer abgeschnitten wird als bei &amp;#039;&amp;#039;Saat&amp;#039;&amp;#039;, ist durchaus alt. Restle&amp;lt;ref&amp;gt;David Restle: &amp;#039;&amp;#039;Silbenschnitt - Quantität - Kopplung. Zur Geschichte, Charakterisierung und Typologie der Anschlußprosodie.&amp;#039;&amp;#039; München 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschreibt entsprechende Formulierungen schon bei Grammatiken des 16. Jhd.s (Valentin Ickelsamer 1534). [[Silbenphonologie|Silbenphonologisch]] gründet gemäß [[Eduard Sievers]] der Silbenschnitt darin, dass es zwei unterschiedliche Möglichkeiten gibt, Silben zu bestimmen. Er unterscheidet die &amp;#039;&amp;#039;Schallsilbe&amp;#039;&amp;#039; von der &amp;#039;&amp;#039;Drucksilbe&amp;#039;&amp;#039;. Die Schallsilbe ist eine Einheit, deren Kern gebildet wird durch ein Maximum in der [[Sonoritätshierarchie]]. Die Drucksilbe hingegen ist eine Einheit, deren Kern gebildet wird durch ein Maximum des Druckakzents.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Sievers kommt es in deutschen Wörtern wie &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; dazu, dass die Unterteilung in Schall- und Drucksilben nicht übereinstimmt. Einerseits habe es zwei Maxima in der Sonoritätshierarchie, nämlich die Vokale {{IPA-Phon|a}} und {{IPA-Phon|ə}}. Also bilde es zwei Schallsilben. Andererseits habe es im Druckakzent nur ein einziges Maximum. Also bilde es nur eine einzige Drucksilbe, die sich über zwei Schallsilben erstrecke. Zwischen den beiden Schallsilben – beim Konsonanten {{IPA-Phon|l}} – nehme die Sonorität ab, der Druck hingegen nicht. Also werde der Vokal {{IPA-Phon|a}} von dem {{IPA-Phon|l}} auf dem Maximum seines Druckakzents scharf abgeschnitten. [[Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy]] nennt dies einen &amp;#039;&amp;#039;festen Anschluss&amp;#039;&amp;#039; des Vokals an den folgenden Konsonanten. [[Utz Maas]] hat dafür die Notation /{{IPA|a↵lə}}/ vorgeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Utz Maas: [https://zentrum.virtuos.uni-osnabrueck.de/wikifarm/fields/utz.maas/uploads/Main/Anschlu%df.pdf Die Anschlusskorrelation des Deutschen im Horizont einer Typologie der Silbenstruktur] (PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB), in: P. Auer u.&amp;amp;nbsp;a. (Hgg.), Silbenschnitt und Tonakzente, Tübingen: Niemeyer 2002: 11 – 34; S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es aus in einem Wort wie &amp;#039;&amp;#039;Ahle&amp;#039;&amp;#039;, wo die Unterteilung in Schall- und Drucksilben übereinstimmt. Sowohl Sonorität als auch Druck weisen zwei Maxima auf und nehmen in der Mitte ab. Also werde der Vokal {{IPA-Phon|a}} von dem {{IPA-Phon|l}} nicht auf dem Maximum seines Druckakzents scharf abgeschnitten, sondern sanft abgeschnitten nach Abklingen des maximalen Drucks. Dies nennt Trubetzkoy einen &amp;#039;&amp;#039;losen Anschluss&amp;#039;&amp;#039; des Vokals an den folgenden Konsonanten. Maas schlägt dafür die Notation /{{IPA|a→lə}}/ vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Silbenschnitt im Deutschen ==&lt;br /&gt;
Die Vokale des [[deutsche Sprache|Deutschen]] treten – wie auch die des [[niederländische Sprache|Niederländischen]] oder des [[englische Sprache|Englischen]] – in Paaren auf wie etwa [{{IPA|iː – ɪ}}] im [[Minimalpaar]] &amp;amp;lang;riet – ritt&amp;amp;rang; oder [{{IPA|eː – ɛ}}] im Minimalpaar &amp;amp;lang;Fehl – Fell&amp;amp;rang;. In den meisten dieser Paare ([{{IPA|iː – ɪ, eː – ɛ, yː – ʏ, øː – œ, uː – ʊ, oː – ɔ}}]) unterscheiden sich die beiden Vokale in zwei verschiedenen Merkmalen: In [[Vokalquantität]] und [[Vokalqualität|-qualität]]. Es ist daher nicht klar, ob in einer Beschreibung des deutschen Vokalsystems die Vokalquantität als grundlegendes Unterscheidungsmerkmal dieser Paare gelten soll, aus dem die Vokalqualität als sekundäres Merkmal abzuleiten wäre, oder umgekehrt. Eine Lösung dieses Problems besteht darin, dass sowohl die Quantität als auch die Qualität als sekundäre Merkmale betrachtet werden, die abzuleiten sind aus dem primären Merkmal des &amp;#039;&amp;#039;Silbenschnitts&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Anschlusses&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messbarkeit ==&lt;br /&gt;
Das Problem bei der These, Vokalqualität und -quantität korrelierten mit dem Merkmal Silbenschnitt, liegt darin, dass keine messbaren Hinweise auf die Existenz dieses Merkmals gefunden worden sind. Gerade deshalb hat sich die Phonologie auch seit der Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr mit dem Silbenschnitt befasst, sondern hat sich auf messbare Größen wie Vokalqualität oder -quantität beschränkt. Erst in den 1990er-Jahren ist die Diskussion des Silbenschnitts wieder aufgenommen worden, unter anderem von Theo Vennemann&amp;lt;ref&amp;gt;Theo Vennemann: Syllable structure and syllable cut prosodies in modern Standard German. In: Pier Marc Bertinetto, Michele Kenstowicz &amp;amp; Michele Loporcaro (Hgg.): Certamen Phonologicum II. Papers from the 1990 Cortona Phonology meeting. Torino: Rosenberg &amp;amp; Sellier. 1991. S. 211–243.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Helmut Spiekermann hat in einer Untersuchung an deutschen Dialekten ein akustisches Korrelat des Silbenschnitts bei den mittel- und norddeutschen Varietäten gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Spiekermann]]: Silbenschnitt in deutschen Dialekten. Niemeyer 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein artikulatorisches Korrelat der Silbenschnittopposition beschreiben Hoole et al.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip Hoole et al. 1994: Kinematic analysis of vowel production in German. In: Proceedings of the ICSLP &amp;#039;94, Yokohama. Vol. 1. 53-56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Christina Noack (2000): [https://repositorium.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2001120417 Regularitäten der deutschen Orthographie und ihre Deregulierung]. Dissertation Universität Osnabrück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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