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	<title>Sigille - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T04:44:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sigille&amp;diff=2123703&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-02-06T01:29:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sefer Raziel 1701 Sigils.png|mini|Sigillen aus dem &amp;#039;&amp;#039;Sefer Raziel&amp;#039;&amp;#039; (Amsterdam 1701)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigill&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=SIGILL |Wortart=n. |Band=16 |Sp=964 |lemid=S28374}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (von {{laS|sigillum|de=Siegel}}) ist ein allgemein im Kontext von [[Magie]] und [[Okkultismus]] erscheinendes graphisches [[Symbol]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sigillensymbole ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigillensymbole&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; können für sich für ein [[Geistwesen]] stehen, zum Beispiel einen [[Engel]] oder einen [[Dämon]], oder als Objekte der Konzentration magischen Willens dienen, wie in der [[Sigillenmagie]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rosemary Ellen Guiley: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Magic and Alchemy.&amp;#039;&amp;#039; Facts on File, New York 2006, ISBN 0-8160-6048-7, S. 293 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für die erste Art sind die „Planetensiegel“ des [[Agrippa von Nettesheim]], der in &amp;#039;&amp;#039;De occulta philosophia&amp;#039;&amp;#039; die Siegel für die Geistwesen der [[sieben Planeten]] der klassischen [[Astrologie]] angibt. Das Verfahren zur Gewinnung der Siegel beruht auf sieben den Planeten entsprechenden [[Magisches Quadrat|magischen Quadraten]]. Jedem Feld eines solchen [[Planetenquadrat]]s werden [[Hebräisches Alphabet|hebräische Buchstaben]] zugeordnet und die Buchstaben des (hebräischen) Namens eines Geistwesens werden dann durch einen Linienzug verbunden, wodurch sich das „Siegel“ des Geistwesens ergibt, das dann in magischen Operationen verwendet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, James Freake, Donald Tyson: &amp;#039;&amp;#039;Three Books of Occult Philosophy.&amp;#039;&amp;#039; Llewellyn, 1995, ISBN 0-87542-832-0, &amp;#039;&amp;#039;Appendix V: Magic Squares.&amp;#039;&amp;#039; S. 733–751.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Abgrenzung solcher Symbole gegenüber zahlreichen Symbolen aus Astrologie und vor allem [[Alchemie]] ist nicht möglich, weshalb Fred Gettings in seinem tausende solcher Zeichen umfassenden Lexikon nicht weiter unterscheidet zwischen [[Hermetik|hermetischem]] Siegel und alchemistischem Symbol.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Austin Osman Spare.jpg|mini|hochkant|Austin Osman Spare]]&lt;br /&gt;
Die zweite Art geht auf den britischen Magier und Künstler [[Austin Osman Spare]] zurück, der eine Methode zum Erstellen von Sigillen entwickelte, die auf dem Finden von für einen magischen Zweck geeigneten Buchstabenkombinationen, der Verbindung dieser Buchstaben zu komplexen [[Ligatur (Typografie)|Ligaturen]] und der Modifikation des Resultats mit einer dem [[Écriture automatique|automatischen Schreiben]] ähnlichen Technik beruhte. Diese Form der Herstellung von Sigillen wurde vor allem in der [[Chaosmagie]] einflussreich. In ihrer Funktion ähneln solche Sigillen den in [[Hinduismus]] und [[Tantrismus]] verwendeten [[Yantra]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sigillenschriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Agrippa von Nettesheim - 3 Alphabets.png|mini|Sigillenalphabete des Agrippa von Nettesheim]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Barrett Magus Plate 1 - Magic Squares.png|mini|Sigillenkonstruktion mit magischen Quadraten und hebräischen Buchstaben]]&lt;br /&gt;
Von diesen für eine Wesenheit oder ein Konzept stehenden symbolischen Sigillen zu unterscheiden sind &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigillenschriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigillenalphabete&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;magische Alphabete&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Hier sind die Sigillen [[Glyphe]]n einer [[Buchstabenschrift]] und eine Bedeutung der einzelnen Sigille ist (abgesehen vom Buchstabenwert), wenn vorhanden, dann nachgeordnet. Ein mit solchen Sigillenzeichen geschriebener Name kann dann wieder zu einer Ligatur verbunden zum Sigillensymbol werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Sigillenschriften sind in antiken Textdokumenten überliefert in Inschriften auf [[Amulett]]en und auf spätantiken [[Zauberschale]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kotansky: &amp;#039;&amp;#039;Greek Magical Amulets. The Inscribed Gold, Silver, Copper, and Bronze Lamellae.&amp;#039;&amp;#039; Part I: &amp;#039;&amp;#039;Published Text of Known Provenance.&amp;#039;&amp;#039; Opladen, 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;R. Kotanksy, [[Joseph Naveh]], Shaul Shaked: &amp;#039;&amp;#039;A Greek-Aramaic silver amulet from Egypt in the Ashmolean Museum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Le Muséon.&amp;#039;&amp;#039; Band 105, 1994, S. 5–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Naveh, Shaul Shaked: &amp;#039;&amp;#039;Amulets and Magic Bowls. Aramaic Incantations of Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Jerusalem/Leiden 1985, Tafeln 2, 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph Naveh, Shaul Shaked: &amp;#039;&amp;#039;Magic Spells and Formulae.&amp;#039;&amp;#039; Jerusalem 1993, Tafel 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Sigillen liegt dabei eine bekannte Schrift zugrunde, das heißt, es handelt sich um abweichende Glyphen einer bekannten Schrift (zum Beispiel hebräische, [[äthiopische Schrift|äthiopische]], [[Demotische Schrift|demotische]] und [[Mandäische Schrift|mandäische]]). Ihre Verwendung steigert das Geheimnisvolle und damit auch die magische Wirkung solcher Objekte. Darüber hinaus kann eine solche Schrift auch als [[Geheimschrift]] verwendet werden, was dann auch geschah, beispielsweise bei dem [[Alphabetum Kaldeorum]], einem vermutlich von Herzog [[Rudolf IV. (Österreich)|Rudolf IV. von Österreich]] erfundenen, angeblich auf die [[Chaldäer]] zurückgehenden Alphabet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Scriptura Coelestis|Scriptura Malachim|Scriptura transitus fluvii}}&lt;br /&gt;
