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	<title>Sidon - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T13:34:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ort im Libanon&lt;br /&gt;
  |Name                 = &lt;br /&gt;
  |NameArabisch         = صيدا&lt;br /&gt;
  |Wappen               = &lt;br /&gt;
  |Bild                 = SidonNewCity.jpg&lt;br /&gt;
  |Bildbeschreibung     = &lt;br /&gt;
  |Gouvernement         = Süd-Libanon&lt;br /&gt;
  |Gegründet            = &lt;br /&gt;
  |lat_deg = 33 | lat_min = 33 | lat_sec = 45&lt;br /&gt;
  |lon_deg = 35 | lon_min = 22 | lon_sec = 11&lt;br /&gt;
  |Höhe                 = &lt;br /&gt;
  |Einwohner            = 163554&lt;br /&gt;
  |EinwohnerStand       = 2005&lt;br /&gt;
  |Metropolregion       = &lt;br /&gt;
  |Fläche               = &lt;br /&gt;
  |Zeitzone             = [[Zeitzone|Egypt Standard Time]] (UTC+2)&lt;br /&gt;
  |Telefonvorwahl       = &lt;br /&gt;
  |Postleitzahl         = &lt;br /&gt;
  |Kfz-Kennzeichen      = &lt;br /&gt;
  |Gemeindeart          = &lt;br /&gt;
  |Gliederung           = &lt;br /&gt;
  |Bürgermeister        = &lt;br /&gt;
  |BürgermeisterStand   = &lt;br /&gt;
  |Partei               = &lt;br /&gt;
  |AnschriftStraße      = &lt;br /&gt;
  |AnschriftOrt         = &lt;br /&gt;
  |Webpräsenz           =  &lt;br /&gt;
  |Stadtfest            = &lt;br /&gt;
  |Karte                = &lt;br /&gt;
  |Kartenbreite         = &lt;br /&gt;
  |Beschriftung         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sidon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Phönizisches Alphabet|phönizisch]] &amp;#039;&amp;#039;ṣdn&amp;#039;&amp;#039;, {{arS|صيدا|w=Saidā|d=Ṣaydā}}) ist die viertgrößte Stadt des [[Libanon]]. Sie ist Hauptstadt des [[Gouvernement Süd-Libanon|Gouvernements Süd-Libanon]] und des Distrikts Sidon. Sie liegt am [[Mittelmeer]] nördlich von [[Tyros]] südlich der Hauptstadt [[Beirut]]. Der Name bedeutet so viel wie &amp;#039;&amp;#039;Fischerstadt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt war einer der [[Phönizien|phönizischen]] Stadtstaaten im Altertum, deren Blütezeit von etwa 1550 bis 539 v. Chr. dauerte. Unter anderem von Sidon aus erfolgte die phönizische Kolonienbildung im westlichen Mittelmeerraum ([[Karthago]], [[Cartagena (Spanien)|Cartagena]] etc.) Im Lauf der Geschichte wurde Sidon – wie der Rest Phöniziens – mehrmals erobert, zerstört und wieder aufgebaut. Zu den Herrschern der Stadt zählten [[Assyrisches Reich|Assyrer]], [[Altes Ägypten|Ägypter]], [[Perserreich|Perser]], [[Römisches Reich|Römer]], [[Byzantinisches Reich|Byzantiner]], [[Kreuzzüge|Kreuzritter]], [[Ayyubiden]], [[Mongolisches Reich|Mongolen]], [[Araber]], das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]], [[Französisches Kolonialreich|Franzosen]], [[Britisches Kolonialreich|Briten]] und [[Israel]]is.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Phoenicia map-es.svg|mini|hochkant=1.35|Phönizisches Stammland, grün unterlegt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PhoenicianTrade DE.svg|mini|hochkant=1.35|Handelsrouten und wichtige Städte der Phönizier; das Stammland rot unterlegt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] zählte Sidon zu den wichtigsten Städten [[Phönizien]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Rebellion der phönikischen Städte gegen [[Salmanassar V.]] (726–722 v. Chr.) stellte sich Sidon auf die Seite der Assyrer.&lt;br /&gt;
Sidon rebellierte jedoch gegen [[Sanherib]], der die Rebellion 701 niederschlug. König [[Elulaios|Luli]] floh nach [[Zypern]], wo er starb, und Sanherib setzte Ethba&amp;#039;al zu seinem Nachfolger ein.&lt;br /&gt;
