<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siegfried_Leffler</id>
	<title>Siegfried Leffler - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siegfried_Leffler"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Leffler&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T01:56:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Leffler&amp;diff=1099037&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: wie üblich</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Leffler&amp;diff=1099037&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-12T04:32:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wie üblich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Leffler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. November]] [[1900]] in [[Azendorf]]; † [[10. November]] [[1983]] in [[Hengersberg]]) war ein deutscher [[Protestantismus|protestantischer]] [[Theologie|Theologe]] und ein Hauptvertreter des radikalen [[Thüringen|Thüringer]] Flügels der [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] in der [[Zeit des Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leffler war als Student Mitglied der [[Deutsche Gildenschaft|Deutschen Gildenschaft]]. 1923/24 unterbrach er sein Theologiestudium, um als Präfekt und Turnlehrer am Progymnasium in [[Windsbach]] tätig zu sein. Bereits in dieser Zeit wollte er „mithelfen an Deutschlands Erneuerung“ und war ihm „jegliche Gleichgültigkeit in vaterländischen Dingen verhaßt und verpönt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Aus den unveröffentlichten Erinnerungen. Zitiert bei: Björn Mensing: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer und Nationalsozialismus. Geschichte einer Verstrickung am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;AKIZ.B 26). Göttingen 1998, S. 32 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1925 begann Leffler sein Vikariat an der [[Evangelische Ulrichskirche (Augsburg)|evangelisch-lutherischen St.-Ulrichs-Kirche]] in [[Augsburg]]. Hier lernte Leffler seinen langjährigen Weggefährten [[Julius Leutheuser]] kennen, der zeitgleich als Vikar an der [[St. Anna (Augsburg)|Annenkirche]] wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;Björn Mensing: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrer und Nationalsozialismus. Geschichte einer Verstrickung am Beispiel der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;AKIZ.B 26). Göttingen 1998, S. 39f., 265f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit Leutheuser verließ Leffler 1927 die [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern]] und ging nach Thüringen,&amp;lt;ref&amp;gt;Rita Thalmann: &amp;#039;&amp;#039;Protestantisme et National-socialisme: les débuts des „Chrétiens allemands“&amp;#039;&amp;#039;. In: Revue d’histoire moderne et contemporaine 12, Heft 4 (1954), Oktober–Dezember 1965, S. 287–308, hier S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; wo sie sich mehr Aufgeschlossenheit für ihre völkischen Ideen erhofften. Die beiden Freunde heirateten zwei Schwestern und wurden Pfarrer zweier benachbarter Pfarrsprengel im ländlich geprägten [[Wieratal]] bei [[Altenburg]], Leffler in [[Niederwiera]], Leutheuser in [[Flemmingen (Nobitz)|Flemmingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1928 gründeten sie einen &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistischen Pfarrer- und Lehrerkreis.&amp;#039;&amp;#039; Laienspielkreise, „völkisches Schrifttumstudium“, Jugendabende, „deutsche Volksabende“ sollten dem Ziel dienen, eine breite völkisch-christliche Bewegung ins Leben zu rufen. Im Februar 1930 gehörten sie zu den Gründern der ersten Ortsgruppe der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] im Wieratal, die am 24. Mai eine Saalschlacht in [[Langenleuba-Niederhain]] anzettelte. Leffler war zum 1. Juni 1929 der Partei beigetreten (Mitgliedsnummer 138.841).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25161457&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Kirchenwahlen im November 1931 benutzten sie erstmals den Namen [[Deutsche Christen]], und im Juli 1932 begann Leffler die Herausgabe der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Briefe an Deutsche Christen&amp;#039;&amp;#039; sowie eines eigenen Verlagsprogramms. Das Programm dieser später als &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Kirchenbewegung Deutsche Christen&amp;#039;&amp;#039; bekannten Gruppe war die Schaffung einer überkonfessionellen Nationalkirche im Sinne des Nationalsozialismus. 1937 wurde Leffler Reichsleiter dieser Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1933 ließ er sich aus dem Kirchendienst beurlauben und wurde Oberregierungsrat im thüringischen Volksbildungsministerium in [[Weimar]]. Er beantragte jedoch sogleich mit Erfolg, weiterhin kirchliche Amtshandlungen vornehmen zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Koch: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Wege&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leffler gehörte zu den treibenden Kräften, die hinter der Einrichtung des [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben|Instituts zur Erforschung jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]] in [[Eisenach]] standen, das im Auftrag der am Institut beteiligten evangelischen Landeskirchen die „Entjudung“ der [[Bibel]], der [[Liturgie]] und Frömmigkeit sowie der theologischen Ausbildung betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Arnhold: „Entjudung“ – Kirche im Abgrund, Bd. 2. Das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des Jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ 1939–1945 (Studien zu Kirche und Israel 25/2), Berlin 2010, S. 475–499.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Gründung 1939 wurde er dessen Leiter, während [[Walter Grundmann]] die „wissenschaftliche Leitung“ übernahm. An diesen kirchlichen „Irrweg“, den die Institutsgründung darstellte, erinnert heute ein [[Mahnmal zum „Entjudungsinstitut“|Mahnmal]] in Eisenach.