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	<title>Siegfried Seidl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Seidl&amp;diff=342851&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;5glogger: /* Leben */ Einwandererzentralstelle, Slowenenumsiedlung</title>
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		<updated>2026-02-01T07:40:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Einwandererzentralstelle, Slowenenumsiedlung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Siegfried Seidl.jpg|mini|Siegfried Seidl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Seidl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. August]] [[1911]] in [[Tulln]]; † [[4. Februar]] [[1947]] in [[Wien]]) war ein österreichischer [[SS-Hauptsturmführer]]. Zunächst unterstand er [[Adolf Eichmann]] in der [[Einwandererzentralstelle]] und war für Umsiedlungen und Deportationen zuständig. 1941 wurde er [[KZ-Kommandant|Kommandant]] im [[Ghetto Theresienstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seidl, Sohn eines im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vermissten Friseurmeisters, begann nach dem Ende seiner Schulzeit ein Jurastudium. Nach einigen Semestern brach er dieses ab und nahm verschiedene Gelegenheitsarbeiten an. Von 1935 bis 1938 studierte er an der [[Universität Wien]] Deutsch und Geschichte. 1941 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er an der philosophischen Fakultät der Universität Wien, der [[Doktorgrad]] wurde ihm 1947 wieder aberkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seidl trat zum 15. Oktober 1930 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 300.738)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/22620535&amp;lt;/ref&amp;gt; und zum 28. September 1931 der [[Sturmabteilung|SA]] bei. Von letzterer wechselte er zum 28. Mai 1932 zur [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 46.106),&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/556369&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er als SS-Oberscharführer bei der 11. SS-Standarte war. Nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] im März 1938 wurde Seidl bei der SS Fürsorgereferent und dann Sturmbannadjutant. Hauptberuflich war Seidl von 1938 bis 1939 leitend beim Werkschutz der Flugmotorenwerke [[Austro-Fiat]] in [[Wien-Floridsdorf]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderl126f&amp;quot;&amp;gt;G. Anderl: &amp;#039;&amp;#039;Seidl Siegfried&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Österreichisches_Biographisches_Lexikon_1815–1950]] (ÖBL). Band 12, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3580-7, S. 126 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Seidl im Dezember 1939, dem Jahr seiner Heirat, infolge seiner SS-Zugehörigkeit zur Polizei einberufen und war eigenen Angaben zufolge kurzzeitig [[Inspekteur der Sicherheitspolizei und des SD|Inspekteur der Sicherheitspolizei]] in Wien. Ab Januar 1940 war er dem [[Reichssicherheitshauptamt]] (RSHA), und zwar der Abteilung IVB4, die [[Adolf Eichmann]] unterstand, zugeteilt und zum [[SS-Leitabschnitt Posen]] abkommandiert. Ab Januar 1940 war er als Mitarbeiter der [[Umwandererzentralstelle]] [[Łódź]] an der Deportation von Polen und [[Juden]] beteiligt. Ab 1941 war Seidl bei der Gesuchsprüfstelle Marburg beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderl126f&amp;quot;/&amp;gt; 1941 war er beim Umsiedlungsstab der [[CdZ-Gebiet Untersteiermark|Untersteiermark]] für die „technische Durchführung der Aussiedlungen“ (Deportation) von Slowenen zuständig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alexa Stiller|Titel=Völkische Politik: Praktiken der Exklusion und Inklusion in polnischen, französischen und slowenischen Annexionsgebieten 1939-1945|Band=1|Verlag=Wallstein|Datum=2022|ISBN=978-3-8353-1985-1|Seiten=621}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1941 wurde SS-[[Obersturmführer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ghetto-theresienstadt.de/pages/s/seidls.htm &amp;#039;&amp;#039;Seidl, Dr. Siegfried&amp;#039;&amp;#039;] auf www.ghetto-theresienstadt.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Seidl vom RSHA mit dem Aufbau des KZ Theresienstadt beauftragt. Von November 1941 bis Juli 1943 war er dort KZ-Kommandant und als solcher für die Misshandlung und Ermordung Tausender Menschen verantwortlich. Im Jahr 1942 wurde Seidl zum SS-[[Hauptsturmführer]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;Tomas Federovic: &amp;#039;&amp;#039;Der Theresienstädter Lagerkommandant Siegfried Seidl.