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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Silbengelenk</id>
	<title>Silbengelenk - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T21:26:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silbengelenk&amp;diff=558913&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SapereAudete: Änderung 248457590 von Neurophon rückgängig gemacht; Nicht eingedeutschte Fremdwörter unterliegen nicht der deutschen Rechtsschreibung, daher sind die Beispiele &quot;Pizza&quot; und &quot;Sakko&quot; ungeeignet.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silbengelenk&amp;diff=558913&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-01T23:18:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/248457590&quot; title=&quot;Spezial:Diff/248457590&quot;&gt;248457590&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Neurophon&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Neurophon&quot;&gt;Neurophon&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Nicht eingedeutschte Fremdwörter unterliegen nicht der deutschen Rechtsschreibung, daher sind die Beispiele &amp;quot;Pizza&amp;quot; und &amp;quot;Sakko&amp;quot; ungeeignet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silbengelenk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ambisyllabischer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ambisilbischer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Konsonant) ist ein [[Konsonant]], der [[Phonologie|phonologisch]] zu zwei aufeinanderfolgenden [[Silbe|Silben]] gehört. Schriftlich werden Silbengelenke meist durch Verdopplung der entsprechenden Konsonant[[Graphem|grapheme]] dargestellt, wie z. B. in Schli&amp;lt;u&amp;gt;tt&amp;lt;/u&amp;gt;en, Ka&amp;lt;u&amp;gt;ss&amp;lt;/u&amp;gt;e oder Ro&amp;lt;u&amp;gt;gg&amp;lt;/u&amp;gt;en, da im deutschen Schriftsystem ein [[Buchstabe]] immer nur einer Silbe angehören kann, niemals zweien. Grund für die Buchstabenverdopplung ist hier also die Darstellung eines Silbengelenks, nicht – wie fälschlicherweise oft behauptet – die Markierung des vorangehenden Vokalgraphems als kurzen [[Vokal]]. Sonderfälle bei der Schreibung sind die [[Phonem|Phoneme]] [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Stimmhafter velarer Nasal|ŋ]]]&amp;lt;!--sic--&amp;gt;, [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Stimmlose alveolare Affrikate|t͡s]]]&amp;lt;!--sic--&amp;gt; und [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Stimmloser velarer Plosiv|k]]]&amp;lt;!--sic--&amp;gt;, deren entsprechende Grapheme bei Silbengelenken nicht verdoppelt, sondern als {{Graphem|ng}}, {{Graphem|tz}} bzw. {{Graphem|ck}} dargestellt werden. Ebenfalls nicht verdoppelt werden [[Graph (Linguistik)|Mehrgraphe]], wie {{Graphem|sch}} und {{Graphem|ch}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dudenredaktion, Angelika Wöllstein |Titel=Duden, Die Grammatik unentbehrlich für richtiges Deutsch |Auflage=9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-411-04049-0 |Fundstelle=§ 92 - 94}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die [[Germanistik]] eingeführt wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Silbengelenk&amp;#039;&amp;#039; von [[Peter Eisenberg (Linguist)|Peter Eisenberg]], das Konzept geht jedoch bereits auf [[Theo Vennemann]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Theo Vennemann |Titel=On the theory of syllabic phonology |Sammelwerk=Linguistische Berichte |Band=18 |Nummer=1 |Datum=1972 |ISSN=0024-3930 |Seiten=1-18 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutsche Silbifizierung und Silbengelenk ==&lt;br /&gt;
Zur Erklärung des Silbengelenks spielen zwei Regeln der deutschen Silbifizierung, d. h. der Einteilung von Wörtern in Silben, eine Rolle:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Eine Silbe mit scharfem [[Silbenschnitt]], d. h. mit kurzem, betontem Vokal endet immer auf einem Konsonanten.&lt;br /&gt;
# Ein einfacher Konsonant zwischen zwei Vokalen wird immer zur Silbe des zweiten gezählt.&lt;br /&gt;
In einem Wort wie [ˈalə] ⟨alle⟩ muss also der Konsonant [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Stimmhafter lateraler alveolarer Approximant|l]]]&amp;lt;!--sic--&amp;gt; gemäß der ersten Regel zur vorangehenden Silbe gezählt werden, weil diese scharf geschnitten ist: [ˈal.ə]. Gemäß der zweiten Regel muss er hingegen zur folgenden Silbe gezählt werden, weil es sich um einen einzelnen Konsonanten zwischen zwei Vokalen handelt: [ˈa.lə]. Damit gehört er beiden Silben gleichermaßen an, wofür Eisenberg die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Silbengelenk&amp;#039;&amp;#039; prägte. Die Silbengrenze liegt bei der Verschriftlichung zwischen den Konsonantgraphemen. Gekennzeichnet werden Silbengelenke im [[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]] mit einem Punkt unterhalb des Konsonantenzeichens: [ˈaḷə]. Weitere Beispiele sind Wörter wie [ˈʃlɪṭən] ⟨Schlitten⟩, [ˈvaṣər] ⟨Wasser⟩ und [ˈkaʦ̣ə] ⟨Katze⟩.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dudenredaktion, Angelika Wöllstein |Titel=Duden, Die Grammatik unentbehrlich für richtiges Deutsch |Auflage=9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-411-04049-0 |Fundstelle=§ 38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung des Silbengelenks ==&lt;br /&gt;
