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	<title>Shunyata - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Berita: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-04-16T18:51:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shunyata&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]] {{lang|sa|शून्यता|IAST=śūnyatā}}), im Deutschen meist &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leerheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist ein zentraler Begriff des [[Buddhismus]]. Er bedeutet, sehr grob umrissen, dass alle Erscheinungen – da sie durch [[Bedingtes Entstehen|wechselseitige Bedingtheit]] verbunden sind – ohne dauerhaften Wesenskern sind bzw. ohne [[Wesen (Philosophie)|Substanz, Essenz]] oder „Eigenexistenz“. Man sagt also, sie seien „leer von Eigenexistenz“ etc. Wesentlich ist für den Buddhismus, dass auch das menschliche &amp;#039;&amp;#039;[[Ich]]&amp;#039;&amp;#039; hierunter fällt, in der buddhistischen Philosophie ist das Konzept aber auf alle Erscheinungen ausgedehnt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leerheitsbegriff ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Enso.jpg|mini|[[Ensō]] ist das Symbol der Leerheit im [[Zen]]-Buddhismus]]&lt;br /&gt;
Der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Shunyata&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Monier-Williams, Sir Monier (2nd edn, 1899) &amp;#039;&amp;#039;A Sanskrit-English Dictionary&amp;#039;&amp;#039;. Reprinted Motilal Banarsidass, Delhi 1986: p.1085. [http://www.sanskrit-lexicon.uni-koeln.de/cgi-bin/serveimg.pl?file=/scans/MWScan/MWScanjpg/mw1085-zuSkavraNa.jpg Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt; leitet sich unmittelbar aus der buddhistischen Lehre vom [[Anatta|Nicht-Selbst]] ab. Er verweist auf die Substanzlosigkeit aller Phänomene infolge ihrer Abhängigkeit von bedingenden Faktoren, ihrem &amp;#039;&amp;#039;[[Bedingtes Entstehen|bedingten Entstehen]]&amp;#039;&amp;#039; (Sanskrit: &amp;#039;&amp;#039;pratityasamutpada&amp;#039;&amp;#039;, Pali: &amp;#039;&amp;#039;paticca samuppada&amp;#039;&amp;#039;). „Leerheit“ ist eine Umschreibung für das Fehlen eines konstanten Seins, einer Eigennatur und eines beständigen Ich im steten Wandel der Existenz. Die Erscheinungen sind in ihrer Leerheit ohne eigenes Kennzeichen, ohne [[Inhärenz|inhärente]] Eigenschaften und damit nicht mehr als [[Universalienproblem#Semantischer Nominalismus|nominalistische]] Begriffe einer nicht wesenhaften Welt. Die Welt ist keine Welt des [[Sein]]s, sondern des ständigen [[Werden (Philosophie)|Werdens]], in dem es keine festen Substanzen und keine unumstößlichen Realitäten gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entwicklung des Leerheitsbegriffes ==&lt;br /&gt;
=== Pali-Kanon ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Foam - big.jpg|mini|Ein Gleichnis aus den [[Pali]]-Schriften (SN 22.95) vergleicht Form und Gefühle mit Schaum und Blasen]]&lt;br /&gt;
