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	<title>Sicheldorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:30:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sicheldorf&amp;diff=189043&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-14254-52: Unsinnige Jahresänderung</title>
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		<updated>2026-03-10T08:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unsinnige Jahresänderung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicheldorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (slowenisch: Žetinci) ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Gemeinde [[Bad Radkersburg]] im [[Bezirk Südoststeiermark]] in der [[Steiermark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Sicheldorf liegt an der [[Mur (Fluss)|Mur]] und {{Höhe|209|AT|link =true}} Der rund vier Kilometer östlich von Bad Radkersburg gelegene Ort ist ein außergewöhnlich ausgeprägtes Runddorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Osten von Sicheldorf gibt es seit etwa 1970 einen [[österreichische Grenzübergänge in die Nachbarstaaten|internationalen Grenzübergang]] nach Gederovci in [[Slowenien]], zuvor gab es sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Kleiner Grenzverkehr|Kleinen Grenzverkehr]]&amp;#039;&amp;#039; für das Übermurgebiet ([[Prekmurje]]). Etwa zehn Straßenkilometer nach der Grenze erreicht man [[Murska Sobota]], von dort gelangt man nach [[Varazdin]] ([[Kroatien]]) bzw. zur slowenisch-ungarischen Grenze ([[Hodoš]]/[[Lenti]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge des Schengen-Abkommens wurden im Dezember 2007 die Grenzkontrollen beendet. Nur zur [[Fußball-Europameisterschaft 2008]] wurden sie kurzzeitig wieder aktiviert. Seit 2015 werden die Grenzen vom österreichischen Militär und von der Polizei überwacht (stichprobenartige Ausweiskontrollen im Grenzbereich, Patrouillen in den angrenzenden Feldwegen und Murauen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kutschenitza]] bildet seit mindestens 500 Jahren eine Grenze. Hier sind um 1700 schwere [[Kuruzzen]]einfälle notiert. Ende April 1945 gab es schwere Kämpfe zwischen der deutschen und der russischen Armee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die slowenischen Ortschaften im Osten sind: Gederovci, Krajna, [[Skakovci]] und [[Petanjci]] (Gemeinde [[Tišina]]), im Süden Mele und Slatina Radenci sowie Sratovci (Gemeinde [[Radenci]]) gegenüber der [[Mur (Fluss)|Mur]], die erst seit 1918 eine politische Grenze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Sicheldorf ist ein [[Rundling|Runddorf]] auf einer ehemaligen „Überschwemmungsinsel“ der Murauen mit ursprünglich landwirtschaftlicher Nutzung. Im Jahre 1907 wurde die [[Gotik|gotische]] [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] „[[Maria Schnee]]“ erbaut, 1901 erfolgte die Gründung der [[Freiwillige Feuerwehr|Freiwilligen Feuerwehr]] Sicheldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1970 ist Sicheldorf Teil (ein Elftel der Fläche) der Gemeinde Radkersburg Umgebung mit den circa 1500 Einwohnern und den Nachbarortschaften Dedenitz (slowenisch &amp;#039;&amp;#039;Dedonci&amp;#039;&amp;#039;), Laafeld &amp;#039;&amp;#039;(Potrna)&amp;#039;&amp;#039;, Goritz bei Radkersburg (früher Windisch-Goritz, &amp;#039;&amp;#039;Gorc&amp;#039;&amp;#039;) und Zelting &amp;#039;&amp;#039;(Zenkovci)&amp;#039;&amp;#039;. Seit dem 1. Jänner 2015 ist der Ort Teil der Stadtgemeinde Bad Radkersburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sämtliche Infrastruktur (Pfarre, Schulen und Geschäfte sowie alle Ämter) befinden sich in der nahe gelegenen Stadt Bad Radkersburg (etwa vier Kilometer entfernt). Seit 2015 war die Mineralwasserquelle geschlossen. Unter dem neuen Besitzer SMW GmbH (= Sicheldorfer Mineralwasser) gibt es seit Inbetriebnahme einer neuen Füllanlage 2016 wieder Verkäufe unter dem alten Namen „Sicheldorfer Heilwasser“ mit grünem Etikett, ähnlich dem alten. Seit 1998 wird es auch in Ein-Liter-Plastikflaschen unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Jodika&amp;#039;&amp;#039; nach Russland und in die Slowakei exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Zuzug und Neubau von Wohnungen hat es im 21. Jahrhundert wieder mehr Einwohner. Im Jahre 2015 wurde die Gemeinde Radkersburg Umgebung aufgelöst und in die Stadtgemeinde „Bad Radkersburg“ integriert. 