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	<title>Siegfried Mampel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T22:57:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pallaskatz1 am 22. Dezember 2025 um 11:14 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-22T11:14:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Mampel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. September]] [[1913]] in [[Halle (Saale)]]; † [[3. Mai]] [[2003]]) war ein deutscher Jurist, der sich fast 50 Jahre mit dem Rechtssystem der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] in Schriften auseinandersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Studium und Zweiter Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Siegfried Mampel wurde als Sohn eines Güterdirektors geboren. In seiner Geburtsstadt besuchte er das humanistische Gymnasium, an dem er 1932 Abitur machte. Anschließend studierte er Rechtswissenschaften in [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Halle]], [[Universität Rostock|Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/300001743 Immatrikulation von Siegfried Mampel] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]]. Er betätigte sich im Dienst als [[Referendar]] nach dem 1. juristischen Examen im Jahre 1935. Das große juristische Examen zum [[Assessor]] bestand er im April 1939. Ab August 1939 leistete Mampel [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsdienst]] und war bis November 1945 in [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischer]] [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Siegfried Mampel.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Friedhof Zehlendorf]]]]&lt;br /&gt;
=== Politische Tätigkeit in der Sowjetischen Zone ===&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt wandte Mampel sich der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU]] zu und arbeitete von 1945 bis 1947 bei der Partei als [[Justitiar]] beim Landesverband von [[Sachsen-Anhalt]]. Ab 1946 bekleidete er auch den Posten des Geschäftsführers der Fraktion der CDU im [[Landtag Sachsen-Anhalt (1946–1952)|Landtag]] nach den [[Landtagswahlen in der SBZ 1946|Wahlen im Herbst 1946]]. In dieser Zeit beteiligte er sich an der Formulierung einer [[Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt (1947)|Verfassung für das Land Sachsen-Anhalt]] und beschäftigte sich mit kommunalen Fragestellungen. Nachdem er sich auch schriftlich zu politischen Fragen geäußert hatte, verbot ihm die [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetische Besatzungsmacht]] 1947 jede weitere politische Tätigkeit. Vor allem war man auf ihn aufmerksam geworden, als er den Entwurf eines Gesetzes für die [[Verwaltungsgerichtsbarkeit]] vorlegte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht nach West-Berlin ===&lt;br /&gt;
Somit wechselte Mampel an die [[Landesversicherungsanstalt]] von Sachsen-Anhalt und arbeitete dort als Sachbearbeiter für Rechtsfragen bis zum Dezember 1950. Am 3.&amp;amp;nbsp;Juni 1950 trat er als Mitglied Nr.&amp;amp;nbsp;168 der &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Freiheitlicher Juristen der Sowjetzone&amp;#039;&amp;#039;, dem Trägerverein des &amp;#039;&amp;#039;[[Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen|Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen]]&amp;#039;&amp;#039; (UFJ) bei. Zu diesem Zeitpunkt lebte er in Halle/Saale, [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete]] jedoch kurz darauf nach [[West-Berlin]]. Am 1.&amp;amp;nbsp;April 1951 wurde er im [[Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen]] (UFJ) Abteilungsleiter für die Bereiche Arbeitsrecht und Versicherungswesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottfried Zieger: &amp;#039;&amp;#039;Recht, Wirtschaft, Politik im geteilten Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1983, S. VI.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Hauptabteilungsleiter für die Abteilungen Wirtschaft und Sozialrecht beförderte man ihn 1952. In den nächsten Jahren veröffentlichte er mehrere Schriften zur DDR unter dem [[Pseudonym]] &amp;#039;&amp;#039;Alfred Leutwein&amp;#039;&amp;#039;, um nicht seine Verwandten in Halle politisch zu gefährden. Im Jahr 1956 gab die [[Ost-Berlin]]er [[SED]]-Zeitung [[BZ am Abend]] in einer [[Glosse (Journalismus)|Glosse]] Mampels richtigen Namen bekannt. Bis 1972 verwendete er die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutschland#Wandel durch die deutsche Teilung|Mitteldeutschland]]&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;„DDR“&amp;#039;&amp;#039; in seinen Schriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungstätigkeit und Gesamtdeutsches Institut ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1958 wurde Mampel Stellvertreter von [[Walther Rosenthal]], dem Leiter des UFJ und gleichzeitig zum Hauptabteilungsleiter für die Bereiche Verfassung und Verwaltung. Er war Mitglied der [[CDU Berlin]] und wurde Bezirksverordneter in [[Berlin-Steglitz]]. An der Hochschule für politische Wissenschaften in München übernahm er 1963 eine Vorlesung als Lehrbeauftragter. Im Jahr 1967  [[Promotion (Doktor) | promovierte]] er zum Dr. jur. An der [[Freie Universität Berlin | Freien Universität Berlin]] wurde er 1977 zum Honorarprofessor ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kürschners Deutscher Gelehrten Kalender&amp;#039;&amp;#039;. Band II, München 2003, S. 2076.