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	<title>Sigmund Neumann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Murkus69: Reihenfolge</title>
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		<updated>2025-12-11T22:23:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Reihenfolge&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Politikwissenschaftler Sigmund Neumann. Zum Politiker und Gewerkschafter siehe [[Siegmund Neumann]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Mai]] [[1904]] in [[Leipzig]]; † [[22. Oktober]] [[1962]] in [[Middletown (Connecticut)|Middletown]], [[Connecticut]]) war ein deutscher [[Politikwissenschaft]]ler und [[Soziologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sigmund Neumann wurde als Sohn der [[Judentum|jüdischen]] Eheleute Jakob Neumann und Anne Lifschitz geboren. Er studierte an den Universitäten in [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]], [[Universität Grenoble|Grenoble]] und [[Universität Leipzig|Leipzig]] Geschichte, Nationalökonomie und Sozialwissenschaften. Mit seiner Arbeit über „Die Stufen des preußischen Konservativismus“, die auf eine Idee [[Alfred Weber]]s zurückging, wurde er 1927 bei [[Hans Freyer]] in Leipzig [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1930 heiratete er Anne Kuritzkes (1904–1954);&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|88434996|Anne Kuritzkes Neumann|Abruf=2015-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; aus der Ehe ging eine Tochter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss ging Neumann an die [[Deutsche Hochschule für Politik]] nach [[Berlin]]. Dort übernahm er zunächst die Leitung des Zeitungsausschnittsarchivs und ab dem Wintersemester 1929/30 auch Lehraufträge. 1930 wechselte er zur Volkshochschule Berlin und wurde ihr Leiter. Ab 1931 war er gemeinsam mit [[Albert Salomon (Soziologe)|Albert Salomon]] und [[Alfred von Martin]] Herausgeber der Schriftenreihe „Soziologische Gegenwartsfragen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kunze: &amp;#039;&amp;#039;Ein vergessener Lehrer der Demokratie. Sigmund Neumann über den internationalen Bürgerkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 24. Oktober 2012, S. N 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Machtübergabe]] an die [[Nationalsozialisten]] emigrierte er zunächst nach [[London]] und arbeitete dort am [[Royal Institute of International Affairs]] und an der [[London School of Economics]]. 1934 ging er in die [[USA]] und übernahm an der [[Wesleyan University]] zunächst einen Lehrauftrag für Soziologie und ab 1944 den Lehrstuhl für Sozialwissenschaften. Von 1943 bis 1945 war er Mitarbeiter des Office of Strategic Services. Als Gastprofessor lehrte er zudem in [[Yale University|Yale]], [[Harvard University|Harvard]], an der [[Columbia University]] sowie an der [[University of Michigan]] in [[Ann Arbor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kehrte er, wenn auch nicht dauerhaft, nach Deutschland zurück und unterstützte nachhaltig den Neuaufbau der Politikwissenschaft, die er, wie die amerikanischen Besatzungsbehörden, als Demokratiewissenschaft verstand, der seiner Meinung nach – Emigranten wie [[Eric Voegelin]], der sie zuerst als „Ordnungswissenschaft“ deutete,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Maier (Politiker, 1931)|Hans Maier]], Peter J. Opitz: [http://www.gsi.uni-muenchen.de/forschung/forsch_zentr/voegelin/publikationen/papers/op_14.pdf &amp;#039;&amp;#039;Eric Voegelin – Wanderer zwischen den Kontinenten.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 360&amp;amp;nbsp;kB) München 2000, S. 27–28.&amp;lt;/ref&amp;gt; sahen dies anders – hohe Bedeutung auf dem Gebiet der politischen Bildung zukommen sollte. Seine Lehrorte als Gastprofessor waren die [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] und die [[Freie Universität Berlin]]. Beide Hochschulen verliehen Neumann einen [[Ehrendoktor]]titel. Nachdem er zunächst ab 1949 für die amerikanische Militärregierung den Aufbau der westdeutschen Politikwissenschaft begleitete, übernahm er für die amerikanische [[Ford-Stiftung]] eine Vermittlungsrolle bei der Betreuung von Projekten, so beim Bau eines Gebäudes für die neue Deutsche Hochschule für Politik (aus der das [[Otto-Suhr-Institut]] hervorging) an der Freien Universität Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neumann galt als außerordentlich beliebt bei Kollegen und Studenten, ganz im Gegensatz zu anderen Emigranten wie [[Ernst Fraenkel (Politikwissenschaftler)|Ernst Fraenkel]], die gegenüber dem akademischen Nachwuchs wie in früheren Zeiten auf Distanz Wert legten.&amp;lt;ref&amp;gt;Simone Ladwig-Winters: &amp;#039;&amp;#039;Ernst Fraenkel. Ein politisches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main / New York 2009, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neumann stand in Kontakt mit zahlreichen Wissenschaftlern und Politikern seiner Zeit, die vielfach wie er nach der nationalsozialistischen Machtergreifung aufgrund ihrer Herkunft oder wegen politischer Verfolgung geflohen waren und später (zeitweilig) nach Deutschland zurückkehrten: [[Hannah Arendt]], [[Waldemar Gurian]], [[Theodor Heuss]], [[Karl Loewenstein (Jurist)|Karl Loewenstein]], [[Alfred von Martin]], Albert von Salomon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits schwer von seiner Krebserkrankung gezeichnet, kam er im Mai 1962 ein letztes Mal nach Deutschland, wo er an der FU Berlin die Vortragsreihe „Die Demokratie im Wandel der Gesellschaft“ eröffnete. Sein verheißungsvoller Vortrag trug den Titel „Der demokratische Dekalog. Staatsgestaltung im Gesellschaftswandel“&amp;lt;ref&amp;gt;Sigmund Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Der demokratische Dekalog. Staatsgestaltung im Gesellschaftswandel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Richard Löwenthal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Demokratie im Wandel der Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1963, S. 11–28; die amerikanische Fassung: ders.: &amp;#039;&amp;#039;The Democratic Decalogue. Changes in Society and Their Impact on the State.