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	<title>Signaturenlehre - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T14:31:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Signaturenlehre&amp;diff=76413&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 21. Oktober 2025 um 03:54 Uhr</title>
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		<updated>2025-10-21T03:54:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Signaturenlehre.png|miniatur|Sympathien zwischen Pflanzen und Tieren (Holzschnitt nach Auffassung &amp;#039;&amp;#039;Giambattista della Portas&amp;#039;&amp;#039;, 16. Jahrhundert)&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Biedermann: &amp;#039;&amp;#039;Medicina Magica. Metaphysische Heilmethoden in spätantiken und mittelalterlichen Handschriften.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1978, ISBN 3-201-01077-4, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Signaturenlehre&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lehre von den Signaturen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;signatura rerum&amp;#039;&amp;#039;; von &amp;#039;&amp;#039;signare&amp;#039;&amp;#039; „bezeichnen, kennzeichnen“) ist die Lehre von den Zeichen in der Natur, die als Merkmale auf Ähnlichkeiten, Verwandtschaften und innere Zusammenhänge hinweisen. [[Analogie (Philosophie)|Analogien]] bestehen demnach zwischen Form, Farbe, Charakter, Geruch, Geschmack, Standort, Entstehungszeit, [[Humoralpathologie|humoralpathologischen]] und [[Astrologie|astrologischen]] Zuordnungen und vielen weiteren Aspekten. Die Signaturenlehre beruht auf einem kosmischen Denken in Entsprechungen (&amp;#039;&amp;#039;[[Analogiezauber|universale Sympathie]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Mikrokosmos-Makrokosmos&amp;#039;&amp;#039;-Lehre) – eine [[Bohne]] habe eine Heilwirkung bei Nierenleiden; die Form der [[Echte Walnuss|Walnuss]] prädestinierte sie für Behandlungen des Gehirns; der gelbe Saft des [[Schöllkraut]]s wirke bei [[Ikterus|Gelbsucht]] – und ist als typische Denkform nicht-naturwissenschaftlicher Welterklärungsmodelle weltweit zu finden. Als Prinzip herrscht sie in der Mehrzahl traditioneller Heillehren, die solche Kosmologien als Rahmen voraussetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Signaturenlehre fand bereits im [[Altertum]] weite, unter anderem auch im alten&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; China, Anwendung und war im späten Mittelalter in einer prototypischen Form als Denkungsart bereits stark verbreitet,&amp;lt;ref&amp;gt;Wie Friedrich Ohly und Michel Foucault gezeigt haben, s. angegebene Literatur.&amp;lt;/ref&amp;gt; geht aber in ihrer konkreten schriftlichen Formulierung in Europa auf [[Paracelsus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Quecke: &amp;#039;&amp;#039;Die Signaturenlehre im Schrifttum des Paracelsus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Pharmazie und ihrer Nebengebiete.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1955, S. 41–55 (= &amp;#039;&amp;#039;Pharmazie.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 2, hrsg. von [[Otto Beßler]], [[Hans Seel]] und [[Rudolph Zaunick]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; (etwa bei der Ergründung der [[Arcanum (Esoterik)#Paracelsus|Arcana]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;) und den neapolitanischen Arzt und [[Alchemie|Alchemisten]] [[Giambattista della Porta]] (1538–1615) zurück, der in seinem Buch&amp;#039;&amp;#039; Phytognomonica&amp;#039;&amp;#039; (eine „[[Physiognomik]] der Pflanzen“) anhand von Signaturen ein System von Zusammenhängen zwischen Pflanzen, Tieren und Gestirnen aufzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundannahmen ==&lt;br /&gt;
{{Quellen|Bitte mit (wissenschaftlichen) Quellen belegen}}&lt;br /&gt;
Die Signaturenlehre beruht auf der Grundannahme, dass sämtliche Erscheinungen und Wesen miteinander in Beziehung stehen. Sie bilden quer zu der Einteilung in [[Gattung (Biologie)|Gattung]]en und [[Art (Biologie)|Art]]en Verwandtschaftssysteme mit gleichartigen Eigenschaften. Etwas modifiziert, aber mit gleichen Folgerungen, bestand die Signaturenlehre unter den Vorzeichen des Christentums: Die Welt war von Gott vollkommen und auf den Menschen hin geschaffen. Die Signaturen waren somit auch Werk dieses Schöpfers. Dem Menschen kam es zu, diese Zeichen zu erkennen und richtig zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Signaturen gelten unter anderem: Geruch, Geschmack, Farbe, Gestalt, Struktur, Beschaffenheit, Standort, Wachstumsphase und Lebensdauer. Diese werden verschiedenen Kategorien wie [[Vier-Elemente-Lehre|Elementen]], Planeten&amp;lt;ref&amp;gt;Allison Coudert: &amp;#039;&amp;#039;Der Stein der Weisen. Die geheime Kunst der Alchemisten.