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	<title>Sigfried Uiberreither - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: /* Nach dem Krieg */ Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Datum ausgeschrieben (Wikipedia:Datumskonventionen)</title>
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		<updated>2026-03-31T10:54:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nach dem Krieg: &lt;/span&gt; Leerzeichen vor Zahl eingefügt, Datum ausgeschrieben (&lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:Datumskonventionen&quot; title=&quot;Wikipedia:Datumskonventionen&quot;&gt;Wikipedia:Datumskonventionen&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sigfried Uiberreither.PNG|mini|hochkant|Sigfried Uiberreither, 1941]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sigfried Uiberreither&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Taufname: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Josef Überreiter&amp;#039;&amp;#039;; [[Pseudonym|alias]] &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schönharting&amp;#039;&amp;#039;) (* [[29. März]] [[1908]] in [[Salzburg]], [[Pfarrkirche Salzburg-St. Andrä|St. Andrä]];&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|svb|17|04|1908|17.|Matrikel-Auszug. Stadtpfarre St. Andrä|NAME=[[Salzburger Volksblatt]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[29. Dezember]] [[1984]] in [[Sindelfingen]]) war ein österreichischer Jurist und hoher Funktionsträger und [[Liste der SA-Obergruppenführer|SA-Obergruppenführer]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]]. Er war neben anderem [[Gauleiter]], [[Reichsstatthalter]] und [[Reichsverteidigungskommissar]] in der [[Steiermark]] und als solcher verantwortlich für zahlreiche NS-Verbrechen und die Aufrechterhaltung der NS-Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Familie, Ausbildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jahnstraße 12, Salzburg.jpg|mini|Elternhaus, Jahnstraße 12, Salzburg]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Überreiter&amp;#039;&amp;#039; kam in der Salzburger [[Elisabeth-Vorstadt]], im Haus Jahnstraße 12 auf die Welt. Er war der Sohn des Bezirksingenieurs Josef Überreiter, seine Mutter hieß Marianne Überreiter, geb. Prem, und war eine Tochter des „Botenwirts“ Franz Prem in [[St. Johann im Pongau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;taufbuch&amp;quot;&amp;gt;[[Archiv der Erzdiözese Salzburg|AES]], [[Pfarrkirche Salzburg-St. Andrä|Salzburg St. Andrä]], [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB18/?pg=74 Taufbuch Band 18, S. 68], abgerufen am 28. August 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1924 trat Überreiter in die [[Schilljugend]] ein, die eine Wegbereiterorganisation der [[Hitlerjugend]] war. Nach dem Besuch der Volks- und Realschule und der [[Matura]] in Salzburg studierte er an der [[Karl-Franzens-Universität Graz|Universität Graz]] [[Rechtswissenschaft|Jus]], im Jahr 1933 wurde er zum [[Dr. jur.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. In Graz trat er 1927 der [[Deutschnationalismus|deutschnationalen]] &amp;#039;&amp;#039;Grazer akademischen [[Burschenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Cheruskia&amp;#039;&amp;#039; und dem Steirischen Studentenbataillon bei, später auch dem [[Paramilitär|paramilitärischen]] [[Steirischer Heimatschutz|Steirischen Heimatschutz]]. 1933 ließ er die Schreibweise seines Nachnamens auf &amp;#039;&amp;#039;Uiberreither&amp;#039;&amp;#039; abändern.&amp;lt;ref&amp;gt;AES, Salzburg St. Andrä, [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-st-andrae/TFB18/?pg=74 Taufbuch Band 18, S. 68]; laut Erlaß der Grazer Landesregierung vom 8. Juli 1933.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben dem Studium arbeitete er zeitweise als Bauhilfsarbeiter. Ab 1930 war er Sekretär der Landwirtschaftskrankenkasse in [[Graz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
