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	<title>Siegfried Böhm - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T21:51:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siegfried_B%C3%B6hm&amp;diff=127154&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hajog: /* Tod und Ermittlungen */</title>
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		<updated>2025-08-24T11:40:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tod und Ermittlungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den ehemaligen Finanzminister der DDR. Für den Kamerakonstrukteur siehe [[Siegfried Böhm (Konstrukteur)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-J0416-0030-001, Berlin, 24. DDR-Staatsratsitzung.jpg|mini|Böhm, links, spricht im [[Staatsrat der DDR]] mit [[Herbert Fechner]] und [[Fritz Scharfenstein]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siegfried Böhm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. August]] [[1928]] in [[Plauen]]; † [[4. Mai]] [[1980]] in [[Berlin-Karlshorst]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]). Er war [[Ministerium der Finanzen der DDR|Minister der Finanzen]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Böhm lebte mit seinen Eltern als Kind in [[Netzschkau]] im Vogtland, wo er auch zur Schule ging. Ab 1945 absolvierte eine Ausbildung zum Kaufmann. 1947 trat er der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] bei, 1948 der SED. 1948–1953 war er hauptamtlicher FDJ-Funktionär. 1953–1954 arbeitete er im Braunkohlewerk [[Espenhain]]. 1954–1958 studierte er an der Karl-Marx-Universität in [[Leipzig]] und war danach Assistent und Mitglied der Parteileitung der Fakultät für Politische Ökonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1959 war er in der Abteilung Planung und Finanzen des [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Zentralkomitee|Zentralkomitees der SED]], ab 1963 in Nachfolge von [[Gerhard Schürer]] als Leiter. Er war Befürworter des [[Neues Ökonomisches System der Planung und Leitung|Neuen Ökonomischen Systems der Planung und Leitung der Volkswirtschaft]] (NÖS). Von 1966 bis 1980 war Böhm als Nachfolger von [[Willy Rumpf]] Minister der Finanzen und Mitglied des Präsidiums des [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Ministerrates]] (1966–1980). In dieser Funktion betreute er die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung im Finanzwesen der DDR. Zu diesem Zweck gründete er 1969 den [[VEB Datenverarbeitung der Finanzorgane]].&amp;lt;ref&amp;gt;Schmitt, Martin: „Vernetzte Bankenwelt. Computerisierung in der Kreditwirtschaft der Bundesrepublik und der DDR“, Frank Bösch (Hg.): Wege in die digitale Gesellschaft: Computernutzung in der Bundesrepublik 1955-1990, Göttingen: Wallstein Verlag 2018 (Geschichte der Gegenwart 20), S.&amp;amp;nbsp;126–147. Hier: S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war er von 1967 bis 1980 Mitglied des Zentralkomitees der SED und Abgeordneter der [[Volkskammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tod und Ermittlungen==&lt;br /&gt;
[[File:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Böhm, Siegfried 02.jpg|thumb|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Am 4. Mai 1980 fand der Sohn sein durch Kopfschüsse getötetes Elternpaar in dessen Schlafzimmer auf. Die Ermittlungen übernahm das [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS). Es kam zu dem Ergebnis, dass Böhms Ehefrau ihren Mann, der seine Familie verlassen wollte, mit seiner Dienstpistole erschossen habe. Anschließend habe die Ehefrau sich mit der gleichen Waffe das Leben genommen. Die Familie Böhms bezweifelte dies. Nach offizieller DDR-Darstellung von 1980 handelte es sich um einen „tragischen Unglücksfall“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lr-online.de/nachrichten/raetsel-um-tod-eines-ddr-ministers-33757500.html &amp;#039;&amp;#039;Rätsel um Tod eines DDR-Ministers.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lausitzer Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 26. November 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Urnen von Siegfried und Ruth Böhm wurden in der [[Gräberanlage Pergolenweg|Grabanlage &amp;quot;Pergolenweg&amp;quot;]] des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2003 ermittelte die [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Bundesanwaltschaft]] gegen ein vermeintliches Mitglied eines Killerkommandos, das auch Siegfried Böhm auf der Liste seiner Auftragsmorde gehabt haben soll. Bundesanwaltschaft und [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] (BKA) hielten einen Auftragsmord und dessen Tarnung als Eifersuchtsdrama für möglich. Die Tatortfotos des MfS schlössen eine Selbsttötung aufgrund der Lage der Leichen aus. Aussagen des Sohnes, der die Eltern fand, hätten dies bestätigt. Grund für einen Auftragsmord durch das Ministerium für Staatssicherheit könnte, so eine dpa-Meldung, ein Streit Böhms mit dem Politbüro gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Udo Grashoff]]: &amp;#039;&amp;#039;In einem Anfall von Depression … Selbsttötungen in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; So habe er als Finanzminister die dramatische wirtschaftliche Situation der DDR nicht mehr mittragen wollen. Böhm habe gedroht, den Bankrott der DDR öffentlich zu machen. Vier Tage vor seinem Tod war er den Feierlichkeiten der SED zum [[1. Mai]] ferngeblieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.focus.de/magazin/archiv/ddr-auftragsmorde-ueberlaeufer-in-bayern-liquidiert_aid_193897.html DDR-Auftragsmorde: &amp;#039;&amp;#039;Überläufer in Bayern liquidiert?&amp;#039;&amp;#039; Bericht] im Focus 40/2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein im September 2003 im brandenburgischen [[Kleinzerlang]] verhafteter Installateur „G.“ sollte auf Befehl der DDR-Führung 25 Menschen mit einer Makarow-Pistole erschossen haben. Im Dezember 2003 musste der Tatverdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen werden, nachdem weder ein Beweis für die Existenz des Killerkommandos noch für ein Auftragsmordopfer erarbeitet werden konnte. Wie sich herausstellte, hatte der Installateur die Ermittlungen unbeabsichtigt ausgelöst, als er sich unbekannten Dritten gegenüber interessant machen wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=29410495 |Autor=Sven Röbel |Titel=Hm, tja, äh …|Jahr=2003 |Nr=50 |Datum=2003-12-08 |Seiten=80 und 81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Böhm erhielt 1964, 1970 und 1974 den [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=siegfried-boehm|lemma=Böhm, Siegfried|autor=[[Helmut Müller-Enbergs]]|band=1|idNum=340}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Siegfried Böhm}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Finanzminister der DDR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1166087905|VIAF=8961153653266755900006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bohm, Siegfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzminister (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Plauen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Böhm, Siegfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SED), MdV, Minister der Finanzen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. August 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Plauen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. Mai 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin-Karlshorst]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hajog</name></author>
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