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	<title>Siegfried Balke - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_Balke&amp;diff=41453&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crossway LE: /* Ausbildung und Beruf */ Link angepasst</title>
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		<updated>2025-03-11T17:41:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbildung und Beruf: &lt;/span&gt; Link angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Rittner Dr Siegfried Balke 1969.jpg|mini|Siegfried Balke, Porträt von [[Günter Rittner]], 1969]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Balke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Juni]] [[1902]] in [[Bochum]]; † [[11. Juni]] [[1984]] in [[München]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Chemiker, Unternehmer und [[Politiker]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]). Er war von 1953 bis 1956 [[Bundesministerium für Post und Telekommunikation|Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen]] und von 1956 bis 1962 [[Bundesministerium für Bildung und Forschung|Bundesminister für Atomfragen]] (ab 1957 Bundesminister für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft, ab 1961 Bundesminister für Atomkernenergie) der Bundesrepublik Deutschland. Von 1964 bis 1969 war er [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände|Arbeitgeberpräsident]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Balke war der älteste von vier Söhnen des Schneidermeisters Wilhelm Balke. Die Familie zog kurz nach der Geburt Siegfrieds zunächst nach [[Dürrholz#Daufenbach|Daufenbach]], dem Heimatort seiner Mutter im Westerwald. Den Rest seiner Kindheit verbrachte Balke in [[Koblenz-Ehrenbreitstein]]. Auf Anraten des [[evangelisch]]en Pfarrers machte er als Externer das Abitur an der [[Oberrealschule]] in [[Gummersbach]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Henkels]]: &amp;#039;&amp;#039;99 Bonner Köpfe&amp;#039;&amp;#039;, Econ Verlag, Düsseldorf/Wien 1963. (S. 29)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 begann Balke ein Studium der [[Chemie]], welches er 1924 als Diplom-Chemiker und 1925 mit der Promotion zum [[Doktor]]-Ingenieur beendete. In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde er als [[Nürnberger Gesetze#Reichsbürgergesetz|„Halbjude“]] eingestuft, was eine Universitätslaufbahn verhinderte. Von 1925 bis 1952 war er bei verschiedenen chemischen Firmen tätig, bevor er 1952 Direktor der [[Wacker Chemie]] GmbH wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Karriere ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1953]] wurde Balke auf Vorschlag der [[CSU-Landesgruppe]] im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] am 10. Dezember 1953 – noch als Parteiloser – zum Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen im [[Kabinett Adenauer II]] ernannt. Unter anderem entscheidend für die Berufung Balkes war, dass er im Gegensatz zu seinem Amtsvorgänger evangelisch war und damit der konfessionelle Proporz im Kabinett erhalten blieb. Seit dem 16. Januar 1954 war Balke Mitglied der CSU, der er als Minister beitrat, ohne sich dort eine eigene Hausmacht aufzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=28956738 |Autor= |Titel=Das marktwirtschaftliche Porto |Jahr=1954 |Nr=25 |Datum=1954-06-16 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 16. Oktober 1956 übernahm Balke noch im Kabinett Adenauer II die Leitung des [[Bundesministerium für Bildung und Forschung|Bundesministeriums für Atomfragen]]. Nach der [[Bundestagswahl 1957]] war Balke im [[Kabinett Adenauer III]] Bundesminister für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft, und nach der [[Bundestagswahl 1961]] im [[Kabinett Adenauer IV]] Bundesminister für Atomkernenergie. Balke schied am 13. Dezember 1962 aus der Bundesregierung aus, nachdem er bei der Kabinettsumbildung im Zuge der [[Spiegel-Affäre]] nicht mehr berücksichtigt wurde. Die Nachricht von seiner Entlassung als Minister erfuhr er beim Betreten seines Ministeriums durch den Pförtner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Balkes Geschäftsbereich und Amtszeit fiel die Gründung des [[Deutsches Elektronen-Synchrotron|Deutschen Elektronen-Synchrotrons]], des größten deutschen Forschungszentrums für [[Teilchenphysik]]. Während das Interesse von Balkes Vorgänger [[Franz Josef Strauß]] vor allem der militärischen Atomtechnologie galt, war Balke vor allem an der zivilen Forschung interessiert. 1957 stellte er sich öffentlich auf die Seite der Unterzeichner des [[Göttinger Manifest]]s. Stärker als Strauß und mehr als seine Nachfolger im Amt war Balke ein Vertreter der Interessen der Atomindustrie. Er vertrat die kerntechnische Eigenständigkeit der deutschen Atomindustrie und ihre Unabhängigkeit vom Ausland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1957 bis 1969 war Balke [[Mitglied des Deutschen Bundestages]], wobei er [[Bundestagswahl 1957|1957]] und [[Bundestagswahl 1961|1961]] jeweils das [[Direktmandat]] im [[Bundestagswahlkreis München-Nord|Wahlkreis München-Nord]] errang und [[Bundestagswahl 1965|1965]] über die [[Landesliste]] [[Bayern]] für die CSU in den Bundestag einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges Engagement ==&lt;br /&gt;
