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	<title>Siegfried Morenz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T11:11:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Morenz&amp;diff=1134993&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Marcus Cyron: /* Schriften (Auswahl) */</title>
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		<updated>2025-03-19T14:31:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Schriften (Auswahl)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Karl Siegfried Morenz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. November]] [[1914]] in [[Leipzig]]; † [[14. Januar]] [[1970]] ebenda) war ein deutscher [[Ägyptologie|Ägyptologe]] und [[Religionsgeschichte|Religionshistoriker]]. Er war 1952–1961 und 1966–1970 Direktor des Ägyptologischen Instituts der [[Universität Leipzig]]. Dazwischen lehrte er als Professor für Ägyptologie und Religionsgeschichte an der [[Universität Basel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Siegfried Morenz war der Sohn des Oberpostinspektors Emil Karl Morenz und der Kaufmannstochter Hilde geb. Weißwange. Nach dem Abitur am Leipziger Schiller-Gymnasium studierte er von 1934 bis 1938 an der [[Universität Leipzig]] [[evangelische Theologie]], [[Philosophie]] und Religionsgeschichte sowie seit 1935 Ägyptologie, auf die sich sein Interesse schnell richtete. Prägende akademische Lehrer waren der Alttestamentler [[Albrecht Alt]], der Neutestamentler [[Johannes Leipoldt]] und der Ägyptologe [[Walther Wolf]]. 1939 bestand er das [[Theologisches Examen|Erste theologische Examen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|18|100||Morenz, Siegfried|Elke Blumenthal|138070563}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie Leipoldt stand Morenz in dieser Zeit den [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] nahe, die Christentum und nationalsozialistische Ideologie zu verbinden suchten. Er arbeitete ab 1939 am [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]] mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Prolingheuer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wir sind in die Irre gegangen. Die Schuld der Kirche unterm Hakenkreuz, nach dem Bekenntnis des „Darmstädter Wortes“ von 1947&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kleine Bibliothek.&amp;#039;&amp;#039; 451, &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039;). Pahl-Rugenstein, Köln 1987, ISBN 3-7609-1144-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Schuster: &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom „arischen“ Christentum. Das wissenschaftliche Selbstverständnis im Eisenacher „Entjudungsinstitut“.&amp;#039;&amp;#039; V&amp;amp;R unipress, Göttingen 2017, S. 208–216.&amp;lt;/ref&amp;gt; Morenz wurde 1942 an der Universität Leipzig [[Promotion (Doktor)|promoviert]], Thema der [[Dissertation]] war die [[Koptische Sprache|koptische]] &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Joseph dem Zimmermann [Historia Josephi fabri lignarii]&amp;#039;&amp;#039;, die er übersetzte und erläuterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war er als wissenschaftliche Hilfskraft am Leipziger Ägyptologischen Institut an der Aufrechterhaltung des Lehrbetriebs und an der Rettung der Museumsobjekte des [[Ägyptisches Museum der Universität Leipzig|Ägyptischen Museums]] beteiligt. Er übernahm die Rückführung von Teilen der ausgelagerten Sammlung und den Wiederaufbau des Instituts. Neuer Standort wurden Räume im Erdgeschoss und Keller in einem Universitätsgebäude in der Schillerstraße 6, in dessen Kellern weiterer ausgelagerter Museumsbesitz die Luftangriffe überdauert hatte. 1951 kam ein Teil der sichergestellten Museumsobjekte wieder nach Leipzig zurück, sodass Morenz damit eine kleine Ausstellung aufbauen konnte. Morenz erlebte die Neueröffnung des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig, die erst 1976 ermöglicht werden konnte, nicht mehr mit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friederike Seyfried]]: {{Webarchiv|url=http://www.uni-leipzig.de/~egypt/Sammlung/Sammlung.htm |wayback=20071019031057 |text=&amp;#039;&amp;#039;Sammlung. Geschichte der Sammlung des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039;}} nach [[Elke Blumenthal]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Sammlung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Renate Krauspe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Ägyptische Museum der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2007-8, S. 4–9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morenz wurde 1946 [[Dozent]] an der Universität Leipzig und [[Habilitation|habilitierte]] sich im selben Jahr bei [[Wilhelm Schubart (Philologe)|Wilhelm Schubart]] mit einer Schrift zu &amp;#039;&amp;#039;Ägyptens Beitrag zur werdenden Kirche&amp;#039;&amp;#039;. Ab 1948 leitete Morenz, zunächst kommissarisch, das Ägyptologische Institut der Universität Leipzig. Im Februar 1952 wurde er Professor mit Lehrauftrag, im September des Jahres mit vollem Lehrauftrag und zwischen 1954 und 1961 schließlich als Lehrstuhlinhaber für Ägyptologie und [[Hellenismus|hellenistische]] Religionsgeschichte. Zwischen 1952 und 1958 nahm Morenz zudem nebenamtlich die Leitung der [[Ägyptisches Museum Berlin|Ägyptischen Abteilung der Staatlichen Museen zu Berlin]] in Ost-Berlin wahr. Zwischen 1961 und 1966 lehrte Morenz als Lehrstuhlinhaber an der [[Universität Basel]], leitete jedoch im Nebenamt weiterhin das Leipziger Ägyptologische Institut. Danach kehrte er nach Leipzig zurück, wo er bis zu seinem Tod 1970 wieder den Lehrstuhl für Ägyptologie innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Veröffentlichungen zur [[altägyptische Religion|altägyptischen Religion]] verschafften ihm internationale [[Reputation]]. Morenz wurde 1955 ordentliches Mitglied der [[Sächsische Akademie der Wissenschaften|Sächsischen Akademie der Wissenschaften]], war von 1957 bis 1961 stellvertretender Sekretar deren Philologisch-historischer Klasse und von 1966 bis zu seinem Tod Vizepräsident der Akademie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]].