1931 trat er in die [[Sturmabteilung|SA]] ein, in der er während der Zeit des Verbotes der NS-Organisationen (1934–1938) im österreichischen [[Bundesstaat Österreich|Ständestaat]] zum [[Liste der SA-Gruppenführer|SA-Gruppenführer]] ernannt wurde. Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ von 1938 wurde er zuerst kommissarischer Polizeidirektor für Graz. Er trat am 1. Mai 1938 der [[NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 6.102.560, siehe dazu jedoch die Bemerkungen zu [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Österreichs – Hitlerbewegung#Mitgliedsnummern|NSDAP Österreichs]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/23650967&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] hatte die nationalsozialistische Führung die Absicht, den [[Gau Steiermark|Grenzgau Steiermark]] zu einem Mustergau an der Südostecke des [[NS-Staat|Deutschen Reiches]] zu machen. Der Auswahl des [[Gauleiter]]s wurde daher besondere Bedeutung beigemessen. Dem Gauleiter aus der illegalen Zeit der NSDAP, [[Sepp Helfrich]], und auch den anderen „[[Alter Kämpfer|alten Kämpfern]]“ traute man diese Aufgabe nicht zu. So wurde Uiberreither mit Wirkung vom 22. Mai 1938 von Hitler zum Gauleiter ernannt, in der Hoffnung, dass er der gewünschte „starke Grenzgauleiter“ werde. Er wurde damit im Alter von 30 Jahren jüngster Gauleiter im Deutschen Reich. Am 9. Juni 1938 wurde er auch [[Landeshauptmann]]. Im selben Jahr erfolgte seine Ernennung zum SA-Brigadeführer für die [[Mittelsteiermark]]. 1939 heiratete er Käthe (1918–2012), eine Tochter des Meteorologen und Geowissenschaftlers [[Alfred Wegener]]. Eine Schwester Käthes war mit dem Bergsteiger [[Heinrich Harrer]] verheiratet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taschwer&amp;quot;&amp;gt;[[Klaus Taschwer]]: [https://www.derstandard.de/story/3000000262819/wie-ns-kriegsverbrecher-sigfried-uiberreither-37-jahre-lang-untertauchen-konnte &amp;#039;&amp;#039;Wie NS-Kriegsverbrecher Sigfried Uiberreither 37 Jahre lang untertauchen konnte.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;standard.at&amp;#039;&amp;#039;, 27. März 2025, zuletzt abgerufen am 3. April 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939/40 leistete Uiberreither Kriegsdienst als [[Gebirgstruppe (Deutschland)#Gebirgstruppe der Wehrmacht|Gebirgsjäger]] und nahm an der [[Unternehmen Weserübung|Besetzung Norwegens]] teil. Im April 1940 wurde er als [[Leutnant]] aus der [[Wehrmacht]] entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1938 und Ende 1939 wurden die knapp 3000 [[Juden in Österreich|Juden]], die im Gau Steiermark lebten, durch Verfolgungen, Terrorisierung, Zerstörung ihrer [[Synagoge]]n und Zeremonienhallen sowie durch [[Arisierung|Beschlagnahme ihres Eigentums]] aus dem Land vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 31. März 1940 erlosch die Tätigkeit Uiberreithers als Landeshauptmann, weil die Steiermark ein [[Reichsgau]] geworden war. Er wurde [[Reichsstatthalter]] der Steiermark. An der Spitze des Reichsgaues stand für den staatlichen Bereich der Reichsstatthalter und für die Parteiangelegenheiten der Gauleiter. Beide Funktionen waren, wie es auch in anderen Gauen oft der Fall war, in einer Person, Uiberreither, vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 121-0723, Marburg-Drau, Adolf Hitler.jpg|mini|Von links: Uiberreither, [[Martin Bormann]], [[Adolf Hitler]] und [[Otto Dietrich]] auf der Draubrücke in [[Marburg an der Drau]] (1941), Aufnahme aus der Sammlung von Adolf von Bomhard im [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]]]]&lt;br /&gt;
Mit der Zerschlagung [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawiens]] durch das Deutsche Reich, Italien und Ungarn im Frühjahr 1941 ([[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]]) fielen vom slowenischen Gebiet (die sog. [[Banschaft Drau]]) die [[Untersteiermark]] und Teile von [[Krain]] an das Deutsche Reich. Uiberreither wurde von Hitler als [[CdZ-Gebiet Untersteiermark|Chef der Zivilverwaltung für die Untersteiermark]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander Leitgeb |Titel=Die Gleichschaltung der steirischen Zeitungen zur Zeit des Nationalsozialismus |TitelErg=Diplomarbeit |Ort=Graz |Datum=2019 |Online=https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/content/titleinfo/4605888/full.pdf |Abruf=2021-06-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es begann eine rigorose [[Germanisierung]]spolitik, und Uiberreither kündigte an, dass man mit Eiseskälte die notwendigen Maßnahmen treffen werde, um das Land in drei Jahren einzudeutschen. Nach der Verhaftung der [[Slowenen|slowenischen]] Führungsschicht und Auflösung der slowenischen Vereine und Kulturorganisationen wurden tausende Slowenen nach [[Serbien im Zweiten Weltkrieg|Serbien]], [[Unabhängiger Staat Kroatien|Kroatien]] und ins [[Altreich (Deutschland)|Altreich]] umgesiedelt. Des Weiteren wurden schon im Mai 