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Henry W. Ehrmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Democracy in a Changing Society.&amp;#039;&amp;#039; New York 1964, S. 3–23.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde zu seinem demokratietheoretischen Vermächtnis, das mehr als nur Grundzüge einer modernen Pluralismustheorie trug, die in dieser frühen Zeit gemeinhin mit anderen Namen in Verbindung gebracht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Lösche: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Ulrich Wehler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Historiker.&amp;#039;&amp;#039; Band VII, Göttingen 1980, S. 82–100.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1949: Ehrendoktor der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* 1960: Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
* 1962: Ehrendoktor der Freien Universität Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Im September 2007 erwarb die [[Deutsche Nationalbibliothek]] seinen Nachlass von der in den USA lebenden Tochter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Stufen des preußischen Konservatismus. Ein Beitrag zum Staats- und Gesellschaftsbild Deutschlands im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; 1930.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Parteien. Wesen und Wandel nach dem Kriege.&amp;#039;&amp;#039; 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Permanent Revolution. The Total State in a World at War.&amp;#039;&amp;#039; 1942.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfons Söllner: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumanns „Permanent Revolution“. Ein vergessener Klassiker der vergleichenden Diktaturforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Totalitarismus. Eine Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1997, S. 53–73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** deutsche Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Permanente Revolution. Totalitarismus im Zeitalter des internationalen Bürgerkriegs.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Gerhard Besier]] und Ronald Lambrecht. Lit, Berlin 2013, ISBN 978-3-643-12046-5 ([http://portal-politikwissenschaft.de/rezension/35889-permanente-revolution_43844 Rezension]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Future in Perspective.&amp;#039;&amp;#039; 1946.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Kunze: &amp;#039;&amp;#039;Zweiter Dreißigjähriger Krieg – internationaler Bürgerkrieg/Weltbürgerkrieg. Sigmund Neumanns Beitrag zu einer begriffsgeschichtlichen Kontroverse.&amp;#039;&amp;#039; In: Frank Schale u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Intellektuelle Emigration. Zur Aktualität eines historischen Phänomens.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2012, S. 127–154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Germany: Promise and Perils.&amp;#039;&amp;#039; 1950.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;European political Systems.&amp;#039;&amp;#039; 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Modern Political Parties. Approaches to Comparative Politics.&amp;#039;&amp;#039; 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marie-Sophie Graf: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumann – der totale Demokrat, eine intellektuelle Biographie&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2021 (zugl.: Dissertation Ludwig-Maximilians-Universität München, 2018), ISBN 978-3-16-161146-9.                      &lt;br /&gt;
* Michael Kunze: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumann. Demokratielehrer im Zeitalter des internationalen Bürgerkriegs.&amp;#039;&amp;#039; be.bra verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-95410-052-1.&lt;br /&gt;
* {{NDB|19|161|162|Neumann, Sigmund|[[Peter Lösche]]|116964197}}&lt;br /&gt;
* Peter Lösche: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans-Ulrich Wehler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Historiker.&amp;#039;&amp;#039; Band VII, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1980, S. 82–100.&lt;br /&gt;
* [[Alfons Söllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Sigmund Neumanns „Permanent Revolution“. Ein vergessener Klassiker der vergleichenden Diktaturforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: ders. u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Totalitarismus. Eine Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1997, S. 53–73.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Deutsches Exilarchiv |ID=985178132 |Typ=N}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116964197}}&lt;br /&gt;
* [http://www.sigmund-neumann-institut.de/ Sigmund-Neumann-Institut für Freiheits- und Demokratieforschung e.V.] in Dresden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116964197|LCCN=n/85/43716|VIAF=120700207}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Neumann, Sigmund}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Deutsche Hochschule für Politik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Wesleyan University)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwachsenenbildung in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Office of Strategic Services)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1962]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Neumann, Sigmund&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politikwissenschaftler und Soziologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Mai 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Oktober 1962&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Middletown (Connecticut)|Middletown]], [[Connecticut]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Murkus69</name></author>
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