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	<title>Siegfried Theiss - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Morgenröte: +bild</title>
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		<updated>2025-05-28T09:17:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Theiss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. November]] [[1882]] in [[Pressburg]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[24. Jänner]] [[1963]] in [[Wien]]; auch &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Theiß&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[österreich]]ischer Architekt.&lt;br /&gt;
[[Datei:SiegfriedTheiß.jpg|mini|Porträt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Siegfried Theiss stammte aus gutbürgerlichem Haus. Der Vater war Mittelschullehrer, die Mutter kam aus einer Gutsbesitzerfamilie. Nach dem Architekturstudium an der [[Technische Universität Wien|Technischen Hochschule]] (1901–06) und der [[Akademie der bildenden Künste Wien|Akademie der bildenden Künste]] (1906–07) in Wien tat sich Theiss mit dem aus Nordböhmen stammenden [[Hans Jaksch]] zu einer höchst erfolgreichen Ateliergemeinschaft zusammen, die 1907 bis 1961, also 54 Jahre, währte. Darin galt Theiss, ein begabter Zeichner, eher als der künstlerische Teil, Jaksch oblag mehr die Akquisition der Projekte und der praktische Teil der Durchführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg geriet Jaksch in russische Kriegsgefangenschaft und war zuerst in [[Turkestan]], dann, nach einem erfolglosen ersten Fluchtversuch, in [[Sibirien]] inhaftiert. Siegfried Theiss gelang es aber, das Büro fortzuführen und Großaufträge wie die Fliegerkaserne in [[Wiener Neustadt]] abzuwickeln. Das Atelier Theiss und Jaksch blieb auch in den schwierigen Zeiten der Ersten Republik erfolgreich, Theiss wurde zum außerordentlichen Professor an die [[Technische Universität Wien|Technische Hochschule Wien]] berufen und erhielt später eine ordentliche Professur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[[Oliver Rathkolb]]: {{Webarchiv |url=https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/umstrittene-strassennamen-1-band.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Umstrittene Wiener Straßennamen – Ein kritisches Lesebuch&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20210908110006 |archiv-bot=2023-01-09 17:38:40 InternetArchiveBot}}, Ergänzungsband zum Historikerbericht von 2013, S. 13 f., Wien, 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Büro Theiss und Jaksch baute unter anderem [[Gemeindebau]]ten für das [[Rotes Wien|„Rote Wien“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren wurden weitere Großaufträge an Theiss und Jaksch vergeben. Das [[Hochhaus Herrengasse]] und die Wiener [[Reichsbrücke]] waren beides Prestigeprojekte des [[Austrofaschismus|austrofaschistischen]] [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaats]]. Dennoch hatten die beiden Architekten, in damaliger Terminologie beide [[Volksdeutsche|volksdeutscher]] Herkunft, keine Probleme, nach dem [[Anschluss (Österreich)|„Anschluss“ Österreichs]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beizutreten. In seinem Gauakt wird immer wieder auf seine Mitgliedschaft in der [[Großdeutsche Volkspartei|Großdeutschen Partei]] und im [[Deutscher Kulturbund (Österreich)|Deutschen Kulturbund]] hingewiesen, auch wenn seine Mitgliedschaft in der [[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]] erwähnt wird. Theiss befürwortete den „Anschluss“,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nfp|09|04|1938|12|Adolf Hitler und der neue deutsche Baustil}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und schrieb in einem Artikel in der [[Die Presse|Neuen Freien Presse]] vom 9. April 1938: „Für uns Architekten ist und bleibt unser [[Adolf Hitler|Führer]] der große &amp;#039;&amp;#039;Baumeister&amp;#039;&amp;#039;“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt; Die Tätigkeit des Büros befasste sich nun unter anderem mit Industrieanlagen der Molkereiwirtschaft. Theiss stand 1944 in der [[Gottbegnadeten-Liste]] des [[Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda|Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Theiss, Siegfried.&amp;#039;&amp;#039; In: Theodor Kellenter: &amp;#039;&amp;#039;Die Gottbegnadeten : Hitlers Liste unersetzbarer Künstler&amp;#039;&amp;#039;. Kiel: Arndt, 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde Theiss wegen seiner Parteimitgliedschaft kurze Zeit der Technischen Hochschule verwiesen, durfte aber seine Lehrtätigkeit schon Ende 1945 wieder aufnehmen, nachdem das Unterrichtsministerium ihn als [[Entnazifizierung|entnazifiziert]] einstufte. Theiss sei der Sonderkommission zufolge dem Nationalsozialismus „abhold gegenübergestanden“ und wäre jederzeit für die Republik Österreich eingetreten. 1948 wurde er endgültig von Bundespräsident [[Karl Renner]] amnestiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt; Theiss und Jaksch blieben auch in der Wiederaufbauperiode erfolgreich – ein bemerkenswertes, allerdings keineswegs isoliertes Beispiel für die Kontinuität der österreichischen Architekturszene der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts über alle Regimewechsel hinweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theiss starb am 24. Jänner 1963 an einem Herzinfarkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fischamend - Wasserturm (b).JPG|mini|Wasserturm in [[Fischamend]] (1916); gemeinsam mit Hans Jaksch]]&lt;br /&gt;
Siehe Kapitel „Werke des Büros Theiss &amp;amp; Jaksch“ im Artikel [[Hans Jaksch#Werke des Büros Theiss &amp;amp; Jaksch|Hans Jaksch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Preise ==&lt;br /&gt;
* 1953: [[Preis der Stadt Wien für Architektur]]&lt;br /&gt;
* 2004: Siegfried-Theiss-Gasse, Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehemalige Mitarbeiter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1930–1932: [[Bernard Rudofsky]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Schwalm-Theiss: &amp;#039;&amp;#039;Theiss &amp;amp; Jaksch: Architekten 1907–1961.&amp;#039;&amp;#039; Brandstätter Verlag, Wien 1986, ISBN 3-85447-196-3.&lt;br /&gt;
* Liesbeth Waechter-Böhm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schwalm-Theiss &amp;amp; Gressenbauer. Die Tradition eines Wiener Architekturbüros&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien 1999, ISBN 3-205-99127-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{ArchitekturzentrumWien|641}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Theiss,_Siegfried}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130163619|LCCN=n88009044|VIAF=28170273}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Theiss, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GDVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:VF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Theiss, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Theiß, Siegfried&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. November 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pressburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Januar 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Morgenröte</name></author>
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