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	<title>Siegfried Haag - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T15:55:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Haag&amp;diff=983342&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tohma: Revert, keine Verbesserung.</title>
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		<updated>2025-12-11T05:50:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Revert, keine Verbesserung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Gottlieb Haag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Der Spiegel |Titel=: „Eigentlich müßte jeder verdächtig sein“ |Hrsg=Jakob Augstein |Sammelwerk=Der Spiegel |Band=38 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=1977-09-12 |ISBN= |Seiten= |Online=http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40781905.html |Abruf=2019-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[15. März]] [[1945]] in [[Vaihingen/Enz]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/760282/-spiegel---ermittler-pruefen-computer-von-ex-terroristin.html] Fahndungsplakat von 1976 bei n24.de, abgerufen am 19. Januar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein ehemaliger [[Deutschland|deutscher]] [[Terrorismus|Terrorist]] der [[Rote Armee Fraktion|Roten Armee Fraktion]] (RAF).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=dpa |url=https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-03/raf-prozess-becker |titel=RAF-Prozess: Richter verhängen Beugehaft gegen Ex-Terroristen |datum=2011-03-31 |werk=Zeit Online |zugriff=2014-07-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON-754367&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/raf-prozess-gericht-verhaengt-beugehaft-gegen-ex-terroristen-a-754367.html |titel=RAF-Prozess: Gericht verhängt Beugehaft gegen Ex-Terroristen |autor= |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2011-03-31 |zugriff=2018-06-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Rechtsanwalt]] von [[Andreas Baader]] war eine Führungsperson der zweiten Generation der RAF und von 1976 bis 1987 inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Rechtsanwalt von Andreas Baader und Holger Meins ===&lt;br /&gt;
Nach der Verhaftung der Spitze der ersten Generation der RAF im Jahr 1972 übernahm der Heidelberger Rechtsanwalt Siegfried Haag als einer von 15 [[Strafverteidiger (Deutschland)|Wahlverteidigern]] das Mandat für [[Andreas Baader]]. 1974 verteidigte er kurzzeitig auch [[Holger Meins]]. Haag führte eine Kanzlei zusammen mit dem Rechtsanwalt Eberhard Becker, der später ebenfalls RAF-Mitglied wurde, und fungierte während des [[Hungerstreik]]s der  RAF-Häftlinge als Kurier zwischen den Gefängnissen. Viele RAF-Mitglieder berichteten, dass er sie unter Druck setzte die Hungerstreiks fortzusetzen und „bedenkenlos jede Anweisung Baaders ausführte“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang an hatte Haag mit den Terroristen sympathisiert und über seine Kanzlei in Heidelberg neue Mitglieder rekrutiert. So berichtete der RAF-Terrorist [[Volker Speitel]] als [[Kronzeuge]], Haag habe ihn 1974 unter besonderem Hinweis auf den Tod [[Holger Meins]] angeworben. Ziel sei es gewesen, die Gefangenen zu befreien, berichtet Speitel. Zu diesem Zweck wollte Haag laut Aussagen von Speitel ab 1972 „eine illegale Struktur aufbauen […], um daraus später ein Kommando-Unternehmen zu starten“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haag rekrutierte bis 1974 außer Speitel die [[Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung|RAF-Terroristen]] [[Lutz Taufer]], [[Ulrich Wessel]], [[Hanna Krabbe]] und [[Bernhard Rössner]]. 1975 besetzten diese [[Geiselnahme von Stockholm|die Deutsche Botschaft in Stockholm]]. Haag nahm zwar nicht persönlich an dieser Geiselnahme teil, war aber entscheidend an deren Planung beteiligt. Dafür gab es jedoch noch keine Beweise. Im April 1975 wurde Haag kurzzeitig verhaftet, kam aber wieder auf freien Fuß. Danach tauchte Haag in die Illegalität ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haag/Mayer-Bande ===&lt;br /&gt;
Bis Mitte 1976 rekrutierte Haag weitere Mitglieder. Der als &amp;#039;&amp;#039;Haag/Mayer-Bande&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Gruppe gehörten neben Haag und Roland Mayer mindestens elf Personen an. Unter anderem waren dies: [[Adelheid Schulz]], Uwe und [[Knut Folkerts]], [[Günter Sonnenberg (RAF-Mitglied)|Günter Sonnenberg]], Sabine Schmitz, [[Christian Klar]], die Eheleute [[Waltraud Boock|Waltraud]] und [[Peter-Jürgen Boock]] sowie die durch die [[Peter Lorenz#Entführung|Lorenz-Entführung]] freigepresste [[Verena Becker]]. Zudem gab es nach Erkenntnissen der Ermittler etwa 25 Unterstützer. Die meisten Gruppenmitglieder hatten zwei Jahre zuvor an der Besetzung des Hamburger Büros von [[Amnesty International]] teilgenommen. Bis 1977 baute die Gruppe eine Logistik aus konspirativen Wohnungen, Waffen, Geld und Fahrzeugen auf und plante die Anschläge und Entführungen des [[Deutscher Herbst|Deutschen Herbstes]]. In diesem Zusammenhang beging die Gruppe mehrere Banküberfälle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Haag/Mayer-Papiere}}Am 30. November 1976 wurde Siegfried Haag zusammen mit RAF-Mitglied Roland Mayer verhaftet. Haag trug eine durchgeladene Pistole im Hosenbund. In dem Wagen, in