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	<title>Siegfried von Roedern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 13. Juli 2025 um 10:20 Uhr</title>
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		<updated>2025-07-13T10:20:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2003-0016R, Siegfried Graf von Roedern.jpg|mini|Siegfried Graf von Roedern (1916)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Friedrich Wilhelm Erdmann Graf von Roedern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Juli]] [[1870]] in [[Marburg]]; † [[14. April]] [[1954]] in [[Bergen (Chiemgau)]]) war ein deutscher Verwaltungsjurist und von Herbst 1917 bis zur [[Novemberrevolution]] 1918 [[Staatssekretär]] und stellvertretender [[Reichskanzler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Graf Roedern entstammte dem schlesischen Uradelsgeschlecht [[Redern|Roedern]]. Seine Eltern waren der königlich-preußische Premierleutnant und Adjutant im [[Kurhessisches Jäger-Bataillon Nr. 11|11.&amp;amp;nbsp;Jägerbataillon]] Graf Ludwig Erdmann von Roedern (* 1842) und dessen Frau Bertha, geborene Nasse (1845–1884). Roedern studierte von 1890 bis 1893 Rechts- und Staatswissenschaften an der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg]], der [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]], der [[Universität Genf]] und der [[Philipps-Universität Marburg]]. Am 4. November 1893 legte er die juristische Prüfung am [[Oberlandesgericht Frankfurt am Main]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Oktober 1897 heiratete er in Berlin Else Nasse (* 6. Juli 1876). Das Paar hatte die Tochter Irmgard (* 28. August 1898) ⚭ 1921 Oswald Thomsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Januar 1899 bestand er die große Staatsprüfung. Vom 1. Januar 1901 bis zum 31. März 1903 arbeitete er beim [[Oberpräsident]]en der [[Provinz Posen]]. Vom 1. Januar 1903 bis zum 31. März 1905 war er in der Abteilung Etats- und Kassenwesen des Finanzministeriums tätig. Am 1. April 1905 übernahm er die Verwaltung des [[Landkreis Niederbarnim|Kreises Niederbarnim]] und wurde dort am 17. September zum [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] ernannt. In dieser Funktion förderte er den [[Chaussee]]bau und schaffte die Chausseegelderhebung ab. Er entwickelte das Gesundheitswesen weiter. In seiner Amtszeit entstanden fünf Krankenhäuser, und eine spezielle Krankeneinrichtung für Säuglinge wurde erbaut. Außerdem entwickelte Roedern Maßnahmen zum Schutz vor Seuchen. Zudem förderte er die flächendeckende [[Elektrifizierung]] des Landkreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 wurde Roedern zum Rechtsritter des [[Johanniterorden]]s geschlagen. Im selben Jahr erhielt er die [[Rote Kreuz-Medaille (Preußen)|Rote Kreuz-Medaille]] III. Klasse, den [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] IV.&amp;amp;nbsp;Klasse und den [[Sankt-Stanislaus-Orden]] II.&amp;amp;nbsp;Klasse. Von 1911 bis 1914 war er beim Oberpräsidialrat beim [[Regierungspräsidium]] in [[Potsdam]] tätig. 1912 erhielt er den [[Kronenorden (Preußen)|Kronenorden]] III.&amp;amp;nbsp;Klasse. Am 31. Januar 1914 trat er die Nachfolge des zurückgetretenen [[Staatssekretär]]s [[Hugo Zorn von Bulach]] im [[Ministerium für Elsaß-Lothringen]] an. In diesem Amt blieb er zwei Jahre. Am 22. Mai 1916 wurde er Staatssekretär im [[Reichsschatzamt]]. Zusätzlich erfolgte 1917 die Ernennung zum [[Minister ohne Geschäftsbereich|Staatsminister ohne Portefeuille]] der Landesregierung in [[Königreich Preußen|Preußen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harry Graf Kessler]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Tagebuch 1880–1937&amp;#039;&amp;#039;. Ausgabe 7. Klett-Cotta 2004, S. 1031 sowie [https://www.archivesportaleurope.net/ead-display/-/ead/pl/aicode/DE-1958/type/fa/id/N1660-59013archivesportaleurope.net archivesportaleurope.net]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Praxis, Staatssekretäre der [[Reichsamt|Reichsämter]] zu preußischen Staatsministern ohne Geschäftsbereich zu ernennen, war bis 1918 gang und gäbe.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Schöne: &amp;#039;&amp;#039;Von der Reichskanzlei zum Bundeskanzleramt: eine Untersuchung zum Problem der Führung und Koordination in der jüngeren deutschen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Duncker &amp;amp; Humblot, 1968, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; In beiden Ämtern blieb er bis zum 13. November 1918 tätig. Unter seiner Leitung wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eine Kriegssteuer für Unternehmen eingeführt, womit die leeren Staatskassen aufgefüllt werden sollten. Die Einnahmen erwiesen sich jedoch als mäßig, so dass zur Finanzierung der enormen Kriegskosten weiterhin auf [[Kriegsanleihen]] gesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Winkel: &amp;#039;&amp;#039;Finanz- und wirtschaftspolitische Fragen der Zwischenkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Vereins für Socialpolitik&amp;#039;&amp;#039;, N.F., Band 73, Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1973, ISBN 3-428-02949-6, S. 17 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 erhielt Roedern den [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] I.&amp;amp;nbsp;Klasse und das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] II. Klasse. Im Herbst 1917 wurde er zum Stellvertreter des Reichskanzlers berufen. Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] beauftragte von Roedern 1918 gemeinsam mit [[Friedrich von Payer]], eine Kabinettsliste für den neuen [[Reichskanzler]], der kurz darauf in [[Max von Baden]] gefunden wurde, auszuarbeiten; letztlich bestimmte aber der [[Interfraktioneller Ausschuss|Interfraktionelle Ausschuss]] im [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstag]] die genaue Zusammensetzung des Kabinetts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. November 1918 schied Roedern aus dem Staatsdienst aus. Er zog nach [[Günterstal]], wo er schriftstellerisch tätig war.