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	<title>Shoshonen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Shoshone| Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Shoshone (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Shoshoni tipis.jpg|mini|[[Tipi]]s der Shoshone]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Beadedmoccasins.jpg|mini|Glasperlen-[[Mokassin]]s der Shoshonen aus Wyoming um 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shoshonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(bevorzugte [[Transkription (Schreibung)|Schreibweise]] in [[Ethnologie|ethnologischer]] Fachliteratur)&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schoschonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;([[Eindeutschung|eingedeutschte]] Schreibweise, vorwiegend in älterer [[Belletristik|belletristischer]] Literatur und [[gemeinsprachlich]] verwendet)&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shoshone&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;([[Englische Sprache|englische]] Vorgabe)&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man drei regionale [[Dialekt]]- bzw. Stammesgruppen der [[Indianer Nordamerikas]], die jeweils Varianten des [[Shoshoni]] sprachen, einer [[Numic-Sprachen|zentralen Numic-Sprache]], historisch jedoch nie eine politische Einheit oder [[Volksstamm|Stammesidentität]] entwickelten. „Shoshone“ ist somit ein Sammelbegriff für folgende Gruppen in den [[Nordamerikanische Kulturareale|Kulturarealen]] des [[Großes Becken|Großen Beckens]] und der [[Prärie-Indianer|nördlichen Great Plains]], die sich wie die meisten [[Indigene Völker|indigenen Völker]] je nach Dialekt einfach als „Volk“ bzw. „Menschen“ bezeichneten: die [[Westliche Shoshone|Westlichen Shoshonen]], die [[Nördliche Shoshone|Nördlichen Shoshonen]] und die [[Östliche Shoshone|Östlichen Shoshonen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Shoshonen“ wurden historisch zudem oftmals die [[Gosiute|Gosiute (Kutsipiuti)]], [[Timbisha|Timbisha (Tümpisa Shoshoni)]] (&amp;#039;&amp;#039;Koso Shoshone&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Panamint Shoshone&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;California Shoshone&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;(Northern) Death Valley Shoshone&amp;#039;&amp;#039;) und [[Kawaiisu]] (&amp;#039;&amp;#039;Southern Death Valley Shoshone&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tehachapi Valley Shoshone&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Zudem werden die „Gosiute“ und „Timbisha“ heute meist kulturell zu den „Westlichen Shoshonen“ gezählt und auf Grund ihrer Stammesgebiete als „Südliche Shoshonen“ bezeichnet, obwohl sie sich selbst als eigenständige [[Ethnie]]n und nicht als „Shoshonen“ identifizieren. Die „Kawaiisu“ stehen sprachlich-kulturell den [[Chemehuevi]] der [[Südliche Paiute|Südlichen Paiute]] am nächsten und identifizieren sich daher heute als „[[Paiute]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wurden als &amp;#039;&amp;#039;Snake Indians&amp;#039;&amp;#039; („Schlangen-Indianer“) verbündete „Nördliche Shoshonen“, „[[Nördliche Paiute]]“ und „[[Bannock]]“ (einst eine Splittergruppe der „Nördlichen Paiute“) zwischen den [[Cascade Mountains]] ostwärts bis zur [[Snake River Plain]], entlang des [[Snake River]]s und [[Owyhee River]]s bezeichnet, die oftmals zweisprachige „Paiute-Bannock-Shoshone Bands“ bildeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden als &amp;#039;&amp;#039;„Snake Indians“&amp;#039;&amp;#039; oft nur noch „Nördliche Paiute Bands“ im Grenzgebiet von Nevada, Oregon und Idaho bezeichnet. Die &amp;#039;&amp;#039;Sai Dukadu/Sai&amp;#039;dökadö&amp;#039;&amp;#039; („[[Teichbinsen|Teichbinsen (Tule)]]-Esser“, meist &amp;#039;&amp;#039;Saidyuka&amp;#039;&amp;#039; genannt) im Osten Oregons, die meist unter ihren [[Klamath (Sprache)|Klamath]]-Bezeichnungen bekannten &amp;#039;&amp;#039;Yahuskin / Yahooskin&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Goyatöka&amp;#039;&amp;#039; – „[[Flusskrebse|Flusskrebs]]-Esser“) an den Ufern des Goose Lakes, Silver Lakes, Warner Lakes und Harney Lakes und entlang des Sprague Rivers und die &amp;#039;&amp;#039;Walpapi&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Hunipuitöka&amp;#039;&amp;#039; – „Hunipui-Wurzel-Esser“) entlang des Deschutes Rivers, Crooked Rivers und John Day Rivers wurden ebenfalls oft als „Shoshonen“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da viele der erwähnten Gruppen Varianten der Numic-Sprachen sprachen und oftmals untereinander verbündet bzw. in zweisprachigen Bands organisiert waren, wurden „Westliche und Nördliche Shoshonen“ manchmal auch als „Paiute“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Westlichen Shoshonen“ und „Gosiute“ wurden zusammen mit „[[Paiute|Nördlichen und Südlichen Paiute]]“ von den Siedlern verächtlich &amp;#039;&amp;#039;Diggers&amp;#039;&amp;#039; („Ausgräber“, „Gräber“) oder &amp;#039;&amp;#039;Digger Indians&amp;#039;&amp;#039; genannt (wahrscheinlich, da sie im Boden mit einem [[Grabstock]] nach essbaren Wurzeln gruben). Diese Bezeichnung wird heute von den Indigenen als beleidigend zurückgewiesen. Ohne das Wissen der Indianer über essbare [[Wildpflanze]]n, [[Wildkraut|Wildkräuter]] und Wurzeln hätten vermutlich viele der ersten europäischen Siedler auf ihren Wagenzügen Hunger gelitten. Nachdem sie die [[Great Plains]] überquert hatten, gingen die mitgeführten Vorräte oft zur Neige. Die Frauen der Pioniere lernten von den Indianerinnen, wie man essbare [[Pflanzenknolle|Knollen]] ausgräbt und kocht, und konnten so die dürftige Ernährung verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Shoshonen hatten ein riesiges Streif- und Wandergebiet in [[Wyoming]], [[Montana]] und Teilen von [[Idaho]], [[Utah]], [[Colorado]], [[Nevada]], [[Oregon]] und [[Kalifornien]]. In Idaho, Wyoming und Montana wurden von Shoshonen angefertigte Felsmalereien untersucht, die in der [[Paläoindianer|paläo-indianischen]] Epoche um etwa 10.000 v. Chr. gemacht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Great Basin in den USA: Forscher datieren Felskunst auf 12.000 Jahre |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2022-01-28 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/panorama/great-basin-in-den-usa-forscher-datieren-felskunst-auf-12-000-jahre-a-c041f78d-0245-434c-ba92-7813448a9034 |Abruf=2022-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Meinrat O. Andreae, Tracey W. Andreae |Titel=Archaeometric studies on rock art at four sites in the northeastern Great Basin of North America |Sammelwerk=PLOS ONE |Band=17 |Nummer=1 |Datum=2022-01-26 |ISSN=1932-6203 |DOI=10.1371/journal.pone.0263189 |PMC=8791535 |PMID=35081173 |Seiten=e0263189 |Online=https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0263189 |Abruf=2022-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Shoshonen bestanden aus verschiedenen Stämmen (englisch &amp;#039;&amp;#039;[[Band (Indianerstamm)|bands]]&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Lokale Gemeinschaften|lokalen Gruppen]] &amp;#039;&amp;#039;(local bands)&amp;#039;&amp;#039;, die zwar allgemein entweder den Nördlichen, Östlichen oder Westlichen Shoshonen zugerechnet werden, jedoch nie eine politische Einheit oder eine Stammesidentität entwickelten (anders als beispielsweise die [[Cheyenne (Volk)|Cheyenne]] oder [[Lakota]] auf den Plains).