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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sikkativ</id>
	<title>Sikkativ - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:49:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sikkativ&amp;diff=103669&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-07-09T05:50:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sikkative&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|siccus}} ‚trocken‘) sind Stoffe, die ölhaltigen [[Anstrichmittel|Farben]], [[Lack]]en, [[Halböl]] und [[Leinölfirnis]] zugesetzt werden, um ihr Härten oder Festwerden, meist fälschlich als [[Trocknung]] bezeichnet, zu beschleunigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Reaktion ==&lt;br /&gt;
Der „Trocknungsprozess“ von [[Ölfarbe]] ist chemisch eine [[Oxidation]], [[Polymerisation]] und [[Vernetzung (Chemie)|Quervernetzung]] unter Vergrößerung der [[Molare Masse|molaren Masse]], bei der die „trocknenden“ Öle zuerst an Volumen zunehmen, dann jedoch wieder schrumpfen (zuerst Runzel-, dann Rissbildungen), z.&amp;amp;nbsp;B. [[Leinöl]] wird zu [[Linoxin]]. Dabei steigt die [[Viskosität]] der Ölfarbe. Diese Viskositätserhöhung ist auf eine vernetzende Polymerisation und nicht auf einen Verlust an [[Lösungsmittel]] wie bei einer [[Trocknung]] zurückzuführen. Sikkative wirken bei diesen Prozessen als [[Katalysator]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Brockhaus ABC Chemie&amp;#039;&amp;#039;, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Eine zu schnelle Hautbildung kann durch so genannte Hautverhinderungsmittel, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Butanonoxim]], verhindert werden. Es werden Risse und Runzeln verhindert und die Lagerstabilität des Lacks verbessert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{RömppOnline|ID=RD-08-00577|Name=Hautverhütungsmittel|Abruf=2016-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingesetzten Sikkative beschleunigen den Zerfall der während der Härtung entstehenden Peroxide. Hierbei wird das Metallatom fortwährend oxidiert und reduziert und erzeugt dabei jeweils ein Radikal. Die dabei entstehenden Hydroxidionen und Protonen kombinieren zu Wasser. Der Prozess wird an der folgenden Grafik veranschaulicht:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernd Strehmel; Peter Mischke; Michael Groteklaes; Thomas Brock |Titel=Lehrbuch der lacktechnologie |Auflage=4. uberarbeitete |Verlag=Vincentz Network |Ort=[s.&amp;amp;nbsp;l.] |ISBN=3-86630-815-9 |Seiten=203}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sikkativ Prozess.svg|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendete Stoffe ==&lt;br /&gt;
Bei der Herstellung von [[Leinölfirnis]] wurden früher gesundheitsschädigende Materialien verwendet, beispielsweise [[Bleioxid]]e. Heute verwendet man &amp;#039;&amp;#039;Octoate&amp;#039;&amp;#039; wie [[Cobaltoctoat|Cobalt-]], [[Manganoctoat|Mangan-]] und [[Zirconiumoctoat]]e, Metallsalze der [[2-Ethylhexansäure]] oder die entsprechenden [[Naphthensäure|Naphthenate]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebrauch in der Ölmalerei ==&lt;br /&gt;
Sikkative sind in der [[Ölmalerei]] ein wichtiger Bestandteil der Farbe, um die Trocknung zu beschleunigen. Als Basis der Farbmittel werden trocknende Öle genutzt. Die eigentliche Oxidation ist mit und ohne Sikkativ ein kontinuierlicher Prozess, der über Jahrhunderte verlaufen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Einsatz von Sikkativen lässt sich die Zeit, die Ölfarbe braucht, um „nageltrocken“ zu werden, von 5 bis 12 Tagen (Leinöl, dünner Auftrag, abhängig von verwendeten Pigmenten) auf einen bis zwei Tage verkürzen. Bei übermäßigem Gebrauch setzt ein frühzeitiges Altern ein, das sich in starken Runzelbildungen und [[Farbstich#Gilb|Vergilben]] bemerkbar macht, im Weiteren auch in starker Rissbildung. Häufig verwendete Sikkative sind Schwermetalloxide von Blei ([[Blei|Pb]]), Mangan ([[Mangan|Mn]]), Kobalt ([[Cobalt|Co]]), Zink ([[Zink|Zn]]) und die Metallsalze (= [[Metallseifen]]) von meist ungesättigten &amp;#039;&amp;#039;Fettsäuren&amp;#039;&amp;#039;, wie Ölsäure. [[Pigment]]e mit diesen Schwermetallen, wie [[Bleiweiß]] haben eine eigene sikkative Wirkung, die auf Verseifungsreaktionen mit Erhöhung der Viskosität beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis werden häufig Mischungen verschiedener Metallseifen verwendet. Lösungen von Sikkativen in Öl – manchmal als Sikkativextrakte bezeichnet – werden nach einigem Stehen oft trübe. Man lässt sie dann zur Klärung in offenen Gefäßen absetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ABC Chemie&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ein Mennigsikkativ wird erhalten, wenn man [[Leinölfirnis]] mit [[Blei(II,IV)-oxid|Mennige]] und [[Umbra (Farbe)|Umbra]] unter fortwährendem Umrühren kocht, bis eine musähnliche Masse entstanden ist, und diese mit [[Terpentinöl]] verdünnt. Der klare [[Firnis]] wird nach einigen Tagen von dem Bodensatz abgegossen.&amp;lt;br /&amp;gt;Für [[Zinkweiß]]farben kocht man [[Leinöl]] mit 5 % [[Mangandioxid|Braunsteinpulver]], welches in einen Sack von Leinwand genäht wird, den man so im Kessel befestigt, dass er den Boden nicht berührt. Man siedet zweimal 10 bis 12 Stunden und verdünnt dann mit Terpentinöl. Die erhaltene dunkelbraune Flüssigkeit erteilt größeren Mengen [[Öle|Öl]] und Firnis die Eigenschaft, schnell zu trocknen.&amp;lt;br /&amp;gt;Am häufigsten benutzt man borsaures [[Mangan(II)-oxid|Manganoxydul]], welches man mit wenig Leinöl anreibt und mit etwa 300 bis 400 Teilen Leinöl einmal aufkocht. [[Zinkweiß]], mit 5 % borsaurem Manganoxydul gemischt, kommt als &amp;#039;&amp;#039;Siccatif zumatique&amp;#039;&amp;#039; in den Handel und macht Leinölfirnisfarben schneller trocken, wenn man ihnen 2,5 % desselben zusetzt. Auch Lösungen von [[Schellack]] in [[Ammoniak]] oder in [[Borax]]lösung werden als Sikkativ benutzt. Die Anwendung der Sikkative ist besonders bei [[Erdfarbe]]n, [[Ultramarin]] und [[Zinkweiß]] geboten, bei Anstrichen mit [[Bleiweiß]], Mennige, [[Chromgelb]] überflüssig, da diese Farbmittel bereits trocknend wirken.|[[Meyers Konversationslexikon]] von 1888}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitshinweis ==&lt;br /&gt;
Die in den meisten Sikkativen enthaltenen Schwermetallionen ([[Blei]] und [[Cobalt]], weniger [[Mangan]] und [[Zink]]) und [[Bor]]verbindungen sind toxikologisch bedenklich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RÖMPP&amp;quot;&amp;gt;[[Otto-Albrecht Neumüller]] (Hrsg.): [[Römpp Lexikon Chemie|&amp;#039;&amp;#039;Römpps Chemie-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]] Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Pl–S.&amp;#039;&amp;#039; 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-04515-3, S. 3772–3773.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikaliengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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