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	<title>Silbendauer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T05:11:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Silbendauer&amp;diff=1864608&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mike Krüger: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-08-23T06:49:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Dauer des Aussprechens einer Silbe. Zur Länge einer Silbe in der Linguistik siehe [[Silbenlänge (Linguistik)|Silbenlänge]], zu der in der Verslehre siehe [[Quantität (Verslehre)|Quantität]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Silbendauer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gelegentlich auch als &amp;#039;&amp;#039;Silbenlänge&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) ist die Zeit, die ein Sprecher benötigt, um eine [[Silbe]] auszusprechen. Sie wird in [[Millisekunde]]n gemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faktoren der Silbendauer ==&lt;br /&gt;
Die Silbendauer ist von mehreren Faktoren abhängig:&lt;br /&gt;
* von der Zahl und Art der Laute, aus denen die Silbe besteht, und deren jeweiliger [[Lautdauer]];&lt;br /&gt;
* von dem [[Sprechtempo]], das der Sprecher einschlägt;&lt;br /&gt;
* von der Umgebung, in der die Silbe vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Umgebung ist hier die Tatsache gemeint, dass eine Silbe Teil eines [[Sprechtakt]]es oder Wortes ist. Dabei gilt ein seit langem erkanntes Prinzip: Eine bestimmte Silbe wird umso kürzer gesprochen, je mehr Silben das Wort hat, in dem sie vorkommt. Dieser Zusammenhang ist heutzutage als eine der Formen des [[Menzerathsches Gesetz|Menzerathschen Gesetzes]] in der [[Quantitative Linguistik|quantitativen Linguistik]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abhängigkeit der Silbendauer von der Wortlänge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um die Hypothese, dass die Dauer einer Silbe von der Länge des Wortes abhängt, in dem die Silbe vorkommt, und dass diese Abhängigkeit dem Menzerath-Altmann-Gesetz folgt: Je länger ein Wort ist, desto kürzer sind seine Silben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für die Abhängigkeit der Silbendauer von der Wortlänge (Zahl der Silben pro Wort) hat Weber in drei Stilen untersucht und getestet.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Weber: &amp;#039;&amp;#039;Das Menzerathsche Gesetz in gesprochener Sprache&amp;#039;&amp;#039;, Magisterarbeit, Trier, 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erneute Tests zu den Daten einer ihrer Versuchspersonen kamen zu nur geringfügig anderen Ergebnissen. In diesen Fällen wurde das Menzerathsche Gesetz in seiner einfachsten Form: &amp;lt;math&amp;gt;y=ax^b&amp;lt;/math&amp;gt; getestet.&amp;lt;ref&amp;gt;Laila Asleh, Karl-Heinz Best: &amp;#039;&amp;#039;Zur Überprüfung des Menzerath-Altmann-Gesetzes am Beispiel deutscher (und italienischer) Wörter.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 10/11, 2004/2005, Seite 9–19. Tabelle S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silbendauer bei Wörtern unterschiedlicher Silbenzahl: 1. Lesen isolierter Wörter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin:auto; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zahl der Silben pro Wort&lt;br /&gt;
!durchschnittliche Silbendauer&amp;lt;br&amp;gt; in Millisekunden&amp;lt;br&amp;gt; beobachtet&lt;br /&gt;
!durchschnittliche Silbendauer&amp;lt;br&amp;gt; in Millisekunden&amp;lt;br&amp;gt; berechnet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 388,51&lt;br /&gt;
| 387,35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 288,87&lt;br /&gt;
| 287,11&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 234,55&lt;br /&gt;
| 240,98&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 210,80&lt;br /&gt;
| 212,81&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 193,93&lt;br /&gt;
| 193,26&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 178,52&lt;br /&gt;
| 178,62&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 172,54&lt;br /&gt;
| 167,11&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tabelle ist zu entnehmen, dass die Silben einsilbiger Wörter durchschnittlich eine Dauer von 388,51 Millisekunden aufweisen. Passt man das oben genannte Modell an die Beobachtungswerte der ein- bis siebensilbigen Wörter an, so erhält man für die einsilbigen Wörter einen Wert von 387,35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis: a = 387,7482; b = -0,4320; D = 0,9978.&lt;br /&gt;