Sidon wurde um 677 nach der Rebellion von [[Ebed-Milkat]] von den Assyrern zerstört und die Bewohner deportiert. [[Abdi-Milkutti]] von Sidon wurde auf Befehl von Assurhaddon enthauptet, seinen Kopf hängte man einem sidonischen Würdenträger um den Hals, der damit auf dem Marktplatz von [[Niniveh]] herummarschieren musste, begleitet von Sängern und Harfenspielern.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Riekele Borger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Inschriften Asarhaddons, Königs von Assyrien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Orientforschung. Beiheft.&amp;#039;&amp;#039; 9, {{ISSN|1015-3403}}). Weidner, Graz 1956, 50 A iii.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sidon wurde Teil einer [[Liste der assyrischen Provinzen|assyrischen Provinz]] und teilweise mit Deportierten besiedelt. Der südliche Teil des Territoriums von Sidon fiel an [[Tyros]]. [[Assurhaddon]] ließ unweit des zerstörten Sidon eine neue Stadt, [[Kur-Assurhaddon]], errichten. Die Könige von [[Arwad]], [[Byblos]] und Tyros mussten sich am Bau beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des assyrischen Reiches wurde das Gebiet kurzfristig von den Ägyptern erobert, Pharao [[Necho II.]] hinterließ eine Stele in Sidon. Unter [[Nebukadnezar II.]] wurde die Stadt Sidon wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Niedergang von [[Tyros]] nach 572 bedingte den Aufstieg von Sidon. In den Rationenlisten aus der Zeit [[Nabû-kudurrī-uṣur II.|Nebukadnezar]]s (10.–35. Jahr) tauchen Handwerker und Adelige aus Tyros, [[Byblos]] und [[Arwad]] auf, aber keine aus Sidon. Die Stadt war also anscheinend von Deportationen verschont geblieben. Die Stadt wurde zum wichtigsten Handelszentrum der [[Achämeniden]] am Mittelmeer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1855 wurde der Sarkophag des Königs [[Ešmun-ezer II.]] entdeckt. Nach einer phönizischen Inschrift zählt er offenbar zu den „Königen von Sidon“ (eventuell aus dem [[5. Jahrhundert v. Chr.]]); seine Mutter war Priesterin der [[Astarte]], der „Göttin von Sidon“. In dieser Inschrift werden die Götter [[Eschmun|Ešmun]] und [[Baal (Gott)|Baʿal]] als Hauptgottheiten Sidons bezeichnet. Astarte wird &amp;#039;&amp;#039;Aštart-šem-Baʿal&amp;#039;&amp;#039; („&amp;#039;&amp;#039;Astarte ist der Name Gottes&amp;#039;&amp;#039;“) genannt, ein Titel, der ebenso in einem [[ugarit]]ischen Text erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Königsnekropole von Sidon|Königsnekropole]] wurden insgesamt vier Sarkophage des 4. Jahrhunderts gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Fleischer (Archäologe)|Robert Fleischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische Kunst in Iran vor der Partherzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des Iranischen Nationalmuseums in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, S. 220–226, hier: S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sidon unterhielt im 4. Jahrhundert v. Chr. „unter König [[Straton I. (Sidon)|Straton I.]] (ca. 370–358) rege Beziehungen zu [[Athen]]. König [[Tabnit]] (griechisch Tennes; ca. 354–350) musste einen Aufstand gegen [[Artaxerxes III.]] mit der Zerstörung der ganzen Stadt büßen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Antoine Poidebard, Jean Lauffray: &amp;#039;&amp;#039;Sidon. Aménagements antiques du port de Saida. Etude aerienne, au sol et sou-marine 1946–1950.