1941 1200 jüngere Lehrer aus der Steiermark zum Einsatz in die Untersteiermark abkommandiert und [[Deutsche Sprache|Deutsch]] an Stelle von [[Slowenische Sprache|Slowenisch]] als Unterrichtssprache an den zirka 400 Schulen eingeführt. Slowenen durften, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr als Lehrer tätig sein. Zudem sollte das gesamte slowenische Schriftgut aus der Untersteiermark eingezogen werden. Die brutale Germanisierungspolitik führte bald zu slowenischen Gegenaktionen wie passivem Widerstand, [[Sabotage]], Raub und Anschlägen. Diese Reaktionen beantwortete das NS-Regime mit der [[Erschießung]] von Gefangenen, die zur Abschreckung auch namentlich im ganzen Land plakatiert wurden. Mit der Fortdauer des Krieges bekamen die [[Titopartisanen|Partisanen]] ständig mehr Zulauf, und gegen Kriegsende griff die immer mehr von [[Kommunismus|Kommunisten]] dominierte [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandstätigkeit]] sogar auf die obersteirischen Industriezonen über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uiberreither wurde 1942 auch zum [[Reichsverteidigungskommissar]] für den Gau Steiermark bestellt. 1943 folgte seine Ernennung zum [[SA-Obergruppenführer]]. Im selben Jahr war Uiberreither auch als neuer [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung|Reichsminister für Erziehung]] im Gespräch; schließlich behielt jedoch [[Bernhard Rust]] sein Amt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Radomír Luža]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreich und die großdeutsche Idee in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau Verlag, Wien/Köln/Graz, 1977, ISBN 978-3-205-07115-0, S. 209.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1944 war er Führer des [[Volkssturm]]s in der Steiermark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der ab August 1943 fast täglichen [[alliierte]]n Bombenangriffe und der dadurch hervorgerufenen massiven Zerstörungen sowie der zunehmenden Aktionen von Widerstandsbewegungen gelang es Uiberreither und dem NS-Regime bis zum Kriegsende, die Rüstungsproduktion und die Lebensmittelversorgung für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Auf Widerstand, Boykottierung von angeordneten Maßnahmen, Sabotage und Desertion antwortete das Regime erbarmungslos. Besonders in den letzten Monaten häuften sich Erschießungen.&lt;br /&gt;
Die [[Deutschsprachige Minderheiten|deutschsprachige Minderheit]] der Untersteiermark bezahlte die barbarische Germanisierungspolitik des NS-Regimes nach dem Krieg mit ihrer fast vollständigen [[Vertreibung]] und [[Enteignung]], persönlichen Verfolgungen, Inhaftierungen, Folterungen und Ermordungen, die vom an die Macht gekommenen [[Josip Broz Tito|Tito-Regime]] veranlasst wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uiberreither ließ noch am 7. Mai 1945, am Tag vor seiner eigenen Flucht aus Graz, eine Gruppe von sechs Widerstandskämpfern im [[Belgier-Kaserne#Schießplatz Feliferhof – Ort von NS-Verbrechen|Feliferhof]] hinrichten, und auch im Hof der Polizeidirektion wurden politische Gegner bis zuletzt ermordet. Uiberreither übergab die Geschäfte seinem innerparteilichen Rivalen, dem etwas gemäßigteren [[Armin Dadieu]]. Dieser enthob noch zu Mittag alle Kreis- und Ortsgruppenleiter der NSDAP in der Steiermark ihrer Funktionen und ordnete an, dass dem [[Nerobefehl]] nicht Folge zu leisten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stefan Karner |Titel=Die Steiermark im Dritten Reich 1938–1945 |Auflage=3 |Verlag=Leykam Buchverlag |Ort=Graz |Jahr=1986 |ISBN=3-7011-7302-8 |Seiten=391–423}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Uiberreither wurde am 9. Mai in [[Murau]] von [[Besetztes Nachkriegsösterreich|den Briten verhaftet]], verhört und Mitte Oktober nach [[Nürnberg]] gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dnm|||2008|54|Dr. Sigfried Uiberreither – das zweite Leben des Gauleiters|ZUSATZ=Heft 9|ALTSEITE=18|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sagte dort vor dem [[Nürnberger Prozesse|Internationalen Militärgerichtshof]] aus. Er war in US-Camps in [[Regensburg]] und [[Dachau]] kaserniert. Der drohenden Auslieferung nach Jugoslawien, die, wie bei den anderen an Jugoslawien ausgelieferten Gauleitern oder hohen [[Schutzstaffel|SS]]- bzw. [[Wehrmacht]]s-Offizieren, mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem [[Todesstrafe|Todesurteil]] geendet hätte, entzog er sich durch