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	<title>Siegfried Marck - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:23:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Marck&amp;diff=933178&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luha: /* Einzelnachweise */ kat</title>
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		<updated>2025-08-21T13:17:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Ernst Wilhelm Marck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. März]] [[1889]] in [[Breslau]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburt&amp;quot;&amp;gt;Standesamt [[Breslau]] II: &amp;#039;&amp;#039;[[Personenstandsbuch|Geburtenregister]]&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 1204/1889.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Deutsches Reich]]; † [[16. Februar]] [[1957]] in [[Chicago]], [[Illinois]]/[[USA]]) war ein [[Deutschland|deutsch]]-[[Judentum|jüdischer]] [[Philosoph]] und Vertreter einer [[Liberalismus|liberalen]] [[Sozialdemokratie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Siegfried Marck wurde 1889 als Sohn des jüdischen Gerichts-Assessors Alfons Marck und dessen Ehefrau Rosa geborenen Heimann geboren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburt&amp;quot; /&amp;gt; und wuchs in Breslau auf. Die Familie zählte zum [[Humanismus|humanistisch]] geprägten [[Bildungsbürgertum]], das sie mit einer patriotisch-[[Nationalliberalismus|nationalliberalen]] Haltung verband. Der Urgroßvater hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts – als den Juden nach Jahrhunderten endlich Freiheits- und Bürgerrechte verliehen wurden (siehe [[Preußisches Judenedikt von 1812]]) – ein Bankhaus gegründet, welches den Grundstein der privilegierten Existenz der Familie bildete. Marcks Großvater und Vater studierten die Rechte und leiteten eine Kanzlei – in den Staatsdienst und damit ins Richteramt wären sie nur über eine Taufe, ein Bekenntnis zum christlichen Glauben, gelangt, was beide jedoch ablehnten. Neben der anwaltlichen Tätigkeit saßen beide als Stadträte im Magistrat der Stadt Breslau, führten Wohlfahrtsorganisationen und engagierten sich in führenden Positionen (wie die Mutter Siegfried Marcks) der Synagogengemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Siegfried Marck legte das Abitur am [[Johannesgymnasium Breslau]] ab und nahm 1907 – wie Großvater und Vater – das Studium der Rechtswissenschaften an der [[Universität Breslau|Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau]] auf. Nach nur einem Semester ging er nach [[Genf]], um dort weiterzustudieren. Von dort kehrte er schnell zurück und verwarf das ungeliebte Jurastudium vollends. Er gab nun seiner eigentlichen intellektuellen Neigung nach und begann das Studium der Philosophie in Breslau, welches er später in Berlin und Freiburg fortsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 wurde Marck promoviert mit einer Arbeit über das Thema „[[Erkenntniskritik]], Psychologie und Metaphysik nach ihrem inneren Verhältnis in der Ausbildung der [[Platon|platonischen]] Ideenlehre“. Er heiratete die Dichterin und Frauenrechtlerin [[Lola Landau]]. 1917 habilitierte er sich (im Alter von 28 Jahren) mit einer Arbeit über die philosophischen Grundbegriffe bei [[Immanuel Kant]] und [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im selben Jahr – ein Jahr vor Kriegsende – wurde er an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] abkommandiert und erlebte die Schrecken des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]s. Die Erlebnisse an der Front machten ihn zum überzeugten [[Pazifist]]en und Sozialisten. Er wurde Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] (1919–1933), des [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]] (1924–1933) und der [[Eiserne Front|Eisernen Front]].&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grüttner, &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Berlin/Boston 2023, S. 204.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1922 erhielt er einen Lehrauftrag an der Breslauer Universität für Rechts- und Staatsphilosophie; 1924 folgte die Ernennung zum außerordentlichen Professor für Soziologie und Philosophie. Es war der preußische Kultusminister [[Adolf Grimme]], der ihn 1930 zum Ordinarius und Lehrstuhlnachfolger [[Richard Hönigswald]]s machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der „Machtübernahme“ der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] unter Führung [[Adolf Hitler]]s und der damit verbundenen staatlichen Legitimation der Verfolgung von „Gesinnungsfeinden“ wie Juden und Sozialisten (Marck war beides) – in Schlesien vor allem initiiert durch den für seine Brutalität bekannten [[Sturmabteilung|SA]]-Führer, [[Edmund Heines]] – flüchtete Siegfried Marck ins scheinbar idyllisch-ruhige Freiburg, musste aber rasch in die [[Emigration]], nachdem man ihn aus dem Amt geworfen hatte, und wurde zunächst [[Exil]]ant in Frankreich. Im