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	<title>Sickerquelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T02:53:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Georgfotoart: commonscat</title>
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		<updated>2025-02-11T15:47:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;commonscat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sickerquelle Weilburger Bach Wiesbaden.jpg|mini|Als [[Biotop]] geschützte Sickerquelle des [[Weilburger Bach]]s&amp;lt;ref&amp;gt;[https://natureg.hessen.de/mapapps/resources/apps/natureg/index.html?lang=de&amp;amp;layers=%2B%3Aebene1_schutzgebiete%2Cebene1_schutzgebiete_nd%2F0%2Cebene1_schutzgebiete_nsg%2F1%2Cebene1_schutzgebiete_nsg%2F3%2Cebene1_schutzgebiete_naturpark%2F11%2Cebene1_schutzgebiete_naturpark%2F12%2Cebene1_schutzgebiete_biotope%2Cebene1_schutzgebiete_komplexe%2C-%3Anatureg_featurstorelayers%2Cebene1_biotope_und_lebensraeume_biotope&amp;amp;center=438905.9047804097%2C5549664.3662954%2C25832&amp;amp;lod=15 Natureg-Viewer], [[Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie]]. Nördlich der Häuser „Im Sinzengründchen“. Abgerufen am 28. April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sickerquelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sumpfquelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Quelle|Quellaustritt]], bei dem das Quellwasser durch eine aufgelagerte Bodenschicht hindurchsickert. Sickerquellen sind in der Regel nicht punktförmig, sondern flächig vernässte Feuchtstellen, in denen das abfließende Wasser durchrieselte Sumpfstellen und kleinste Quellrinnsale bildet, die sich erst hinter dem Quellgebiet zum eigentlichen Quellbach vereinigen. Diese können sehr ausgedehnt sein, oft viele Hundert Quadratmeter, in Ausnahmefällen erreichen sie mehrere Quadratkilometer Größe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schönborn&amp;quot; /&amp;gt; Sickerquellen sind aufgrund der besonderen ökologischen Standortbedingungen Standorte besonderer [[Pflanzengesellschaft]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sickerquellen werden in der [[Limnologie|limnologischen]] Fachterminologie auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Helokrenen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, dieser Ausdruck geht auf den Limnologen [[August Thienemann]] zurück. Die [[Quellschüttung]] von Sickerquellen ist unterschiedlich, kann aber teilweise sehr gering sein. In Nutzflächen eingesprengte quellig vernässte Bereiche ohne eigentliche Schüttung werden in der Landwirtschaft gelegentlich als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nassgallen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Sickerquellen oft als typisch für das Tiefland angegeben werden, kommen sie in allen Höhenstufen, bis hin zur alpinen Stufe, vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wigger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellmorphologie ==&lt;br /&gt;
Sickerquellen liegen häufig in ebenen Lagen oder Tälern, treten aber auch an mehr oder weniger steilen Hängen auf. Hier sind sie häufig in das Hangprofil eingesenkt. Als Gründe dafür wird der durchweichte, lockere, oft wenig durchwurzelte Boden angenommen, wodurch es leicht zu [[Bodenkriechen]] oder anderen Erosionsvorgängen kommt. Vermutlich ist auch [[Kammeis]]-Bildung als Ursache beteiligt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beierkunlein&amp;quot; /&amp;gt; Sickerquellen sind aufgrund der sehr geringen Strömungsgeschwindigkeit durch feinkörniges Substrat, meist in Verbindung mit organischem [[Detritus (Bodenkunde)|Detritus]], gekennzeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rheinlandpfalz&amp;quot; /&amp;gt; Seltener kommen aber im Mittelgebirge auch grobmaterialreiche Sickerquellen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayern&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besiedlung ==&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Die spezialisierten Arten der Quellregion, limnologisch [[Krenal]] genannt, können in solche unterschieden werden, die ausschließlich hier leben können (Krenobionte) und solche, die hier ihren Verbreitungsschwerpunkt besitzen (Krenophile). Ihr Anteil an der wirbellosen Quellfauna ([[Makrozoobenthos]]) liegt in Sickerquellen in Mitteleuropa genauso hoch wie in den anderen Quelltypen. Bei einer Untersuchung in Schleswig-Holstein wurden bei den [[Zweiflügler]]n, [[Steinfliegen]] und [[Köcherfliegen]] keine wesentlichen Unterschiede gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rückert&amp;quot; /&amp;gt; Auf regionaler Basis können aber Arten angegeben werden, die typisch für Sickerquellen sind. In Schleswig-Holstein wurden nach einer Vergleichsuntersuchung von 174 Quellen als typisch für Sickerquellen identifiziert: [[Süßwassermilben]] der Familie [[Hydryphantidae]], die Larven der Köcherfliegen &amp;#039;&amp;#039;[[Beraea maurus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Crunoecia irrorata]]&amp;#039;&amp;#039; und des Wasserkäfers &amp;#039;&amp;#039;[[Elodes minuta]]&amp;#039;&amp;#039; (Familie [[Scirtidae]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetation und Flora ===&lt;br /&gt;