&amp;#039;&amp;#039; Imprimerie Catholique, Beirut 1951, zitiert bei: W. R.: &amp;#039;&amp;#039;Sidon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Lexikon der Antike.&amp;#039;&amp;#039; 4: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;N–Z&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;dtv.&amp;#039;&amp;#039; 3081). Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1971, ISBN 3-423-03081-X, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Aufstand gegen die Perser hatten Tyros und [[Aruad|Arados]] den Sidoniern Hilfe zugesagt, dann aber den Ausgang der Empörung abgewartet und nach Sidons Fall die Vorherrschaft in der Region übernommen.&lt;br /&gt;
So begrüßten die Sidonier 332 v. Chr. [[Alexander der Große|Alexander den Großen]]: „Die Sidonier eilten, sich dem Sieger der verhassten Persermacht zu ergeben; Alexander nahm auf ihre ehrenvolle Einladung die Stadt in Besitz, gab ihr ihr früheres Gebiet und ihre frühere Verfassung wieder, indem er dem [[Abdalonymos]], einem in Armut lebenden Nachkommen der sidonischen Könige, die Herrschaft übertrug.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Gustav Droysen]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Alexanders des Großen.&amp;#039;&amp;#039; Vollständige Ausgabe. Mit einer Einführung von [[Fritz Taeger]]. Droemersche Verlagsanstalt, München 1955, S. 189.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Belagerung von Tyros diente Sidon Alexander als Sammelstelle für die sich nach der [[Schlacht bei Issos]] von der persischen Flotte lösenden phönizischen Schiffskontingente und die verbündete zyprische Flotte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den [[Römisches Reich|Römern]] unter Kaiser [[Vespasian]] wurde die Stadt ausgebaut und mit einer Stadtmauer und damals moderner Infrastruktur (öffentliche Brunnen u. a.) versehen. Die [[Byzantinisches Reich|oströmische]] Zeit dauerte bis zur [[Schlacht am Jarmuk]] 636 n. Chr. Danach wurde Sidon infolge der [[Islamische Expansion|islamischen Expansion]] von den [[Araber]]n erobert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sea castle, Sidon.jpg|miniatur|[[Kreuzfahrerburg von Sidon|Seefestung von Sidon]]]]&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1110 wurde Sidon vom [[Kreuzzug|Kreuzfahrerkönig]] [[Balduin I. (Jerusalem)|Balduin I. von Jerusalem]] erobert, der vom [[Kreuzzug Sigurds von Norwegen]] verstärkt worden war. Sidon wurde daraufhin eine [[Vasallen des Königreichs Jerusalem#Grafschaft Sidon|Grafschaft]] im [[Königreich Jerusalem]]; der Kreuzfahrer [[Eustach I. Garnier]] wurde deren erster Graf. Überreste der Stadtmauern aus dem [[12. Jahrhundert]] sind heute noch zu sehen.&lt;br /&gt;
Während der [[Kreuzzüge]] bestand hier der Sitz des lateinischen Bistums Sidon, das 1133 gegründet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Plank: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen-Kolonialismus. Das Aufeinandertreffen von Ost- und Westkirche während der Kreuzzüge.&amp;#039;&amp;#039; In: Helga Kaiser (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kreuzzüge&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Welt und Umwelt der Bibel]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 8, Nr. 3 = Nr. 29). Katholisches Bibelwerk – Edition Welt und Umwelt der Bibel, Stuttgart 2003, ISBN 3-932203-43-7, S. 30–35, hier S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1187 wurde die Stadt von Truppen des [[Ayyubiden]]-[[Sultan]]s [[Saladin]] besetzt, 1197 vom [[Kreuzzug Heinrichs VI.