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	<title>Siemens 2002 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:24:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siemens_2002&amp;diff=572423&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WiesbAdler: Keine akademischen Titel</title>
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		<updated>2023-01-16T15:26:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Keine akademischen Titel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:S2002 im Computermuseum der FH Kiel.JPG|mini|Siemens 2002 im [[Computermuseum der Fachhochschule Kiel]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siemens 2002&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Mitte der 1950er-Jahre von der Firma [[Siemens &amp;amp; Halske]] unter der Leitung des [[Informatik]]ers [[Hans Kaufmann (Informatiker)|Hans Kaufmann]] hergestellter [[Computer]]. Zum ersten Mal in Deutschland wurden nur noch [[Transistor]]en als aktive Bauelemente verwendet.&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Firma Siemens &amp;amp; Halske 1954 beschlossen hatte, in die [[Datenverarbeitung]] einzusteigen, wurde mit der Entwicklung entsprechender Geräte begonnen. Bereits 1956 war ein erster Prototyp fertiggestellt.  Das System war als Universalrechner für den kommerziellen wie für den technisch-wissenschaftlichen Einsatz konzipiert. 1959 wurde mit der Auslieferung der Geräte begonnen. Der Siemens 2002 wurde bis 1966 gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1963 gab es ein Nachfolgemodell &amp;#039;&amp;#039;Siemens 3003&amp;#039;&amp;#039;, und 1968 eine &amp;#039;&amp;#039;[[Siemens System 4004|Siemens 4004-45]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.f10479.de/index_siemens_rechner.html Siemens-Rechnerübersicht]&amp;lt;/ref&amp;gt; Letztere war jedoch ein Lizenznachbau des [[Radio Corporation of America|RCA]] Spectra 70 (ab 1965, später [[Universal Automatic Calculator|UNIVAC]] Series 70),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.iser.uni-erlangen.de/more/BI/BI87.pdf |wayback=20161224100313 |text=Informatik-Sammlung Erlangen |archiv-bot=2023-01-09 18:19:33 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; deren nicht-privilegierter [[Maschinenbefehl]]ssatz [[Kompatibilität (Technik)|kompatibel]] zum [[System/360]] von IBM war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standorte ==&lt;br /&gt;
Obwohl die Fertigung 1966 eingestellt wurde, waren im Herbst 1971 immerhin noch 39 Anlagen installiert,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.computermuseum-muenchen.de/computer/siemens/index.html computermuseum muenchen], abgerufen am 10. Februar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; unter anderem bei folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
* Rechenzentrum der [[RWTH Aachen]]&lt;br /&gt;
* [[Hahn-Meitner-Institut]] in Berlin-Wannsee, zwei Systeme im Bereich Mathematik&lt;br /&gt;
* [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]], Mathematisches Institut&lt;br /&gt;
* [[Astronomisches Rechen-Institut]] in Heidelberg&lt;br /&gt;
Heute stehen Exponate, die aber nicht mehr funktionsfähig sind, in folgenden Museen:&lt;br /&gt;
* [[Computermuseum der Fachhochschule Kiel]] (eines der Hahn-Meitner-Systeme)&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Museum]] München, Informatik-Abteilung&lt;br /&gt;
* [[ZCOM]] Zuse-Computermuseum Hoyerswerda (erste produzierte Siemens 2002)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Maschinenarchitektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:S2002 Kernspeicher Doppelmatrix.jpg|mini|S2002 [[Kernspeicher]] Doppelmatrix, 20 mal 50 = 1.000 Ferritkerne von ca. 3&amp;amp;nbsp;mm Durchmesser sind als Matrix angeordnet und speichern jeweils 1 Bit pro Kern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:S2002 (ZE) im Computermuseum der FH Kiel.JPG|mini|Geöffneter Schrank der Zentraleinheit, Siemens 2002 im [[Computermuseum der Fachhochschule Kiel]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Speicher ===&lt;br /&gt;
Das System benutzte Speicherwörter und Register mit einem [[Vorzeichen (Zahl)|Vorzeichen]] und 12 Dezimalziffern. Intern wurde jede Dezimalziffer durch 4 [[Bit]]s dargestellt. Da mit 4 Bits 16 verschiedene Zustände dargestellt werden können, für eine Dezimalziffer aber nur 10 gebraucht werden, bedeutete dies eine gewisse &amp;quot;Verschwendung&amp;quot; gerade zu einer Zeit, in der [[Hardware]] noch extrem teuer war.&lt;br /&gt;