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich [[Jäger und Sammler]], domestizierten vor allem die Nördlichen und Östlichen Shoshonen zu Beginn des 18. Jahrhunderts das Pferd und begannen die [[Bison]]jagd. Der 1849 einsetzende Goldrausch zwang sie in langwierigen Widerstand. Im Jahr 2000 gab es laut einer durchgeführten Volkszählung etwa 12.000 Shoshonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Die Shoshonen sprechen/sprachen das [[Shoshoni|Shoshoni (Sosoni&amp;#039; da̲i̲gwape oder newe da̲i̲gwape)]], ein [[Dialektkontinuum]] bestehend aus den regionalen Dialekten des „Nördlichen Shoshoni“, „Westlichen Shoshoni“, „Gosiute“ und „Östlichen Shoshoni“. Zusammen mit den als eigenständigen Sprachen betrachteten Timbisha (Nümü nangkawih oder Sosoni nangkawih) (ebenfalls ein Dialektkontinuum) der „Timbisha“ und dem [[Comanche (Sprache)|Comanche (Nʉmʉ Tekwapʉ̲)]] der [[Comanchen|Comanchen (Nʉmʉnʉʉ)]] (ursprünglich eine Splittergruppe der „Östlichen Shoshonen“) bildet es das „Zentrale Numic“ der [[Numic-Sprachen]] der [[Uto-Aztekische Sprachen|uto-aztekischen Sprachfamilie]]. Das [[Kawaiisu (Sprache)|Kawaiisu (Nɨwɨ&amp;#039;abigidɨ / Nüwü&amp;#039;abigidü)]] der „Kawaiisu (Nɨwɨ / Nüwü)“ bildet zusammen mit dem „Colorado River Numic (Ute–Southern Paiute)“ der [[Ute (Volk)|Ute]], [[Chemehuevi|Chemehuevi (Nüwüwü)]] und [[Südliche Paiute|Südlichen Paiute (Nuwuvi)]] das „Südliche Numic“ der Numic-Sprachen; daher identifizieren sich die Kawaiisu heute sprachlich-kulturell als „Paiute“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensherkunft sowie Bezeichnungen ==&lt;br /&gt;
Die Herkunft der Stammesbezeichnung „Shoshonen“ ist bis heute umstritten. Wahrscheinlich leitet sich die Bezeichnung aus Begriffen ihrer Sprache ab: &amp;#039;&amp;#039;sihun/sihun-na&amp;#039;&amp;#039; – „hochstehendes/hohes [[Gras]]“, &amp;#039;&amp;#039;soni/so&amp;#039;-nip&amp;#039;&amp;#039; – „jegliche Art von Gras (auch: [[Heu]])“ oder &amp;#039;&amp;#039;sonip/sonipeh&amp;#039;&amp;#039; – „[[Straußgräser]]“ und später als &amp;#039;&amp;#039;Sosoni/Sosona&amp;#039;&amp;#039; – „Volk des Grases“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.yumpu.com/en/document/read/17612205/eastern-shoshone-working-dictionary-wyoming-linguistics Eastern Shoshone Working Dictionary]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://shoshoniproject.utah.edu/language-materials/shoshoni-dictionary/dictionary.php?sho_search=&amp;amp;english_search=people&amp;amp;search=Search Shoshone Language Project - Shoshoni Dictionary (inklusive Panamint/Timbisha und Gosiute/Goshute)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, vermutlich da sie ursprünglich meist [[Wigwam|Grashütten (Wickiups)]] bewohnten oder sich größtenteils von verschiedenen Gräsern und Wurzeln ernährten. Die einzelnen Gruppen nannten sich je nach Dialekt oftmals einfach &amp;#039;&amp;#039;Neme, Newe, Nümü&amp;#039;&amp;#039; – „Mensch“, „Person“ bzw. &amp;#039;&amp;#039;Nemenee, Newenee, Nümmi&amp;#039;&amp;#039; – „die Menschen“, „das Volk“, wörtlich&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bmslr.org/books/Uto-Aztecan%20A%20Comparative%20Vocabulary.pdf Brian D. Stubbs: Uto-Aztecan: A Comparative Vocabulary]&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Jene, die umherziehen, sich immer bewegen [um ihren Lebensunterhalt in traditioneller Lebensweise als Sammler und Jäger zu bestreiten].“&amp;lt;ref&amp;gt;Der Hauptgrund für die Wanderung aller Numic-sprachiger Völker war das Jagen und Sammeln, ihre traditionelle Existenzgrundlage, so kam es auch zur Bedeutung „traditionelle Lebensweise“. Die oftmals verdoppelte bzw. wiederholte Form - z.