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	<title>Siegfried Kasche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:53:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Kasche&amp;diff=438096&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;H.Parai: /* Kriegsverbrechen */</title>
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		<updated>2026-02-10T12:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kriegsverbrechen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SiegfriedKasche.jpg|mini|Siegfried Kasche (um 1938)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Kasche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Juni]] [[1903]] in [[Strausberg]]; † [[19. Juni]] [[1947]] in [[Zagreb]]) war ein deutscher [[Sturmabteilung|SA]]-Obergruppenführer und von 1941 bis Mai 1945 [[Gesandter]] I. Klasse in Zagreb ([[Unabhängiger Staat Kroatien]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Kasche, Sohn eines praktischen Arztes, hatte einen älteren Bruder, Eberhard Kasche (* [[19. Mai]] [[1902]] in [[Strausberg]]; † [[21. Juni]] [[1940]] in [[München Gladbach]] als Leutnant d. R. im Lazarett an den Folgen seiner Verwundung gestorben), der wie er später hauptamtlicher SA-Führer (zuletzt SA-Brigadeführer) wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Jugend besuchte er das [[Kadettenkorps]] in [[Potsdam]] und die [[Preußische Hauptkadettenanstalt|Kadettenanstalt Lichterfelde]]. Anschließend nahm er in den Jahren 1919 und 1920 als [[Freikorps]]-Mitglied an Kämpfen in [[Berlin]] und im [[Baltikum]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 trat er in die [[Sturmabteilung|SA]], zum 9. Januar 1926 in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 27.478).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/19400404&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1928 bis 1931 war Kasche stellvertretender [[Gauleiter]] im Gau [[Donau- und Alpenreichsgaue|Ostmark]]. Im September 1930 wurde er in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt. 1934 sollte Kasche wie zahlreiche andere Führer der SA im Rahmen des sogenannten [[Röhm-Putsch]]es ermordet werden, überlebte jedoch, da es ihm gelang, so lange auf Göring einzureden, bis dieser ihn laufen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=13509574|Titel=Mordsache Röhm|Autor=[[Heinz Höhne]]|Jahr=1984|Nr=26|Seiten=122–141}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab Dezember 1936 zum [[Reichsredner]] der NSDAP ernannt, erhielt Kasche den Rang eines „Beauftragten für die NS-Kampfspiele“. Im November 1937 wurde er Führer der SA-Gruppe „Hansa“. In der SA wurde Kasche zum SA-Obergruppenführer ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegrfied Kasche and Mladen Lorković.jpg|mini|Kasche schreitet gemeinsam mit dem kroatischen Außenminister [[Mladen Lorković|Lorković]] (rechts) eine [[Ehrenformation]] der [[Ustascha]]-Miliz ab (Zagreb, Mai 1941).]]&lt;br /&gt;
Vom 19. April 1941 bis zum Kriegsende im Mai 1945 leitete er die deutsche Gesandtschaft in Zagreb.&amp;lt;ref&amp;gt;Ladislaus Hory und [[Martin Broszat]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kroatische Ustascha-Staat 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Nr. 8, DVA 1964, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier löste er den Gesandten [[Hermann Neubacher]] ab. Gründe, einen SA-Führer zum Gesandten zu ernennen, waren sowohl allgemeine Vorbehalte des Reichsaußenministers [[Joachim von Ribbentrop]] gegen Berufsdiplomaten als auch Bemühungen, den wachsenden Einfluss der [[Schutzstaffel|SS]] unter [[Heinrich Himmler]] in Ost- und Südosteuropa einzudämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kriegsverbrechen ==&lt;br /&gt;
