<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sikyon</id>
	<title>Sikyon - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sikyon"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sikyon&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T23:25:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sikyon&amp;diff=181780&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kolja21: +Normdaten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sikyon&amp;diff=181780&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-13T19:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der antiken griechischen Stadt Sikyon. Für weitere Bedeutungen siehe [[Sikyon (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Korinth Isthmus de.svg|miniatur|300px|Geografische Lage von Sikyon nordwestlich von Korinth]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sikyon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Σικυών}} {{M.Sg.}} oder auch {{F.Sg.}}) war ein [[Antikes Griechenland|antiker]] Stadtstaat ([[Polis]]) auf der nördlichen [[Peloponnes]] zwischen [[Korinth (antike Stadt)|Korinth]] und [[Achaia]] ([[Pellene]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name der Polis wird in der lokalen Legende auf einen König ([[Pausanias]] 2, 5, 6), von [[Eustathios von Thessalonike]] auf die Pflanze {{lang|grc|σίκυα|síkya|de=(Flaschen-)Kürbis‘, ‚Melone}} zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sikyon nahm als Polis in Größe und Bedeutung eine Mittelstellung ein; es befand sich wie [[Tegea]], [[Mantineia (Stadt)|Mantinea]] oder [[Korkyra]] unter den „Kleinen der Großen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name der Polis ==&lt;br /&gt;
Obwohl Sikyon allein unter diesem Polisnamen in der Geschichte bekannt geworden ist, kann es auf vier weitere Namen und damit Gründungslegenden verweisen:&lt;br /&gt;
* Aigialeia ({{GrcS|Αἰγιάλεια}} {{F.Sg.}}) (Pausanias 2,5,6; 2,6,5) oder {{GrcS|Αἰγιαλός|de=Aigialos}}: eine lokale Tradition sah als Gründer und ersten König der Polis [[Aigialeus (Sohn des Inachos)|Aigialeus]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mekone ({{GrcS|Μηκώνη}} {{F.Sg.}}): nach einer Legende soll [[Demeter]] den [[Mohn]] (mekon) dort entdeckt haben. Der Name Mekone ist schon bei [[Hesiod]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Theogonie]]&amp;#039;&amp;#039; 536) bezeugt, die Identifizierung mit Sikyon durch spätere Quellen gesichert. Nach Hesiods Schilderung fand in mythischer Vorzeit in Mekone eine Versammlung statt, auf der die Trennung von Göttern und Menschen und die künftige Opferpflicht der Menschen geregelt wurde. Dabei wurde der Göttervater [[Zeus]] von dem schlauen [[Titan (Mythologie)|Titanen]] [[Prometheus]], der sich für die Menschen einsetzte, übervorteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Telchinia ({{GrcS|Τελχινία}} {{F.Sg.}}, nach Eustathios von Thessalonike und [[Stephanos von Byzanz]], oder {{lang|grc|Τελχίς}}): orientiert an den boshaften, zauberkundigen Schmiededämonen ([[Telchinen]]), die sonst eher auf [[Rhodos]] verortet werden. Ein [[Telchin]] (auch Telchis) erscheint zudem auf der von Pausanias benannten Königsliste (2,5,6).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Demetrias: bezieht sich auf den hellenistischen Neugründer der Polis, [[Demetrios I. Poliorketes]], nachdem dieser die Siedlung 303 v.&amp;amp;nbsp;Chr. zerstört hatte; der Name scheint von den Bewohnern jedoch bald fallen gelassen und Sikyon wiederaufgegriffen worden zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Mit einem Areal von etwa 360&amp;amp;nbsp;km² verfügte die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sikyonia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; über ein relativ ausgedehntes Gebiet. Im Osten reichte es an die Korinthia (Grenzfluss [[Nemea (Fluss)|Nemea]]), im Westen an Pellene (Grenzfluss [[Sythas]]). Im Süden und Südwesten verlief die Grenze unbestimmt im Gebirge. Als zweiter größerer Ort ist in der Sikyonia neben Sikyon [[Titane (Stadt)|Titane]] ({{elS|Τιτάνη}} oder {{lang|el|Τίτανα}}, beide Formen {{F.Sg.