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	<title>Sigurd Debus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T00:29:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sigurd_Debus&amp;diff=638733&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tohma: WP:INTRO beachten</title>
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		<updated>2025-09-27T06:01:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WP:INTRO beachten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigurd Debus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Mai]] [[1942]]; † [[16. April]] [[1981]] in [[Hamburg]]) war ein linksextremistischer Terrorist. Eine organisatorische Zugehörigkeit bzw. Mitgliedschaft in der [[Terroristische Vereinigung|terroristischen Vereinigung]] der [[Rote Armee Fraktion]] ist trotz seiner Teilnahme an ihren Hungerstreiks und der Benennung eines RAF-Kommandos nach ihm („Kommando Sigurd Debus“) nicht belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jan-Hendrik Schulz |Titel=Hungerstreikkampagnen von politisch motivierten Inhaftierten aus der Roten Armee Fraktion (RAF) und der Action Directe (AD) in den 1980er Jahren. Eine Geschichte des radikalen Milieus in der Bundesrepublik Deutschland und Frankreich |TitelErg=Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Geschichte und Zivilisation am European University Institute |Verlag=European University Institute. Department of History and Civilization. |Ort=Florenz |Datum=2016-04-18 |Seiten=86ff. |Online=https://cadmus.eui.eu/bitstream/handle/1814/40825/Schulz_2016.pdf?sequence=1&amp;amp;isAllowed=y}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise wollte er eine hiervon unabhängige Terrororganisation aufbauen. Debus wurde am 30. Mai 1975 wegen der Gründung einer kriminellen Vereinigung, illegalem Waffen- und Sprengstoffbesitz und anderer Delikte zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Bei einem [[Hungerstreik]] mit behördlich angeordneter [[Künstliche Ernährung#Zwangsernährung|Zwangsernährung]] fiel er ins [[Koma]] und starb wenig später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als Angestellter eines Ölunternehmens hatte Sigurd Debus wohl erstmals Kontakt zu verschiedenen [[Kommunismus|kommunistischen]] Gruppierungen. Er soll in den frühen 1960er Jahren im Umfeld der 1956 verbotenen [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] aktiv gewesen sein, bevor er sich wohl 1969 der neu gegründeten [[Kommunistische Partei Deutschlands/Marxisten-Leninisten|KPD/ML]] anschloss. 1970 verließ er die KPD/ML wieder, um sich später im 1971 gegründeten [[HamburgerAktionsZentrum]] (HAZ) zu engagieren. Im Zusammenhang mit einer durch das HAZ organisierten Demonstration am 24. Mai 1972 gegen den [[Vietnamkrieg]] wurde er erstmals vor Gericht gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Mitte 1973 lebte Debus in der Illegalität. Ein Kellerdepot mit Chemikalien zur Sprengstoffherstellung hatte sich entzündet. Dort fand die Polizei auch erstmals Hinweise auf ihn. In der folgenden Zeit konzentrierte sich Debus wohl auf den Aufbau einer [[Stadtguerilla]] in Hamburg, möglicherweise, um eine eigene, von der RAF unabhängige Gruppe aufzubauen. Ende Februar 1974 wurde er bei einem [[Banküberfall]] in Hamburg verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Mai 1975 wurde er wegen Beteiligung an Banküberfällen, einem versuchten Sprengstoffanschlag auf die [[Verfassungsschutz]]&amp;amp;shy;zentrale in Hamburg, einem Bombenanschlag auf das [[Haus der Industrie (Köln)|Haus der Industrie]] in Köln und der Bildung einer [[Kriminelle Vereinigung|kriminellen Vereinigung]] zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernard Rambert]], Ralf Binswanger, Pieter Bakker Schut u.&amp;amp;nbsp;a. (Hg): [https://socialhistoryportal.org/sites/default/files/raf/0019851000_01_0.pdf Todesschüsse. Isolationshaft. Eingriffe ins Verteidigungsrecht. Kritische Anmerkungen zu dem Bericht der Bundesrepublik Deutschland an den UN-Menschenrechtsausschuß vom November 1977]. Selbstverlag, 1985, S. 130&amp;lt;/ref&amp;gt; und in der [[Justizvollzugsanstalt Celle]] inhaftiert. Der niedersächsische Verfassungsschutz täuschte am 25. Juli 1978 mittels eines Bombenanschlags auf die Justizvollzugsanstalt einen missglückten Befreiungsversuch vor, um so einen Informanten in die RAF einzuschleusen. Im Vorfeld wurden in Debus’ Zelle Ausbruchswerkzeug geschmuggelt, das bei einer anschließenden Durchsuchung gefunden wurde. Die Urheberschaft des Verfassungsschutzes wurde erst 1986 und im Anschluss unter dem Namen [[Celler Loch]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1979 wurde Debus in die [[Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel|JVA Hamburg-Fuhlsbüttel]] verlegt. Dort beteiligte er sich ab dem 11. Februar 1981 an einem Hungerstreik der RAF-Mitglieder, nachdem Hafterleichterungen mit Hinweis auf den fingierten Befreiungsversuch abgelehnt wurden. Ab dem 19. März 1981 wurde er zwangsernährt. Am 8. April fiel er ins Koma und musste ab dem 10. April künstlich beatmet werden. Am 16. April wurde der Tod festgestellt. Die [[Obduktion]] erbrachte als Todesursache ein „Absterben von Hirngewebe mit Hirnblutungen und stark erhöhtem Blutdruck“.