Neben seiner Beteiligung am [[Holocaust im Unabhängigen Staat Kroatien|Holocaust in Kroatien]] tat sich Kasche als Fürsprecher des [[Ustascha]]-Regimes hervor, und er versuchte, den [[Völkermord an den Serben im Unabhängigen Staat Kroatien]] zu rechtfertigen. Die Beurteilung vom Standpunkt der Humanität und jegliche gefühlsmäßige Stellungnahme seien politisch unzweckmäßig.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckart Conze; Norbert Frei; Peter Hayes; Mosche Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit - deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik,&amp;#039;&amp;#039; München 2010, ISBN 978-3-89667-430-2, S. 278.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1941, wenige Tage nach dem Beginn des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Angriffskrieges gegen die Sowjetunion]], diskutierten [[Adolf Hitler]], [[Alfred Rosenberg]] und [[Hermann Göring]] über die Stellenbesetzungen der höchsten zivilen Verwaltungsämter in den zukünftig zu besetzenden Ostgebieten. Anders als Rosenberg und Göring legte sich Hitler fest, für ein zukünftiges „[[Reichskommissariat Moskowien]]“ Siegfried Kasche als [[Reichskommissar]] einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Zellhuber: &amp;#039;&amp;#039;„Unsere Verwaltung treibt einer Katastrophe zu …“&amp;#039;&amp;#039; Das Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete und die deutsche Besatzungsherrschaft in der Sowjetunion. München 2006, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund des Kriegsverlaufs wurde diese Planung hinfällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Sommer 1942 betrieb Kasche gemeinsam mit [[Franz Abromeit]] von RSHA die Deportation der noch lebenden Juden. In einem Fernschreiben vom 4. März 1943 teilte er dem [[Auswärtiges Amt|Auswärtigen Amt]] in Berlin mit: „Vorarbeiten für neue Judenaktion in Kroatien sind Ende dieser Woche abgeschlossen.“ Am 22. April 1944: „Die Judenfrage ist in Kroatien in weitem Maße bereinigt worden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brutalität der Vorgehensweise brachte ihn dabei in Konflikt mit Generaloberst [[Alexander Löhr]], dem [[Oberbefehlshaber]] Südost, sowie mit [[Konstantin Kammerhofer]], dem Beauftragten Himmlers in Kroatien, die das Ustascha-Regime als Belastung für die deutschen Interessen ansahen. Mit der Verschlechterung der militärischen Lage in Kroatien, vor allem durch die [[Titopartisanen|Partisanen]]- und [[Tschetnik|Četnicibewegung]], verlor Kasches Position in Berlin zunehmend an Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde er von den [[Alliierte]]n an [[Jugoslawien]] ausgeliefert. Im Mai und Juni 1947 fand der Hochverrats- und Kriegsverbrecherprozess gegen „[[Slavko Kvaternik]] und andere“ vor dem Obersten Gerichtshof der [[Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien|Volksrepublik Kroatien]] statt, in dem Minister und hochrangige Funktionäre des [[Ustascha]]-Regimes sowie Kasche angeklagt und verurteilt wurden. Es ergingen sieben Todesurteile. Während die Todesurteile der übrigen Angeklagten durch Erschießen zu vollstrecken waren, hatte Kasche, der frühere diplomatische Vertreter des Deutschen Reiches, durch [[Erhängen|den Strang]] zu sterben. Das Urteil wurde einen Tag nach seinem 44. Geburtstag vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hubert Butler: [https://www.jstor.org/stable/44508353 &amp;#039;&amp;#039;A Trial (1946).&amp;#039;&amp;#039;] Irish Pages, Vol. 9, Nr. 2, 2015, S. 102–106.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; 2. überarbeitete Auflage. Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0, S. 299.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770052544}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|124426875}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/009220}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/636 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124426875|VIAF=35389338}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kasche, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freikorps-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Provinzialrat (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsredner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Kroatien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Unabhängiger Staat Kroatien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Täter des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kasche, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, SA-Obergruppenführer und Gesandter I. Klasse in Zagreb&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Juni 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Strausberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Juni 1947&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zagreb]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;H.Parai</name></author>
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