}}) zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußerst fruchtbare Küstenebene von mehr als 3,5&amp;amp;nbsp;km zum [[Golf von Korinth]] dürfte in archaischer und klassischer Zeit das Hauptsiedlungsgebiet der Sikyonier gewesen sein (Ansammlung von Dorfsiedlungen). Sie wird von einem dreieckigen, sich steil aufschwingenden Plateau mit einer Länge von 2,5&amp;amp;nbsp;km abgeschlossen. Dieses bot im Sinne des für die griechischen Poleis charakteristischen Burgberges ([[Akropolis]]) einen möglichen Fluchtpunkt und wohl auch das kultische Zentrum. Archäologisch ist dies jedoch nicht nachzuweisen. Die Stadtneugründung in hellenistischer Zeit war wohl auf den Burgberg konzentriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Hafen lag von der eigentlichen Polis getrennt. Da es an der Küste keine natürliche Bucht oder einen sicheren Ankerplatz gibt, wurde er an der Mündung des [[Asopos (Korinthia)|Asopos]] oder des [[Helisson]], der beiden Flüsse, die die fruchtbare Ebene eingrenzen, künstlich angelegt und befestigt ([[Xenophon]], &amp;#039;&amp;#039;Hellenika&amp;#039;&amp;#039; 7, 3, 2; 7, 4, 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landwirtschaft, Kunst und Handel ==&lt;br /&gt;
Die Küstenebene zum Golf von Korinth ist eines der ertragreichsten Gebiete der Peloponnes. Neben Getreide-, Wein-, Rosinen- und Gemüseanbau bestanden bedeutende Olivenkulturen. Besonders eine ausgeprägte Pferdezucht –&amp;amp;nbsp;das Luxusobjekt der Antike&amp;amp;nbsp;–, die bis ins 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert betrieben wurde, verdeutlicht den scheinbaren Überfluss ([[Homer]], &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; 23, 293-299). Entsprechend sind in der Königsliste des Pausanias mehrere Namen mit einer Hippo-Komponente zu finden. [[Kleisthenes von Sikyon]] ([[Herodot]] 6, 126, 2) und Myron&amp;amp;nbsp;I. werden als erfolgreiche Ausstatter von Viergespannen bei den [[Olympische Spiele der Antike|Olympischen Spielen]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den südlichen Bergen der Sikyonia wurde Holz für Schiffe und Bauten –&amp;amp;nbsp;etwa dem Wiederaufbau des [[Tempel]]s in [[Delphi]]&amp;amp;nbsp;– geschlagen. Die Fischerei Sikyons war für einen besonderen [[Meeraal]] und dessen Zubereitung berühmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptindustrie der Polis stellten jedoch die [[Metallverarbeitung]] ([[Bronze]]), das Kunstgewerbe und die [[Töpferei]] dar. Der eigentliche Ruf Sikyons beruhte auf der [[Griechische Vasenmalerei|Vasenmalerei]] und der [[Bildhauer]]kunst. So sollen im 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. die [[Kreta|kretischen]] Künstler [[Dipoinos]] und [[Skyllis]] (Arbeiten aus Marmor, Holz und Elfenbein) in der Polis gewirkt haben. In der zweiten Hälfte des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die Stadt durch die Tätigkeit des [[Kanachos aus Sikyon|Kanachos]] und [[Aristokles aus Sikyon|Aristokles]] zu einem Zentrum der [[Bildhauerei]] und des [[Erzguss]]es mit weit überregionaler Bedeutung. Um 450&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. begründete der [[Erzgießer]] [[Polyklet]] von [[Argos (Stadt)|Argos]] den Ruhm der sikyonischen Schule, als deren Höhepunkt in der Bronzetechnik [[Lysipp]] im 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. gesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich der Entwicklung der [[Malerei]] wurden in Sikyon durch [[Timanthes (Maler)|Timanthes]] und [[Eupompos]] weitreichende Impulse gesetzt. Letzterer richtete eine Malerakademie ein, der [[Pamphilos (Maler)|Pamphilos]] und [[Pausias]] angehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein berühmter Exportartikel der Polis waren auch luxuriöse Schuhe für Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fasst man die Ausprägung der Wirtschaft des Stadtstaates zusammen, kann von einem regen, wenn auch nicht bedeutenden Handel ausgegangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Schatzhaus der Sikyonier (Olympia)|titel1=Schatzhaus der Sikyonier in Olympia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit des Übergangs von der archaischen zur klassischen Zeit dürfte die Bevölkerung Sikyons wohl 15.000&amp;amp;nbsp;bis 20.000&amp;amp;nbsp;Personen umfasst haben. Dem entsprechen eine herunterzurechnende Führungsschicht von etwa 180&amp;amp;nbsp;bis 200&amp;amp;nbsp;Personen, eine Wehrkraft von 1800&amp;amp;nbsp;bis 2000&amp;amp;nbsp;[[Hoplit]]en und etwa 3600&amp;amp;nbsp;bis 4000&amp;amp;nbsp;Bürgern ([[#Literatur|Lit.]]: Ruschenbusch). Ganz allgemein ist von der für die Poleis charakteristischen Durchmischung von Männern, Frauen, Kindern, freien Fremden, Abhängigen und Sklaven auszugehen, innerhalb derer die vollberechtigten Bürger, abgestuft nach Besitz, die Herrschaftsträger darstellten. Indirekt ist die Polis vor allem durch zwei adelige Einzelpersönlichkeiten bekannt geworden, durch [[Kleisthenes von Sikyon]] und [[Euphron von Sikyon]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Geschichte der Polis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sikyon Theater SE Side DSC 5683a-1.jpg|mini|Theater von Sikyon]]&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Der Beginn der Geschichte Sikyons ist [[Mythos|mythenhaft]] verklärt. Als erster König wird in der &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039; [[Adrastos (Argos)|Adrastos]] genannt. Ein [[Myron I. von Sikyon|Myron von Sikyon]] wird für die 33.&amp;amp;nbsp;[[Olympische Spiele der Antike|Olympischen Spiele der Antike]] (648&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) als erster Sieger aus einem großen Adelsgeschlecht in einem Rennen mit dem Viergespann aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der folgenden Zeit soll sich eine [[Dynastie]] der [[Orthagoras|Orthagoriden]] etabliert haben, an deren Ende [[Kleisthenes von Sikyon]] (erste Hälfte des 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr.) stand. Als seine Vorfahren werden Aristonymos, Myron und Andreas genannt. Der [[Tyrannis|Tyrann]] Kleisthenes von Sikyon ist damit die erste historisch glaubwürdige Gestalt und wird durch [[Herodot]] (VI, 126-130) näher charakterisiert. Nicht zuletzt, weil er der Großvater des [[Alkmeoniden]] [[Kleisthenes von Athen]] ist, ist sein Name vor allem mit der Umbenennung von [[Phyle]]n verknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interpretiert werden kann seine Maßnahme als Abgrenzung Sikyons gegenüber den Vormachtsansprüchen der Nachbarpolis [[Argos (Stadt)|Argos]]. Auch kann sich hinter der Aktion eine innere Neuorganisation der [[Polis]] verbergen, die auf eine verbesserte Wehrfähigkeit abgezielt hat. Nicht nachweisbar ist aber ein Kampf der Bürger innerhalb der Polis, nach dem die in mythischer Zeit als Folge der [[Dorische Wanderung|dorischen Wanderung]] entstandenen [[Dorer|dorischen]] [[Phyle]]n abgewertet oder gar gedemütigt wurden und eine nichtdorische vierte Phyle aufgewertet und zur vorherrschenden wurde. Vorstellbar ist, dass Kleisthenes durch eine Neustrukturierung der Phylen alte gewachsene Bindungen der Bevölkerung an führende Adelige zu brechen und neue Machtverhältnisse zu seinen Gunsten zu erreichen versuchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhaltender Gegenstand der wissenschaftlichen Diskussion sind zudem der sogenannte [[Erster Heiliger Krieg|Erste Heilige Krieg]] um Delphi (etwa 591&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.) und die Beteiligung Sikyons und des Kleisthenes an den Geschehnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sikyon im 5. und 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. ===&lt;br /&gt;