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1969 ging der UFJ im [[Gesamtdeutsches Institut|Gesamtdeutschen Institut]] auf, wo er als Stellvertreter des Leiters der Abteilung VI im Referat &amp;#039;&amp;#039;Recht und Verwaltung&amp;#039;&amp;#039; wirkte. Dort ging er im März 1978 in Pension. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. April 1978 war er an der Gründung der [[Gesellschaft für Deutschlandforschung]] beteiligt und blieb bis 1992 deren erster Vorsitzender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegfried Mampel verstarb 89-jährig und wurde auf dem [[Friedhof Zehlendorf]] (Feld 015-209) beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Betriebskollektivvertrag in der Sowjetischen Besatzungszone&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1957.&lt;br /&gt;
* mit Karl Hauck: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitik in Mitteldeutschland&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 1961.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Verfassung der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1962.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Sowjetsektor von Berlin; eine Analyse seines äusseren und inneren Status&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1963. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die volksdemokratische Ordnung in Mitteldeutschland; Texte zur verfassungsrechtlichen Situation mit einer Einleitung&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1963.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Recht in Mitteldeutschland. Staats- und Rechtslehre, Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsverfassung und Arbeitsrecht in Mitteldeutschland&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1966.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftssystem und Verfassungsstruktur in Mitteldeutschland. Die formelle und die materielle Rechtsverfassung der „DDR“&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die sozialistische Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik; Text und Kommentar&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1972.&lt;br /&gt;
* mit Gernot Gutman: &amp;#039;&amp;#039;Probleme systemvergleichender Betrachtung&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaft und Forschung im geteilten Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1988.&lt;br /&gt;
* mit Jens Hacker: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Integration und deutsche Frage&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1989.&lt;br /&gt;
* mit Alexander Uschakow: &amp;#039;&amp;#039;Die Reformen in Polen und die revolutionären Erneuerungen in der DDR&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1991. &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20190130220706/https://www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenreihe/mdb-lstu-schriftenreihe-ufj1.pdf Der Untergrundkampf des Ministeriums für Staatssicherheit gegen den Untersuchungsausschuß Freiheitlicher Juristen in West-Berlin]&amp;#039;&amp;#039; (Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Bd. 1). 4., neubearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage. Berlin 1999.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Totalitäres Herrschaftssystem. Normativer Charakter, Definition, Konstante und variable Essenzialien, Instrumentarium&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2001.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20190126001034/https://www.berlin.de/aufarbeitung/veroeffentlichungen/schriftenreihe/mdb-lstu-schriftenreihe-bd10_text_2006.prn.pdf Entführungsfall Dr. Walter Linse – Menschenraub und Justizmord als Mittel des Staatsterrors]&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Berlin 2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1983: [[Bundesverdienstkreuz|Großes Bundesverdienstkreuz]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siegfried Mampel: &amp;#039;&amp;#039;Entführungsfall Dr. Walter Linse&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2006, S. 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119240246}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/archiv/aktenbestaende/siegfried-mampel Nachlass von Prof. Dr. Dr.h.c. Siegfried Mampel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119240246|LCCN=n81091798|VIAF=219418175}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mampel, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aufarbeitung der SED-Diktatur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Forscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2003]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mampel, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Alfred Leutwein&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist, der sich mit dem Rechtssystem der DDR auseinandersetzte&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. September 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Mai 2003&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pallaskatz1</name></author>
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