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	<title>Sidonie Werner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T13:05:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sidonie_Werner&amp;diff=512775&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Itti: /* Leben und Wirken */ + Ehrungen</title>
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		<updated>2025-09-09T19:48:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; + Ehrungen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sidonie Werner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[16. März]] [[1860]] in [[Posen]]; gestorben am [[27. Dezember]] [[1932]] in [[Hamburg]]) war Mitbegründerin des [[Jüdischer Frauenbund|Jüdischen Frauenbundes]] (JFB) und eine Hamburger Sozialpolitikerin im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, deren Wirken weit über die Hansestadt ausstrahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Sie entstammte einer angesehenen, kulturell und sozial orientierten Gelehrtenfamilie. Theater- und Konzertbesuche, Literaturabende und Reisen bestimmten das Familienleben. Nach dem Besuch der [[Höhere Töchterschule|Höheren Töchterschule]] absolvierte Sidonie Werner das Lehrerinnenseminar. Sie unterrichtete als Volksschullehrerin bis zu ihrer Pensionierung in [[Bezirk Altona|Altona]] und Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1893 gehörte sie zu den Mitbegründerinnen des &amp;#039;&amp;#039;Israelitisch-humanitären Frauenvereins&amp;#039;&amp;#039;. Bis 1908 war sie zweite, dann wurde sie erste Vorsitzende des Frauenvereins und hatte diese Funktion bis zu ihrem Tode im Jahre 1932 inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 gründeten [[Bertha Pappenheim]] und Sidonie Werner gemeinschaftlich den JFB. Bertha Pappenheim wurde zur Ersten Vorsitzenden und Sidonie Werner zu ihrer Stellvertreterin gewählt. Die Ziele des JFB waren: Bekämpfung des [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]], Stärkung des jüdischen Gemeinschaftsgefühls, Verbesserung der Situation arbeitender Frauen und Mädchen, Verbesserung der Ausbildungsmöglichkeiten für jüdische Mädchen und Frauen sowie Bekämpfung des [[Mädchenhandel]]s insbesondere mit jüdischen Frauen aus Osteuropa. Entschieden wehrte sich Sidonie Werner gegen die Ansicht, dass der Mädchenhandel sich verhindern ließe, wenn nur jedes jüdische Mädchen eine Aussteuer erhielte. In dieser Anschauung sah sie vor allem eine Abwertung des weiblichen Geschlechts und meinte, dass &amp;#039;&amp;#039;die beste Mitgift für jüdische Frauen ihre Berufsausbildung ist und bleibt&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach Kaplan 1981, S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche soziale Einrichtungen und Heime wurden unter Mitwirkung Sidonie Werners vom JFB gegründet, z.&amp;amp;nbsp;B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mädchenwohnheim für ledige jüdische Mütter und deren Kinder in Hamburg, 1906&lt;br /&gt;
* [[Heim Neu-Isenburg|Mädchenheim des Jüdischen Frauenbundes]] in [[Neu-Isenburg]], 1907&lt;br /&gt;
* Kinderheim in [[Hamburg-Altona|Altona]] 1910&lt;br /&gt;
* Heim für bedürftige jüdische Kinder in [[Bad Segeberg]], 1908. Nach Sidonie Werners Tod erhielt das Haus 1932 den Namen „Sidonie-Werner-Heim“. Anfang 1939 wurde die Einrichtung von den Nationalsozialisten geschlossen und die Gebäude „[[Arisierung|arisiert]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Bad Segeberg: [https://www.bad-segeberg.de/index.php?ModID=7&amp;amp;FID=1845.119.1&amp;amp;object=tx%7C1845.119.1 Die Villa in der Bismarckallee 5] Abweichend von dieser Quelle wird in vielen anderen – auch städtischen – Quellen 1920 als Jahr der Umbenennung genannt. Ob die Umbenennung aber tatsächlich noch zu den Lebzeiten von Sidonie Werner stattgefunden hat, scheint fraglich.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Jüdisches Kinderheim Föhr|Heim für tuberkulosegefährdete jüdische Kinder in Wyk auf Föhr]], 1927–1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1917 war sie auch Vorstandsmitglied der [[Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland]]. In den 1920er Jahren hielt sie sich im Sommer regelmäßig in Bad Segeberg auf, um das dort von ihr begründete Heim, das sich auf drei Häuser in der Bismarckallee mit 100 Betten ausgedehnt hatte, zu betreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidonie Werner war noch in weiteren Vereinigungen und Institutionen tätig u.&amp;amp;nbsp;a. im „Jüdischen Schulverein Hamburg“, im „Notstandscommitee für die Ostjuden“, in der „Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg“ etc. 1919 trat sie in die [[SPD]] ein und war 1929 Organisatorin der „Weltkonferenz Jüdischer Frauen“ in Hamburg.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Werner 2002, S. 56 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Sidonie Werner JüdischerFriedhof HamburgOhlsdorf (2).jpg|mini|Grabstein &amp;#039;&amp;#039;Sidonie Werner&amp;#039;&amp;#039;, Jüdischer Friedhof Ilandkoppel]]&lt;br /&gt;
