<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siegmund_Hellmann</id>
	<title>Siegmund Hellmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siegmund_Hellmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegmund_Hellmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T10:39:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegmund_Hellmann&amp;diff=2119010&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Abschnittlink korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegmund_Hellmann&amp;diff=2119010&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-21T07:11:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegmund Hellmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, urkundlich Sigmund&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Lexikon deutsch-jüdischer Autoren.&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[19. März]] [[1872]] in [[München]]; † [[7. Dezember]] [[1942]] im [[Ghetto Theresienstadt]]) war ein deutscher [[Historiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erinnerungszeichen Siegmund Hellmann.jpg|mini|[[Erinnerungszeichen für Opfer des NS-Regimes in München]] für Siegmund Hellmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegmund Hellmann war der Sohn des Bankiers Heinrich Hellmann und der Zerlina Karl; seine Schwester war die Schriftstellerin [[Carry Brachvogel]]. Er verbrachte seine Jugend in München, wo er das [[Maximiliansgymnasium München|Maximiliansgymnasium]] besuchte. Ab 1890 studierte er Jura, ab 1892 Geschichte an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität München]]. Seine akademischen Lehrer waren unter anderem [[Karl Theodor von Heigel]], [[Hermann von Grauert]], [[Gerhard Seeliger]] und [[Henry Simonsfeld]]. Hellmann wurde besonders nachhaltig von [[Ludwig Traube (Philologe)|Ludwig Traube]] geprägt und wandte sich dadurch den literarischen Quellen des frühen Mittelalters zu. Mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die sogenannten Memoiren de Grandchamps und ihre Fortsetzung und die Memoiren des Marquis de Sassenage&amp;#039;&amp;#039; wurde er 1896 bei Heigel in München promoviert. Seine Habilitation erfolgte 1899 ebenfalls dort mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Savoyen und das Reich bis zum Ende der staufischen Periode&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1899 lehrte er als Privatdozent an der Universität München, ab 1909 als außerordentlicher Professor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1923 wurde Hellmann durch die SPD-Regierung des [[Geschichte Sachsens#Freistaat Sachsen (1918 bis 1934)|Freistaats Sachsen]] gegen den Widerstand der Fakultät auf den Lehrstuhl an die [[Universität Leipzig]] berufen. Die Umstände seiner Berufung brachten ihm bittere Feindschaften ein. In Leipzig lehrte er von 1923 bis 1933 als ordentlicher Professor für Mittlere Geschichte und [[Historische Hilfswissenschaften]]. Zu seinen Schülern gehörte unter anderem [[Helmut Beumann]]. Der linksliberal gesinnte Hellmann schrieb viele tagespolitische Artikel in der [[Frankfurter Zeitung]], dem [[Hamburger Fremdenblatt]] und dem [[Berliner Tageblatt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Heimpel: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte. Alte und neue Texte.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Sabine Krüger. Göttingen 1995, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme durch die Nationalsozialisten]] wurde Hellmann als nach 1914 berufener Jude gemäß dem „[[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums]]“ 1933 entlassen&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Endlich kaltgestellt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Freiheitskampf]]. Amtliche Tageszeitung der NSDAP, Gau Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Stadtausgabe Dresden, 5. Mai 1933, S. 1, {{URN|nbn:de:bsz:14-db-id417177860-193305053}} (Digitalisat).&amp;lt;/ref&amp;gt; und lebte fortan wieder in München, wo er an einer „Deutschen Geschichte“ schrieb. Größere Bedeutung hatten für Hellmann [[Karl von Amira]], [[Karl Vossler]], [[Karl Rothenbücher]] und [[Max Weber]]. Hellmann wohnte ab 1936 zurückgezogen bei seiner Schwester in München.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abriss der universalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Mit- und Nachschriften 1919/20. Max Weber.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Wolfgang Schluchter]] in Zusammenarbeit mit Joachim Schröder. Tübingen 2011, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde am 22. Juli 1942 zusammen mit ihr&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Carry Brachvogel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Literatur-Lexikon]], Das 20. Jahrhundert. Biographisch-bibliographisches Handbuch&amp;#039;&amp;#039;. Begründet von Wilhelm Kosch. Hrsg. von Lutz Hagestedt. Berlin/Boston, Band 3, 2001, Sp. 510.