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	<title>Siegfried Loch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T02:53:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Loch&amp;diff=1211901&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schotterebene: Webarchiv statt toter Link</title>
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		<updated>2025-11-06T11:22:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Webarchiv statt toter Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Siggi Loch (c) Sophia Spring.jpg|miniatur|hochkant|Siggi Loch 2017 (c) ACT / Sophia Spring]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried „Siggi“ Loch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. August]] [[1940]] in [[Słupsk|Stolp]], [[Pommern]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] Musikmanager, Produzent und Gründer des Jazzlabels [[ACT (Plattenlabel)|ACT]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Loch wurde in Stolp (jetzt Słupsk in Polen) geboren und wuchs zunächst in [[Merseburg]] auf. 1951 [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete seine Familie aus der DDR]] nach [[Hannover]]. 1954 brachte ihn ein Sturz beim [[Seifenkiste]]nrennen am [[Lindener Berg]] auf die Titelseite der &amp;#039;&amp;#039;[[Hannoversche Presse|Hannoverschen Presse]]&amp;#039;&amp;#039;; im Folgejahr belegte er den zweiten Platz und qualifizierte sich für das Rennen in [[Duisburg-Wedau]]. Der Besuch eines Jazzkonzerts von [[Sidney Bechet]] 1956 in Hannover begeisterte ihn für den Jazz und ließ bei ihm den Wunsch entstehen, selbst Jazzplatten herauszugeben. Als Amateurschlagzeuger leitete er von 1956 bis 1960 die Band „Red Onions“. 1960 wurde er schließlich Vertreter für [[EMI Group|EMI Electrola]]. Kurz nachdem er 1962 zu &amp;#039;&amp;#039;Philips Ton&amp;#039;&amp;#039; gewechselt war, hörte er in Düsseldorf [[Klaus Doldinger]], den er zu Plattenaufnahmen überredete. Das war seine erste Arbeit als Produzent. Bei Philips Ton leitete er den Bereich Jazz, brachte aber neben Jazzmusikern wie [[George Gruntz]], [[Ingfried Hoffmann]], [[Klaus Weiss (Schlagzeuger)|Klaus Weiss]], [[Attila Zoller]] auch das [[American Folk Blues Festival]] und Beat-Gruppen wie [[The Searchers]] und [[The Rattles]] sowie die [[Spencer Davis]] Group und [[Jerry Lee Lewis]] heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon früh wollte Loch eigentlich ein eigenes Jazzlabel gründen. Doch Liberty-Chef Al Bennett, der über die [[The Beatles|Beatles]] von ihm gehört hatte, überredete ihn 1966, Deutschlandgeschäftsführer der neu gegründeten [[United Artists|Liberty/United Artists Records]] und des &amp;#039;&amp;#039;Metric Musikverlags&amp;#039;&amp;#039; in München zu werden, was er bis 1970 blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weltinterview&amp;quot;&amp;gt;[https://www.welt.de/welt_print/article1506069/Die-groessten-Jazzproduzenten-waren-Deutsche.html „Die größten Jazzproduzenten waren Deutsche“], [[Die Welt]], 31. Dezember 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er produzierte u.&amp;amp;nbsp;a. weiter Klaus Doldinger, [[Jean-Luc Ponty]] (für Pacific Jazz), [[Katja Ebstein]] und [[Sigi Schwab]]. 1971 war er Gründungsgeschäftsführer von &amp;#039;&amp;#039;WEA Music&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg, der späteren &amp;#039;&amp;#039;Warner Music Germany&amp;#039;&amp;#039;, und des &amp;#039;&amp;#039;MUZ Musikverlags&amp;#039;&amp;#039; München. Bei Warner verhalf er u.&amp;amp;nbsp;a. [[Marius Müller-Westernhagen]], [[Al Jarreau]] und [[Heinz Rudolf Kunze]] zum Durchbruch. 1975 wurde er Vizepräsident von &amp;#039;&amp;#039;WEA International&amp;#039;&amp;#039; und von 1983 bis 1988 Präsident der [[Warner Music Group|WEA Europa]] in [[London]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegfried Loch.jpg|miniatur|hochkant|Siggi Loch beim [[Internationales Jazzfestival Sankt Ingbert|St. Ingberter Jazzfestival]] (2008)]]&lt;br /&gt;
1988 verwirklichte Loch seinen Traum, ein eigenes Label zu gründen und schloss sich für die &amp;#039;&amp;#039;ACT Music &amp;amp; Vision&amp;#039;&amp;#039; mit den Vertretern der Neuen Deutschen Welle [[Annette Humpe]] und [[Jim Rakete]] zusammen. 1989 endete die Partnerschaft mit Rakete und Humpe und 1992 gründete Loch das reine Jazzlabel &amp;#039;&amp;#039;ACT Music &amp;amp; Vision&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg. Im gleichen Jahr begann er wieder zu produzieren und hatte mit der „Jazzpaña“ ([[Vince Mendoza]] und die [[WDR Big Band Köln]]) gleich zwei [[Grammy]]-Nominierungen in den USA. 1993 gründete er &amp;#039;&amp;#039;emócion&amp;#039;&amp;#039;, ein Label für Flamenco Musik. 1998 zog er samt ACT nach Feldafing bei München. 