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	<title>Sicherheitsfaktor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T22:53:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sicherheitsfaktor&amp;diff=404391&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Reservefaktor */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-10-17T10:58:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Reservefaktor: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Sicherheit im E-Modul.png|mini|Veranschaulichung des Sicherheits&amp;amp;shy;faktors&amp;amp;nbsp;3 im [[Spannungs-Dehnungs-Diagramm]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicherheitsfaktor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der [[Technische Mechanik|technischen Mechanik]], auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicherheitszahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicherheitskoeffizient&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, gibt an, um welchen [[Multiplikation|Faktor]] die [[Mechanisches Versagen|Versagens]]&amp;amp;shy;grenze eines [[Bauwerk]]s, [[Bauteil (Bauwesen)|Bauteils]] oder [[Werkstoff|Materials]] höher [[Auslegung (Technik)|ausgelegt]] wird, als sie aufgrund theoretischer Ermittlung, z.&amp;amp;nbsp;B. aufgrund einer [[Statische Berechnung|statischen Berechnung]], sein müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt von &amp;#039;&amp;#039;Sicherheitsfaktor x&amp;#039;&amp;#039; spricht man oft auch von der &amp;#039;&amp;#039;x&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-fachen Sicherheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Durch einen Sicherheitsfaktor wird vermieden, dass durch [[Toleranz (Technik)|Toleranzen]] bei Material, Herstellung, [[Lastannahme]]n und nicht nachgewiesene, geringere Einflüsse das Bauteil versagt. Ein Sicherheitsfaktor von&amp;amp;nbsp;1 bedeutet, dass das Bauteil keine Sicherheitsreserven gegen Versagen besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zugrunde gelegte Mechanismen für Versagen sind häufig:&lt;br /&gt;
* [[Biegung (Mechanik)|Biegung]]&lt;br /&gt;
* [[Bruchmechanik|Bruch]]&lt;br /&gt;
* [[Knicken]]&lt;br /&gt;
* [[Schwingbruch|Ermüdungsbruch]] (Ausfall der [[Dauerfestigkeit]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Festlegung der [[Belastung (Physik)|Belastung]] werden jedoch häufig [[konservative Annahme]]n getroffen, d.&amp;amp;nbsp;h. die Belastung wird zu hoch angenommen, wodurch sich die tatsächlich vorhandene Sicherheit noch erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metalle ===&lt;br /&gt;
Die herrschende [[Mechanische Spannung|Spannung]] wird bei weitgehend [[isotrop]]en [[Metalle]]n häufig aus dem [[Spannungszustand]] mit Hilfe eines [[Festigkeitskriterium]]s gewonnen, z.&amp;amp;nbsp;B. mit dem [[Vergleichsspannung]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;kriterium von [[Richard von Mises]]. Die ertragbare Spannung (Versagens-Belastung) ist dann diejenige, die aus einachsigen [[Zugversuch]]en gewonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vereinfachungen sind jedoch nicht mehr zutreffend, wenn man – z.&amp;amp;nbsp;B. nach [[Umformen]] oder wegen einer vorherrschenden [[Textur (Kristallographie)|Textur]] – von einem [[Anisotropie|anisotropen]] Werkstoff sprechen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise wird bei Metallen unter Betriebslasten auf das &amp;#039;&amp;#039;Nicht&amp;#039;&amp;#039;erreichen von [[Plastizität (Physik)|bleibender]] [[Verformung]] ausgelegt, d.&amp;amp;nbsp;h. nur reversible Verformungen im [[Elastizität (Physik)|elastischen]] Bereich sind zulässig; dementsprechend ist die [[Fließgrenze]] die ertragbare Spannung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Faser-Kunststoff-Verbunde ===&lt;br /&gt;
