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	<title>Siegfried Sieber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:23:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Sieber&amp;diff=1245853&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Norbert Kaiser: /* Hauptwerke */ + Digitalisate</title>
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		<updated>2025-12-12T20:05:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Hauptwerke: &lt;/span&gt; + Digitalisate&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:2009-05-16 368 Aue Sieber.JPG|mini|hochkant|{{center|Siegfried Sieber, Porträt vom Denkmal in Aue}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Ludwig Sieber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. März]] [[1885]] in [[Oschatz]]; † [[18. Juli]] [[1977]] in [[Aue (Sachsen)|Aue]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Pädagoge]] sowie [[Erzgebirge|erzgebirgischer]] [[Heimatforscher]] und [[Heimatschriftsteller|-schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegfried Sieber (Skulptur in Aue).jpg|mini|hochkant|Siegfried Sieber (Skulptur in Aue)]]&lt;br /&gt;
Der Sohn des Königlichen Musikdirektors Friedrich Sieber besuchte die [[Kreuzschule]] in [[Dresden]] und war Mitglied im dortigen [[Kreuzchor]]. Er schrieb sich im April 1907 an der [[Universität Leipzig]] für ein Deutsch-, Geschichte- und Erdkunde-Studium ein, wechselte im Oktober 1908 für zwei Semester an die [[Ludwig-Maximilians-Universität München|Universität in München]] und schloss seine Studien im September 1910 ab. Im selben Jahr wurde er zum [[Dr. phil.]] promoviert. Nach dem abgeschlossenen Staatsexamen, mit dem er die Lehrbefugnis erlangte, fand er 1913 in der [[Sachsen|sächsischen]] Stadt Aue eine neue Heimat und wurde an der dortigen Oberrealschule als Lehrer angestellt. Noch vor Kriegsausbruch heiratete er. Im Ersten Weltkrieg diente Sieber – zuletzt als Leutnant – in [[Serbien]]. Zurück in Aue gründete er 1919 die [[Volkshochschule]], die ihren Sitz in der Kantstraße nahm, und wurde deren Leiter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/105292/44/0/ &amp;#039;&amp;#039;Volkshochschule Aue&amp;#039;&amp;#039;] in: &amp;#039;&amp;#039;Adreßbuch für den Bezirk der Amtshauptmannschaft Schwarzenberg&amp;#039;&amp;#039; 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1922 gründete Sieber einen &amp;#039;&amp;#039;Museumsverein&amp;#039;&amp;#039;, aus dem das spätere Heimatmuseum hervorging, das er auch viele Jahre leitete. 1921 wurde er zum [[Studienrat (Deutschland)|Studienrat]] ernannt. Bereits zu diesem Zeitpunkt begann Siegfried Sieber mit wissenschaftlichen und publizistischen Arbeiten zur [[Geschichte der Stadt Aue]]. Sein erstes wichtiges heimatgeschichtliches Werk war die Festschrift anlässlich der 750-Jahr-Feier von Aue. Diese erstmals in einem umfangreichen Werk publizierten Forschungsergebnisse zur Stadtgeschichte sind weiterhin die Grundlage für &amp;#039;&amp;#039;Stadtgeburtstage&amp;#039;&amp;#039;, obwohl neuere Archivmaterialien ein späteres Stadtgründungsjahr belegen. Viele weitere Werke, insbesondere zur Montan- und Industriegeschichte der Stadt und des Erzgebirges folgten, z.&amp;amp;nbsp;B. eine Serie von Aufsätzen zur Geschichte der [[Eisenhammer|Hammerwerke]], die zwischen 1925 und 1928 in den &amp;#039;&amp;#039;Heimatblättern&amp;#039;&amp;#039; abgedruckt wurden. Sieber zeichnete sich durch einen selbstlosen Forscherfleiß bis ins hohe Alter aus. Zahlreiche Beiträge finden sich in Reihen wie den &amp;#039;&amp;#039;Freiberger Forschungsheften&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Urania&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Forschung und Fortschritt&amp;#039;&amp;#039;, den &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Heimatblätter|Sächsischen Heimatblättern]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Kultur und Heimat&amp;#039;&amp;#039; wie auch im &amp;#039;&amp;#039;Heimatfreund des Kreises Aue&amp;#039;&amp;#039; und im &amp;#039;&amp;#039;Heimatfreund für das Erzgebirge&amp;#039;&amp;#039;. An drei Bänden der Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Werte der deutschen Heimat]]&amp;#039;&amp;#039; hatte er maßgeblichen Anteil. Insgesamt liegen rund 30 Bücher und mehr als 1.500 Einzelabhandlungen von Sieber vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Walther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aue, Mosaiksteine der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Stadtverwaltung Aue, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 1997, S. 214–224. {{DNB|1017288267}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weiterhin wirkte Sieber als [[Denkmalpfleger]]. Seit der Gründung des [[Kulturbund der DDR|Kulturbunds (KB)]] 1945 war er dessen Mitglied. An [[Volkskunde|volkskundlichen]] Werken sind seine Mitwirkung am &amp;#039;&amp;#039;Grundriß der Sächsischen Volkskunde&amp;#039;&amp;#039;, seine Monographie zur &amp;#039;&amp;#039;Spitzenklöppelei im Erzgebirge&amp;#039;&amp;#039; und seine rund 10-jährige aktive Mitarbeit im Redaktionsbeirat der Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Glück auf&amp;#039;&amp;#039; hervorzuheben. Obwohl Sieber nie Mitglied der [[NSDAP]] gewesen war, wurde er 1946 bei der Entnazifizierung der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] aufgrund von [[Denunziation]] aus dem Schuldienst entlassen. In der Folge arbeitete er als Privatgelehrter u.&amp;amp;nbsp;a. für die Deutsche [[Akademie der Wissenschaften]] in Berlin und an der Volkshochschule Aue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieber war u.&amp;amp;nbsp;a. Mitglied im &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsischer Altertumsverein|Sächsischen Altertumsverein]]&amp;#039;&amp;#039;, im &amp;#039;&amp;#039;[[Verein für Sächsische Volkskunde]]&amp;#039;&amp;#039; und leitete lange Zeit die &amp;#039;&amp;#039;Versammlung westerzgebirgischer Heimatforscher&amp;#039;&amp;#039;, die auf seine Anregung entstanden war. Ab 1939 war er Mitglied der Sächsischen Kommission für Geschichte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Siegfried Sieber.jpg|mini|hochkant|Grab Siegfried Sieber auf dem Friedhof in Aue-Zelle]]&lt;br /&gt;