&amp;lt;/ref&amp;gt; in das [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert. Beide starben infolge der dortigen Haftbedingungen. Seine 1500 Bände umfassende Bibliothek wurde von der [[Geheime Staatspolizei|Geheimen Staatspolizei]] [[Konfiskation|konfisziert]] und gilt als verschollen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Abriss der universalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Mit- und Nachschriften 1919/20. Max Weber.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von [[Wolfgang Schluchter]] in Zusammenarbeit mit Joachim Schröder. Tübingen 2011, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hellmanns Forschungsschwerpunkt war die Zeit des [[Fränkisches Reich|Frankenreiches]]. Die [[Gregor von Tours#Zehn Bücher Geschichten („Geschichte der Franken“)|Geschichte der Franken]] des [[Gregor von Tours]] übersetzte er neu ins Deutsche. Im Jahr 1923 gab er zusammen mit [[Melchior Palyi]] die Vorlesungen von Max Weber über Wirtschaftsgeschichte heraus. Sein sozialgeschichtlich ausgerichtetes Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter bis zum Ausgange der Kreuzzüge&amp;#039;&amp;#039; ist dem von ihm besonders geschätzten [[Karl Wilhelm Nitzsch]] gewidmet. Bedeutend war auch seine Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Wie studiert man Geschichte?&amp;#039;&amp;#039; (1920).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zum [[Protestantismus]] [[Konversion (Religion)|konvertierte]] Hellmann war von 1905 bis zur Scheidung 1914 verheiratet mit Emma Richter. Sie hatten einen Sohn Karl-Heinz (1906–1988) und eine Tochter Eva (1908–1990).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2024 wurde im Rahmen des Projekts [[Erinnerungszeichen für Opfer des NS-Regimes in München]] in der Herzogstraße 55 in München eine Gedenktafel für ihn angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://map.erinnerungszeichen.de/bio/1498/ |titel=Siegmund Hellmann |abruf=2024-07-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Savoyen und das Reich bis zum Ende der Staufischen Periode.&amp;#039;&amp;#039; Wagner’schen Universitätsbuchhandlung, Innsbruck 1900, {{OCLC|33061901}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wie studiert man Geschichte?&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig 1911; 2., erweiterte Auflage 1920, {{URN|nbn:de:bsz:15-0011-210250}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Machtpolitik und Idealpolitik.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, München 1918, {{OCLC|83831321}}&amp;lt;!-- trotz WorldCat-Link nicht mehr verfügbar: ({{archive.org| machtpolitikundi00hell |Blatt=}}) --&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutschland und Amerika.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Leipzig, München 1917, {{URN|nbn:de:bsz:15-0011-129247}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter bis zum Ausgange der Kreuzzüge.&amp;#039;&amp;#039; Perthes, Gotha 1920.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelalter bis zum Ausgange der Kreuzzüge.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1969 (Unveränderter reprographischer Nachdruck der Ausgabe der 2. Auflage, Gotha 1924).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|8|483|483|Hellmann, Siegmund|[[Hermann Heimpel]]|116687703}}&lt;br /&gt;
* Hermann Heimpel: &amp;#039;&amp;#039;Siegmund Hellmann – Nekrolog.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Band 174 (1952), S. 737–739, {{JSTOR|27610700}}.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Hoyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Siegmund Hellmann.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Max Steinmetz (Historiker)|Max Steinmetz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende Gelehrte in Leipzig. Zur 800-Jahr-Feier der Stadt Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Karl-Marx-Universität, Leipzig 1965, {{DNB|451470672}}, S. 219–227.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hellmann, Siegmund.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 11: &amp;#039;&amp;#039;Hein–Hirs.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 2002, ISBN 3-598-22691-8, S. 68–72.&lt;br /&gt;
* Ronald Lambrecht: &amp;#039;&amp;#039;Politische Entlassungen in der NS-Zeit. Vierundvierzig biografische Skizzen von Hochschullehrern der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlags-Anstalt, Leipzig 2006, ISBN 3-374-02397-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Siegmund Hellmann}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116687703}}&lt;br /&gt;
* {{CPL|Hellmann_56|Prof. Dr. phil. &amp;#039;&amp;#039;Siegmund Hellmann&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116687703|LCCN=no96049098|VIAF=88752986}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hellmann, Siegmund}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hellmann, Siegmund&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hellmann, Sigmund (urkundlich)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. März 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
	</entry>
</feed>