&amp;#039;&amp;#039; (Originalausgabe: &amp;#039;&amp;#039;Alchemy: the Philosopher&amp;#039;s Stone.&amp;#039;&amp;#039; 1980) Lizenzausgabe. Pawlak, Herrsching 1992, ISBN 3-88199-911-6, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder Eigenschaften zugeordnet. Demnach hat eine bitter schmeckende Pflanze eine Beziehung zum Element Feuer, das mit der Sonne in Verwandtschaft steht und – unter anderem – Umwandlung und Anregung von [[Stoffwechsel]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;prozessen bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Signaturenlehre ist nicht nur in Europa bekannt. In der chinesischen und auch der [[Ayurveda|ayurvedischen Medizin]] existieren ausgearbeitete Systeme der Zuordnungen nach Signaturen. So werden etwa in der [[traditionelle chinesische Medizin|chinesischen Medizin]] Geschmack, Geruch, Farbe, Tages- und Jahreszeiten, Elemente, Organe, [[Sinnesorgan]]e und Körperteile unter anderem zu einem [[Diagnose|diagnostischen]] Konzept verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolge und Misserfolge der Signaturenlehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verteidiger verweisen auf eine Reihe von Fällen, bei denen moderne wissenschaftliche Untersuchungen die Anwendungsbereiche der Signaturenlehre bestätigten. Die Walnuss – wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem menschlichen Hirn ein traditionelles Heilmittel bei Krankheiten des Kopfes – enthält tatsächlich für das Gehirn wertvolle [[Fettsäuren]]. Die [[Herbstzeitlose]] – wegen der Ähnlichkeit der Zwiebel mit einer gichtkranken Zehe gemäß der Signaturenlehre ein Mittel gegen [[Gicht]] – liefert tatsächlich wirksame Heilstoffe gegen diese Krankheit. Kritiker weisen jedoch auf die Zufälligkeit dieser Funde hin und führen an, dass sich für jeden Erfolg auch mehrere Beispiele nicht wirksamer Zuordnungen nachweisen lassen. So konnte beim [[Frauenmantel]] keine der dieser Pflanze zugesprochenen Wirkungen bei [[Frauenkrankheiten]] nachgewiesen werden. Auch das [[Geflecktes Lungenkraut|Lungenkraut]], das wegen seiner getupften Blätter bei Lungenkrankheiten Verwendung fand, hat sich nach wissenschaftlichen Untersuchungen bis jetzt als weitgehend wirkungslos erwiesen. Zu den Heilmitteln der Signaturenlehre gehören zudem auch Mittel, die heute sehr seltsam anmuten. So empfahl [[Nicolas Lémery]] 1697 in einem damals aufsehenerregenden [[Arzneibuch]] den getrockneten und pulverisierten Schädel eines gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen als Heilmittel gegen Hirnkrankheiten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Geheimnisse der Heilpflanzen&amp;#039;&amp;#039; S. 51 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Guido Jüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Signaturenlehre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 7. Sp. 1889.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Ohly]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Signaturenlehre der frühen Neuzeit. Bemerkungen zur mittelalterlichen Vorgeschichte und zur Eigenart einer epochalen Denkform in Wissenschaft, Literatur und Kunst.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Nachlass hrsg. von [[Uwe Ruberg]]. Hirzel, Stuttgart u.&amp;amp;nbsp;a. 1999, ISBN 3-7776-0952-8&lt;br /&gt;
* Henri Leclerc: &amp;#039;&amp;#039;La médicine des signatures magiques.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Janus.&amp;#039;&amp;#039; Band 23, 1918, S. 5–28.&lt;br /&gt;
* [[Wolf-Dieter Müller-Jahncke]]: &amp;#039;&amp;#039;Signaturenlehre.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 1330–1332.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Doctrine of signatures|Signaturenlehre}}&lt;br /&gt;
* [http://www.exkotours.de/Signaturenlehre/Siagnaturenlehre.html Pflanzen der Signaturenlehre]&lt;br /&gt;
* [http://www.natura-naturans.de/artikel/pdf/signaturenlehre_2003.pdf &amp;#039;&amp;#039;Signaturenlehre – Urweg der Heilpflanzenerkenntnis&amp;#039;&amp;#039;] von Margret Madejsky &amp;lt;small&amp;gt;(Darstellung aus der Perspektive der Naturheilkundler)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://archiv.kgsberlin.de/fileadmin/kgs-magazine/KGS201107.pdf |titel=Pflanzen-Signaturen |autor=Klaus Krämer |werk=KGS Berlin |datum=2011-07 |abruf=2021-09-13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überholte Theorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternativmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Frühe Neuzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paracelsus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologiegeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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