2010 wurde der Bezirk Radkersburg aufgelöst und in den Bezirk „Südoststeiermark“ integriert (alte Bezirke Radkersburg und Feldbach). Im Jahre 2018 gab es im Museum im Alten Zeughaus (MiAZ) in Bad Radkersburg eine Ausstellung über die Geschichte und Gegenwart des Dorfes (seit 1995 jährlich abwechselnde Ausstellungen über die Dörfer der „Eingemeindungen“, eine Publikation darüber wird ausgearbeitet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
* 1932 wurde nach [[Erdöl]] gebohrt, dabei fand man einen Hydrogenkarbonatsäuerling ([[Mineralwasser]]), der seit den 1950er Jahren als „[[Sicheldorfer|Sicheldorfer Josefsquelle]]“ im Handel erhältlich ist. Es ist ein Säuerling mit starkem CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Anteil und [[Iod]]geschmack, der besonders bei [[Refluxösophagitis|Sodbrennen]] und bei Nierenleiden hilft.&lt;br /&gt;
* Es gibt eine Buschenschank &amp;#039;&amp;#039;Martinecz&amp;#039;&amp;#039; (Weinanbau südlich der Mur im slowenischen Staatsgebiet, vor 1918 steirisch), einen Landmaschinenhandel &amp;#039;&amp;#039;(Üllen)&amp;#039;&amp;#039; sowie eine Kernölpresse mit „Urlaub am Bauernhof“ &amp;#039;&amp;#039;(Majczan)&amp;#039;&amp;#039; und eine Pension &amp;#039;&amp;#039;(Sabina)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Die Gesamtgröße der landwirtschaftlich bebauten Fläche inklusive beinahe ungenutzten [[Auwald]]gebiets beträgt nur etwa 300&amp;amp;nbsp;ha. Es herrscht ein sehr mildes Klima unter pannonisch-norditalienischem Einfluss. Daher lebte etwa ein Drittel der Bevölkerung von der [[Landwirtschaft]]: [[Mais]], alternative Kulturen wie Öl[[kürbis]], [[Raps]], [[Sonnenblume]]n, aber auch Feldfrüchte für Viehzucht, hauptsächlich Schweine. Der Rest der Bevölkerung arbeitet außerhalb des Ortes, mehrheitlich in der Stadt [[Bad Radkersburg]].&lt;br /&gt;
* Schottergewinnung wird seit 1990 betrieben. Im 21. Jahrhundert große Erweiterung der Schotterabbauflächen im Südosten durch die Firma &amp;#039;&amp;#039;ALAS&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Klöcher Basalt und Fertigbeton Halbenrain&amp;#039;&amp;#039;) und im Westen durch die Firma &amp;#039;&amp;#039;Franz Maier Betonwerk&amp;#039;&amp;#039; (Bad Gleichenberg).&lt;br /&gt;
* Fischerei: Die Lahn (ehemalige Murarme), [[Tümpel]] und [[Teich]]e werden vom „Verschönerungsverein Sicheldorf“ mit Fischbesatz gemeinwirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
* Waidwerk: In den Wäldern gibt es [[Rehwild]] und [[Hasen]], [[Fasan]]e und [[Entenvögel|Enten]].&lt;br /&gt;
* Radwege (RA2) gibt es nach Slowenien und Bad Radkersburg („Sonnenaufgangs-Tour“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Slowenischsprachige Minderheit ==&lt;br /&gt;
In einer Dissertation aus den 1990er Jahren wurden die fünf Dörfer im Osten von Bad Radkersburg als „slowenische Dörfer“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
Dass um 1900 noch praktisch 100 % der Bevölkerung als Muttersprache slowenisch angegeben haben, ist eine Annahme. Durch die Lage an der Grenze war ein dauernder Zuzug (Einheiratung) auch von Slowenisch sprechenden Personen zu verzeichnen gewesen, so dass auch heute noch etwa ein Viertel der Bevölkerung Slowenisch zumindest im Wort beherrscht. Da es in der [[Steiermark]] keinen Unterricht in slowenischer Sprache gibt, ist die Alphabetisierung sehr gering. [[Assimilation (Soziologie)|Assimilation]] tut ihr Übriges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortskapelle sicheldorf.JPG|mini|Kapelle Sicheldorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Grenzstein aus der Zeit Kaiserin [[Maria Theresia]]s (an der Staatsgrenze), daneben ein Stein der Gewerkschaften zur Erinnerung an das Jahr 2004&lt;br /&gt;