Auf [[Faser-Kunststoff-Verbund]]e lässt sich der Begriff Sicherheitsfaktor nur bedingt übertragen, da fortschrittliche Versagenskriterien hier immer eine Spannungs&amp;#039;&amp;#039;kombination&amp;#039;&amp;#039; bewerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird z.&amp;amp;nbsp;B. beim [[Zwischenfaserbruchkriterium nach Puck|Puck’schen Zwischenfaserbruchkriterium]] ein Wert über&amp;amp;nbsp;1 erreicht (eine Art &amp;lt;math&amp;gt;RF &amp;gt; 1&amp;lt;/math&amp;gt;), so lässt sich zwar diejenige Spannungskombination (Spannungsvektor) vergrößern, bis ein Wert von&amp;amp;nbsp;1 erreicht wird. Dann ist jedoch darauf zu achten, dass Kriterien gegenüber [[Faserbruch]], [[Delamination]] usw. nicht verletzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Keramik ===&lt;br /&gt;
Bei [[Technische Keramik|Technischer Keramik]] muss zwischen isotropen Keramiken und strukturell anisotropen [[Faserkeramik]]en unterschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch gibt es bei den [[monolith]]ischen (unverstärkten) Keramiken auch [[Größeneinfluss|Größeneffekte]], weshalb auch mit [[Bruchmechanik|Bruch]][[wahrscheinlichkeit]]en gearbeitet wird, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Weibull-Verteilung|nach Weibull]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung ==&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsfaktor ist definiert als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\gamma = \frac{\text{Versagens-Belastung}}{\text{erlaubte Belastung}}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\gamma &amp;gt; 1&amp;lt;/math&amp;gt;: Bauteil ist sicher gegenüber definierter Belastungsgrenze&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;\gamma \leq 1&amp;lt;/math&amp;gt;: Bauteil kann gewählte Belastung nicht ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Einführung des [[Eurocode]]s gibt es in Zentraleuropa praktisch keinen globalen Sicherheitsfaktor mehr, da das [[Teilsicherheitskonzept]] dem [[Stand der Technik]] entspricht, jedoch kann man den globalen Sicherheitsfaktor von Teilbelastungen berechnen. Dieser ist im Allgemeinen die Multiplikation des Teilsicherheitsbeiwerts auf Materialseite mal dem Teilsicherheitsbeiwert auf [[Einwirkung (Statik)|Einwirkungs]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;seite der jeweiligen Teilbelastung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\gamma = \gamma_{E}\cdot \gamma_{R}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reservefaktor ===&lt;br /&gt;
Als Reservefaktor (RF) bezeichnet man in der Regel den Quotienten zwischen dem errechneten und dem gesetzlich bestimmten Sicherheitsfaktor. Er darf demnach &amp;#039;&amp;#039;nicht unter&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039; liegen, um die gesetzlichen Bestimmungen zu erfüllen &amp;lt;math&amp;gt;\left( RF \geq 1 \right)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;Beispiel: errechneter Sicherheitsfaktor =&amp;amp;nbsp;1,7; vorgeschriebener&amp;amp;nbsp;SF =&amp;amp;nbsp;1,5 → Reservefaktor &amp;lt;math&amp;gt;= \frac{1,7}{1,5}&amp;lt;/math&amp;gt;=&amp;amp;nbsp;1,13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird der Reservefaktor umgangssprachlich teilweise dem Sicherheitsfaktor gleichgestellt, mit dem Unterschied, dass als ertragbare Spannung die tatsächliche Spannung gemessen wird,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuermann2007-S408&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Schürmann |Titel=Konstruieren mit Faser-Kunststoff-Verbunden |Auflage=2. |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=2007 |ISBN=978-3-540-72189-5 |DOI=10.1007/978-3-540-72190-1 |Seiten=408 |Online=https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/b137636.pdf |Abruf=2018-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfred Puck |Titel=Festigkeitsanalyse von Faser-Matrix-Laminaten: Modelle für die Praxis |Verlag=Carl Hanser Verlag |Ort=München Wien |Datum=1996 |Umfang=212 |ISBN=3-446-18194-6 |Seiten=51 |Online=https://d-nb.info/946617384/04&amp;lt;!--nur Inhaltsverzeichnis--&amp;gt;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; anstelle der 5-%-[[Quantil (Wahrscheinlichkeitstheorie)#a-Fraktil|Fraktile]], die beim Sicherheitsbeiwert durch den [[Eurocode]] vorgeschrieben sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Margin of Safety ===&lt;br /&gt;