Sieber war seit 1913 mit Charlotte geb. Binder (1890–1973), die aus Leipzig-[[Gohlis (Leipzig)|Gohlis]] stammte, verheiratet und hatte einen Sohn. Das Familiengrab befindet sich auf dem [[Klösterlein Zelle#Außenanlage|Friedhof in Aue-Zelle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2009-05-16 366 Aue Sieberdenkmal.JPG|mini|hochkant|Denkmal für Sieber in Aue]]&lt;br /&gt;
1965 wurde Sieber in Anerkennung seiner Forschungsarbeiten mit der &amp;#039;&amp;#039;Ehrennadel für heimatkundliche Leistungen&amp;#039;&amp;#039; in Gold, sowie von der [[Akademie der Wissenschaften]] in Berlin mit der [[Leibniz-Medaille (Berlin)|Leibniz-Medaille]] ausgezeichnet. Er erhielt 1973 die [[Ehrenbürger]]würde der Stadt Aue. Ihm zu Ehren trägt ein sich zweimal jährlich treffender Arbeitskreis der Heimatforscher im [[Westerzgebirge]] den Namen &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Sieber&amp;#039;&amp;#039;. Anlässlich seines 110.&amp;amp;nbsp;Geburtstags wurde während des Parkfestes 1995 in Anwesenheit seines Sohnes Arnulf Sieber am Fuß des [[Heidelsberg]]s in Aue ein Denkmal eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Volksbelustigungen bei deutschen Kaiserkrönungen&amp;#039;&amp;#039;, Diss. Leipzig 1911.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur 750-Jahrfeier der Stadt Aue im Erzgebirge am 7. Mai 1923&amp;#039;&amp;#039;. 1923, Reprint 2007. ([http://digital.slub-dresden.de/id1671368290 Digitalisat Ausgabe 1923])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Erzgebirge. Landschaft und Menschen&amp;#039;&amp;#039;, Dresden 1930. ([http://digital.slub-dresden.de/id1668791250 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Blaufarbenwerkes Niederpfannenstiel&amp;#039;&amp;#039;, 1935. ([http://digital.slub-dresden.de/id1670447340 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Brautfahrt ins Erzgebirge&amp;#039;&amp;#039;. Glück-Auf Verlag, Schwarzenberg/Erzgeb., 1940.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleine Stadt im Sturm&amp;#039;&amp;#039;, Roman aus dem Revolutionsjahr 1848; um 1944; Matthes VBH, Prag-Leipzig u. Hartenstein.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte des erzgebirgischen Bergbaues&amp;#039;&amp;#039;. Knapp, 1954. ([http://digital.slub-dresden.de/id1726263444 Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Montanlandschaft um Schwarzenberg&amp;#039;&amp;#039;. Manuskript, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Industriegeschichte des Erzgebirges&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bergbaulandschaft von Schneeberg und Eibenstock&amp;#039;&amp;#039;. Werte der deutschen Heimat Bd. 11, 1967.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von Annaberg bis Oberwiesenthal&amp;#039;&amp;#039;. Werte der deutschen Heimat Bd. 13, 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Um Aue, Schwarzenberg und Johanngeorgenstadt&amp;#039;&amp;#039;. Werte unserer Heimat Bd. 20, 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geliebte Erzgebirgsheimat&amp;#039;&amp;#039;. Chemnitzer Verlag, 1997.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachlass ==&lt;br /&gt;
Der wissenschaftliche Nachlass von Siegfried Sieber befindet sich seit 2013 im Kreisarchiv Aue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Manfred Unger (Archivar)|Manfred Unger]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrer und Gelehrter, Siegfried Sieber (1885–1977) und die regionale Kulturgeschichte des westlichen Erzgebirges&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Heimatblätter]]&amp;#039;&amp;#039;, 48, 2003, Heft 4, S. 320–341. {{ISSN|0486-8234}}&lt;br /&gt;
* Lothar Walther (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aue, Mosaiksteine der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Stadtverwaltung Aue, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 1997, S. 214–224, {{DNB|1017288267}}&lt;br /&gt;
* [[Manfred Bachmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dr. Siegfried Sieber – Leidenschaftlicher Heimatforscher und Schriftsteller.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Chronik großer Meister – Erzgebirger, auf die wir stolz sind.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 2000, S. 96–98.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|115696687}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=115696687}}&lt;br /&gt;
* {{Säbi|[[Manfred Unger (Archivar)|Manfred Unger]]|115696687|Sieber, Siegfried Ludwig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=115696687|LCCN=no2001074972|VIAF=42573487}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sieber, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatdichtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heimatforscher (Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskundler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Aue]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Leibniz-Medaille]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sieber, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sieber, Siegfried Ludwig&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Oberstudiendirektor und Heimatforscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oschatz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Juli 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aue (Sachsen)|Aue]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Norbert Kaiser</name></author>
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