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	<title>Siegfried Wahle - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stolpersteine 05.JPG|mini|Stolperstein für Siegfried Wahle ([[Ludwigstraße 9 (Bad Kissingen)|Ludwigstraße 9]] in [[Bad Kissingen]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gunter Demnig Stolpersteine.JPG|mini|[[Gunter Demnig]] beim Verlegen des Stolpersteins für Siegfried Wahle]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Wahle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. August]] [[1869]] in [[Uehlfeld]]; † [[25. November]] [[1941]] im [[KZ Kauen]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?id=985481&amp;amp;submit=1&amp;amp;page=1&amp;amp;maxview=50&amp;amp;offset=0 Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945]&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[Allgemeinmedizin]]er, [[Generaloberarzt]] und [[Sanitätsrat]] [[Judentum|jüdischer]] Abstammung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Siegfried Wahle wurde am 5. August 1869 in [[Uehlfeld]] geboren. Wahles Eltern waren etwa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die [[Mittelfranken|mittelfränkische]] Gemeinde gezogen. Sein [[Studium der Medizin|Medizinstudium]] an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]&amp;lt;ref&amp;gt;Erwähnt im Sommersemester 1890 in: &amp;#039;&amp;#039;Amtliches Verzeichnis des Personals der Lehrer, Beamten und Studierenden an der Ludwig-Maximilians-Universität&amp;#039;&amp;#039;, München 1890, Seite 93 [https://epub.ub.uni-muenchen.de/9628/1/pvz_lmu_1890_sose.pdf PDF-Datei]&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg|Universität Erlangen]] schloss Wahle 1893 mit seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] und [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Methoden der Craniometrie&amp;#039;&amp;#039; ab,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=skhDNwAACAAJ&amp;amp;dq=%22Siegfried+Wahle%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=M4S5TeqPHIXHsgb7qoTrAw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CCsQ6AEwAA &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Methoden der Craniometrie&amp;#039;&amp;#039;, Erlangen 1893]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der er sich mit verschiedenen Anwendungen der [[Kraniometrie|Schädel- und Knochenvermessung]] auseinandersetzte – tragischerweise ausgerechnet ein wissenschaftlicher Ansatz, der auch von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] für [[Rassenideologie|rassenideologische Theorien]] instrumentalisiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. März 1902 zog Wahle nach [[Bad Kissingen]] ([[Ludwigstraße 14 (Bad Kissingen)|Ludwigstraße 14]]). Bereits im Jahr 1905 ließ sich Wahle dort für den drei Jahre zuvor in der Kurstadt gegründeten Liberalen Verein, einem Vorläufer der [[Freie Demokratische Partei|FDP]], als Kandidat für die [[Bayerischer Landtag|Landtagswahl]] aufstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.fdp-badkissingen.de/de/party/history.php |wayback=20160304095935 |text=FDP Bad Kissingen: Ein Streifzug durch die Geschichte der Liberalen in Bad Kissingen }}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Vom 30. Mai 1913 bis 3. Oktober 1938 war er mit Wohnung und Praxis in der [[Ludwigstraße 9 (Bad Kissingen)|Ludwigstraße 3 (heute 9)]] gemeldet. Er heiratete &amp;#039;&amp;#039;Johanna Frank&amp;#039;&amp;#039; und hatte mit ihr die beiden Kinder Kurt (* 5. Mai 1907) und Anna (* 24. Oktober 1908; † 26. August 1921).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grieben-Reiseführer &amp;#039;&amp;#039;Kissingen und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kissingen und Umgebung&amp;#039;&amp;#039;, Griebens Reiseführer Band 71, Grieben Verlag Albert Goldschmidt, Berlin u. Leipzig 1935&amp;lt;/ref&amp;gt; führte ihn im Jahr 1935 als Generaloberarzt und Sanitätsrat. Er gehörte zu den bedeutenden Ärzten der Kurstadt Bad Kissingen. Im Jahr 1938 verließ Wahle mit seiner Frau Bad Kissingen und bezog in [[Frankfurt am Main]] eine Wohnung in der Hamannstraße 21.