|Deutschen Kreuzzug]] zurückerobert. Während des [[Sechster Kreuzzug|sechsten Kreuzzuges]] unter [[Ludwig IX. (Frankreich)|Ludwig IX. dem Heiligen]] wurde Sidon im Herbst 1249 erneut von den Ayyubiden eingenommen, aber im Mai 1250 wieder an die Christen zurückerstattet. Im April 1253 überfiel [[an-Nasir Yusuf]] die nur gering befestigte Stadt und tötete fast 2000 Einwohner. Ludwig IX. ließ darauf die Stadtbefestigungen vollständig wieder aufbauen, einschließlich der Zitadelle am Südrand der Altstadt. Als letzter Graf von Sidon übereignete [[Julian Garnier]] die Stadt 1260 dem [[Templerorden]]. Im selben Jahr wurde sie von den [[Mongolisches Reich|Mongolen]] unter [[Kitbukha]] geplündert. Als nach dem [[Belagerung von Akkon (1291)|Fall Akkons]] das Heer der [[Mamluken]] vor Sidon erschien, öffnete man ihm kampflos die Tore. Kurz nach der Übergabe kam es zu einem Aufstand der [[Kreuzfahrer|fränkischen]] Ritter, welche sich nun in der [[Kreuzfahrerburg von Sidon|Seefestung am Hafen]], nördlich der Altstadt, verschanzten. Nachdem sie sich am 14. Juli 1291 hatte ergeben müssen, wurde die Stadt vollständig zerstört, um ein erneutes Eindringen von Invasoren über das Meer zukünftig zu erschweren.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht Fuess: &amp;#039;&amp;#039;Verbranntes Ufer. Auswirkungen mamlukischer Seepolitik auf Beirut und die syro-palästinensische Küste (1250–1517)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Islamic History and Civilization.&amp;#039;&amp;#039; 39). Brill, Leiden u. a. 2001, ISBN 90-04-12108-0, S. 130, (Zugleich: Köln, Universität, Dissertation, 2000).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 zählte die Stadt 10.000 Einwohner, im Jahre 2000 war die Bevölkerung auf 200.000 angewachsen. 1948 flohen Palästinenser aus ihrer Heimat oder wurden [[Nakba|vertrieben]]. Einige ließen sich in den [[Palästinenser|palästinensischen]] [[Flüchtlingslager]]n [[Ain al-Hilweh]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Ein El Hilweh Camp {{!}} UNRWA |Sammelwerk=UNRWA |Online=https://www.unrwa.org/where-we-work/lebanon/ein-el-hilweh-camp |Abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Mieh Mieh&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unrwa.org/where-we-work/lebanon/mieh-mieh-camp |titel=Mieh Mieh Camp |werk=UNRWA |sprache=en |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nieder. Heute leben dort etwa 70.000 Flüchtlinge, deren Vorfahren 1948 aus den nordpalästinensischen Städten Amqa, Saffourieh, Shaab, Taitaba, Manshieh, Al-Simireh, Al-Nahr, Al-Sofsaf, Hitten, Ras al-Ahmar, Al-Tiereh und Tarshiha stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2025-12 |url=http://www.unrwa.org/etemplate.php?id=137/ |text=Seite des Hilfswerks UNRWA (engl.)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der [[Auswanderung von Juden aus arabischen und islamischen Ländern|Auswanderung der Juden]] aus Sidon ab Beginn des [[Libanesischer Bürgerkrieg|libanesischen Bürgerkrieges]] wurde auch die [[Synagoge von Sidon|Synagoge in der Altstadt]], eine der ältesten der Welt, aufgegeben und verfiel. 1982 griff Israel in den Bürgerkrieg ein, entfesselte den [[Libanonkrieg 1982|Libanonkrieg]] und eroberte auch Sidon. Die Stadt wurde schwer beschädigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=John Pike|url=http://www.globalsecurity.org/military/library/report/1985/DTM.htm|titel=Lebanon 1982: The Imbalance Of Political Ends And Military Means|hrsg=[[Globalsecurity.org]]|zugriff=2012-02-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die israelischen Streitkräfte hielten Sidon 32 Monate lang besetzt, sie zogen erst im Februar 1985 ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Los Angeles