* Erinnerungsstein der österreichischen [[Gewerkschaft]] bei der Grenzbrücke anläßlich des EU-Beitritts Sloweniens (1. Mai 2015) und de facto „Auflösung“ der Grenze&lt;br /&gt;
* Kapelle in der Ortsmitte (neben dem alten Runddorf zur Erweiterung des 19. Jahrhunderts) im [[Gotik|gotischen]] Backsteinstil, Holzaltar mit einer [[Schwarze Madonna|schwarzen Madonna]] ([[Maria Schnee]]), Wandfresken aus den 1930er Jahren mit [[Kyrill von Saloniki|Kyrill]] und [[Method von Saloniki|Method]] als [[Slawenapostel]] (hinter dem Altar), Deckenfresko aus den 1960er Jahren mit [[Evangelist (Neues Testament)|Evangelisten]] und Engelsdarstellungen,&amp;lt;!--(Deckenfresko mit Ölbergdarstellung vom Malermeister Fritz um 1964, 4 Evangelisten herum vom Maler aus Leibnitz aus dem Jahre 2011 = letzte Renovierung der Kapelle außen &amp;amp; innen)--&amp;gt; Außenskulpturen der „Bauernheiligen“ [[Notburga von Rattenberg|Notburga]] (mit [[Sichel (Werkzeug)|Sichel]]) und Isidor (pflügend) aus den 1970er Jahren (Malermeister und Bildhauer Rauch aus Straden), Gedenktafel mit den Gefallenen der beiden [[Weltkrieg]]e des 20. Jahrhunderts. 2011 Renovierung der Kapelle im Außenbereich (neues Kupferdach) und im Inneren: teilweise Neubemalung bzw. Überarbeitung der Wand- und Deckenfresken durch den Maler Hans Sehn aus Wagna bei Leibnitz (neue Maria in der Krönungsdarstellung, neue Evangelisten an der Decke). Eine Dokumentation wurde dabei erstellt und liegt in der Kapelle zur Einsicht auf. Die [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] steht anstelle eines Wegkreuzes, das die Gabelung an der alten Straße nach Radkersburg mit der Straße nach Dedenitz bezeichnete. Mindestens einmal jährlich (meist am Pfingstmontag) findet eine Heilige Messe unter reger Beteiligung der Bevölkerung statt. Danach gibt es meist einen „Frühschoppen“ am Teich oder eine Veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr neben der Kapelle.&lt;br /&gt;
* Älter ist ein steinernes Wegkreuzbildnis (Errichtungsdatum 1895, aber wahrscheinlich viel älteren Ursprungs) an der Westseite des Dorfes, Wegkreuzung Laafeld-Zelting mit Wandmalereien an allen vier Seiten: Dreifaltigkeit (Süden), Notburga (Westen), Kreuzigungsdarstellung (Norden) und Floriansdarstellung (Osten) durch den Malermeister Fritz aus Radkersburg um 1965 gemalt. 1995 wurde es renoviert und erneuert.&lt;br /&gt;
* im Garten des Hauses &amp;#039;&amp;#039;Majczan&amp;#039;&amp;#039; (Urlaub am Bauernhof, Kernöl-Presse) Votivkreuz mit Madonnennische und Beschriftungen&lt;br /&gt;
* in der Ortsmitte ein Kreuz vor dem Haus Sicheldorf 6 (Hauko-Kreuz) zur Erinnerung an die im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gefallenen Söhne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sicheldorfer Hefte zur Kapellenrenovierung.&amp;#039;&amp;#039; 1995, 1996, 1997.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre FF Sicheldorf&amp;#039;&amp;#039; (Feuerwehrfestschrift mit Kurzchronik).&lt;br /&gt;
* Andrea Haberl-Zemlic: &amp;#039;&amp;#039;Die 5 slowenischen Dörfer im Radkersburger Winkel.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation (Universität Graz), 1998.&lt;br /&gt;
* Josefa Prelog: &amp;#039;&amp;#039;Mein Leben, Gedichte u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;#039;&amp;#039; Drava Verlag, 1998.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Sicheldorf}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bad-radkersburg.gv.at/ Homepage der Gemeinde Radkersburg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=46/40/48/N |EW=16/01/48/E |type=city |region=AT-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4527737-0|VIAF=249391760}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Radkersburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Bezirk Südoststeiermark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Südoststeiermark]]&lt;/div&gt;</summary>
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