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1921 zog er nach [[Hamburg]]. Von 1923 bis 1933 stand Roedern dem [[Verband Deutscher Reeder]] und dem [[Deutscher Schulschiff-Verein|Deutschen Schulschiff-Verein]] vor. Von 1928 bis 1932 war er Vorsitzender des [[Ibero-Amerikanisches Institut|Ibero-Amerikanischen Instituts Hamburg]], von 1929 bis 1930 Vorsitzender des [[Bund zur Erneuerung des Reiches|Bundes zur Erneuerung des Reiches]], vom 19. Mai 1930 bis zum 12. Juni 1935 Vorsitzender des Aufsichtsrats der [[Ergo Versicherungsgruppe|Hamburg Mannheimer Versicherungs-AG]], und von 1931 bis 1934 Aufsichtsratsmitglied der [[Hamburg-Amerika Linie]] und des [[Norddeutscher Lloyd|Norddeutschen Lloyd]] (später [[Hapag-Lloyd]]). Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung ernannte ihn die Regierung unter [[Heinrich Brüning]] 1932 zum [[Reichskommissar]] für Schifffahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Mai 1933 trat er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 3.002.053).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/35250172&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Ehrenführer in der [[Schutzstaffel|SS]]. Er erwarb im Juni 1933 den Sonnenleitnerhof in Oberbayern und zog im August dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren seines Lebens wirkte Roedern als Schriftsteller. In seinen Büchern setzte er sich mit dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] auseinander. Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. 1949 wurde er Ehrenbürger von Bergen. Hier starb er im 84. Lebensjahr. Er wurde auf dem Sonnleitnerhof beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Gedenken ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Orden s..o. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Berlin sind mehrere Straßen nach Siegfried von Roedern benannt: Die Roedernallee in [[Berlin-Reinickendorf|Reinickendorf]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=20 |id=R389 |zlb98=1671 |kaupert=Roedernallee-13407-13437-Berlin |name=Roedernallee}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die Roedernstraßen in [[Berlin-Hermsdorf|Hermsdorf]] (um&amp;amp;nbsp;1912 bis um&amp;amp;nbsp;1922 &amp;#039;&amp;#039;Graf-Roedern-Straße&amp;#039;&amp;#039;),&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=20 |id=R393 |zlb98=1671 |kaupert=Roedernstrasse-13467-Berlin |name=Roedernstraße (Hermsdorf)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Berlin-Oberschöneweide|Oberschöneweide]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=16 |id=R392 |zlb98=1671 |kaupert=Roedernstrasse-12459-Berlin |name=Roedernstraße (Oberschöneweide)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Berlin-Mahlsdorf|Mahlsdorf]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr |art=a |bez=22 |id=R391 |zlb98=1671 |kaupert=Roedernstrasse-13053-Berlin |name=Roedernstraße (Mahlsdorf)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Alle Benennungen erfolgten vor 1910 und liegen im seinerzeitigen Niederbarnim außerhalb des damaligen Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bärbel Holtz]] (Bearb./Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1925-1938/38.&amp;#039;&amp;#039; Band 12/II: &amp;#039;&amp;#039;1925–1938.&amp;#039;&amp;#039; Olms-Weidmann, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-12704-0 ([[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] [Hrsg.]: &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Borussica]]. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* {{DeutBiogrEnz |Autor= |Lemma=Roedern, Siegfried (Friedrich Wilhelm Erdmann) Graf von |Auflage=2 |Band=8 |SeiteVon=473 |SeiteBis=474 |Online=https://books.google.de/books?id=IG3Rp8NAO8EC&amp;amp;pg=PA473}}&lt;br /&gt;
* Claudia Wilke: &amp;#039;&amp;#039;Die Landräte der Kreise Teltow und Niederbarnim im Kaiserreich: Eine biographisch-verwaltungsgeschichtliche Studie zur Leistungsverwaltung in der Provinz Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 1998, ISBN 3-930850-70-2.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|710|711|Roedern, Siegfried Friedrich Wilhelm Erdmann Graf von|Reinhold Zilch|126649014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|126649014}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/014800}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/c1ce5eae-c35a-4afe-946d-81a59997c27a/ Nachlass Bundesarchiv N 1660]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
| Navigationsleiste Landräte des Landkreises Niederbarnim&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Staatssekretäre im Reichsamt für Elsaß-Lothringen&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=126649014|LCCN=no2016041191|VIAF=55145511}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roedern, Siegfried von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Redern|Siegfried]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichsfinanzwesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Reichsamt für Elsaß-Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichskommissar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Niederbarnim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufsichtsratsvorsitzender (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsritter (Johanniterorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Rote Kreuz-Medaille (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergen (Chiemgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Chiemgau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vizekanzler (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister ohne Geschäftsbereich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roedern, Siegfried von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roedern, Siegfried Friedrich Wilhelm Erdmann Graf von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker der Kaiserzeit und Weimarer Republik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juli 1870&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Marburg]], Deutschland&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. April 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bergen (Chiemgau)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
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