2003 zieht ACT nach München und 2015 nach Berlin wo seit 2008 auch Siggi Loch lebt. Im Jahr 2015 hat Siggi Loch die Führung von ACT an Andreas Brandis übertragen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.actmusic.com/impressum |titel=Impressum |sprache=de-DE |abruf=2025-11-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der seit 2022 auch unternehmerischer Partner ist. Besondere Erfolge hatte Loch mit dem schwedischen Funk-Jazzer [[Nils Landgren]], den er bei [[JazzBaltica]] 1994 hörte, mit dem Trio des 2008 verstorbenen Pianisten [[Esbjörn Svensson]], mit dem Schlagzeuger [[Wolfgang Haffner]], mit der koreanischen Sängerin [[Youn Sun Nah]], den Pianisten [[Leszek Możdżer]], [[Michael Wollny]] und [[Vijay Iyer]] und zuletzt mit dem Sopransaxofonisten [[Émile Parisien|Emile Parisien]] und dem Akkordeonisten [[Vincent Peirani]]. Ein weiterer Schwerpunkt ist für ihn die Förderung junger deutscher Jazzmusiker in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;ACT Young German Jazz&amp;#039;&amp;#039;. Nach eigenen Angaben&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weltinterview&amp;quot;/&amp;gt; werden die Gewinne bei ACT systematisch in den Aufbau eigener Künstler reinvestiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Loch, der Musiker aus der Perspektive des Fachkenners und des guten Freundes fotografierte,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20101225024042/http://www.deichtorhallen.de/607.html Informationen zur Ausstellung &amp;#039;&amp;#039;Love of my Life&amp;#039;&amp;#039; (2008)] in den [[Deichtorhallen]], Hamburg&amp;lt;/ref&amp;gt; nutzte die entstandenen Bilder auch für die Illustration von Alben. Seit 2011 kuratiert er die Konzertreihe &amp;#039;&amp;#039;Jazz at Berlin Philharmonic&amp;#039;&amp;#039; in der [[Berliner Philharmonie]]; die Reihe bringt unter wechselnden Themen internationale Jazz-Künstler in neuen, einmaligen Konstellationen auf die Bühne. Zahlreiche Höhepunkte der Reihe sind als Alben auf ACT erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Loch war 1973 Gründungsmitglied der [[Deutsche Phono-Akademie|Deutschen Phonoakademie]], in deren Vorstand er bis 1982 saß, und ab 1975 Vorstand im „Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft“ (IFPI). Er ist neben dem [[ECM Records|ECM]]-Produzenten [[Manfred Eicher]] sowie den [[Enja]]-Gründern [[Matthias Winckelmann]] und [[Horst Weber (Jazzproduzent)|Horst Weber]] einer der bedeutendsten deutschen Jazzproduzenten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit seiner Frau Sissy, mit der er seit 1964 verheiratet ist, gründete Loch 2012 nach der Versteigerung eines Teils ihrer Kunstsammlung die &amp;#039;&amp;#039;Siggi &amp;amp; Sissy-Loch-Stiftung für Menschen und Tiere in Not&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://stiftungmenschundtier.de/die-stifter |titel=Die Stifter |hrsg=Siggi &amp;amp; Sissy-Loch-Stiftung Mensch und Tier |abruf=2021-09-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1998: Jahres[[preis der deutschen Schallplattenkritik]]&lt;br /&gt;
* 2010: [[Ritterkreuz]] I. Klasse des schwedischen [[Nordstern-Orden]]s&amp;lt;ref name=&amp;quot;HAZ100310&amp;quot;&amp;gt;Stefan Arndt: &amp;#039;&amp;#039;Ritter der Seifenkiste&amp;#039;&amp;#039;, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 10. März 2010, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2012: Skoda Jazz Award&lt;br /&gt;
* 2010 / 2011 / 2012 / 2013: Echo Jazz für ACT als Label des Jahres&lt;br /&gt;
* 2014: Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 2017: Königlich-norwegischer Verdienstorden in der Klasse des Kommandeurs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Plattenboss aus Leidenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Autobiografie, Edel, Hamburg 2010, ISBN 978-3-941378-81-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Life in the Spirit of Jazz&amp;#039;&amp;#039;, Erzähl-Bildband, Edel, Hamburg 2020, ISBN 978-3-8419-0753-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20220812161141/https://www.actmusic.com/Ueber-ACT/Siggi-Loch Biographie bei ACT] (Webarchiv)&lt;br /&gt;
* [http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/der-legendaere-musik-manager-siggi-loch-im-interview-ich-sehe-mich-als-einzelgaenger/12131034.html Interview mit Der Tagesspiegel, 2015]&lt;br /&gt;
* [https://www.ft.com/content/c4d3fbbc-0002-11e7-8d8e-a5e3738f9ae4 Interview mit der Financial Times UK, 2017]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/kultur/musik/25-jaehriges-bestehen-von-jazzlabel-act-music-a-1141663.html Bericht zu 25 Jahren ACT von Spiegel Online]&lt;br /&gt;
* [https://www.backstagepro.de/thema/interview-mit-siggi-loch-labelchef-produzent-und-musikmanager-legende-2020-09-29-0W6rvYD3WD „Manche Dinge habe ich vielleicht zu spontan gemacht“], Interview mit Siggi Loch, Quelle: backstagepro.de, 29. September 2020; abgerufen am 20. Oktober 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132105950|LCCN=|NDL=|VIAF=64145970118032251106}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loch, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Produzent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikproduzent]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autobiografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nordstern-Ordens (Ritter 1. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des norwegischen Verdienstordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikmanager]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loch, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Loch, Siegfried E.; Loch, Siggi&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Schallplattenproduzent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. August 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Słupsk|Stolp]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schotterebene</name></author>
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