Der Leerheitsbegriff ist an mehreren Stellen des [[Pali-Kanon]]s überliefert. Er wird darin jedoch meist [[adjektiv]]isch verwendet. Ein Zitat aus dem [[Samyutta-Nikaya]] (Die Gruppierte Sammlung), einem Dialog zwischen dem historischen [[Buddha]] und seinem Cousin und Schüler [[Ananda]] ([[5. Jahrhundert v. Chr.|5. Jh. v. Chr.]]), unterstreicht das:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Leer, ist die Welt, leer ist die Welt, o Herr, sagt man. Inwiefern aber wird gesagt, die Welt sei leer?“ – „Was da, Anando, leer von Ich und zum Ich Gehörigen ist, zu dem, Anando, wird gesagt: ‚Leer ist die Welt‘. Was aber ist leer von Ich oder zum Ich Gehörigen? Die sechs Innen- und Außengebiete, die sechs Arten des Bewußtseins, die sechs Berührungen, die achtzehn Gefühle. Das ist leer von Ich und zum Ich Gehörigen.&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle=Samyutta Nikaya 35.85}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zwei [[Sutta]]s des [[Majjhima-Nikaya]] (&amp;#039;&amp;#039;Mahasunnata Sutta&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Culasunnata Sutta&amp;#039;&amp;#039;) taucht allerdings auch die später im [[Mahayana]] übliche, [[Substantivierung|substantivierte]] Form auf, zum Beispiel in der Verbindung &amp;#039;&amp;#039;suññatāvakkanti bhavati&amp;#039;&amp;#039;. In einem Zitat aus dem &amp;#039;&amp;#039;Culasunnata Sutta&amp;#039;&amp;#039; werden die verschiedenen [[Jhana|Versenkungszustände]] der [[Samatha]]-Meditation erläutert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… Weiter sodann, Anando, hat der Mönch den Gedanken ‚Unbegrenzte Bewußtseinsphäre‘ entlassen, den Gedanken ‚Nichtdaseinsphäre‘ entlassen; den Gedanken ‚Grenzscheide möglicher Wahrnehmung‘ nimmt er auf als einzigen Gegenstand. Im Gedanken ‚Grenzscheide möglicher Wahrnehmung‘ erhebt sich ihm das Herz, erheitert sich, beschwichtigt sich, beruhigt sich. Also erkennt er: ‚Spaltungen, die aus dem Gedanken ‚Unbegrenzte Bewußtseinsphäre‘ entständen, die gibt es da nicht, Spaltungen, die aus dem Gedanken ‚Nichtdaseinsphäre‘ entständen, die gibt es da nicht; und nur eine Spaltung ist übrig geblieben, nämlich der Gedanke ‚Grenzscheide möglicher Wahrnehmung‘ als einziger Gegenstand.‘ Er weiß: ‚Weniger geworden ist diese Denkart um den Gedanken ‚Unbegrenzte Bewußtseinsphäre‘, weiß: ‚Weniger geworden ist diese Denkart um den Gedanken ‚Nichtdaseinsphäre‘; und nur einen Reichtum weist sie auf am Gedanken ‚Grenzscheide möglicher Wahrnehmung‘ als einzigen Gegenstand.‘ Um was denn also weniger da ist, darum weniger geworden sieht er es an; und was da noch übrig geblieben ist, davon weiß er: ‚Bleibt dieses, bleibt jenes.‘ Also aber, Anando, kommt diese wahrhafte, unverbrüchliche, durchaus reine Leerheit über ihn herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter sodann, Anando, hat der Mönch den Gedanken ‚Nichtdaseinsphäre‘ entlassen, den Gedanken ‚Grenzscheide möglicher Wahrnehmung‘ entlassen; geistige Einheit ohne Vorstellung nimmt er auf als einzigen Gegenstand. In geistiger Einheit ohne Vorstellung erhebt sich ihm das Herz, erheitert sich, beschwichtigt sich, beruhigt sich.&amp;amp;nbsp;…&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle=Majjhima Nikaya 121}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prädikat „leer“ bezieht sich im frühbuddhistischen Zusammenhang noch ausschließlich auf die Ichlosigkeit und nicht auf eine angenommene letztendliche Bestehensweise der Daseinsfaktoren (Sanskrit: [[dharma]]s, Pali: [[dhamma]]s), insbesondere der fünf [[Skandhas]] in ihrem abhängigen Entstehen, die nach frühbuddhistischer Lehre die gesamte Erfahrungswelt einer Person ausmachen. Das ändert sich später in einigen Schulen des [[Hinayana]], insbesondere in den Schulen des [[Sarvastivada]] und des [[Sautrantika]], die, ausgehend von der Systematik des [[Abhidharma]], diskutieren, ob die Daseinsfaktoren über eine dauerhafte Eigenexistenz (svabhava) verfügen oder nur