April 1939 emigrierte Marck in die USA. Er hielt zunächst Gastvorlesungen in New York und übernahm noch im selben Jahr eine Philosophie-Dozentur am Chicagoer &amp;#039;&amp;#039;[[ Young Men&amp;#039;s Christian Association|YMCA]] College&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Holger Paul: &amp;#039;&amp;#039;Marck, Siegfried&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; 1945 gehörte Marck zu den Gründern des &amp;#039;&amp;#039;Roosevelt College&amp;#039;&amp;#039; in Chicago, aus dem später die [[Roosevelt University]] hervorging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marck lehrte bis zu seiner [[Emeritierung]] im Jahre 1954 am &amp;#039;&amp;#039;Roosevelt College&amp;#039;&amp;#039;. Er starb am 16. Februar 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die platonische Ideenlehre in ihren Motiven.&amp;#039;&amp;#039; 1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Staatsgesinnung.&amp;#039;&amp;#039; München 1916.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kant und Hegel.&amp;#039;&amp;#039; 1917.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Imperialismus und Pazifismus als Weltanschauungen.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1918.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hegelianismus und Marxismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marxistische Staatsbejahung.&amp;#039;&amp;#039; Breslau 1924.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zu Max Adlers Sozialphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Substanz- und Funktionsbegriff in der Rechtsphilosophie.&amp;#039;&amp;#039; 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reformismus und Radikalismus in der deutschen Sozialdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Dialektik in der Philosophie der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Zwei Bände, Tübingen 1929/1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sozialdemokratie.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1932.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Neuhumanismus als politische Philosophie.&amp;#039;&amp;#039; Zürich 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grosse Menschen unserer Zeit. Portraits aus drei Kulturkreisen.&amp;#039;&amp;#039; Meisenheim 1954.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vernunft und Sozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|120|122|Marck, Siegfried|Hans-Holger Paul|116761288}}&lt;br /&gt;
* [[Franz Walter (Politikwissenschaftler)|Franz Walter]]: &amp;#039;&amp;#039;Kritische Dialektik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[FAZ]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. März 2007.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marck, Siegfried.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausgegrenzt: Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse&amp;#039;&amp;#039;, de Gruyter/Oldenbourg, Berlin/Boston 2023, ISBN 978-3-11-123678-0, S. 204.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marck, Siegfried.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon deutsch-jüdischer Autoren]].&amp;#039;&amp;#039; Band 16: &amp;#039;&amp;#039;Lewi–Mehr.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt; 2008, ISBN 978-3-598-22696-0, S. 273–279.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des Sozialismus Band I.&amp;#039;&amp;#039; Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH, Hannover, S. 211–212.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Marck, Siegfried&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur 1980, S. 473&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116761288}}&lt;br /&gt;
* Siegfried Marck: [https://www.gleichsatz.de/b-u-t/begin/siegma.html Die Lehre vom erkennenden Subjekt in der Marburger Schule], ursprünglich in: „Logos“ – Internationale Zeitschrift für Philosophie der Kultur, Bd. IV, Tübingen 1913&lt;br /&gt;
* [[Helga Grebing]]: [https://www.isb.ruhr-uni-bochum.de/mam/content/mitteilungsblatt/volltexte/grebing_mtb34.pdf Jüdische Intellektuelle und ihre politische Identität in der Weimarer Republik.] (PDF; 103&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116761288|LCCN=nr/2005/821|VIAF=110697982|NDL=00524151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marck, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politischer Philosoph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Chicago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Breslau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Marck, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Marck, Siegfried Ernst Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-jüdischer Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Februar 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Chicago]], [[Illinois]], [[USA]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luha</name></author>
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