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	<title>Siedeanalyse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:50:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siedeanalyse&amp;diff=1473280&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Steffen 962: Quelle</title>
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		<updated>2024-08-14T09:05:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Simple distillation apparatus.svg|mini|Einfache Destillation im Labormaßstab – Auftrennung eines Stoffgemisches unter Nutzung der Stoffeigenschaft &amp;#039;&amp;#039;Siedetemperatur&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Heizquelle&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Destillierkolben&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Destillieraufsatz&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Thermometer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Liebig-Kühler&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Kühlwassereingang&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;7&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Kühlwasserausgang&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;8&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Rundkolben für das Destillat&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;9&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Druckausgleich&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;10&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Vorstoß&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;11&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Regler Badtemperatur&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;12&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Regler Drehzahl Magnetrührers&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;13&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Magnetrührgerät, Heizplatte&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;14&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Heizbad (Wasserbad, Ölbad)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;15&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Magnetrührstab, Siedesteine&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;16&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Kühlbad, evtl. Eisbad]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Siedekurven_white.svg|mini|rechts|Siedeverläufe von [[Erdöl]] qualitativ]]Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siedeanalyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; nach [[Europäische Norm|EN]] [[ISO]] 3405&amp;lt;ref name=&amp;quot;DIN EN ISO 3405&amp;quot;&amp;gt;DIN EN ISO 3405 Mineralölerzeugnisse und verwandte Produkte mit natürlichem oder synthetischem Ursprung – Bestimmung des Destillationsverlaufes bei Atmosphärendruck&lt;br /&gt;
(ISO 3405:2019); Deutsche Fassung EN ISO 3405:2019&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. [[ASTM]] D86&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.astm.org/cgi-bin/SoftCart.exe/STORE/filtrexx40.cgi?U+mystore+fqku0376+-L+D86:01E1+/usr6/htdocs/astm.org/DATABASE.CART/PAGES/D86.htm ASTM].&amp;lt;/ref&amp;gt; bestimmt das Siedeverhalten kohlenwasserstoffhaltiger Vielstoffgemische.&lt;br /&gt;
[[Datei:ADU 5 Fuel 07.jpg|mini|Beispiel einer automatischen Destilliereinheit für die Durchführung atmosphärischer Destillationsversuche, um den Siedeverlauf von petrochemischen Erzeugnissen, aromatischen Kohlenwasserstoffen und anderen flüchtigen organischen Flüssigkeiten zu charakterisieren.]]&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
Bei der Siedeanalyse handelt es sich um eine einfache Gleichstromdestillation, bei der 100&amp;amp;nbsp;ml der Probesubstanz in einer definierten Apparatur unter kontrollierter Erwärmung verdampft wird. Die aktuelle Siedetemperatur wird am Kopf der Apparatur erfasst (siehe Bild), die Dämpfe über einen Kühler abgekühlt, das aufgefangene Kondensatvolumen mit Hilfe eines Messzylinders bestimmt (im Bild nicht richtig dargestellt). Hierdurch entsteht eine Siedetemperatur/Kondensatvolumen-Relation, auch Siedekurve genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses einfache, wenn auch nicht sehr genaue Verfahren stellt eine der wichtigsten Methoden zur Charakterisierung diverser Mineralölprodukte und Komponenten dar. Aus der Methode resultieren eine Vielzahl von Einzelqualitäten, die alle aus der Siedekurve hervorgehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedebeginn ===&lt;br /&gt;
Die Spitze des Thermometers wird mit Hilfe einer Photozelle überwacht. Sobald hier der erste Tropfen kondensiert, wird die Temperatur als &amp;#039;&amp;#039;Siedebeginn&amp;#039;&amp;#039; festgehalten (SB, engl.: Initial Boiling Point, IBP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist anzumerken, dass niedrigsiedenende Komponenten (Butan) nicht kondensieren, den Siedebeginn also nur geringfügig beeinflussen. Da solche Substanzen auch unkondensiert die Apparatur verlassen, tragen sie zu den sogenannten Verlusten (&amp;#039;&amp;#039;Losses&amp;#039;&amp;#039;) bei (s.&amp;amp;nbsp;u.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kondensatvolumen ===&lt;br /&gt;