&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0, S. 416.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1953 wurde er mit dem [[Nationalpreis der DDR]] ausgezeichnet, 1959 wurde er Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der [[Eberhard Karls Universität Tübingen]], 1968 korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]. Im Jahr 1968 sprach er sich erfolglos gegen die Sprengung der Leipziger [[Paulinerkirche (Leipzig)|Paulinerkirche]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;30 Jahre danach. Der wenig erinnerte Widerstand Leipziger Studenten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen und Berichte für die Angehörigen und Freunde der Universität Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Heft 5, 1998, {{ISSN|1860-6709}}, S. 38–40, {{URN|nbn:de:bsz:15-qucosa-122855}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morenz war dreimal verheiratet, zuletzt mit Ruth Morenz geb. Wagner (* 1929), die Dozentin für Tonsatz und Gehörbildung war. Eines seiner drei Kinder, sein Sohn [[Ludwig David Morenz|Ludwig Morenz]] (* 1965), wurde ebenfalls Ägyptologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ägyptische Religion&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Die Religionen der Menschheit]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8). Kohlhammer, Stuttgart 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gott und Mensch im Alten Ägypten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kulturhistorische Reihe (Koehler &amp;amp; Amelang)|Kulturhistorische Reihe]]&amp;#039;&amp;#039;). VOB Koehler &amp;amp; Amelang, Leipzig 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Heraufkunft des transzendenten Gottes in Ägypten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Band 109, Heft 2, {{ISSN|0138-3957}}). Akademie-Verlag, Berlin 1964.&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Altägyptischer Jenseitsführer. Papyrus Berlin 3127. Mit Bemerkungen zur Totenliteratur der Ägypter.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, Leipzig 1964.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Begegnung Europas mit Ägypten&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Philologisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; Band 113, Heft 5). Mit einem Beitrag: Herodots Begegnung mit Ägypten von Martin Kaiser. Akademie-Verlag, Berlin 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|18|100||Morenz, Siegfried|[[Elke Blumenthal]]|138070563}}&lt;br /&gt;
* Elke Blumenthal: &amp;#039;&amp;#039;Mit staunenswerter Produktivität: Siegfried Morenz (1914–1970).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.&amp;#039;&amp;#039; Heft 13, 2014, S. 185–188 ([http://www.denkstroeme.de/heft-13/s_185-188_blumenthal online]).&lt;br /&gt;
* Ulrich Luft: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Morenz 22.11.1914–14.1.1970.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Papyrusforschung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 22/23, 1973/1974, S.&amp;amp;nbsp;401–402.&lt;br /&gt;
* [[Lothar Mertens]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der DDR-Historiker. Biographien und Bibliographien zu den Geschichtswissenschaftlern aus der Deutschen Demokratischen Republik.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 2006, ISBN 3-598-11673-X, S.&amp;amp;nbsp;185–186.&lt;br /&gt;
* [[Wolfhart Westendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Zweiheit, Dreiheit und Einheit in der altägyptischen Theologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde]].&amp;#039;&amp;#039; Band 100, 1974, S.&amp;amp;nbsp;136–141, {{DOI|10.1524/zaes.1973.100.1.146}} (Gedenkschrift für Siegfried Morenz).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{CPL|Morenz_616}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Direktoren Ägyptisches Museum Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=138070563|LCCN=n86041627|VIAF=85853506}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Morenz, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ägyptologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionshistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ägyptischen Museums Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ägyptischen Museums der Universität Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Deutschen Christen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR III. Klasse für Wissenschaft und Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1914]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Morenz, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Morenz, Kurt Karl Siegfried&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ägyptologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. November 1914&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Januar 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Marcus Cyron</name></author>
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