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	<title>Siegfried Handloser - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Handloser&amp;diff=163678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Nach 1945 */</title>
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		<updated>2024-08-01T18:36:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nach 1945&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Generaloberstabsarzt Siegfried Handloser (1885-1954).jpg|mini|Generaloberstabsarzt Siegfried Handloser (August 1942).]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Handloser&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. März]] [[1885]] in [[Konstanz]]; † [[3. Juli]] [[1954]] in [[München]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|apo|31|07|1954|18|Gestorben|HERVORHEBUNG=Siegfried&amp;amp;#32;Handloser}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war [[Chef des Wehrmachtsanitätswesens]] im Rang eines [[Generaloberstabsarzt]]es. Im [[Nürnberger Ärzteprozess]] wurde er wegen [[Kriegsverbrechen]] und [[Verbrechen gegen die Menschlichkeit]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Handloser wurde als Sohn des Musikdirektors Konstantin und dessen Ehefrau Anna Maria geboren. Er begann 1903 an der [[Pépinière|Kaiser Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen]] Medizin zu studieren und wurde im [[Pépinière-Corps]] [[Corps Franconia Hamburg|Franconia Berlin]] aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1960, 60/399&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem er 1910 das medizinische Staatsexamen abgelegt hatte, wurde er 1911 zum [[Dr. med.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Spezifische Behandlung des Typhus abdominalis&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgte eine Zeit am [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Universitätsklinikum Gießen]] und an einem [[Lazarett]]. Von 1928 bis 1932 war er Referent in der Heeres-Sanitäts-Inspektion des [[Reichswehrministerium]]s, danach Korps- und [[Wehrkreis]]arzt V in [[Stuttgart]] sowie Generalstabs- und Heeresgruppenarzt 3 in [[Dresden]] (1935–1938), um danach in [[Wien]] beim Heeresgruppenkommando 3 (1938) zu wirken. Zum 1. April 1938 wurde er zum [[Generalstabsarzt]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|daz|22|04|1938|3|Personalveränderungen in der Wehrmacht|HERVORHEBUNG=Dr.&amp;amp;#32;Handloser}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 wurde Handloser Honorarprofessor für Militärmedizin in Wien, 1943 in Berlin. Im Jahre 1941 wurde er zum Generaloberstabsarzt und [[Heeres-Sanitätsinspekteur]] ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|sci|||1941|20|Nachrichten|anno-plus=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Führererlass vom 28. Juli 1942 wurde der Heeres-Sanitätsinspekteur&amp;amp;nbsp;– und damit Siegfried Handloser&amp;amp;nbsp;– im [[Oberkommando der Wehrmacht]] (OKW) „unter Beibehaltung seiner bisherigen Aufgaben“ zum &amp;#039;&amp;#039;Chef des Wehrmachtsanitätswesens&amp;#039;&amp;#039; ernannt. In dieser Funktion vertrat er „die Wehrmacht in allen gemeinsamen sanitätsdienstlichen Angelegenheiten der Wehrmachtteile, der Waffen-SS und der der Wehrmacht unterstellten oder angeschlossenen Organisationen und Verbände gegenüber den zivilen Behörden und wahrt die Belange der Wehrmacht bei den gesundheitlichen Maßnahmen der Zivilverwaltungsbehörden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|php|29|08|1942|1|Erlaß des Führers über das Sanitäts- und Gesundheitswesen|HERVORHEBUNG=Chef&amp;amp;#32;des&amp;amp;#32;Wehrmachtsanitätswesens}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde er Hauptverantwortlicher für das gesamte Sanitätswesen der [[Wehrmacht]] und mithin auch für alle medizinischen Verbrechen, die im Rahmen des Wehrmachtsanitätswesens besonders an [[Kriegsgefangenschaft|Kriegsgefangenen]] begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin war Handloser der Initiator zahlreicher Maßnahmen zur [[Zwangsprostitution]] für Frauen in den besetzten Ländern. Er plante in Berlin eine [[Prostitution]]ssteuerung auf europäischer Ebene, die zuerst im [[Vichy-Regime|besetzten Frankreich]] bis ins Detail verwirklicht wurde. Im Januar 1943 wurden ihre Eckpunkte für die ganze Wehrmacht festgeschrieben. Die Untersuchung von Insa Meinen belegt diese Tätigkeit und ihre Verwirklichung durch [[Heinrich Löhe]] im Einzelnen (siehe [[Wehrmachtsbordell]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegfried Handloser NS-Arzt.jpg|mini|rechts|Siegfried Handloser als Angeklagter im Nürnberger Ärzteprozess (November 1946)]]&lt;br /&gt;
Nach Kriegsgefangenschaft stand er vom 9. Dezember 1946 bis zum 19. August 1947&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|awi|20|08|1947|2|19 Ärzte in Nürnberg schuldig gesprochen|HERVORHEBUNG=Siegfried&amp;amp;#32;Handloser}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Nürnberger Ärzteprozess]] unter Anklage und wurde wegen Kriegsverbrechen und des Verbrechens gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslänglicher Haft]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Otto Nelte (Jurist)|Otto Nelte]], der Verteidiger Handlosers, versuchte eine Urteilsbestätigung mit der Begründung zu verhindern, dass die im Prozess behandelten [[Menschenversuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern|Menschenversuche]] (Erfrierungs-, Sulfonamidgabe- sowie Fleckfieber-Infektions-Experimente) ausschließlich in [[Konzentrationslager]]n und nicht von Angehörigen der Wehrmacht durchgeführt worden seien. Das Urteil hatte aber Bestand, weil Handloser als Chef des Wehrmachtsanitätswesens