Nach der Rückbenennung der Phylen 60&amp;amp;nbsp;Jahre nach dem Tod des Kleisthenes von Sikyon (um&amp;amp;nbsp;496/495 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) trat Sikyon in einer Koalition mit [[Sparta]] und [[Ägina|Aigina]] gegen Argos in Erscheinung ([[Schlacht bei Sepeia]], 494 v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Die Polis trug dabei vor allem Kriegsschiffe, sogenannte [[Triere]]n, bei. Aus gleicher Zeit sind aber auch Geldzahlungen an Argos bekannt. Insgesamt zeigte sich Sikyon jedoch als treuer Bündnispartner Spartas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des gesamten 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. ist Sikyon an allen großen politischen und militärischen Geschehnissen beteiligt: den [[Perserkriege]]n, dem [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Krieg]] und den [[Korinthischer Krieg|Korinthischen Kriegen]]. An der Abwehr des [[Xerxes I.|Xerxes]]-Zuges war die Polis bei der [[Schlacht von Salamis]] mit fünfzehn Trieren und bei der [[Schlacht von Plataiai]] mit 3.000 [[Hoplit]]en beteiligt. Entsprechend wird Sikyon auf der zur Erinnerung an den Sieg über die [[Perserreich|Perser]] dem Gott [[Apollon]] in Delphi geweihten [[Schlangensäule]] an fünfter Stelle nach Sparta, [[Athen]], [[Korinth (antike Stadt)|Korinth]] und [[Tegea]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Verbündeter Spartas während des Peloponnesischen Krieges stellte Sikyon immer wieder Kriegsschiffe und Hopliten. Die Polis trat als Kontrollmacht der nördlichen [[Peloponnes]] auf und richtete sich gegen den [[Attisch-Delischer Seebund|Attisch-Delischen Seebund]] sowie gegen Argos aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Korinthischen Krieg war Sikyon vor der [[Schlacht von Nemea]] (394 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) Sammelpunkt der Spartaner und ihrer Verbündeten. Mit dem Aufstieg [[Theben (Böotien)|Thebens]] unter [[Epameinondas]] (Niederlage Spartas in der [[Schlacht bei Leuktra]], 371 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) wechselten die Sikyonier schließlich auf die thebanische Seite (369 v.&amp;amp;nbsp;Chr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
367 v.&amp;amp;nbsp;Chr. führte der ehemalige Oligarch [[Euphron von Sikyon|Euphron]] mit Hilfe [[Arkadien|arkadischer]] und [[Argos (Stadt)|argivischer]] Truppen die Demokratie ein, die er bald zu einer [[Tyrannis]] umformte. Durch brutale Verfolgung seiner politischen Gegner stürzte er Sikyon in schwere innere Wirren, die die Intervention der bedeutenderen Nachbarstaaten nach sich zog, aber erst mit seiner Ermordung endeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Folgezeit ===&lt;br /&gt;
Die ab ca. 490 v.&amp;amp;nbsp;Chr. geprägten Münzen zeigen sehr häufig eine [[Chimära|Chimaira]] auf der Vorderseite und eine fliegende Taube auf der Rückseite.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sikyon Chimaira.JPG|mini|rechts|Hemidrachme aus Sikyon mit Chimaira, ca. 360–330 v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sikyon SS 2872 Rv.JPG|mini|rechts|Rückseite der Hemidrachme mit Taube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Hellenismus|hellenistischer Zeit]] erlebte Sikyon erneut eine [[Tyrannis|Tyrannenherrschaft]], bis 264 v.