momenthaft aufblitzen, um im selben Augenblick wieder vollständig zu verlöschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier &amp;#039;&amp;#039;arūpajjhāna&amp;#039;&amp;#039; des Anupada Sutta bilden die Grundlage kosmischer Leerheitsmeditationen, die im [[Dhyana#Nirodha Samāpatti|Nirodha Samāpatti]] des [[Arhat]]s gipfeln : „Wiederum, ihr [[Bhikkhu]]s, mit dem völligen Überwinden des Gebiets von Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung (saññāvedayitanirodham) trat [[Sariputta]] in das Erlöschen von Wahrnehmung und Empfindung ein und verweilte darin“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prajnaparamita-Literatur ===&lt;br /&gt;
In den [[Prajnaparamita]] (Vollkommenheit der Weisheit)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Robert E. Buswell Jr., Donald S. Lopez Jr., |Titel=The Princeton Dictionary of Buddhism, Princeton |Verlag=Princeton University Press |Ort=Princeton |Datum=2014 |ISBN=978-0-691-15786-3 |Seiten=656-657 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;-Schriften des Mahayana (z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Herz-Sutra]]), deren Entstehungszeit um das 1. Jahrhundert v. Chr. anzusiedeln sind, findet der Leerheitsbegriff in der substantivierten Form seinen festen Platz. Es kommt dabei zu einem Bedeutungswandel. Die Daseinsfaktoren, die die gesamte Erfahrungswelt der Person konstituieren, sind nicht nur leer von einem Selbst, sondern leer von jeglicher Eigenexistenz. Alle Wesen, ob verblendet oder erleuchtet, sind demnach im universellen Bedingungszusammenhang des [[Bedingtes Entstehen|pratityasamutpada]] untrennbar miteinander verwoben und in ihrer Leerheit, die daraus resultiert, letztlich nicht voneinander getrennt und unterschiedslos. Es findet eine Universalisierung des Leerheitsaspekts statt. Auf dem Gipfel der Erkenntnis ([[prajna]]) wird keine Unterscheidung mehr getroffen zwischen [[Samsara]] und [[Nirwana|Nirvana]], „bedingt“ und „nichtbedingt“, „existent“ und „nichtexistent“, „gleich“ und „verschieden“. Dies sind [[dualistisch]]e Begriffe, die infolge ihrer Aufeinander-Bezogenheit leer von eigenem Wesen sind und auf die Wirklichkeit, wie sie sich wahrhaft darstellt, nicht zutreffen. Es zeigt sich hier die zunehmend wichtige erlösende Rolle, die im Mahayana der Erkenntnis (prajna) und dem Wissen (jnana) zukommt, da alle Wesen in ihrer Leerheit bereits potentiell erlöst sind und es diese Gegebenheit nur noch zu erkennen gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Madhyamaka ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Nagarjuna and Aryadeva as Two Great Indian Buddhist Scholastics - Google Art Project.jpg|mini|[[Nagarjuna|Nāgārjuna]] und [[Aryadeva|Āryadeva]], zwei klassische indische Philosophen der buddhistischen Leerheitslehre]]&lt;br /&gt;
Mādhyamaka ist eine philosophische Schule des Mahāyāna-Buddhismus, die sich auf die Analyse der Leerheit konzentriert und daher auch als Śūnyatavāda bekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Williams, Anthony Tribe, Alexander Wynne |Titel=Buddhist Thought -  A Complete Introduction to the Indian Tradition |Verlag=Routledge |Ort=London |Datum=2000 |ISBN=0-203-15317-0 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander Wynne |Titel=Early Buddhist Teaching as Proto-śūnyavāda |Sammelwerk=Journal of the Oxford Centre for Buddhist Studies |Verlag=Oxford Centre for Buddhist Studies |Ort=Oxford |Datum=2015-11 |ISSN=2047-1076 