<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siegfried_Graetschus</id>
	<title>Siegfried Graetschus - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siegfried_Graetschus"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Graetschus&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T19:27:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Graetschus&amp;diff=1773270&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tobor: /* Tod von Graetschus */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Graetschus&amp;diff=1773270&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-07-25T09:04:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tod von Graetschus&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Siegfried Graetschus.jpg|mini|hochkant|Siegfried Graetschus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Graetschus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Juni]] [[1916]] in [[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]; † [[14. Oktober]] [[1943]] im [[Vernichtungslager Sobibor]]) war als deutscher [[SS-Untersturmführer]] Angehöriger der Lagermannschaft im Vernichtungslager Sobibór. Er wurde beim [[Aufstand von Sobibór]] am 14. Oktober 1943 von den Lagerinsassen [[Arkadij Wajspapir]] und [[Yehuda Lerner]] getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Graetschus verließ die Schule nach dem Besuch von acht Klassen. Er war von Beruf Bauer. Graetschus wurde am 20. Dezember 1935 Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] und 1936 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.deathcamps.org/reinhard/completestaff.htm Informationen auf www.deathcamps.org], abgerufen am 3. Oktober 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KZ und NS-Tötungsanstalten ==&lt;br /&gt;
Mit Büroarbeit war er in der [[NS-Tötungsanstalt Bernburg]] in den Jahren 1940/41 befasst. Anschließend kam er zum Kommandostab ins [[KZ Sachsenhausen]].&amp;lt;ref name=S190 /&amp;gt; Als er im Fuhrpark des [[KZ Buchenwald]] beschäftigt war, wurde Graetschus mit [[Lorenz Hackenholt]], [[Josef Oberhauser (SS-Mitglied)|Josef Oberhauser]] und [[Werner Dubois]] in die Reichskanzlei nach Berlin befohlen, wo sie mit sechs weiteren SS-Unterführern von SA-Oberführer [[Werner Blankenburg]] über die geheime „Operation Euthanasie“, die [[T4-Aktion]], informiert wurden. Graetschus war anschließend als Leichenverbrenner in den NS-Tötungsanstalten [[NS-Tötungsanstalt Grafeneck|Grafeneck]], [[NS-Tötungsanstalt Brandenburg|Brandenburg]] und [[NS-Tötungsanstalt Bernburg|Bernburg]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee37&amp;quot;&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Vernichtungslager Belzec]] war Graetschus an Experimenten an [[Gaswagen]] beteiligt, als unter dem Kommando von [[Christian Wirth (SS-Mitglied)|Christian Wirth]] ein grau angestrichener Paketwagen der [[Reichspost]] in einen Gaswagen umgebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gelsenzentrum.de/spezial_wagen_t4_rauff.htm Geheime Reichssache! Betrifft: Technische Abänderungen an den Spezialwagen auf www.gelsenzentrum.de], abgerufen am 2. Oktober 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommandant der Trawniki-Männer ==&lt;br /&gt;
Nach einer kurzen Dienstaufnahme im [[Vernichtungslager Treblinka]] wurde er im August 1942 ins [[Vernichtungslager Sobibor]] versetzt. In Sobibór war er mit unterschiedlichen Tätigkeiten im gesamten Lager befasst. Er wurde dort zum SS-[[Untersturmführer]] befördert und Kommandant der 90 bis 120 [[Zwangsarbeitslager Trawniki|Trawniki-Männer]] als Nachfolger von [[Erich Lachmann]], einem Alkoholiker, Dieb und geistig Minderbemittelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;, S. 306&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Männer, die das Lager bewachten, galten als schwer zu führen und unzuverlässig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S190&amp;quot;&amp;gt;Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;, S. 190&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Arbeit im Lebensmitteldepot bereicherten sich SS-Männer, indem sie Gold und Edelsteine im Brot oder unter anderen Lebensmitteln herausschmuggelten. Der Kommandant tolerierte dies bei seinen SS-Männern, jedoch nicht bei Lagerinsassen und Trawniki-Männern. Der Lagerkommandant [[Franz Reichleitner]] übernahm in einem Fall die Aufklärung eines Diebstahls und ließ daraufhin drei Juden und zwei Trawniki-Männer im Lager IV vor versammelter Mannschaft von „einem Unterführer (vermutlich Graetschus) erschießen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;, S. 94&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod von Graetschus ===&lt;br /&gt;
Graetschus spielte bei den Planungen des Untergrundkomitees zum „Aufstand im Lager von Sobibór“ auf Grund seiner Position eine Schlüsselrolle: Es sollten von den Bewaffneten zuerst als Kommandoführende der stellvertretende Lagerkommandant [[Johann Niemann]] und danach der Kommandant der Wachleute, Graetschus, getötet werden. Der Lagerhäftling [[Arkadij Wajspapir]] war vom militärischen Leiter des Untergrundkomitees [[Alexander Petscherski]] bestimmt worden, Graetschus auszuschalten. Als Graetschus in die Schneiderwerkstatt kam, probierte er eine Jacke an, die Schneider für ihn angefertigt hatten. Arkadij Wajspapir und der siebzehnjährige [[Yehuda Lerner]] hatten sich hinter einem Vorhang versteckt. Wajspapir kam nun heraus und ging an Graetschus vorbei, erweckte den Eindruck, dass er nach draußen wollte und schlug ihm mit der Beilschneide in den Kopf. Dieser Schlag ließ ihn lediglich taumeln, daraufhin kam Lerner aus dem Versteck und schlug ihm erneut mit einem Beil auf den Kopf. Graetschus ging tot zu Boden. Dessen [[Walther-Pistolen|Walther-Pistole]] nahm Wajspapir an sich. Die Leiche versteckten sie unter einem Kleiderhaufen.&amp;lt;ref name=S190 /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Distel: &amp;#039;&amp;#039;Sobibór&amp;#039;&amp;#039;, S. 396 (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vorarbeiter der Hutmacher, Chaskiel Menche, zog ein Messer hervor, stach auf den leblosen Körper von Graetschus ein und fiel daraufhin vor Aufregung in Ohnmacht.&amp;lt;ref name=S190 /&amp;gt; Kurz danach betrat  der Oberwachmann der Trawniki, der Ukrainer Rai Klatt, die Schneiderei. Er stieß gegen den Kleiderhaufen, unter dem Graetschus lag, bückte sich und fragte, was das sei. Wajspapir schlug ihm mit dem Beil auf den Kopf und Lerner schlug ebenso zu. Klatt fiel tot zu Boden, Lerner nahm dessen Pistole an sich. Sie meldeten dem militärischen Führer Alexander Petscherski, dass sie ihre Aufträge erledigt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;, S. 190–191&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Barbara Distel]]: &amp;#039;&amp;#039;Sobibór&amp;#039;&amp;#039;: In: [[Wolfgang Benz]], Barbara Distel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Riga, Warschau, Vaivara, Kaunas, Płaszów, Kulmhof/Chełmno, Bełżec, Sobibór, Treblinka.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57237-1.&lt;br /&gt;
* [[Jules Schelvis]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór.&amp;#039;&amp;#039; [[Unrast-Verlag]]. Hamburg/Münster 2003. ISBN 3-89771-814-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.deathcamps.org/belzec/perpetrators.html Kurzbiografie von Graetschus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Graetschus, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Belzec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Sobibor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Treblinka]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Graetschus, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Untersturmführer, beteiligt an der „Aktion T4“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Juni 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sowetsk (Kaliningrad)|Tilsit]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vernichtungslager Sobibor]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tobor</name></author>
	</entry>
</feed>