Times]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.latimes.com/archives/la-xpm-1985-02-17-mn-3532-story.html Israel Quits Sidon in 1st Pullout]&amp;#039;&amp;#039;, 17. Februar 1985&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 2024, nach heftigen Bombenangriffen der [[Israelische Luftstreitkräfte|israelischen Luftwaffe]] auf Ziele im Südlibanon, kam es zu einer neuerlichen Flüchtlingswelle. Die Stadt Sidon musste Notquartiere in Schulen bereitstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Le Monde]] (englischsprachige Ausgabe): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.lemonde.fr/en/international/article/2024/09/24/lebanon-s-sidon-population-flee-under-israeli-bombings-it-s-a-nightmare-we-don-t-know-where-to-go_6727039_4.html Lebanon&amp;#039;s Sidon population flee under Israeli bombings: &amp;#039;It&amp;#039;s a nightmare. We don&amp;#039;t know where to go&amp;#039;]&amp;#039;&amp;#039;, 24. September 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sidon in der Bibel ==&lt;br /&gt;
Die [[Bibel]] beschreibt Sidon an mehreren Stellen:&lt;br /&gt;
* Sidon, der „erstgeborene Sohn“ [[Kanaan]]s, des Enkels [[Noach]]s {{Bibel|Gen|10|15-19}}.&lt;br /&gt;
* Sidon war Heimat der [[Phönizier]] an der Küste Kanaans und wurde durch seine Handelstätigkeit zu einer „Großstadt“ ({{B|Jos|11|8|ELB}}; {{BB|Jos|19|28|ELB}}).&lt;br /&gt;
* Es war die Mutterstadt von [[Tyros (Stadt)|Tyros]], teilweise im Gebiet von [[Ascher (Bibel)|Asser]] (Stammesgebiet des bibl. Ascher) gelegen, wurde aber nicht unterworfen {{Bibel|Ri|1|31}}.&lt;br /&gt;
* [[Israeliten|Israel]] wurde lange Zeit von Sidon unterdrückt, dessen Göttern es gedient hatte {{Bibel|Ri|10|6.12}}.&lt;br /&gt;
* Zur Zeit [[David]]s begann sein Ruhm zugunsten von [[Tyros]] zu schwinden.&lt;br /&gt;
* [[Salomo]] schloss ein Heiratsbündnis mit Sidon, so dass sich der [[Götzendienst]] in [[Israel]] verbreitete ({{B|1 Kön|11|1}}, {{BB|1 Kön|11|33}}).&lt;br /&gt;
* [[Ahab (König)|Ahab]] war mit [[Isebel]], einer Sidonierin, verheiratet, die die Propheten des [[Baal (Gott)|Baʿal]] und der [[Aschera (Göttin)|Aschera]] förderte {{Bibel|1 Kön|16|31}}.&lt;br /&gt;
* Sidon war berühmt für seine Handwerker, Künstler und Handelsleute ({{B|1 Kön|5|6}}; {{B|1 Chr|22|4}}; {{B|Jes|23|2-4}}, 12; {{B|Jer|25|22}}, {{BB|Jer|27|3}}, {{BB|Jer|47|4}}; {{B|Hes|27|8}}, {{BB|Hes|28|21-22}}, {{BB|Hes|32|30}}; {{B|Joel|3|4}}).&lt;br /&gt;
* [[Jesus von Nazaret|Jesus]] besuchte die „Ufer“ von Tyros und Sidon ({{B|Mt|15|21}}; {{B|Mk|7|24}}; {{B|Lk|4|26}}) und von diesem Gebiet kamen viele, um ihn zu hören ({{B|Mk|3|8}}; {{B|Lk|6|17}}).&lt;br /&gt;
* Von Sidon stach [[Paulus von Tarsus|Paulus]] zu seiner letzten Reise nach [[Rom]] in See {{Bibel|Apg|27|3-4}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der antiken Herrscher von Sidon ==&lt;br /&gt;
* [[Zimreddi von Sidon|Zimreddi]] 1350 v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Elulaios|Luli]] 701 v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Etbaal|Eth-Baʿal]] ab 701 v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Abdi-Milkutti]] bis 676 v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Eschmunazor I.]]&lt;br /&gt;
* [[Tabnit]], ab 490 v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Eschmunazor II.]], 5. Jh. v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Straton I. (Sidon)|Straton I.]], 376–370&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. sowie 361–358&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
* [[Tabnit]], 358–345&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