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der frühen Literatur des Mahayana findet sich auch der Ansatz für [[Nagarjuna]] (ca. 2. Jahrhundert), auf dessen Wirken die Schule des Mittleren Weges ([[Madhyamaka]]) zurückgeht. Nagarjuna verfolgte den in den Prajnaparamita-Schriften eingeschlagenen Kurs konsequent weiter und berief sich in seiner Argumentation zudem auf die überlieferten Aussagen des Buddha. Die in den buddhistischen Schulen entbrannte Diskussion über den Wirklichkeitsgrad und [[Ontologie|ontologischen]] Status der Daseinsfaktoren brachte ihn dazu, den Leerheitsbegriff weiter auszuarbeiten. Er setzte ihn als didaktisches Werkzeug ein, mithilfe dessen er unheilsame extreme Ansichten wie die des „Seins“ (bhava) oder des „Nichtseins“ (abhava) zurückwies. &amp;#039;&amp;#039;Leerheit&amp;#039;&amp;#039; war für Nagarjuna somit weder ein [[Das Absolute|Absolutes]] noch ein der Vielfalt der Phänomene gegenübergestelltes [[Vakuum]]. Er verwies mit dem Begriff auf die fehlende Eigenexistenz (svabhava) alles Zusammengesetzten und abhängig Entstandenen und machte dabei mehrfach darauf aufmerksam, nicht den Fehler zu begehen, die Leerheit mit einer hinter der Welt liegenden „Realität“ oder einer Ansicht zu verwechseln, die diese Realität repräsentiert. Selbst die Leerheit erklärt Nagarjuna für leer von inhärenter Wirklichkeit. Sie kann nicht widerspruchslos ausgedrückt werden, da jeder Verweis stets eine &amp;#039;&amp;#039;verhüllte Wahrheit&amp;#039;&amp;#039; (samvrtti satya) wiedergibt. Die &amp;#039;&amp;#039;Wahrheit im höchsten Sinn&amp;#039;&amp;#039; (paramartha satya) zeigt sich in der nonverbalen Erkenntnis (prajna) als Leerheit. Seine Methode, den Praktizierenden an die Leerheit heranzuführen, war daher dekonstruktiv: Er versuchte, über den Weg der strikten [[Negation]] jeglichem Anhaften an einer bestimmten Ansicht vorzubeugen und dem „Ergreifen“ ([[Upadana]]) damit von vornherein den Boden zu entziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Yogacara ====&lt;br /&gt;
In der im 4. Jh. gegründete philosophische Schule des [[Yogacara]] ([[Yoga]]-Praxis) werden alle Wahrnehmungen als geistige Projektionen eingestuft. In dieser Schule wurde im Gegensatz zur Negation versucht, die Leerheit positiv zu formulieren. Im Zuge dessen wurden Begriffe entwickelt wie „Schoß des [[Tathagata]]“ (tathagatagharba), „Soheit“ ([[tathata]]), „Dasheit“ (tattva) oder „Reich aller dharmas“ (dharmadhatu), die als Vorboten der später im außerindischen Buddhismus geläufigen Bezeichnung [[Buddha-Natur]] anzusehen sind. Im Yogacara fungiert der Geist als Grundlage von Samsara und Nirvana: ihn gilt es, durch Training ([[Meditation]]) zu erkennen und schlussendlich vollständig zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Leerheit in anderen Systemen ====&lt;br /&gt;
Der umstrittene Begriff der Leere, durch den sich der Buddhismus von weiten Bereichen des [[Hinduismus]], die eine mentale Leere im Bereich des &amp;#039;&amp;#039;Antahkarana&amp;#039;&amp;#039; kennen,&amp;lt;ref&amp;gt;Sri Yuktesvar Giri: &amp;#039;&amp;#039;Die Heilige Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Barth, Weilheim 1949. (Neuausgabe: 2000, ISBN 0-87612-057-5)&amp;lt;/ref&amp;gt; unterscheidet, ist einer unter vielen. So entsteht dem [[Shivaismus]] zufolge Leere&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.universal-path.org/ssutra.html#le |text=Leere im Shivasutra |wayback=20130608084953 |archiv-bot=2019-04-19 11:42:09 