Der [[Hauptspeicher]] war als [[Magnetkernspeicher]] realisiert, es gab ihn mit Kapazitäten von 1.000, 5.000 oder 10.000 [[Datenwort|Wörtern]], die Zugriffszeit betrug 14&amp;amp;nbsp;µs. Als optionale Erweiterung gab es einen [[Trommelspeicher]] mit 10.000 Wörtern und einer mittleren Zugriffszeit von 19&amp;amp;nbsp;ms. Verschiedene [[Peripheriegerät]]e wie [[Lochstreifen]]geräte, [[Fernschreiber|Blattschreiber]], [[Lochkarte]]ngeräte, [[Magnetband|Magnetbänder]] und [[Zeilendrucker|Schnelldrucker]] konnten angeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wort konnte auf 4 verschiedene Weisen interpretiert werden:&lt;br /&gt;
# als zwölfstellige Festkommazahl,&lt;br /&gt;
# als Gleitkommazahl mit 10-stelliger Mantisse und 2-stelliger Charakteristik (für den Exponenten),&lt;br /&gt;
# als Befehl,&lt;br /&gt;
# als alphanumerischer Ausdruck für 6 Zeichen (jeweils durch zwei Dezimalziffern repräsentiert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Register ===&lt;br /&gt;
Das System hatte folgende Rechen- und Steuerregister mit Wortbreite (d.&amp;amp;nbsp;h. mit Vorzeichen und 12 Dezimalstellen):&lt;br /&gt;
* AR &amp;#039;&amp;#039;Akkumulatives Register&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* QR &amp;#039;&amp;#039;Quotienten-Multiplikator-Register&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* DR &amp;#039;&amp;#039;Divisor-Register&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* BR &amp;#039;&amp;#039;Befehlsregister&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* SR &amp;#039;&amp;#039;Speicherregister&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
und daneben einige Register mit nur 5 Dezimalstellen, für die Adressierung:&lt;br /&gt;
* IR1, IR2, IR3 &amp;#039;&amp;#039;Indexregister&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* BZR (IR4) &amp;#039;&amp;#039;Befehlszählerregister&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* ADR &amp;#039;&amp;#039;Adressenregister&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befehle ===&lt;br /&gt;
Die über 80 verschiedenen Maschinenbefehle hatten 3-stellige Zifferncodes, die mit drei Großbuchstaben dargestellt wurden. Es gab eine Reihe spezieller Befehle für die Ein-/Ausgabe von Lochkarten und -streifen. Einige typische Befehle waren:&lt;br /&gt;
 000 NOP  No OPeration&lt;br /&gt;
 055 ADD  FestkommaADDition&lt;br /&gt;
 444 TAS  Transfer Aus zum Speicher&lt;br /&gt;
 555 TEP  Transfer Ein Plus&lt;br /&gt;
 122 SPR  Sprungbefehl&lt;br /&gt;
 522 SGN  SprinGe falls Negativ&lt;br /&gt;
 411 SIR  Speichere IndexRegister&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Basissoftware ==&lt;br /&gt;
Als Betriebssystem wurde ORG 2002 eingesetzt, und als [[Programmiersprache]]n konnten [[PROSA (Programmiersprache)|PROSA 2002]], POESIA, MAGNUS 2002 oder [[ALGOL 60]] verwendet werden.&lt;br /&gt;
Der von [[Ursula Hill-Samelson]] und [[Hans Langmaack (Informatiker)|Hans Langmaack]] geschriebene ALGOL-Übersetzer ALCOR MAINZ 2002 erlaubte ab dem Frühjahr 1962 den praktischen Einsatz dieser Sprache, vor allem im Wissenschaftsbereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handbücher ==&lt;br /&gt;
* Datenverarbeitungsanlage 2002; Befehle für Steuerwerk, Rechenwerk, Magnettrommel, Lochstreifeneingabe und -ausgabe und Analogsichtgerät. Befehlsliste, NV Bs 9/1, März 1964, Siemens &amp;amp;amp; Halske AG&lt;br /&gt;
* Datenverarbeitungsanlage 2002; Lochkartenbefehle. Befehlsliste, NV Bs 9/2, Juni 1964, Siemens &amp;amp;amp; Halske AG&lt;br /&gt;
* dito: Magnetbandbefehle, NV Bs 9/3&lt;br /&gt;
* ALGOL-Manual; Übersetzer ALCOR MAINZ 2002, 2K und ALCOR MAINZ 2002, 5K für die Datenverarbeitungsanlage 2002. Beschreibung NV Bs 36/1, Juli 1964, Siemens &amp;amp;amp; Halske AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www2.fbi.fh-darmstadt.de/fileadmin/vmi/katalog/07/I0110-I0111.htm Abbildung eines Kernspeichers]&lt;br /&gt;
*[http://www.wolfgangtroeger.de/museum.htm Ein privates EDV-Museum mit Fotos des Siemens 2002]&lt;br /&gt;
*[http://sowada-online.de/fundus/S2002-Dokumentation.zip Umfangreiche Dokumentation von Gabriele Sowada]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siemens-Produkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WiesbAdler</name></author>
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