&amp;#039;&amp;#039; In: Theresienstädter Studien und Dokumente 2003, Sefer-Verlag Prag 2003, S. 162ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 1943 übergab er diesen Posten an SS-Untersturmführer [[Anton Burger (SS-Mtglied)|Anton Burger]]. Nachdem Seidl Theresienstadt verlassen hatte, fungierte er ab dem 6. Juli 1943 als Leiter der [[Politische Abteilung (KZ)|Lager-Gestapo]] im [[KZ Bergen-Belsen#Aufenthaltslager Bergen-Belsen|„Aufenthaltslager“ des Konzentrationslagers Bergen-Belsen]] und war insbesondere für die dort internierten Juden aus alliierten und neutralen Staaten zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dort wurde er in das [[KZ Mauthausen]] zur Vorbereitung der [[Deportation#Deportationen während des Nationalsozialismus|Deportation]] der ungarischen Juden versetzt. Im März 1944 kam er mit dem [[Eichmann-Kommando]] nach [[Budapest]] und war danach an verschiedenen Einsatzorten in Ungarn mit der „Erfassung von Juden“ und der Beschlagnahmung ihres Vermögens beschäftigt ([[Ungarn-Aktion]]), so überwachte er die Deportation von ca. 40.000 zuvor &amp;quot;ghettosierten&amp;quot; Juden aus [[Oradea|Nagyvárad]] und Umgebung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Béla_Zsolt]]: &amp;#039;&amp;#039;Neun Koffer.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Ungarischen von Angelika Máté, Mit einem Nachw. von Ferenc Kőszeg. [[Dtv Verlagsgesellschaft|dtv]], München 2002, ISBN 3-423-13013-X. S. 281ff&amp;lt;/ref&amp;gt;  Von Sommer 1944 bis April 1945 übte Seidl als stellvertretender Leiter des SS-Sondereinsatzkommandos Außenstelle Wien die Kontrolle über die in [[Wien]] und [[Niederösterreich]] eingerichteten Zwangsarbeitslager für [[Ungarn|ungarische]] Juden aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anderl126f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg tauchte Seidl in Wien unter, lebte unter falschem Namen und wurde am 30. Juli 1945&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Blank (Verein Arbeitsgruppe Strasshof): [https://www.vas-strasshof.at/befreiung-1945/ Die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Strasshof an der Nordbahn und seinem Durchgangslager für ausländische Zwangsarbeiter]&amp;lt;/ref&amp;gt; verhaftet. Seine Auslieferung an tschechoslowakische Behörden wurde abgelehnt; vom 26. September bis 3. Oktober 1946 wurde ihm vor dem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht]] in Wien der Prozess gemacht. Seidl, der zunächst nicht aussagen wollte und sich dann auf [[Putativnotstand|Befehlsnotstand]] berief, wurde [[Todesstrafe|zum Tode verurteilt]] und am 4. Februar 1947 [[Hinrichtung|hingerichtet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|12|126|127|Seidl Siegfried|G. Anderl}}&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* [[Hans Schafranek]]: &amp;#039;&amp;#039;Wer waren die niederösterreichischen Nationalsozialisten? Biografische Studien zu NSDAP-Kreisleitern, SA und SS&amp;#039;&amp;#039;. Verein für Landeskunde von Niederösterreich, St. Pölten 2020 (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich; 42), ISBN 978-3-901234-35-4, S. 135–137.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120713764}}&lt;br /&gt;
* [http://textfeld.at/pdf/179.pdf Die Lagerkommandanten von Theresienstadt] (Seminararbeit von Answer Lang zum Seminar für Zeitgeschichte: Österreichische NS-Täter)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.lettertothestars.at/die_holocaust_dokumentation/doew/disketten/kapitel_xx/b11k_20.htm | wayback=20070927212208 | text=Letter to the stars: Siegfried Seidl}}&lt;br /&gt;
* [http://collections.jewishmuseum.cz/index.php/Search/Index?search=Siegfried+seidl Dokumente zu Siegfried Seidl] in den Sammlungen des [http://www.jewishmuseum.cz Jüdischen Museums in Prag].&lt;br /&gt;
* [http://www.ghetto-theresienstadt.de/pages/s/seidls.htm &amp;#039;&amp;#039;Seidl, Dr. Siegfried.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theresienstadt Lexikon.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120713764|LCCN=no/98/115944|VIAF=15607704}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seidl, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Nationalsozialismus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger des Eichmann-Kommandos]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Lagerpersonal in Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Lagerkommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Tulln an der Donau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Zweite Republik Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seidl, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer KZ-Kommandant in Theresienstadt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. August 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tulln]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Februar 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;5glogger</name></author>
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