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Erlöschen des Wissens. Er wird im &amp;#039;&amp;#039;Svacchanda-Tantra&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.spiritwiki.de/Swacchanda_Tantra Swacchanda Tantra&amp;lt;/ref&amp;gt;, das in Kapitel IV.288-290 sechs Kontemplationen der Leere lehrt, und im Vijnanabhairava-Tantra erläutert. Der &amp;#039;&amp;#039;Madhyadhama&amp;#039;&amp;#039; (zentrale Kanal) wird hier auch als &amp;#039;&amp;#039;sunya&amp;#039;&amp;#039; oder als &amp;#039;&amp;#039;sunyatisunya&amp;#039;&amp;#039; (absolute Leere) bezeichnet. Im [[Radhasoami]] existiert eine solche Leere als &amp;#039;&amp;#039;Maha Sunna (Bhavsaagar)&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ruhanisatsangusa.org/pdf/ss76/ss197601.pdf Mahasunna auf S. 13]&amp;lt;/ref&amp;gt; auf ähnlich hohen Ebenen, darüber existieren aber, wie [[Abhinavagupta]] lehrt, weitere Ebenen. In der mystischen Tradition des Judentums der [[Kabbala]] existiert eine solche Leere als &amp;#039;&amp;#039;Belima&amp;#039;&amp;#039; (Was-los) zusammen mit &amp;#039;&amp;#039;Reschit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.universal-path.org/sephscho.htm#bel |text=Belima |wayback=20100710193921 |archiv-bot=2019-04-19 11:42:09 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Müller: [http://www.archive.org/stream/MN41992ucmf_3/MN41992ucmf_3_djvu.txt &amp;#039;&amp;#039;Der Sohar und seine Lehre. Einleitung in die Gedankenwelt der Kabbalah.&amp;#039;&amp;#039;] 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die philosophische Grundlage für die Zahl [[Null]] und damit des [[Dezimalsystem]]s war wahrscheinlich die &amp;#039;&amp;#039;Shunyata&amp;#039;&amp;#039; Philosophie von Nagarjuna.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.uni-ulm.de/uni/intgruppen/memosys/shunya01.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Logik der Lehre von der Leere: Die Shunyata des Nagarjuna&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=2003.07.30-045310}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Hindi]] heißt „Null“ heute noch &amp;#039;&amp;#039;shunya&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. findet sich in Inschriften ein Punkt oder ein Kreis als Symbol für die „Leere“ („śūnya“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmuth Gericke |Titel=Geschichte des Zahlbegriffs |Verlag=Bibliographisches Institut |Ort=Mannheim |Datum=1970 |Seiten=47}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der japanische Philosoph [[Nishitani Keiji]] (1900–1990) sieht im [[Philosophie|philosophischen]] Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Entäußerung]]&amp;#039;&amp;#039;, der unter anderem von [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel|Hegel]], [[Johann Gottlieb Fichte|Fichte]], [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling|Schelling]] und [[Karl Marx|Marx]] geprägt wurde, auch Parallelen zum Shunyata-Konzept.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Buddhismus wurde oft vorgeworfen, er sei eine [[Nihilismus|nihilistische]] Lehre. Eine Ursache dafür sind negative Formulierungen, die in buddhistischen Texten prominent vorkommen, etwa die Serie von Verneinungen im Herz-Sutra oder der Begriff Shunyata, die aber differenzierte Interpretationen erfordern (und die als analog zur [[Negative Theologie|negativen Theologie]] des [[Christentum]]s diskutiert werden können).