* [[Mazaios]], Satrapenregierung 345–340&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
* [[Straton II. (Sidon)|Straton II.]], ab 340 v. Chr.&lt;br /&gt;
* [[Abdalonymos]], ab 332 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sidon in der griechischen Mythologie ==&lt;br /&gt;
[[Sanchuniathon]] erschuf die Göttin &amp;#039;&amp;#039;Sidon&amp;#039;&amp;#039;, die Tochter des [[Nereus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Europa (Mythologie)|Europa]] wurde von [[Zeus]] in Stiergestalt von Sidon nach Kreta entführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
=== Antike und Mittelalter ===&lt;br /&gt;
* [[Antipatros von Sidon]] (2. Jh. v. Chr.), Epigrammdichter&lt;br /&gt;
* [[Boethos von Sidon (Stoiker)|Boethos von Sidon]] (2. Jh. v. Chr.), Stoiker&lt;br /&gt;
* [[Zenon von Sidon]] (150–75 v. Chr.), Philosoph, Mathematiker, Logiker&lt;br /&gt;
* [[Dorotheos von Sidon]] (1. Jh. v. Chr.), [[Astronom]] und [[Astrologie|Astrologe]]&lt;br /&gt;
* [[Boethos von Sidon]] (1. Jh. v. Chr.), Philosoph, Peripatetiker&lt;br /&gt;
* [[Tiberius Iulius Abdes Pantera]] (um 22 v. Chr.–um 40), Bogenschütze der römischen Auxiliartruppen, dessen Grabmal in Deutschland im 19. Jahrhundert gefunden wurde.&lt;br /&gt;
* [[Euthymios Saifi]] (1643–1723), griechisch-katholischer Bischof von Sidon und Tyros&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters [[Eumaios]], Figur der griechischen Mythologie, Sauhirte und Freund des [[Odysseus]], in unterschiedlichen Kontexten mit Sidon verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
* [[Fayza Ahmed]] (1934–1983), ägyptische Sängerin und Schauspielerin&lt;br /&gt;
* [[Rafiq al-Hariri]] (1944–2005), Unternehmer, Selfmade-Millionär und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hussein Zein]] (* 1995), Fußballspieler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roger Saïdah: &amp;#039;&amp;#039;Sidon et la Phénicie méridionale au Bronze récent. À propos des tombes de Dakerman&amp;#039;&amp;#039;, Presses de l’Ifpo, Beirut 2004.&lt;br /&gt;
* [[Antoine Poidebard]], [[Jean Lauffray]]: &amp;#039;&amp;#039;Sidon. Aménagements antiques du port de Saida. Étude aérienne, au sol et sou-marine 1946–1950.&amp;#039;&amp;#039; Imprimerie Catholique, Beirut 1951.&lt;br /&gt;
* [[Michael Sommer (Historiker)|Michael Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Phönizier. Handelsherren zwischen Orient und Okzident&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 454). Kröner, Stuttgart 2005, ISBN 3-520-45401-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Nicholas C. J. Pappas: {{Toter Link |datum=2025-12 |url=http://www.shsu.edu/~his_ncp/Eshmun.html |text=&amp;#039;&amp;#039;The Inscription on the Sarcophagus of the Phoenician King Eshmunazar.&amp;#039;&amp;#039;}} Sam Houston State University, Huntsville TX o. J.&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|28525|Sidon |Autoren=Markus Saur |Datum=2015-04 |Abruf=2023-10-02 |Abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4105192-0|LCCN=n/82/269664|VIAF=174159498}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Libanon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz im Libanon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phönizische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Bibel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sidon| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort mit Seehafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phönizien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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