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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Siebensachen</id>
	<title>Siebensachen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T01:29:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Siebensachen&amp;diff=2761345&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WolfgangRieger: +faust</title>
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		<updated>2026-02-21T23:52:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+faust&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Siebensachen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Habseligkeiten]] in geringer Zahl, ein überschaubarer [[Besitz]] oder [[Hausrat]], der an einem bestimmten Platz oder als [[Gepäck]] mehr oder weniger unordentlich beisammenliegt. In der [[Redensart]] &amp;#039;&amp;#039;seine Siebensachen packen&amp;#039;&amp;#039; wird der Begriff seit dem 17. Jahrhundert verwendet. Er spielt darauf an, dass wenige Besitztümer schnell zusammengepackt oder zusammengerafft werden können, um „abzureisen, auszuziehen oder eilig zu verschwinden.“&amp;lt;ref&amp;gt;Lutz Röhrich: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, Herder Spektrum, Freiburg am Breisgau 1991, ISBN 3-451-04400-5, S. 1474.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wendung &amp;#039;&amp;#039;Pack deine Siebensachen&amp;#039;&amp;#039; ist entsprechend als Rauswurf zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass der [[Sieben]] neben einer Reihe [[Symbolik|symbolischer]] und [[Mystik|mystischer]] Bedeutungen im Europa der [[Frühe Neuzeit|Neuzeit]] auch der Hinweis auf eine Überschaubarkeit zugeschrieben wird, geht auf den österreichischen [[Priester Arnold]] zurück, der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Dichtung &amp;#039;&amp;#039;Von der Siebenzahl&amp;#039;&amp;#039; verfasste. Von den [[Gaben des Heiligen Geistes]] ausgehend, übertrug er die sieben [[Charisma|Charismen]] – Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht – ohne erkennbare Ordnung auf andere Prinzipien, wie die sieben Bitten des [[Vaterunser]]s, sieben Siegel der [[Apokalypse]], die [[Großer Bär|sieben Sterne]] oder die jeweils sieben Tage der vier [[Mond#Mondphasen|Mondphasen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|1|378|379|Arnold|Hellmut Rosenfeld|118504207}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In etwas anderem Zusammenhang erscheinen die Siebensachen in der Studierzimmer-Szene in [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] &amp;#039;&amp;#039;[[Faust. Eine Tragödie|Faust I]]&amp;#039;&amp;#039;. Dort heißt es vom Vorgehen eines studierten Mediziners:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;font-style:italic;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Willkomm tappt Ihr dann nach allen Siebensachen,&lt;br /&gt;
Um die ein andrer viele Jahre streicht&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier ergibt sich aus dem Kontext, dass sich die Siebensachen auf die Körperteile weiblicher Patienten beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Entsprechung finden die Siebensachen in [[Bairische Dialekte|bairisch-österreichischen]] Dialekten. &amp;#039;&amp;#039;Sieben Zwetschen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Sieben Zwetschken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete im [[Euphemismus]] die Geschlechtsteile oder auch den Geschlechtsverkehr. Das Hüllwort entwickelte sich weiter zur &amp;#039;&amp;#039;Sache&amp;#039;&amp;#039;, sowohl im Gebrauch für den Gegenstand wie für den Akt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://klugi.com/ws/abfragen/schatz.php?lemma=Sieben&amp;amp;alpha=s&amp;amp;bereich=mathe |wayback=20140201214156 |text=Michaela Plötzl: &amp;#039;&amp;#039;Mathematische Wortschätze&amp;#039;&amp;#039;}}, abgerufen am 30. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Backbeermus&amp;#039;&amp;#039; werden die Siebensachen in der [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutschen Sprache]] bezeichnet, wobei &amp;#039;&amp;#039;Backberen&amp;#039;&amp;#039; das Wort für [[Dörrbirne]]n oder allgemeiner für [[Trockenobst]] respektive &amp;#039;&amp;#039;Backobst&amp;#039;&amp;#039; ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Wilhelm Wander (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Sprichwörter-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 5. Leipzig 1880, [http://www.zeno.org/Wander-1867/A/Backbeeren digitalisiert auf zeno.org].&amp;lt;/ref&amp;gt; Durcheinandergebracht oder -gekocht ergibt das Mischobst &amp;#039;&amp;#039;[[Mus]]&amp;#039;&amp;#039;. In Redewendungen heißt es: „Pack dien Backbeermus tosom!“ oder „Sai smiet jümehr Backberen tusomen un heiraadt.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://plattmakers.de/de/4505/Backbeer plattmakers.de: &amp;#039;&amp;#039;Backbeer&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 30. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Entsprechungen finden sich auch im [[Niederländische Sprache|Niederländischen]]: &amp;#039;&amp;#039;zijn biezen pakken&amp;#039;&amp;#039;, im [[Englische Sprache|Englischen]]: &amp;#039;&amp;#039;to pack up one&amp;#039;s traps&amp;#039;&amp;#039; und [[Französische Sprache|Französischen]] &amp;#039;&amp;#039;emballer son saint-frusquin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Siebensachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alltagskultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;WolfgangRieger</name></author>
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