Im angloamerikanischen Raum ist zu beachten, dass dort häufig der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Margin of Safety&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(MS) verwendet wird:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schuermann2007-S408&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;MS = RF - 1&amp;lt;/math&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung der Größe ==&lt;br /&gt;
Bei der Festlegung des Sicherheitsfaktors werden u.&amp;amp;nbsp;a. folgende Faktoren berücksichtigt:&lt;br /&gt;
* Wahrscheinlichkeit des Risikos&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://ce-kennzeichnung-seminare.de/gefahrenanalyse.html |titel=SAFETYTEAMS CE-Kennzeichnung Risikoanalyse Risikobeurteilung Gefahrenanalyse |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-03-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schadensausmaß (z.&amp;amp;nbsp;B. leichte Verletzungen, Erkrankungen, Tod)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Materialqualität (z.&amp;amp;nbsp;B. Regelmäßigkeit)&lt;br /&gt;
* [[Technische Überprüfung|Inspektions]]-Intervalle&lt;br /&gt;
* Umwelteinflüsse.&lt;br /&gt;
Der Sicherheitsfaktor auf Materialseite liegt je nach verwendetem Material und Sicherheitsrelevanz üblicherweise:&lt;br /&gt;
* bei&amp;amp;nbsp;1,1 bis&amp;amp;nbsp;2,1&lt;br /&gt;
* bei Materialien mit großen Schwankungen ihrer Eigenschaften bei&amp;amp;nbsp;3,0 (z.&amp;amp;nbsp;B. für feuchtes [[Holz]])&lt;br /&gt;
* bei extrem sicherheitsrelevanten Bauteilen über&amp;amp;nbsp;10 (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Aufzugsanlage|Aufzug]][[seil]]e).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://de.zysteelrope.com/news/safety-factor-of-elevator-steel-wire-rope-13618749.html |titel=Sicherheitsfaktor des Aufzug-Stahldrahtseils |werk= |hrsg= |datum= |abruf=2020-03-11 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei ständig wirkenden Lasten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Eigengewicht]]) wird in den einschlägigen Normen meist eine Sicherheit von etwa&amp;amp;nbsp;2 verlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es bei [[Statischer Auftrieb|Auftrieb]] jedoch &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039; Unsicherheit in der [[Dichte]] von Wasser gibt, also keine Unsicherheit in der Belastung vorliegt, wird in der [[DIN 1054]] ([[Sicherheitsnachweis]]e in der [[Geotechnik]]) je nach Bemessungssituation ein Teilsicherheitsbeiwert von&amp;amp;nbsp;1 bis&amp;amp;nbsp;1,05 auf der Einwirkungsseite gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der [[Dimensionierung|Bemessung]] gegen [[Erdbeben]] wird mit Sicherheitsfaktoren gerechnet. In diesem [[Lastfall]] genügt (wie allgemein bei außergewöhnlichen und seltenen Lastfällen) meist ein relativ kleiner Faktor (z.&amp;amp;nbsp;B.&amp;amp;nbsp;1,2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unvorhersehbare Belastung ==&lt;br /&gt;
Bei außergewöhnlichen Lastfällen, die mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit eintreten, wie nicht zu erwartenden [[Unfall|Unfällen]] oder [[Brand|Bränden]] in untergeordneten Gebäuden, wird der Teilsicherheitsbeiwert auf Einwirkungsseite auf&amp;amp;nbsp;1 gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals werden auf Materialseite &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039; Sicherheiten gegenüber Versagen benötigt. Diese können sowohl durch Verringerung des Teilsicherheitsbeiwertes berücksichtigt werden als auch durch Zulassen von Spannungen, die der [[Festigkeit]] entsprechen und z.&amp;amp;nbsp;B. über einer Fließgrenze liegen können. Dabei können große bleibende Verformungen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Festigkeitslehre #Sicherheit bei Festigkeitsberechnungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Referenzgröße]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baustatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festigkeitslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkstoffprüfung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Sicherheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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