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	<title>Siegfried Liebau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Liebau&amp;diff=1931884&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bernd Rohlfs am 13. Januar 2026 um 14:08 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-13T14:08:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Liebau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. Januar]] [[1911]] in [[Schochwitz]]; † [[20. April]] [[1995]]&amp;lt;ref&amp;gt;Lebensdaten nach: Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 256&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[SS-Obersturmbannführer]], [[Anthropologie|Anthropologe]] und Mediziner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Liebau war der Sohn eines Pfarrers und entfernt mit [[Otmar Freiherr von Verschuer]] verwandt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee256&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 256&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn absolvierte er ein Studium der Medizin und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] 1936 mit einer [[Dissertation]] namens: &amp;#039;&amp;#039;Über Hämangiome des Ohres&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. med.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee371&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2007, S. 371&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang der 1930er Jahre arbeitete Liebau gemeinsam mit seinem Bruder Gerhard unter deren Cousin [[Ernst-Robert Grawitz]] am Berliner Krankenhaus Westend. Mitte der 1930er Jahre heiratete Libau Ingeborg von Ekesparre, die er über Otmar Freiherr von Verschuer kennengelernt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sachse226&amp;quot;&amp;gt; Carola Sachse (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verbindung nach Auschwitz. Biowissenschaften und Menschenversuche an Kaiser-Wilhelm-Instituten. Dokumentation eines Symposiums&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2003, S. 226&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebau beantragte am 1. Juli 1937 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.158.861).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25750779&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schloss sich auch der [[Schutzstaffel|SS]] an (SS-Nummer 276.969), bei der er Ende Januar 1945 bis zum SS-Obersturmbannführer aufstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dws-xip.pl/reich/biografie/numery/numer276.html Siegfried Liebau] bei www.dws-xip.pl&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem 1936 erfolgten Beitritt zur SS gehörte er der [[SS-Verfügungstruppe]] an und war als Assistenzarzt in der [[Chirurgie]] am SS-Lazarett in Berlin beschäftigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Anahid S. Rickmann: „Rassenpflege im völkischen Staat“: Vom Verhältnis der Rassenhygiene zur nationalsozialistischen Politik, Dissertation, Bonn 202, S. 303. {{URN|nbn:de:hbz:5-61983}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Liebau wechselte 1938 ins [[Rasse- und Siedlungshauptamt]] (RuSHA). Ab November 1938 war Liebau [[Adjutant]] an der [[SS-Ärztliche Akademie|SS-Ärztlichen Akademie]] in Berlin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee371&amp;quot;/&amp;gt; Liebau publizierte 1940 unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Die operative Behandlung der männlichen Sterilität&amp;#039;&amp;#039; einen Beitrag in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Erbarzt&amp;#039;&amp;#039;, deren Herausgeber Verschuer war. Zwischen Mai 1940 und dem 25. Oktober 1942 arbeitete Liebau als Personalreferent sowie Hauptabteilungsleiter am Sanitätsamt der [[Waffen-SS]] in Berlin. Sein Vorgesetzter war dort [[Karl Genzken]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sachse226&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Anfang Dezember 1942 und Oktober 1943 war Liebau wissenschaftlicher Assistent Verschuers am [[Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik]] (KWI-A) in [[Berlin-Dahlem]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sachse256&amp;quot;&amp;gt; Carola Sachse (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verbindung nach Auschwitz. Biowissenschaften und Menschenversuche an Kaiser-Wilhelm-Instituten. Dokumentation eines Symposiums&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2003, S. 256&amp;lt;/ref&amp;gt; Liebau war in den ersten Monaten des Jahres 1943 im [[KZ Auschwitz-Birkenau]] anwesend. Dort fotografierte er für Verschuers Assistentin [[Karin Magnussen]] Angehörige einer [[Sinti]]-Familie, die [[Iris-Heterochromie|heterochrome]] Augen hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmuhl476&amp;quot;&amp;gt; Hans-Walter Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945.&amp;#039;&amp;#039; Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Band 9. Wallstein, Göttingen 2005, S. 476&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem war Liebau in die [[Zwillingsforschung]] am KZ Auschwitz-Birkenau involviert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmuhl480&amp;quot;&amp;gt; Hans-Walter Schmuhl: &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945.&amp;#039;&amp;#039; Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Band 9. Wallstein, Göttingen 2005, S. 480&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Tätigkeit im KWI-A war Liebau kurzzeitig während des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieges]] eingesetzt und danach als leitender Mediziner beim [[SS- und Polizeiführer|Höheren SS- und Polizeiführer]] [[Odilo Globocnik]] in der [[Operationszone Adriatisches Küstenland]]. Gegen Kriegsende musste ihm ein Arm amputiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee256&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war Liebau in [[Nürnberg]] in [[Alliierte|alliierter]] Internierungshaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sachse256&amp;quot;/&amp;gt; Nach seiner Entlassung arbeitete Liebau als Vertreter für [[Homöopathisches Arzneimittel|homöopathische Präparate]] und eröffnete in [[Hannover]] eine [[Homöopathie|homöopathische]] Praxis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee371&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz, die NS-Medizin und ihre Opfer.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-596-14906-1.&lt;br /&gt;
* [[Carola Sachse]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verbindung nach Auschwitz. Biowissenschaften und Menschenversuche an Kaiser-Wilhelm-Instituten. Dokumentation eines Symposiums&amp;#039;&amp;#039;. Wallstein-Verlag, Göttingen 2003 (=Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Band 6), ISBN 3-89244-699-7.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Walter Schmuhl]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzüberschreitungen. Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik 1927–1945.&amp;#039;&amp;#039; Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus, Band 9. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-799-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=114596219X|VIAF=45255726}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Liebau, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des NS-Völkermords an den Sinti und Roma]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthropologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1995]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Liebau, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Arzt und Anthropologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. Januar 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schochwitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. April 1995&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bernd Rohlfs</name></author>
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