Das Testergebnis ist mit einem [[Determinationskoeffizient]]en von D = 0,9978 sehr gut; er kann im besten Fall den Wert D = 1,00 erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silbendauer bei Wörtern unterschiedlicher Silbenzahl: 1. Lesen eines Textes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin:auto; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zahl der Silben pro Wort&lt;br /&gt;
!durchschnittliche Silbendauer&amp;lt;br&amp;gt; in Millisekunden&amp;lt;br&amp;gt; beobachtet&lt;br /&gt;
!durchschnittliche Silbendauer&amp;lt;br&amp;gt; in Millisekunden&amp;lt;br&amp;gt; berechnet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 257,38&lt;br /&gt;
| 254,85&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 214,26&lt;br /&gt;
| 215,52&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 189,86&lt;br /&gt;
| 195,39&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 179,43&lt;br /&gt;
| 182,25&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 175,89&lt;br /&gt;
| 172,68&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| 169,26&lt;br /&gt;
| 165,23&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis: a = 254,8542; b = -0,2419; D = 0,9868.&lt;br /&gt;
Das Testergebnis ist mit einem Determinationskoeffizienten von D = 0,9868 wieder sehr gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Silbendauer bei Wörtern unterschiedlicher Silbenzahl: 3. Freie Rede:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin:auto; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Zahl der Silben pro Wort&lt;br /&gt;
!durchschnittliche Silbendauer&amp;lt;br&amp;gt; in Millisekunden&amp;lt;br&amp;gt; beobachtet&lt;br /&gt;
!durchschnittliche Silbendauer&amp;lt;br&amp;gt; in Millisekunden&amp;lt;br&amp;gt; berechnet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| 255,97&lt;br /&gt;
| 251,65&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| 208,34&lt;br /&gt;
| 211,49&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| 186,83&lt;br /&gt;
| 191,04&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| 167,42&lt;br /&gt;
| 177,75&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| 168,06&lt;br /&gt;
| 168,07&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
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| 160,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7&lt;br /&gt;
| 150,79&lt;br /&gt;
| 154,47&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergebnis: a = 251,6503; b = -0,2508; D = 0,9362.&lt;br /&gt;
Das Testergebnis ist mit einem [[Determinationskoeffizient]]en von D = 0,9362 auch in diesem Fall sehr gut. Die beobachteten Abweichungen bei den fünf- und sechssilbigen Wörtern ändern an diesem generellen Trend nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Trend, dass mit zunehmender Wortlänge die Dauer der Silben der Wortes abnimmt und dabei dem Menzerath-Altmann-Gesetz folgt, wird in allen drei Fällen sehr deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Gesetz der Verteilung von Silbenlängen]]&lt;br /&gt;
* [[Lautdauer]]&lt;br /&gt;
* [[Silbenlänge (Linguistik)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gabriel Altmann]], [[Michael Schwibbe]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Menzerathsche Gesetz in informationsverarbeitenden Systemen.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von Werner Kaumanns, Reinhard Köhler und Joachim Wilde. Olms, Hildesheim, Zürich, New York 1989, ISBN 3-487-09144-5, S. 60–62.&lt;br /&gt;
* S. Geršić, Gabriel Altmann: &amp;#039;&amp;#039;Laut – Silbe – Wort und das Menzerathsche Gesetz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Phonetische Beiträge&amp;#039;&amp;#039; 3, 1980, S. 115–123.&lt;br /&gt;
* Paul Menzerath, J.M. de Oleza: &amp;#039;&amp;#039;Spanische Lautdauer. Eine experimentelle Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin/Leipzig 1928, S. 71f.&lt;br /&gt;
* [[Eduard Sievers]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Phonetik zur Einführung in das Studium der Lautlehre der indogermanischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; 4., verbesserte Auflage. Breitkopf &amp;amp; Härtel, Leipzig 1893, S. 240.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantitative Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Silbe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitraum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mike Krüger</name></author>
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