Nach 1945 war Balke einer der seltenen Nichtbelasteten in den Chefetagen der deutschen [[Chemische Industrie|chemischen Industrie]], was ihm den Vorsitz des Vereins der Bayerischen Chemischen Industrie eintrug. Seit 1956 war er Honorar-[[Professor]] für Chemiewirtschaft an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. Balke war von 1963 bis 1969 Vorsitzender des Vorstandes des [[Deutsches Museum|Deutschen Museums]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Otto Mayr (Technikhistoriker)|Otto Mayr]] |Titel=Wiederaufbau: das Deutsche Museum 1945–1970 |Verlag=Deutsches Museum |Ort=München |Datum=2003 |ISBN=3-924183-89-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie von 1964 bis 1969 Präsident der [[Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände]] (BDA) und Vorsitzender der Technischen Überwachungsvereine ([[TÜV]]). Von 1973 bis 1976 war er Vorstandsmitglied des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] (VDI).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Marie-Luise Heuser]], [[Wolfgang König (Historiker)|Wolfgang König]] |Hrsg=Karl-Heinz Ludwig |Titel=Tabellarische Zusammenstellungen zur Geschichte des VDI |Sammelwerk=Technik, Ingenieure und Gesellschaft – Geschichte des Vereins Deutscher Ingenieure 1856–1981 |Verlag=VDI-Verlag |Ort=Düsseldorf |Datum=1981 |ISBN=3-18-400510-0 |Seiten=599–601}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin war Balke Mitherausgeber von &amp;#039;&amp;#039;Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie&amp;#039;&amp;#039; sowie der Zeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Chemische Industrie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die Atomwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1959: [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
* 1965: [[Leibniz-Medaille der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz]]&lt;br /&gt;
* 1973: Ehrenmitgliedschaft der [[DECHEMA]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Hohe Ehrungen auf der Achema |Sammelwerk=[[VDI nachrichten]] |Nummer=27 |Datum=1973 |Seiten=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1974: [[Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste]]&lt;br /&gt;
* Großkreuz des [[Bundesverdienstkreuz|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Forschung, Wissenschaft und Hochschulen&amp;#039;&amp;#039;, CDU-Verlagsgesellschaft, 1961&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Henkels]]: &amp;#039;&amp;#039;99 Bonner Köpfe&amp;#039;&amp;#039;, durchgesehene und ergänzte Ausgabe, Fischer-Bücherei, Frankfurt am Main 1965, S. 25f.&lt;br /&gt;
* Robert Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Balke – Grenzgänger zwischen Wirtschaft und Politik in der Ära Adenauer.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2010, ISBN 978-3-8382-0137-5.&lt;br /&gt;
* Robert Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Siegfried Balke – Spendenportier und Interessenpolitiker.&amp;#039;&amp;#039; In: ders./Micus, Matthias (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Seiteneinsteiger. Unkonventionelle Politiker-Karrieren in der Parteiendemokratie.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2009, S. 175–205, ISBN 978-3-531-16483-0.&lt;br /&gt;
* Joachim Radkau: &amp;#039;&amp;#039;Aufstieg und Krise der deutschen Atomwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek 1983, ISBN 3-499-17756-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des Postwesens]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage; S. 194.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Adenauer II]] – [[Kabinett Adenauer III]] – [[Kabinett Adenauer IV]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117765473}}&lt;br /&gt;
* Robert Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/politik-quereinsteiger-siegfried-balke-franz-josef-strauss-generoeser-geldeintreiber-a-605881.html Franz-Josef Strauß&amp;#039; generöser Geldeintreiber]&amp;#039;&amp;#039;, Spiegel Online, 8. Februar 2009&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000005712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117765473|LCCN=nr2005012892|VIAF=8173668}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Balke, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Postminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manager (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDA-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (DESY)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsches Museum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1902]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Balke, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CSU), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Juni 1902&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bochum]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Juni 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crossway LE</name></author>
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