Mit einem 1907 gehaltenen Referat gegen den Mädchenhandel vor der Delegiertenversammlung des JFB bewirkte Sidonie Werner den Beitritt zum „Deutschen Nationalkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels“ und die Einrichtung der „Jüdischen Bahnhofshilfe“ (1926 mit 60 deutschen Dienststellen). Sie verlangte außerdem die Abkehr von der die Geschlechter betreffenden Doppelmoral mit der Forderung: „Auch unsere Söhne sind zur Keuschheit zu erziehen, nicht nur die Töchter.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidonie Werner starb einen Monat vor dem Ende der [[Weimarer Republik]]. Zu ihrem Tode würdigte der „Israelitisch-humanitäre Frauenverein“ sie mit folgenden Worten:&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Groß und umfassend ist Sidonie Werners Werk! Der ‚Israelitisch-humanitäre Frauenverein‘ in Hamburg verdankt im Wesentlichen ihr seine Blüte. Die jüdischen Frauen Hamburgs haben es ihr zu verdanken, wenn sie wahlberechtigt zur Repräsentantenversammlung für das Wohl der Judenheit ihrer Stadt mitraten und -taten dürfen. Die Mittelstandsküche, das Heim für jüdische Mädchen, der jüdische Kindergarten in Hamburg, das Kindererholungsheim, das ihren Namen trägt, in Bad Segeberg, und auch die dort befindliche [[Haushaltungsschule]]: Sie alle sind Schöpfungen der Heimgegangenen, sie alle standen ihrem gütigen, von reiner Nächstenliebe erfüllten Herzen gleich nahe, sie alle und ihre Arbeit hat Sidonie Werner Zeit ihres Lebens mit ihrem Geiste zu erfüllen verstanden&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. Werner 2002, S. 178&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grab Sidonie Werners befindet sich auf dem [[Jüdischer Friedhof Ohlsdorf|Jüdischen Friedhof Ohlsdorf (Ilandkoppel)]], Planquadrat L 1, 2.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jfhh.org/plan.html Friedhofsplan]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Nerger |url=https://www.knerger.de/html/wernersipolitiker_36.html |titel=Das Grab von Sidonie Werner |werk=knerger.de |abruf=2021-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
2021 wurde sie von der Suchmaschine Google mit einem [[Google Doodle|Doodle]] auf der Startseite zu ihrem 161. Geburtstag geehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.googlewatchblog.de/2021/03/sidonie-werner-google-doodle/ |titel=Sidonie Werner: Ein sehr schönes Google-Doodle zum 161. Geburtstag der Hamburger Sozialpolitikerin - GWB |werk=GoogleWatchBlog |datum=2021-03-16 |abruf=2021-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr wurde in Hamburg ein [[Frauenorte Hamburg|Frauenort]] gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hamburg-frauenbiografien.de/item/3102 Frauenort für Sidonie Werner], abgerufen am 9. September 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marion Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Die jüdische Frauenbewegung in Deutschland 1904–1938.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1981, ISBN 3-7672-0629-3.&lt;br /&gt;
* [[Ina Lorenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Juden in Hamburg zur Zeit der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1989, ISBN 3-7672-1094-0.&lt;br /&gt;
* Friedrich Gleiss: &amp;#039;&amp;#039;Jüdisches Leben in Segeberg.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2002, ISBN 3-8311-3215-1.&lt;br /&gt;
* Roswitha Werner: &amp;#039;&amp;#039;Sidonie Werner und die Jüdische Frauenbewegung.&amp;#039;&amp;#039; München 2002 (unveröffentlichte Diplomarbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-frauenbiografien.de/item/3102 Ausführliche Biografie] bei &amp;#039;&amp;#039;hamburg-frauenbiografien.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128546638|VIAF=1067603}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Werner, Sidonie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1932]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Werner, Sidonie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Sozialpolitikerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Posen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Dezember 1932&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Itti</name></author>
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