nicht nur die Chefs des Sanitätswesens von [[Heeres-Sanitätsinspekteur|Heer]], [[Sanitätsinspekteur der Luftwaffe|Luftwaffe]] und [[Sanitätschef der Kriegsmarine|Kriegsmarine]], sondern auch der [[Reichsarzt SS|Reichsarzt SS und Polizei]] [[Ernst-Robert Grawitz]] unterstanden und somit Handloser die Aufsicht über alle von SS-Ärzten zu verantwortenden Menschenversuche innehatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Anhörung vor dem &amp;#039;&amp;#039;[[Prozess Oberkommando der Wehrmacht#2. Begnadigungsausschuss|Clemency Board]]&amp;#039;&amp;#039;, wiederum mit Otto Nelte als Pflichtverteidiger, wurde das Urteil am 31. Januar 1951 durch den US-Hochkommissar [[John Jay McCloy|John J. McCloy]] in 20 Jahre Haft umgewandelt. Später wurde Handloser aus Gesundheitsgründen und wegen einer notwendig gewordenen komplizierten Operation vorzeitig aus dem [[Kriegsverbrechergefängnis Landsberg]] entlassen. Handloser starb schließlich an [[Krebs (Medizin)|Krebs]] am 3. Juli 1954 in der [[Klinikum der Universität München|Universitätsklinik von München]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karsten Linne (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Nürnberger Ärzteprozeß 1946/47: Erschließungsband zur Mikrofiche-Edition: Mit einer Einleitung von Angelika Ebbinghaus zur Geschichte des Prozesses und Kurzbiographien der Prozeßbeteiligten&amp;#039;&amp;#039;. Walter de Gruyter, 2000, ISBN 3-11-096299-3, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Eisernes Kreuz]] (1914) II. und I. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Rangliste des Deutschen Reichsheeres.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1930, S. 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Königlicher Hausorden von Hohenzollern|Ehrenkreuz III. Klasse des Fürstlichen Hausordens von Hohenzollern]] mit Schwertern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Orden vom Zähringer Löwen|Ritterkreuz II. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen]] mit Schwertern&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Hanseatenkreuz]] Hamburg&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Friedrich-Kreuz]] I. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Franz-Joseph-Orden|Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens]] mit der Kriegsdekoration&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz|Österreichisches Ehrenzeichen für Verdienste um das Rote Kreuz]] II. Klasse&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rangliste des Deutschen Reichsheeres&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kriegsverdienstkreuz (1939)]], Ritterkreuz mit Schwertern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tracesofwar.com/persons/35301/Handloser-Siegfried.htm |autor= |titel=Handloser, Siegfried |werk=tracesofwar.com |datum= | zugriff=2023-07-17 |sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang U. Eckart]]: &amp;#039;&amp;#039;Generaloberstabsarzt Prof. Dr. med. Siegfried Handloser.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hitlers militärische Elite. Vom Kriegsbeginn bis zum Weltkriegsende.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Primus, Darmstadt 1998, ISBN 3-89678-089-1, S. 88–92.&lt;br /&gt;
* Insa Meinen: &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Prostitution während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Frankreich.&amp;#039;&amp;#039; Temmen, Bremen 2002, ISBN 3-86108-789-8.&lt;br /&gt;
* {{NDB|7|608|609|Handloser, Siegfried Adolf|Horst Zoske|139875980}}&lt;br /&gt;
* [[Ralf Forsbach]]/Hans-Georg Hofer, Internisten in Diktatur und junger Demokratie. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1933–1970, Berlin 2018, S. 100–105.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Gedenken und Erinnern der [[DGIM]]: https://www.dgim-history.de/biografie/Handloser;Siegfried;1126&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|139875980}}&lt;br /&gt;
* [http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Sanitatsoffizier/HANDLOSER_SIEGFRIED.html geocities: Generaloberstabsarzt Prof. Dr. med. Siegfried Handloser]&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/24561905-771b-4fba-bc2b-241495a15932/ Nachlass Bundesarchiv N 414]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Heeressanitätsinspekteure}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=139875980|LCCN=no/2002/101633|VIAF=29208930}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Handloser, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Kaiser-Wilhelms-Akademie für das militärärztliche Bildungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Nürnberger Prozesse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generaloberstabsarzt (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Zähringer Löwen (Ritter II. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inhaber des Fürstlichen Hausordens von Hohenzollern (III. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger eines Ehrenzeichens für Verdienste um das Rote Kreuz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Hanseatenkreuzes (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ritterkreuzes des Kriegsverdienstkreuzes (1939)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Handloser, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Heeres-Sanitätsinspekteur und Chef des Wehrmachtsanitätswesens&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. März 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Konstanz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Juli 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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