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abgrenzung zu westlichen Vorstellungen ====&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Entgegen der westlichen Vorstellung von Nichts (im Sinne eines physikalischen Vakuums oder einer Abwesenheit) beinhaltet der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Shunyata&amp;#039;&amp;#039; also gleichzeitig das Potential der Entstehung von Phänomenen („Form ist nichts anderes als Leere, und Leere ist nichts anderes als Form“, Herz-Sutra). Diese Kernaussage des Mahayana zielt darauf ab, dass es unmöglich ist, durch die beiden extremen Weltanschauungen der Vernichtungslehre (ucchedavada) und des [[Eternalismus]] ([[Sasatavada]]) die wahre Natur des Geistes (und somit aller Erscheinungen) zu ergründen; eben der „Mittelweg“ (daher: &amp;#039;&amp;#039;[[Mittlerer Weg]]&amp;#039;&amp;#039;, Sanskrit: &amp;#039;&amp;#039;madhyamapratipad&amp;#039;&amp;#039;) führt schließlich zur Erkenntnis von [[Prajnaparamita]] – der letztendlichen (englisch &amp;#039;&amp;#039;ultimate&amp;#039;&amp;#039;) Weisheit, mit der nichts anderes als &amp;#039;&amp;#039;Shunyata&amp;#039;&amp;#039; gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kenosis]]&lt;br /&gt;
* [[Entäußerung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* The fifth [[Dalai Lama]]: &amp;#039;&amp;#039;Practice of Emptiness.&amp;#039;&amp;#039; The Perfection of Wisdom Chapter of the Fifth Dalai Lama’s „Sacred Word of Manjushri“. Library of Tibetan Works and Archives, Dharamsala 1974.&lt;br /&gt;
* [[Nishitani Keiji]]: &amp;#039;&amp;#039;Was ist Religion?&amp;#039;&amp;#039; deutsche Übertragung von Dora Fischer-Barnicol, Frankfurt am Main 1982.&lt;br /&gt;
* Nishitani, Keiji: &amp;#039;&amp;#039;Religion and Nothingness&amp;#039;&amp;#039;. The University of California Press, Berkeley 1982, ISBN 0-520-04946-2.&lt;br /&gt;
* Christian Thomas Kohl: [https://www.yumpu.com/de/document/view/55671082/christian-thomas-kohldoc-pdf] (PDF; 83&amp;amp;nbsp;kB) auf: &amp;#039;&amp;#039;www.yumpu.com&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Weber (Indologe)|Bernhard Weber-Brosamer]], Dieter M. Back: &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie der Leere. Nāgārjunas Mulamadhyamaka-Karikas&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 2005, ISBN 3-447-05250-3. (Übersetzung des buddhistischen Basistexts mit kommentierenden Einführungen)&lt;br /&gt;
* Kalupahana, David (1991). Mulamadhyamakakarika of Nagarjuna. Motilal Banarsidass. ISBN 81-208-0774-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://rywiki.tsadra.org/index.php/emptiness Leere Rywiki]&lt;br /&gt;
* [http://www.accesstoinsight.org/canon/sutta/majjhima/mn121.html 121. Leerheit I – Cūlasuññata Sutta]. Majjhima Nikāya, Mittlere Sammlung&lt;br /&gt;
* Thanissaro Bhikkhu (Übers.) (1997), [http://www.accesstoinsight.org/tipitaka/mn/mn.122.than.html Maha-suññata Sutta], Majjhima Nikaya 122, The Greater Discourse on Emptiness&lt;br /&gt;
* Thanissaro Bhikkhu (Übers.) (1997), [http://www.buddhismtoday.com/english/texts/samyutta/sn22-95.html Phena Sutta], Samyutta Nikaya XXII.95, Foam&lt;br /&gt;
* Thanissaro Bhikkhu (Übers.) (1997), SN 35.85, [http://www.accesstoinsight.org/tipitaka/sn/sn35/sn35.085.than.html Suñña Sutta]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4197401-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mahayana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Berita</name></author>
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