&amp;lt;ref&amp;gt;Katja Schmidberger: [https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/article225406223/Mahnmal-in-Eisenach-als-Lernort-und-Ort-der-Umkehr.html &amp;#039;&amp;#039;Mahnmal in Eisenach als Lernort und Ort der Umkehr.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringische Landeszeitung]],&amp;#039;&amp;#039; 7. Mai 2019 (abgerufen am 29. Juni 2019).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] war Leffler von 1945 bis 1948 im [[Internierungslager Ludwigsburg|Lager Ludwigsburg]] interniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee361&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S.&amp;amp;nbsp;361.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend kehrte er in den Dienst der bayerischen evangelischen Landeskirche zurück und wurde, nachdem er ein Schuldbekenntnis abgelegt hatte, zunächst Vikar in [[Iggensbach]] im [[Landkreis Deggendorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee361&amp;quot; /&amp;gt; 1949 wurde er der erste Pfarrer der neu gegründeten Friedenskirche in [[Hengersberg]] und blieb dies bis zu seiner Pensionierung 1970. Ein Jahr später wurde ihm die [[Ehrenbürger]]würde des Ortes verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nordlandfahrt.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter-Verlag, Augsburg 1925.&lt;br /&gt;
* (Mit Albrecht Meyen): &amp;#039;&amp;#039;Der Gedankenkreis der Deutsch-Akademischen Gildenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter-Verlag, Augsburg(-Aumühle) 1925.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Christus im Dritten Reich der Deutschen. Wesen, Weg und Ziel der Kirchenbewegung Deutsche Christen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Deutsche Christen, Weimar 1935.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kirche, Christentum, Bolschewismus.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Deutsche Christen, Weimar 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weltkirche oder Nationalkirche?&amp;#039;&amp;#039; Verlag Deutsche Christen, Weimar 1937.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Weg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Deutsche Christen, Weimar 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Deutschland sollen die Sterne stehen!&amp;#039;&amp;#039; Verlag Deutsche Christen, Weimar 1939.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Oliver Arnhold: &amp;#039;&amp;#039;„Entjudung“ – Kirche im Abgrund&amp;#039;&amp;#039;. Bd. I: &amp;#039;&amp;#039;Die Thüringer Kirchenbewegung Deutsche Christen 1928–1939&amp;#039;&amp;#039; (ISBN 978-3-938435-00-7), Bd.&amp;amp;nbsp;II: &amp;#039;&amp;#039;Das „Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“ 1939–1945&amp;#039;&amp;#039; (ISBN 978-3-938435-01-4), Studien zu Kirche und Israel, Band 25/1 und Band 25/2, Institut Kirche und Judentum an der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 2010.&lt;br /&gt;
* Susanne Böhm: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Christen in der Thüringer evangelischen Kirche (1927–1945).&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2008, ISBN 978-3-374-02614-2.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Koch (Theologe)|Ernst Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Wege im „Dritten Reich“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Gratwanderungen&amp;#039;&amp;#039; (Herbergen der Christenheit, Sonderband&amp;amp;nbsp;3), Leipzig 1998, S.&amp;amp;nbsp;80–93.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Meier (Kirchenhistoriker)|Kurt Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreuz und Hakenkreuz: Die evangelische Kirche im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; DTB, München 1992.&lt;br /&gt;
* [[Carsten Nicolaisen]]: &amp;#039;&amp;#039;Leffler, Siegfried&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Religion in Geschichte und Gegenwart|RGG]], 4.&amp;amp;nbsp;Auflage, Bd.&amp;amp;nbsp;5, Sp. 175.&lt;br /&gt;
* Anja Rinnen: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenmann und Nationalsozialist: Siegfried Lefflers ideelle Verschmelzung von Kirche und Drittem Reich&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Forum zur Pädagogik und Didaktik der Religion, Bd.&amp;amp;nbsp;9; zugl.: Duisburg, Univ., Diss., 1994, unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;„Wir wollten geistliche Offiziere werden&amp;amp;nbsp;…“&amp;#039;&amp;#039;). Dt. Studien-Verlag, Weinheim 1995, ISBN 3-89271-533-5.&lt;br /&gt;
* [[Leonore Siegele-Wenschkewitz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Christlicher Antijudaismus und Antisemitismus. Theologische und kirchliche Programme Deutscher Christen.&amp;#039;&amp;#039; Arnoldshainer Texte, Band 85, Haag + Herchen Verlag, ISBN 3-86137-187-1.&lt;br /&gt;
* Hans-Joachim Sonne: &amp;#039;&amp;#039;Die politische Theologie der Deutschen Christen&amp;#039;&amp;#039; (Göttinger Theologische Arbeiten 21). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1982, ISBN 3-525-87372-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119240718}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/bestand/objekt/d2z11028 Abbildung] eines Exemplars der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Die Nationalkirche. Briefe an Deutsche Christen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119240718|LCCN=n96040922|VIAF=72199744}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Leffler, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Deggendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Reichsschrifttumskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter in der DG]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Deutschen Christen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Leffler, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher nationalsozialistischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. November 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Azendorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. November 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hengersberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>