Dem Silbengelenk entspricht in der Rechtschreibung ein verdoppelter Konsonantenbuchstabe. Das Wort {{IPA-Text|[ˈaḷə]}} wird &amp;#039;&amp;#039;alle&amp;#039;&amp;#039; geschrieben. Die Regeln zur Worttrennung schreiben vor, dass ein solcher verdoppelter Konsonantenbuchstabe in der Mitte getrennt wird: &amp;#039;&amp;#039;al-le&amp;#039;&amp;#039;. Auf diese Weise gehört das [l] in {{IPA-Text|[ˈalə]}} auch gemäß der Rechtschreibung sowohl zur vorangehenden als auch zur folgenden Silbe. Wichtig ist allerdings, dass dieses [l] trotz seiner Doppelschreibung nur einen einfachen Laut darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Silbengelenktheorie untermauert also sowohl die Verdoppelung der Konsonanten als auch die Trennregeln in der deutschen Rechtschreibung, indem sie diese mit der Silbifizierung erklärt. Es handelt sich allerdings nicht um eine historische bzw. [[Diachronie|diachrone]] Erklärung, denn der geschichtliche Ursprung der Konsonantenverdoppelungen liegt in einer früheren langen Aussprache ([[Gemination (Sprache)|Gemination]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Der [[Sprachwissenschaft|Linguist]] [[Utz Maas]] kritisiert das Konzept der Silbengelenke im Deutschen, da Silben hier verschmelzen können. Ihre eigentliche [[Silbengrenze|Grenze]] sei dabei nicht feststellbar, da es in der deutschen Standardsprache keine [[Quantität (Linguistik)|quantitativen]] Unterschiede bei Konsonanten gibt. Diese Verschmelzung auf ein Silbengelenk zu projizieren, bei dem der die Silbengrenze bildende Konsonant gleichermaßen zu beiden Silben gehört, lehnt Maas ab, da dies zu [[Phonologie|phonologischen]] Fehldarstellungen führe. So würde die Silbengrenze hierdurch in den Konsonanten hineinverlagert, was eine Doppelung desselben suggeriere und zu [[Überlautung]] führen könne. So würde beispielsweise [ˈʁaṭʰə] &amp;#039;&amp;#039;Ratte&amp;#039;&amp;#039; zu [ˈʁatʰ.tʰə]. Maas bevorzugt daher die Theorie des [[Silbenschnitt|Silbenschnitts]] nach [[Eduard Sievers]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Utz Maas]] |Hrsg=Peter Auer u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Die Anschlusskorrelation des Deutschen im Horizont einer Typologie der Silbenstruktur |Sammelwerk=Silbenschnitt und Tonakzente |Verlag=Niemeyer |Ort=Tübingen |Datum=2002 |Seiten=11–34 |Fundstelle=hier S. 20 |Online=https://zentrum.virtuos.uni-osnabrueck.de/wikifarm/fields/utz.maas/uploads/Main/Anschlu%df.pdf |Format=PDF |KBytes=1700}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Silbengelenktheorie in anderen Sprachen ==&lt;br /&gt;
Die Silbengelenktheorie wird hauptsächlich in der deutschen Sprachwissenschaft verwendet. Die erste Regel der Silbifizierung, wonach eine scharf geschnittene Silbe mit einem Konsonanten enden muss, gilt zwar auch in anderen germanischen Sprachen, etwa im [[Englische Sprache|Englischen]], aber in der englischen Sprachwissenschaft wird die zweite Regel nicht verwendet, wonach ein einfacher Konsonant zur folgenden Silbe gehören müsse. Daher wird in Teilen der englischen Sprachwissenschaft das [l] in einem Wort wie {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;alley&amp;#039;&amp;#039;}} nur zur vorangehenden Silbe gezählt: {{IPA-Text|[ˈæl.i]}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J. C. Wells |Hrsg=Susan Ramsaran |Titel=Syllabification and allophony |Sammelwerk=Studies in the pronunciation of English |WerkErg=A commemorative volume in honour of [[Alfred Charles Gimson|A.C. Gimson]] |Verlag=Routledge |Ort=London/New York |Datum=1990 |ISBN=0-415-00313-X |Seiten=76–86 |Sprache=en |Online=https://www.phon.ucl.ac.uk/home/wells/syllabif.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ambisilbizität wird von anderen Autoren auch für die englische Sprache angenommen, etwa von [[Heinz Giegerich]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinz J. Giegerich |Titel=English phonology. An introduction |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=1992 |ISBN=0-521-33603-1 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Eisenberg (Linguist)|Peter Eisenberg]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Der Laut und die Lautstruktur des Wortes.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Eisenberg u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Duden, Grammatik der deutschen Gegenwartssprache&amp;#039;&amp;#039;. 6., neu bearbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim u. a. 1998, ISBN 3-411-04046-7, (&amp;#039;&amp;#039;Der Duden&amp;#039;&amp;#039; 4), S. 17–53, 41.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SapereAudete</name></author>
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