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahle war Mitglied der „Frankenloge XXXIV“ in [[Würzburg]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.freimaurer-lesebuch.de/download/Anlage0_2.pdf Die Logen von Deutschen jüdischen Glaubens]&amp;lt;/ref&amp;gt; die der jüdischen Organisation [[B’nai B’rith|Unabhängiger Orden Bne Briss (U.O.B.B.)]], dt.: „Söhne des Bundes“) nahestand und sich für die Verbreitung von Wissen um die [[jüdische Religion]] einsetzte. Außerdem widmete er sich dem Abbau von Vorurteilen gegenüber Juden sowie der Förderung der Rechte von Juden und dem Verständnis des Judentums. Er setzte sich aktiv für Toleranz und Humanität im Umgang der Menschen untereinander ein. Nicht zuletzt seine Tätigkeit für den UOBB war den Nationalsozialisten ein Dorn im Auge. Solchen Aktivisten wie Siegfried Wahle wurde [[Volksverhetzung]] und Untergrabung der deutschen Staatlichkeit vorgeworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Druck der Nationalsozialisten versuchte Siegfried Wahle mit seiner Frau in die [[Vereinigte Staaten|USA]] zu [[Auswanderung|emigrieren]], was jedoch mangels finanzieller Möglichkeiten und wegen strenger amerikanischer [[Visum]]auflagen scheiterte. Ein Jahr nach Wahles vergeblichem Versuch der Emigration starb seine Frau Johanna am 5. November 1940 in Frankfurt, wo sie auf dem [[Jüdischer Friedhof|Jüdischen Friedhof]] in der [[Eckenheimer Landstraße]] 238 begraben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahle wurde am 22. November 1941 nach [[Riga]] [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]]. Nur drei Tage später erlag der 72-Jährige am 25. November 1941 im KZ Kauen im [[Litauen|litauischen]] [[Kaunas]] den schweren Strapazen dieses Transports.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Juni 2011 verlegte der Kölner Künstler [[Gunter Demnig]] zu Erinnerung an Wahle in Bad Kissingen einen [[Stolpersteine|Stolperstein]] vor dessen damalige Wohn- und Arbeitsstätte in der Ludwigstraße 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Stolpersteine in Bad Kissingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.biografisches-gedenkbuch-bk.de/kurzbiographien/datenbank/38566.Kurzbiografien.html?detID=726&amp;amp;text=&amp;amp;biografischeshandbuch%5Bmaedchenname%5D=&amp;amp;biografischeshandbuch%5Bgeburtsort%5D=&amp;amp;biografischeshandbuch%5Bdeportationsziel%5D=&amp;amp;kt%5Bsb%5D=&amp;amp;kt%5Bsd%5D=&amp;amp;kt%5Blt%5D=W&amp;amp;page_biografischeshandbuch=0 Siegfried Wahle]. In: Biografisches-Gedenkbuch-BK.de&lt;br /&gt;
* [https://www.badkissingen.de/stadt/geschichtliches/juedisches-leben/badkissinger-stolpersteine/37045.Dr.-med.-SIEGFRIED-WAHLE-1869---1941-Sanitaetsrat-Ludwigstrasse-9.html Siegfried Wahle]. In: BadKissingen.de&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?id=985481 Siegfried Wahle]. In: Bundesarchiv.de&lt;br /&gt;
* [https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&amp;amp;itemId=552218&amp;amp;ind=0 Siegfried Wahle]. In: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1277572100|VIAF=1647167391527683590002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wahle, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allgemeinmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer in einem Konzentrationslager]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Bad Kissingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Bad Kissingen ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generaloberarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wahle, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Allgemeinmediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. August 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Uehlfeld]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. November 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Kauen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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