&amp;amp;nbsp;B. im Comanche von &amp;#039;&amp;#039;Nʉmʉ / Nïmi&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Nʉmʉnʉʉ / Nïmini&amp;#039;&amp;#039; bedeutete wörtlich „[das Wild] verfolgen, hetzen“ bzw. gibt die immer wiederkehrende Tätigkeit des Gehens wieder&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Nördlichen und Östlichen Shoshonen“ wurden in der historischen Fachliteratur im Englischen oft als &amp;#039;&amp;#039;Snakes&amp;#039;&amp;#039; („Schlangen“) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Snake Indians&amp;#039;&amp;#039; („Schlangen-Indianer“) oder im Französischen als &amp;#039;&amp;#039;Gens du Serpent&amp;#039;&amp;#039; („Schlangenvolk“) bezeichnet, die [[Arapaho]] und [[Gros Ventre]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2024-05 |url=http://www.ancollege.edu/library/images/Gros_Ventre_Student_Dictionary.pdf |text=English - Gros Ventre/White Clay Student Dictionary |archivebot=2024-05-09 22:59:12 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; nannten sie &amp;#039;&amp;#039;Siisiiyeiniixoneihii&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Síisííyaaninénnoh&amp;#039;&amp;#039; („[Klapper]Schlangen-Esser“); auch die Anfang des 18. Jhd. von den „Östlichen Shoshonen“ abgespaltenen [[Comanche (Volk)|Comanchen (Nʉmʉnʉʉ)]] waren unter den [[Cheyenne (Volk)|Cheyenne]] als &amp;#039;&amp;#039;Shǐshǐnoats-hitäneo / Šé&amp;#039;šenovotsétaneo&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039; („Schlangenvolk“) und unter den [[Kiowa]] als &amp;#039;&amp;#039;Bodalk Inago&amp;#039;&amp;#039; („Schlangenvolk“) bzw. &amp;#039;&amp;#039;Sanko&amp;#039;&amp;#039; („Schlangen“) bekannt. Meist wird &amp;#039;&amp;#039;„Nʉmʉnʉʉ“&amp;#039;&amp;#039;, das Autonym der Comanchen, als „die Menschen“, „das Volk“ wiedergegeben, jedoch gibt es eine weitere Deutung als „auf dem Bauch kriechend wie eine Schlange“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.webonary.org/comanche?s=snake&amp;amp;search=Search&amp;amp;key=&amp;amp;search_options_set=1&amp;amp;match_whole_words=1&amp;amp;displayAdvancedSearchName=0 Webonary – Dictionaries and Grammars of the World - Comanche Dictionary]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich leitet sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Snakes&amp;#039;&amp;#039; („Schlangenvolk“) aus einer Verkennung des Symbols für die „Shoshonen“ in der [[Gebärdensprache]] der Stämme auf den [[Great Plains]] (einer schlangenartigen Bewegung der Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger) her. Diese Handbewegung nimmt Bezug auf das Weben von [[Gras]]matten und das Errichten von Grashütten durch die „Shoshonen“; diese verwendeten hierfür hoch wachsende Gräser, die sie als &amp;#039;&amp;#039;soshoni&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten. In der Gebärdensprache auf den Plains (der sog. Plains Indian Sign Language / PISL) waren die Comanchen als „Schlangen“ (mit der Bedeutung „Feind“) bekannt, was auf ihre Verwandtschaft mit den „Shoshonen“ verweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere die „Westlichen Shoshonen“ waren unter vielen benachbarten Stämmen als &amp;#039;&amp;#039;„Grashütten-Volk“&amp;#039;&amp;#039; bzw. als &amp;#039;&amp;#039;„Volk des vielen Grases“&amp;#039;&amp;#039; bekannt, da viele „Westliche Shoshone Bands“ meist in [[Wigwam|Grashütten (Wickiups)]] wohnten oder sich größtenteils von verschiedenen Gräsern und Wurzeln ernährten; so nannten die Arapaho sie &amp;#039;&amp;#039;Hiiwoxú&amp;#039;o.owú3i&amp;#039;&amp;#039; („sie haben Hütten aus Gras“). Da die „Westlichen Shoshonen“ das Pferd weder zum Reiten, Transportieren noch zum Krieg führen nutzten, nannten sie sich &amp;#039;&amp;#039;So-so-goi&amp;#039;&amp;#039; („Jene, die zu Fuß reisen“) oder &amp;#039;&amp;#039;Shoshoko&amp;#039;&amp;#039; („Jemand, der ein Pferd findet“), im Englischen wurden diese Gruppen daher verächtlich und mitleidig als &amp;#039;&amp;#039;Walker Shoshone&amp;#039;&amp;#039; („zu Fuß gehende Shoshonen“) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Shoshonen“ wurden von den Cheyenne oft einfach &amp;#039;&amp;#039;Sósone&amp;#039;eo&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039;, von den Arapaho &amp;#039;&amp;#039;Sósoni&amp;#039;ííteen&amp;#039;&amp;#039; und von den [[Lakota]] &amp;#039;&amp;#039;Súsuni&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://zia.aisri.indiana.edu/~dictsearch/cgi-bin/testengltoxsrchNP.pl?host=zia&amp;amp;pass=&amp;amp;hasfont=&amp;amp;srchlang=English&amp;amp;srchstring=Shoshoni&amp;amp;database=teton&amp;amp;srchtype=AND&amp;amp;sortlang=English&amp;amp;sndformat=ra&amp;amp;maxhits=200&amp;amp;find=Run_Search AISRI Dictionary Database Search - Lakhota Dictionary]&amp;lt;/ref&amp;gt;, diese Bezeichnungen könnten Adaptionen der verschiedenen Eigenbezeichnungen als &amp;#039;&amp;#039;Sosoni/Sosona&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;So-so-goi&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Shoshoko&amp;#039;&amp;#039; sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmte Shoshonen der Gegenwart sind die Schwestern [[Mary Dann|Mary]] und [[Carrie Dann]], die 1993 den [[Right Livelihood Award]] erhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dialekt- und Stammesgruppen der Shoshonen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rabbit-Tail.jpg|hochkant|mini|Rabbit-Tail, Shoshone]]&lt;br /&gt;
Die Shoshonen werden heute allgemein auf Grund der Geographie sowie der damit verbundenen unterschiedlichen adaptierten Lebensweise und Kultur der verschiedenen Bands/Gruppen in drei große geographisch-kulturelle Dialekt- und Stammesgruppen unterteilt; diese Unterscheidung wurde jedoch erst durch die europäischen Siedler unternommen, die Shoshonen selbst kannten eine solche nicht; zudem gibt es auch keine &amp;#039;&amp;#039;eindeutige&amp;#039;&amp;#039; kulturelle Grenze zwischen den Stammesgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Nördliche Shoshone]]&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Neme&amp;#039;&amp;#039; „Mensch“, „Person“, Plural: &amp;#039;&amp;#039;Nemenee&amp;#039;&amp;#039; – „die Menschen“, „das Volk“; die „Nördlichen Shoshonen“ wurden ihrerseits nochmals nach ihren geografischen Heimatgebieten in vier regionalen Großgruppen unterteilt, deren Bands jeweils nach ihren primären Nahrungsquellen benannt waren, ihre Stammesgebiete lagen im heutigen Nordosten Nevada, in Idaho, im Westen Wyomings und Nordosten Utahs.)&lt;br /&gt;
:*Mountain Shoshone Bands (ca. 1.200 Angehörige)&lt;br /&gt;
:**Lemhi Shoshone (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Akaitikka, Agaidika&amp;#039;&amp;#039; – „[[Lachse|Lachs]]-Esser“, lebten im Lemhi River Valley entlang des Lemhi River, einem Nebenfluss des [[Salmon River (Idaho)|Salmon River]] sowie am Oberlauf des Salmon River und entlang des [[Snake River|Middle und Lower Snake River]] in der [[Snake River Plain]] sowie in der Lemhi Range und den Beaverhead Mountains im Grenzgebiet von Idaho und Montana. Ursprünglich hatten sie die gleiche Lebensweise wie die „Tukudeka“, als sie jedoch im 18. Jhd. das Pferd als Reittier übernahmen, entwickelten sie sich zu nomadischen Plains-Indianern und zogen auf die Nördlichen Plains zur Bisonjagd; bezeichneten sich ab da zumeist als &amp;#039;&amp;#039;Kuccuntikka, Kuchun-deka, Guchundeka, Kutsindüka&amp;#039;&amp;#039; – „[[Amerikanischer Bison|Büffel/Bison]]-Esser“.)&lt;br /&gt;