dem beide verhaftet wurden, fand die Polizei brisante Unterlagen. Die &amp;#039;&amp;#039;Haag/Mayer-Papiere&amp;#039;&amp;#039; enthüllten Anschlagspläne der zweiten Generation der RAF und enthielten unter anderem diverse verdeckte Hinweise auf Pläne zur [[Siegfried Buback#Ermordung|Ermordung von Siegfried Buback]] sowie zu den [[Entführung]]en von [[Hanns Martin Schleyer]] und [[Jürgen Ponto]]. Diese Hinweise wurden jedoch erst im Nachhinein entschlüsselt und die [[Offensive 77]] der RAF fand dennoch statt. Diese führte zum Tod von Buback und Ponto und mit dem Beginn der [[Schleyer-Entführung]] zum Deutschen Herbst, an dessen Ende Schleyer ebenfalls ermordet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verhaftung Haags wurden seine Gespräche mit seinen Rechtsanwälten in der [[Justizvollzugsanstalt Stuttgart]]-Stammheim illegal abgehört und aufgezeichnet. Dies führte zur [[Abhöraffäre von Stammheim]]. Nachdem die Abhöraktion öffentlich geworden war, beriefen sich der [[Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg|baden-württembergische Innenminister]] [[Karl Schiess]] und der [[Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg|Justizminister]] [[Traugott Bender]] auf einen [[Rechtfertigender Notstand (Deutschland)|rechtfertigenden Notstand]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;wdrabhör&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |hrsg=wdr.de |url=http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag2746.html |format= |titel=Ein glatter Verfassungsbruch |werk= |datum=2007-03-17 |zugriff=2011-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Man habe davon ausgehen müssen, dass Anwälte und Häftlinge umgehend Aktionen zur Freipressung planen würden. Die Oberstaatsanwaltschaft Stuttgart erklärte daraufhin, von der Abhöraktion nichts gewusst zu haben, sie sei vom [[Verfassungsschutz]] durchgeführt worden. In der Folge untersagte das [[Oberlandesgericht Stuttgart]] weiteres Abhören der Anwaltsgespräche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haag wurde 1979 wegen Beihilfe zum [[Mord (Deutschland)|Mord]] und anderer Delikte vom Oberlandesgericht Stuttgart zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. In der Haft löste sich Haag von der RAF. Nach etwas mehr als zehn Jahren wurde im Februar 1987 der Rest seiner Strafe zur Bewährung ausgesetzt, weil Haag schwer erkrankt war. Noch vor seiner Freilassung erklärte er in einem Interview mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Rundschau vom 2. September 1986&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Handlungsweise der RAF hat sich als falsch herausgestellt. Ich bin zu der Gruppe gestoßen mit der Überzeugung, mal sehen, ob es klappt. Es hat all die Jahre gebraucht, um zu dem Ergebnis zu kommen, diese Politik muss ich aufgeben, sie ist falsch.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ab 1987 ===&lt;br /&gt;
Im Prozess gegen [[Verena Becker]] sollte Siegfried Haag als Zeuge aussagen, berief sich aber auf sein [[Zeugnisverweigerungsrecht]]. Dies wurde mit der Begründung verwehrt, ihm drohe keine Verfolgung mehr wegen seiner Beteiligung an den Terroranschlägen der RAF. Das [[Oberlandesgericht]] Stuttgart ordnete deshalb am 31. März 2011 [[Beugehaft]] an. Diese Anordnung wurde durch den [[Bundesgerichtshof]] aufgehoben, der eine drohende Strafverfolgung nicht zweifelsfrei ausschloss und deswegen ein Zeugnisverweigerungsrecht annahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz11072011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |hrsg=sueddeutsche.de |url=http://www.sueddeutsche.de/politik/politik-kompakt-polenz-kritisiert-quadriga-preis-fuer-putin-1.1118598 |format= |titel=BGH: Ex-Terroristen dürfen Aussage verweigern |werk= |datum=2011-07-11 |zugriff=2011-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Butz Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;RAF – Terrorismus in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 1993, ISBN 3-426-80019-5.&lt;br /&gt;
* Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF.&amp;#039;&amp;#039; Argon, Berlin 2004; ISBN 3-87024-673-1.&lt;br /&gt;
* Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;1977 RAF gegen Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039; Droemer, München 2017; ISBN 978-3-426-27678-5&lt;br /&gt;
* [[Stefan Aust]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader-Meinhof-Komplex.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 2005, ISBN 3-455-09516-X.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kraushaar]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die RAF und der linke Terrorismus.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hamburg, Hamburg 2006, ISBN 3-936096-65-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1275149693|VIAF=4108167082543058570006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Haag, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Haag, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Haag, Siegfried Gottlieb&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rechtsanwalt und Terrorist der Roten Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1945&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aurich (Vaihingen an der Enz)|Aurich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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