eine Flucht. Er sollte nach dem Prozess in Nürnberg zusammen mit dem Kärntner Gauleiter [[Friedrich Rainer]] nach [[Ljubljana]] gebracht werden. Mit Hilfe eines Bruders von [[Hartmann Lauterbacher]] und der [[Organisation Gehlen]] flüchtete er am 10. Mai 1947 aus dem Lager Dachau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot;&amp;gt;[[Deutsche Biografie]]: [https://www.deutsche-biographie.de/sfz134883.html &amp;#039;&amp;#039;Uiberreither, Sigfried&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] Graz wurden gegen ihn mehrere Verfahren eingeleitet, unter anderem wegen der Anordnung von Massenerschießungen von Freiheitskämpfern auf dem Feliferhof bei Graz und in der [[Belgier-Kaserne|SS-Kaserne in Graz-Wetzelsdorf]]. Uiberreither erschien nie vor Gericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uiberreither lebte ab 1947 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schönharting&amp;#039;&amp;#039; in [[Sindelfingen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;korso&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= Heimo Halbrainer, Christian Stenner|url=http://korso.at/content/view/3151/163/ |titel=Dr. Sigfried Uiberreither – das zweite Leben des Gauleiters |werk=korso.at |hrsg=Christian Stenner |datum=2008-07-05 |zugriff=2017-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerlinde Wicke-Naber: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsverbrecher im Sindelfinger Versteck.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stuttgarter Nachrichten&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Jan. 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=red/jps |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.biografie-ueber-siegfried-uiberreither-wie-der-ns-gauleiter-in-sindelfingen-untertauchte.68d2faa2-e772-405c-95fb-910b76bbd163.html |titel=Biografie über Siegfried Uiberreither: Wie der NS-Gauleiter in Sindelfingen untertauchte - Landkreis Böblingen |werk=stuttgarter-zeitung.de |datum=2025-03-24 |abruf=2025-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde dabei unter anderem vom damaligen Sindelfinger Oberbürgermeister [[Arthur Gruber]] unterstützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Dudenhöffer |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.raetsel-um-sigfried-uiberreither-gelueftet-ns-kriegsverbrecher-hatte-in-sindelfingen-prominente-hilfe.2a2453cb-31a0-4928-a251-d770873b157e.html |titel=Rätsel um Sigfried Uiberreither gelüftet: NS-Kriegsverbrecher hatte in Sindelfingen prominente Hilfe |werk=stuttgarter-zeitung.de |datum=2025-03-31 |abruf=2025-04-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Uiberreither arbeitete von 1947 bis 1970 bei dem Kältemaschinenbauer [[Bitzer SE|Bitzer]] in Sindelfingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;korso&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.afa-boeblingen.de/dl/BBKZNSGauleiter.pdf &amp;#039;&amp;#039;Im Unterschlupf. Sigfried Uiberreither, Hitlers Gauleiter in der Steiermark, lebte fast 40 Jahre lang bis zu seinem Tod unbehelligt in Sindelfingen&amp;#039;&amp;#039;. 21. Februar 2017. AfA Kreisverband Böblingen]. Abruf am 8. Mai 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Bruder des Unternehmenschefs Martin Bitzer, Ernst Bitzer, hatte Uiberreither während seiner Kasernierung in Regensburg kennengelernt. Uiberreithers Plan, nach [[Venezuela]] auszuwandern, wurde 1958 durch eine Erkrankung vereitelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;korso&amp;quot; /&amp;gt; In späteren Jahren war er bei der [[Deutsche Bundesbahn|Deutschen Bundesbahn]] beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DB&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taschwer&amp;quot; /&amp;gt; Laut eines Artikels zu seinem Untertauchen in Westdeutschland wusste der Grazer Historiker Stefan Karner bereits seit dem Jahre 1986 vom Tod des ehemaligen Gauleiters in Sindelfingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Taschwer, Ein unfassbares Doppelleben, Der Standard, 29. März 2025, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ehefrau Uiberreithers trat unter ihrem neuen Namen Katharina „Käthe“ Schönharting bei einem am 31. Dezember 2006 von der [[ARD]] ausgestrahlten Film über ihren Vater Alfred Wegener auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.presseportal.de/pm/6694/900294/ard_das_erste/ |titel=Das Erste: &amp;#039;&amp;#039;Eismitte&amp;#039;&amp;#039; von Ernst Waldemar