In der Vegetationskunde wird ein eigener Vegetationstyp der [[Quellflur]]en unterschieden, der in besonderer Weise an Sickerquellen gebunden ist. Im [[Pflanzensoziologie|pflanzensoziologischen]] System werden sie als [[Klasse (Pflanzensoziologie)|Klasse]] [[Montio-Cardaminetea]] gefasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer&amp;quot; /&amp;gt; Zu den [[Charakterart]]en, die damit gleichzeitig als typische Arten für Quellen gelten können, zählen etwa Moose der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Scapania]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Philonotis]]&amp;#039;&amp;#039;, das [[Bach-Quellkraut]] &amp;#039;&amp;#039;Montia fontana&amp;#039;&amp;#039; oder das [[Gegenblättriges Milzkraut|Gegenblättrige Milzkraut]] &amp;#039;&amp;#039;Chrysosplenium oppositifolium&amp;#039;&amp;#039;, weitere typische Arten sind etwa [[Bach-Sternmiere]] &amp;#039;&amp;#039;Stellaria alsine&amp;#039;&amp;#039;, [[Sumpf-Weidenröschen]] &amp;#039;&amp;#039;Epilobium palustre&amp;#039;&amp;#039; oder [[Winkel-Segge]] &amp;#039;&amp;#039;Carex remota&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellfluren sind häufig baumfrei, auch dann, wenn sie innerhalb von Wäldern liegen. Die Häufigkeit des Baumbewuchses im eigentlichen Quellsumpf nimmt in Mitteleuropa von Westen nach Osten hin ab. Wenn Bäume vorkommen, ist die häufigste Art die [[Schwarz-Erle]], gefolgt von der [[Gemeine Esche|Esche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Seep (hydrology)|video=0|audio=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schönborn&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Helokrene.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilfried Schönborn, Ute Risse-Buhl: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Limnologie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Schweizerbart, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-510-65275-4, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wigger&amp;quot;&amp;gt;Fabian Wigger, Stefanie von Fumetti: &amp;#039;&amp;#039;Quellen und ihren Lebensgemeinschaften in den Berner Alpen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, 70, S. 117–131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beierkunlein&amp;quot;&amp;gt;Carl Beierkuhnlein, Arno Kleber: &amp;#039;&amp;#039;Zur Morphogenese flächiger Quellfluren.&amp;#039;&amp;#039; In: C. Beierkuhnlein, T. Gollan (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ökologie silikatischer Waldquellen in Mitteleuropa.&amp;#039;&amp;#039; (= Bayreuther Forum Ökologie. Band 71). Selbstverlag Bayreuther Institut für Terrestrische Ökosystemforschung, 1999, Kapitel 4, S. 27–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rheinlandpfalz&amp;quot;&amp;gt;Landesamt für Wasserwirtschaft Rheinland-Pfalz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Gewässerentwicklung in Rheinland-Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2: &amp;#039;&amp;#039;Quelltypenatlas.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 2002, ISBN 3-933123-14-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bayern&amp;quot;&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bayerischer Quelltypenkatalog.&amp;#039;&amp;#039; München 2004, ISBN 3-930253-93-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rückert&amp;quot;&amp;gt;Maren Rückert, Peter Martin, Heinz Brendelberger: &amp;#039;&amp;#039;Die klassischen Quelltypen in Schleswig-Holstein – gibt es Unterschiede in der Besiedlung von Rheo-, Helo- und Limnokrenen im Tiefland?&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Gesellschaft für Limnologie, Tagungsbericht 2005 (Karlsruhe). Weißensee Verlag, Berlin, S. 35–39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Martin&amp;quot;&amp;gt;Peter Martin, Matthias Brunke: &amp;#039;&amp;#039;Faunal typology of lowland springs in northern Germany.&amp;#039;&amp;#039; Freshwater Science 31(2), 2012, S. 542–562. [[doi:10.1899/11-092.1]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer&amp;quot;&amp;gt;Erich Oberdorfer: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Pflanzengesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Fels- und Mauergesellschaften, alpine Fluren, Wasser-, Verlandungs- und Moorgesellschaften.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Fischer Verlag, Jena 1992, ISBN 3-334-60417-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelltyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georgfotoart</name></author>
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