Das aufgefangene Kondensatvolumen bei einer bestimmten Temperatur stellt für viele Mineralölprodukte eine wichtige Qualität dar. Z.&amp;amp;nbsp;B. ist der E70 (s.&amp;amp;nbsp;u.) das Kondensatvolumen, welches bei 70&amp;amp;nbsp;°C aufgefangen worden ist. Es ist z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Motorenbenzin]] eine wichtige Qualitätsgröße (bzgl. der Kaltstarteigenschaften, aber auch bzgl. der Begrenzung der Dampfblasenbildung, siehe [[Vapour Lock Index]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein werden diese Kondensatvolumina durch die Bezeichnung E&amp;#039;&amp;#039;x&amp;#039;&amp;#039; dargestellt, wobei das Kürzel E vom englischen Wort &amp;#039;&amp;#039;evaporated&amp;#039;&amp;#039; (verdampft) herrührt, &amp;#039;&amp;#039;x&amp;#039;&amp;#039; die entsprechende Temperatur (in&amp;amp;nbsp;°C) ist. Wichtige E-Kennzahlen sind beispielsweise:&lt;br /&gt;
* E70, E100, E150 (Motorenbenzin)&lt;br /&gt;
* E205 ([[Jet A1]])&lt;br /&gt;
* E250, E350 (Dieselkraftstoff, [[Heizöl]]-EL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedetemperatur/Siedepunkt ===&lt;br /&gt;
(nicht zu verwechseln mit der [[Siedetemperatur]] von Reinstoffen)&lt;br /&gt;
Die Temperatur, bei der ein bestimmtes Kondensatvolumen aufgefangen worden ist, wird als Siedepunkt bezeichnet. Diese Temperatur wird durch die Bezeichnung Ty dargestellt, wobei y das Kondensatvolumen (in %) bei der entsprechenden Temperatur ist. Wichtige Siedepunkte sind u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
* T5 (bei der Prozesssteuerung von Destillationsanlagen)&lt;br /&gt;
* T10, T50, T90 (für den [[Cetanindex]])&lt;br /&gt;
* T95 (für [[Dieselkraftstoff]], aber auch bei der Prozesssteuerung von Destillationsanlagen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedeende ===&lt;br /&gt;
Die Temperatur, an der keine weitere Verdampfung erfolgt, wird als Siedeende bezeichnet (SE, engl.: &amp;#039;&amp;#039;Final Boiling Point, FBP&amp;#039;&amp;#039;). Das SE ist z.&amp;amp;nbsp;B. bei Motorenbenzin und Jet A1 spezifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückstand ===&lt;br /&gt;
Verbleiben noch einige Milliliter nach der Analyse im Destillationskolben zurück, so werden diese als Rückstand (engl. &amp;#039;&amp;#039;Residue&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Dies wird z.&amp;amp;nbsp;B. bei Jet A1 spezifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verluste ===&lt;br /&gt;
Meist ist das aufgefangene Kondensatvolumen kleiner als 100&amp;amp;nbsp;ml, es sind somit einige Anteile nicht kondensiert beziehungsweise nicht verdampft (Rückstand) worden. Das Volumen 100 - [Residue] - [aufgefangenes Kondensatvolumen] wird als Verlust (engl.: &amp;#039;&amp;#039;Loss&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Losses sind z.&amp;amp;nbsp;B. bei Jet A1 spezifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Anwendungsgebiet für die Siedeanalyse ist die Steuerung von Prozessanlagen (Destillation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben spielt die Charakterisierung von Endprodukten eine wichtige Rolle. Eine gleichmäßige Siedekurve ohne Siedelücke ist für die meisten Kraftstoffe von großer qualitativer Bedeutung. Zu viele leichtsiedene Anteile können bei höherer Außentemperatur zu Verlusten (Emission von [[Flüchtige organische Verbindungen|flüchtigen organischen Verbindungen]]) und Dampfblasen im Kraftstoff führen (siehe [[Vapour Lock Index|Flüchtigkeitskennziffer]]). Hochsiedende Komponenten können Motorschäden durch Kondensation im Zylinderraum herbeiführen (Verdünnung des Motoröls).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Diese Siedeverlaufsbestimmung wird häufig mit (weitaus komplizierteren) Methoden verwechselt (z.&amp;amp;nbsp;B. [[True Boiling Point Distillation]], [[SimDest]]). Es sollte also immer die entsprechende (DIN- oder ASTM-)Methode mitangegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Zusammensetzung des zu untersuchenden Gutes und Siedeendpunkten können neben den genannten Methoden auch andere Standard-Destillationsmethoden, etwa UOP1-87, eingesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astm.org/Standards/UOP1.htm Beschreibung von &amp;#039;&amp;#039;UOP1 – 87&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Siedeverlauf von Kraftstoffen kann auch mit gaschromatografischen Methoden wie ASTM Method D3710-95&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.chem.agilent.com/cag/CABU/pdf/p24.pdf Übersicht bei &amp;#039;&amp;#039;Agilent&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 60&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; bestimmt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kraftstofftechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Steffen 962</name></author>
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