Bauer am 31. Dezember um 12.50 Uhr |werk=presseportal.de |datum=2006-11-13 |zugriff=2017-01-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Ehepaar hatte vier Söhne, der jüngste wurde in Sindelfingen geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gerlinde Wicke-Naber |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sindelfingen-kriegsverbrecher-im-sindelfinger-versteck.7e426286-84c1-43e4-8ecb-382ec83b2c29.html |titel=Sindelfingen: Kriegsverbrecher im Sindelfinger Versteck - Böblingen |werk=stuttgarter-nachrichten.de |datum=2019-01-08 |abruf=2025-10-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen letzten Lebensjahren soll Uiberreither an einer [[Alzheimer-Krankheit|Alzheimer-Demenz]] erkrankt gewesen sein. Er starb am 29. Dezember 1984.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taufbuch&amp;quot; /&amp;gt; Seine Urne wurde unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Schönharting&amp;#039;&amp;#039; am Burghaldenfriedhof in Sindelfingen bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 83–86.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sigfried Uiberreither: Gauleiter, Reichsstatthalter und Chef der Zivilverwaltung in den besetzten Gebieten der Untersteiermark&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Heimo Halbrainer]], Gerald Lamprecht: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in der Steiermark. Opfer, Täter, Gegner.&amp;#039;&amp;#039; Studien Verlag, Innsbruck 2015 (Nationalsozialismus in den österreichischen Bundesländern; 4), ISBN 978-3-7065-4872-4, S. 102–104.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Karner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Steiermark im Dritten Reich 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; Leykam, Graz 1986, ISBN 3-7011-7171-8.&lt;br /&gt;
* {{NDB|26|554||Uiberreither, Sigfried|Stefan Karner|126291500}}&lt;br /&gt;
* Stefan Karner: &amp;#039;&amp;#039;Gauleiter Uiberreither: Zwei Leben.&amp;#039;&amp;#039; Leykam, 2025, ISBN 978-3-7011-0586-1.&lt;br /&gt;
* [[Emmerich Tálos]], [[Ernst Hanisch (Historiker)|Ernst Hanisch]], [[Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1944)|Wolfgang Neugebauer]] und [[Reinhard Sieder]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Herrschaft in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; öbv und hpt, Wien 2000, ISBN 3-209-03179-7.&lt;br /&gt;
* [[Walter Thaler]]: &amp;#039;&amp;#039;Sigfried Uiberreither. Das zweite Leben des Gauleiters und Germanisierungsfanatikers.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungswürdig. Prägende Persönlichkeiten der Salzburger Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Anton Pustet, Salzburg 2022, ISBN 978-3-7025-1033-6, S. 217–219.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Neue Mahnruf]]&amp;#039;&amp;#039;, 62. Jahrgang, Wien / Graz: {{ANNO|dnm|||2008|54|Dr. Sigfried Uiberreither – das zweite Leben des Gauleiters|ZUSATZ=Heft 9|ALTSEITE=18|anno-plus=ja}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126291500}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|126291500}}&lt;br /&gt;
* [https://topos.orf.at/uiberreither-biografie100 Sigfried Uiberreither – Wie ein NS-Gauleiter untertauchen konnte.] Auf &amp;#039;&amp;#039;topos.orf.at&amp;#039;&amp;#039;, 2. April 2025, abgerufen am 3. April 2025.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landeshauptleute Steiermark}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126291500|VIAF=23128025}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Uiberreither, Sigfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Polizeiverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gauleiter (NSDAP)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsstatthalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (Steiermark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Österreich im Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1908]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Uiberreither, Sigfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Uiberreither, Siegfried; Schönharting, Friedrich&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Jurist und Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1908&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Salzburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sindelfingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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