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Juhnke: [https://books.google.de/books?id=WCw8AQAAIAAJ&amp;amp;q=%22Sigurd+Debus%22+todesursache%22&amp;amp;dq=%22Sigurd+Debus%22+todesursache%22&amp;amp;hl=de &amp;#039;&amp;#039;Tod durch Ernährung.&amp;#039;&amp;#039;] [[konkret (Zeitschrift)|konkret]] Ausgabe 4/86; [https://www.zeit.de/1989/16/an-der-schwelle-zum-exitus/komplettansicht An der Schwelle zum Exitus], [[Die Zeit]], 14. April 1989, Nr. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Debus starb trotz der Zwangsernährung, da Ärzte schwere Mangelerscheinungen an [[Thiamin]] (Vitamin B1) ignorierten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern1/mp3-download-podcast-neun-vor-neun.shtml |wayback=20160129173354 |text=&amp;#039;&amp;#039;Staatliche Bombe sprengt das Celler Loch&amp;#039;&amp;#039;}}, [[Bayerischer Rundfunk]] vom 25. Juli 2013 {{Webarchiv|url=http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_H1S/_-0S/_28d_AF6/130725_0851_Bayern-1-am-Morgen_Staatliche-Bombe-sprengt-das-Celler-Loch-25.mp3 |wayback=20160129173354 |text=(Audio)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Frage, ob der Hungerstreik oder Fehler bei der Zwangsernährung die Todesursache war, blieb offen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swrw071002&amp;quot;&amp;gt;Rolf Cantzen: {{Webarchiv|url=https://www.swr.de/-/id=2551420/property=download/nid=660374/1z0liwz/swr2-wissen-20071012.rtf |wayback=20180701055151 |text=&amp;#039;&amp;#039;„Aktion Feuerzauber“ – Das Celler Loch&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2024-05-10 13:38:22 InternetArchiveBot }}, SWR 2 – „Wissen“ vom 2. Oktober 2007, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Bekanntwerden seines Todes wurde der Hungerstreik beendet. Bereits am 11. April war sein Tod fälschlicherweise gemeldet worden,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sven Felix Kellerhoff]], [[Lars-Broder Keil]]: [https://books.google.de/books?id=PbsHAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA191 &amp;#039;&amp;#039;Gerüchte machen Geschichte: Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;], Links, Berlin 2006; ISBN 978-3-86153-386-3, S. 191&amp;lt;/ref&amp;gt; woraufhin es in einigen deutschen Städten zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und militanten Linksradikalen kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=14328746 |Autor= |Titel=Lauter Polizisten auf dem Kudamm? Interview mit Berlins Justizsenator Gerhard Moritz Meyer (FDP) über Hungerstreik und Krawalle|Jahr=1981 |Nr=17 |Datum=1981-04-20 |Seiten=114–115}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lorenz Graitl: [https://books.google.de/books?id=tkQfBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA70 &amp;#039;&amp;#039;Sterben als Spektakel: Zur Kommunikativen Dimension des Politisch Motivierten Suizids&amp;#039;&amp;#039;], VS Verlag 2012, ISBN 978-3-531-18461-6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Teilnahme an einem Hungerstreik der RAF sowie dem terroristischen Hintergrund seiner Inhaftierung wird Debus häufig als Mitglied der RAF geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swrw071002&amp;quot; /&amp;gt; Eine organisatorische Zugehörigkeit zur RAF konnte aber bislang nicht belegt werden. In der Erklärung der RAF zur Besetzung und [[Geiselnahme von Stockholm|Geiselnahme in der Stockholmer Deutschen Botschaft]] vom 24. April 1975 wird die Freilassung von 26 Häftlingen gefordert, unter denen auch Sigurd Debus genannt wird. Außerdem benannte die RAF wenige Monate nach seinem Tod ein Kommando, das einen Anschlag auf das Hauptquartier der [[United States Air Forces in Europe]] auf der [[Ramstein Air Base]] verübte, nach Debus. Auch wird Debus in der Auflösungserklärung der RAF von 1998 gemeinsam mit 25 weiteren Personen genannt, die als Mitglieder deutscher Linksterrorismusgruppen starben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christa Ellersiek, Wolfgang Becker: &amp;#039;&amp;#039;Das Celler Loch. Die Hintergründe der Aktion Feuerzauber.&amp;#039;&amp;#039; Verlag am Galgenberg, Hamburg 1987, ISBN 3-925387-30-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1034709186|LCCN=no2022131910|VIAF=302904353}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Debus, Sigurd}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD/ML-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankräuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Debus, Sigurd&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches mutmaßliches Mitglied der Rote Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Mai 1942&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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