<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sigmund_Gundelfinger</id>
	<title>Sigmund Gundelfinger - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Sigmund_Gundelfinger"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sigmund_Gundelfinger&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T17:56:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sigmund_Gundelfinger&amp;diff=2237767&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JKS: /* Leben */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sigmund_Gundelfinger&amp;diff=2237767&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-09T16:33:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigmund Gundelfinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Februar]] [[1846]] in [[Kirchberg an der Jagst]]; † [[13. Dezember]] [[1910]] in [[Darmstadt]]) war ein deutscher [[Mathematiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gundelfinger wurde als Sohn des jüdischen Textilkaufmanns Salomon Gundelfinger und seiner Frau Julie geb. Simon, zugezogen aus [[Michelbach an der Lücke]], in Kirchberg im jetzigen Haus Poststraße 30 geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Taufbuch der evang. Kirchengemeinde Kirchberg 1792–1891&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Schulbesuch in Kirchberg, [[Ansbach]] und [[Stuttgart]] studierte er ab 1864 in [[Tübingen]] erst Jura und dann in [[Heidelberg]] (ab 1864), [[Königsberg (Preußen)]] (1866) und [[Gießen]] Mathematik und Physik. Während seines Studiums wurde er im Wintersemester 1866/67 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft Germania Gießen]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Wentzcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafterlisten.&amp;#039;&amp;#039; Zweiter Band: Hans Schneider und Georg Lehnert: &amp;#039;&amp;#039;Gießen – Die Gießener Burschenschaft 1814 bis 1936.&amp;#039;&amp;#039; Görlitz 1942, &amp;#039;&amp;#039;R. Germania.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Gießen studierte er bei [[Alfred Clebsch]] und [[Paul Gordan]] und wurde 1867 [[summa cum laude]] zum Dr. phil. promoviert&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|293666|Kommentar=abgerufen am 20. Januar 2025.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nach einer mündlichen Prüfung (eine schriftliche Dissertation war damals nicht nötig). Die folgenden beiden Jahre lebte er bei seinen Eltern in Stuttgart, betrieb mathematische Studien und arbeitete an seiner [[Habilitationsschrift]], mit der er sich an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] 1869 habilitierte (&amp;#039;&amp;#039;Zur Theorie des simultanen Systems einer kubischen und einer biquadratischen binären Form&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr gehörte er mit [[Hermann Hankel]] und einigen anderen Kollegen zu den Gründern des Mathematischen Seminars. Er erhielt die Erlaubnis, als [[Privatdozent]] an diesem Seminar (das der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität angehörte) Vorlesungen über Mathematik zu halten. Im Sommer 1872 wurde er mit einem Lehrauftrag für [[analytische Geometrie]] und [[Algebra]] betraut und am 6. Mai 1873 zum außerordentlichen Professor der Mathematik ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Juden als Darmstädter Bürger&amp;#039;&amp;#039; von Eckhart G. Franz, 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1878 heiratete er Amalie Gunz (1857–1922), eine Tochter des Kaufmanns Leopold Gunz in [[Augsburg]]. Im Herbst 1879 wurde er als ordentlicher Professor für analytische Geometrie, [[Differentialrechnung|Differential-]] und [[Integralrechnung]] als Nachfolger von [[Ludwig Kiepert]] an die [[Technische Universität Darmstadt|Technische Hochschule in Darmstadt]] berufen. 1887 bis 1893 war er [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Schule; 1907 wurde er emeritiert. 1888 wurde er zum Mitglied der Sektion Mathematik der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=sigmund-gundelfinger |Name=Sigmund Gundelfinger |Datum=8. Juni 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gundelfinger befasste sich als Schüler von Clebsch und Gordan vor allem mit der [[Invariantentheorie]] und deren Anwendung auf algebraische Kurven, aber auch, als Schüler von [[Otto Hesse]] in Heidelberg, mit analytischer Geometrie. Er gab mehrere Bücher von Hesse heraus. Er gab auch Tafeln von reellen Wurzeln (Teubner-Verlag 1897) und Logarithmen heraus (neunstellige Logarithmentafeln, Darmstadt 1891, siebenstellige Tafeln Leipzig 1900, 1902).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erhielt 1895 eine Hälfte des Steiner-Preises der [[Preußische Akademie der Wissenschaften|Preußischen Akademie der Wissenschaften]] und 1897 die Goldmedaille &amp;#039;&amp;#039;Bene Merenti&amp;#039;&amp;#039; der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. Gundelfinger hatte den Titel „Geheimer Hofrat“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gundelfingers letzte Lebensjahre wurden überschattet von einem schweren Nervenleiden, das ihn zum Selbstmord trieb. Er starb am 13. Dezember 1910 im Alter von 64 Jahren in Darmstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Hessische Biographien&amp;#039;&amp;#039; von [[Herman Haupt (Historiker)|Herman Haupt]], 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Der älteste Sohn (1880–1931) wurde unter dem Namen [[Friedrich Gundolf]] ab 1899 zu einem bekannten Mitglied des Kreises um [[Stefan George]]. 1903 in Heidelberg promoviert, wurde er dort 1916 außerordentlicher, ab 1920 ordentlicher Professor der [[Literaturgeschichte]]. Der zweite Sohn des Ehepaares Gundelfinger war der Autor und Zeichner [[Ernst Gundolf]] (1881–1945).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|315|315|Gundelfinger, Sigmund|Otto Volk|116925574}}&lt;br /&gt;
* F. Dingeldey: [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN37721857X_0026 &amp;#039;&amp;#039;Zur Erinnerung an Sigmund Gundelfinger.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung&amp;#039;&amp;#039;, Band 26, 1917. Teubner, Leipzig 1918, S. 75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116925574|titel=Gundelfinger, Sigmund|datum=2021-02-04}}&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/gundelfinger.s Sigmund Gundelfinger] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116925574|LCCN=n/85/800345|VIAF=32760686}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gundelfinger, Sigmund}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Eberhard Karls Universität Tübingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Darmstadt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1846]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Julius-Maximilians-Universität Würzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gundelfinger, Sigmund&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Februar 1846&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kirchberg an der Jagst]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Dezember 1910&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Darmstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JKS</name></author>
	</entry>
</feed>