Aus den Traditionen der westlichen [[Esoterik]] der frühen Neuzeit sind mehrere solcher Sigillenschriften bekannt, deren Glyphen und Tabellen sich in der frühneuzeitlichen [[Grimoire]]-Literatur finden, zum Beispiel dem &amp;#039;&amp;#039;[[Sepher Raziel HaMalach|Sefer Raziel]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joshua Trachtenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Magic and Superstition. A Study in Folk Religion.&amp;#039;&amp;#039; New York 1974, S. 140 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannte Sigillenalphabete sind das [[Thebanisches Alphabet|Thebanische Alphabet]] des [[Johannes Trithemius]] und vor allem drei Alphabete mit zugrundeliegendem hebräischen Alphabet, die die bei [[Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim|Agrippa von Nettesheim]] in &amp;#039;&amp;#039;De occulta philosophia&amp;#039;&amp;#039; (III.30) erscheinen, nämlich die &amp;#039;&amp;#039;Scriptura Coelestis&amp;#039;&amp;#039; („Schrift des Himmels“), die &amp;#039;&amp;#039;Scriptura Malachim&amp;#039;&amp;#039; („Schrift der Könige“) und die &amp;#039;&amp;#039;Scriptura transitus fluvii&amp;#039;&amp;#039; („Schrift der Flussüberquerung“&amp;lt;ref&amp;gt;Das soll sich auf die Überquerung der Flüsse Babylons bei der Heimkehr der Juden aus dem Exil beziehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Agrippas „Himmelsschrift“ zusammen mit dem von dem englischen Magier und Gelehrten [[John Dee]] der Sprache der Engel zugeschriebenen [[Henochisches Alphabet|Henochischen Alphabet]] sind der Grund dafür, dass solche Sigillenschriften auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Engelsschrift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Engelsalphabet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss von Agrippas Sigillenschriften und -symbolen auf die westliche Esoterik war erheblich. Sie wirkten auf das [[Freimaurer-Alphabet]] und fanden Eingang in die [[Ritualmagie]] des [[Hermetic Order of the Golden Dawn|Golden Dawn]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Israel Regardie]]: &amp;#039;&amp;#039;How to Make and Use Talismans.&amp;#039;&amp;#039; New Falcon Publications 2018, ISBN 978-1-56184-556-9.&amp;lt;/ref&amp;gt; und in die &amp;#039;&amp;#039;[[Magick]]&amp;#039;&amp;#039; [[Aleister Crowley]]s. Auch in anderen Traditionslinien war man kreativ, so zum Beispiel bei dem angeblich keltischen [[Coelbren]]-Alphabet des walisischen Altertumsforschers und Dichters Iolo Morganwg ([[Edward Williams]]), das Aufnahme in die Überlieferung einiger [[Neopaganismus|neopaganer]] Richtungen fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Altphilologen [[Hans Alexander Winkler]] veranlasste die Ähnlichkeit von hauptsächlich aus geraden Linien und kleinen Kreisen bestehenden Sigillenschriften mit Brillengestellen dazu, von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Brillenbuchstaben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu sprechen, wobei er den Begriff auf einen Aufsatz von [[Moïse Schwab]] zurückführte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Alexander Winkler: &amp;#039;&amp;#039;Siegel und Charaktere in der muhammedanischen Zauberei.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin &amp;amp; Leipzig 1930, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Die Brillenbuchstaben.&amp;#039;&amp;#039; S. 150 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Moïse Schwab: &amp;#039;&amp;#039;Le Ms. 1380 du fonds hébreu à la Bibliothèque Nationale.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Notices et Extraits des Manuscrits de la Bibliothèque Nationale.&amp;#039;&amp;#039; Band 36.I (1899), S. 293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Alexander Winkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Siegel und Charaktere in der muhammedanischen Zauberei&amp;#039;&amp;#039;, Tübingen, Univ., Diss., 1925, Nachdruck der Ausgabe Berlin und Leipzig, 1930, München : Arbeitsgemeinschaft für Religions- und Weltanschauungsfragen, 1980, ISBN 3-921513-49-9.&lt;br /&gt;
* Fred Gettings: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Occult Hermetic Alchemical Sigils and Symbols.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 1981, ISBN 0-7100-0095-2.&lt;br /&gt;
* Rosemary Ellen Guiley: &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of Magic and Alchemy.&amp;#039;&amp;#039; Facts on File, New York 2006, ISBN 0-8160-6048-7, S. 293 f., s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;Sigil&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sigils|Sigillen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Schrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magisches Objekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Okkultismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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