&amp;amp;nbsp;Chr. unter [[Kleon (Tyrann)|Kleon]] und anschließend unter [[Abantidas]] und seinem Vater [[Paseas (Tyrann)|Paseas]]. Nach dem Sturz des letzten Tyrannen [[Nikokles (Sikyon)|Nikokles]] 251 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die Stadt ein führendes Mitglied im [[Achaiischer Bund|Achaiischen Bund]]. Bedeutendster Staatsmann war zu dieser Zeit [[Aratos von Sikyon]], der sich als [[Stratege]] des Achaiischen Bundes von 245 bis 241 v.&amp;amp;nbsp;Chr. für die Einigung der freien Griechenstädte gegen die [[Makedonien|makedonische]] [[Hegemonie]] einsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zerstörung Korinths 146 v.&amp;amp;nbsp;Chr. brachte Sikyon Landzuwachs und den Vorsitz bei den [[Isthmische Spiele|Isthmischen Spielen]]. Dennoch war es zu [[Marcus Tullius Cicero|Ciceros]] Zeiten bereits verschuldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]] wurde es von den wiederaufgebauten Städten Korinth und [[Patras|Patrai]] in den Schatten gestellt. Zu [[Pausanias]]’ Zeiten (um 150 n.&amp;amp;nbsp;Chr.) war es fast verwüstet. In [[Byzantinisches Reich|byzantinischer Zeit]] wurde Sikyon [[Bischof]]ssitz. Seinem späteren Namen Hellas nach zu urteilen, war es im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr. Zufluchtsort für Griechen auf der Flucht vor [[Slawen|slawischen]] Einwanderern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort der antiken Stadt liegt heute das Dorf [[Sikyona|Vasiliko]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Könige von Sikyon]]&lt;br /&gt;
* [[Karneenpriester]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Sicyon|Sikyon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Gehrke]]: &amp;#039;&amp;#039;Jenseits von Athen und Sparta. Das dritte Griechenland und seine Staatenwelt&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1986, S.&amp;amp;nbsp;138–140, ISBN 3-406-31537-2&lt;br /&gt;
* Audrey Griffin: &amp;#039;&amp;#039;Sikyon&amp;#039;&amp;#039;. Clarendon Press, Oxford 1982, ISBN 0-19-814718-X&lt;br /&gt;
* [[Konrad Kinzl|Konrad H. Kinzl]]: &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen zur Älteren Tyrannis&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ältere Tyrannis bis zu den Perserkriegen&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979, S.&amp;amp;nbsp;298–325 ([http://www.trentu.ca/ahc/ajahtyr.htm englische Übersetzung])&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Ruschenbusch]]: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zu Staat und Politik in Griechenland vom 7.–4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;#039;&amp;#039; Aku Fotodr. und Verl., Bamberg 1978, S.&amp;amp;nbsp;?&lt;br /&gt;
* Charles H. Skalet: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Ancient Sicyon with a Prosopographia Sicyonia}}&amp;#039;&amp;#039;. Johns Hopkins Press, Baltimore 1928&lt;br /&gt;
* Yannis Lolos: &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Land of Sikyon: Archaeology and History of a Greek City-State}}&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Hesperia (Zeitschrift)|Hesperia]]&amp;#039;&amp;#039;. Supplementum&amp;amp;nbsp;39). [[American School of Classical Studies at Athens]], Princeton [N. J.] 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=DMS|NS=37.984104|EW=22.711145|type=landmark|region=GR-J}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4118649-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike griechische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf dem Peloponnes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Korinthia)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sikyona]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sikyon| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kolja21</name></author>
	</entry>
</feed>