:**Mountain Sheepeaters (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Tukudeka, Tuku-deka, Tukkutikka, Dukundeka&amp;#039;&amp;#039; – „Schaf-Esser“, „[[Dickhornschaf]]-Esser“, „Fleisch-Esser“, lebten entlang des Salmon River und der Sawtooth Range/Mountains und Salmon River Mountains, entlang des Upper Payette River, in den [[Bitterroot Mountains]] in Idaho sowie in den Bergen im Süden Montanas, in der [[Wind River Range]] und im [[Yellowstone-Nationalpark]] im Nordwesten Wyomings, zudem wanderten sie bis zu den Oberläufen des Beaverhead River und [[Yellowstone River]]s im Süden Montanas, wurden als &amp;#039;&amp;#039;Toyani / Doyahinee&amp;#039;&amp;#039; – „Volk der Berge“ bzw. auf Grund oftmaliger Mischehen mit benachbarten Bannock als &amp;#039;&amp;#039;Banaiti Doyanee&amp;#039;&amp;#039; – „Bannock der Berge“ bezeichnet.)&lt;br /&gt;
:*Nordwestliche Shoshone Bands (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;So-so-goi&amp;#039;&amp;#039; – „Jene, die zu Fuß reisen“, ihre heutige Bezeichnung bezieht sich auf die geographische Lage ihres Stammesterritoriums, das &amp;#039;&amp;#039;nördlich&amp;#039;&amp;#039; der „Westlichen Shoshonen“ und &amp;#039;&amp;#039;westlich&amp;#039;&amp;#039; der anderen „Nördlichen Shoshone Bands“ im Nordosten Nevadas, im Süden Idahos und Westen Utahs lag, übernahmen erst Mitte des 19. Jhd. das Pferd als Reittier, unterteilten sich wiederum in drei geographische Hauptgruppen, ca. 1.300 Angehörige.)&lt;br /&gt;
:**Bannock Creek Shoshone Bands (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Kammitikka, Kamu-deka&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Kamodika&amp;#039;&amp;#039; – „[[Kaninchen]]-Esser“, „[[Eselhase]]n-Esser“, lebten im Nordwesten Utahs und Süden Idahos entlang des Snake River und am Great Salt Lake, vom Bannock Creek und Arbon Valley beanspruchten sie das Gebiet vom Raft River bis zum Portneuf River und der Portneuf Range. Ihr Gebiet umfasste einen Teil des 1867 gegründeten Fort Hall Reservats. Eine kleine Gruppe zog auf die Wind River Reservat und ist möglicherweise identisch mit den &amp;#039;&amp;#039;Hukundüka/Hukan-deka&amp;#039;&amp;#039;, gliederten sich in drei Bands, ca. 400 Angehörige.)&lt;br /&gt;
:**Bear Lake Shoshone Bands (auch: &amp;#039;&amp;#039;Grouse Creek Shoshone&amp;#039;&amp;#039;, Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Painkwitikka, Pengwideka, Penkwitikka&amp;#039;&amp;#039; – „Fisch-Esser“, lebten im Allgemeinen nördlich der „Cache Valley Shoshone Bands“ von McCammon bis Bear Lake entlang des Bear River und des Logan River in der Grenzregion zwischen Idaho und Utah und weiter bis zur kontinentalen Wasserscheide, ca. 400 Angehörige; werden manchmal auch zu den „Westlichen Shoshonen“ gerechnet.)&lt;br /&gt;
:**Cache Valley Shoshone Bands (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Painkwitikka, Pengwideka, Penkwitikka&amp;#039;&amp;#039; – „Fisch-Esser“, waren im Südosten Idahos und Norden Utahs beheimatet und hatten ihren Hauptstützpunkt im [[Cache Valley]], von ihnen als &amp;#039;&amp;#039;Seuhubeogoi&amp;#039;&amp;#039; – „Tal der Weiden“ bezeichnet sowie am Unterlauf des Bear River unweit der späteren Grenze zu Wyoming. Sie wurden am 29. Januar 1863 beim [[Gefecht am Bear River]] („Massaker am Boa Ogoi, d.&amp;amp;nbsp;h. am Bear River“) von den California Volunteers von Colonel P. E. Connor praktisch ausgelöscht, ca. 450 Angehörige; werden manchmal auch zu den „Westlichen Shoshonen“ gerechnet.)&lt;br /&gt;
:**Weber Utes (lebten weiter südlich entlang des Weber River bis zum Großen Salzsee in Utah, weil es oft zu Heiraten mit der benachbarten &amp;#039;&amp;#039;Cumumba („Jene, die anders sprechen“) Band&amp;#039;&amp;#039; der [[Ute (Volk)|Nördlichen Ute]] kam, sprachen sie mit einem leichten „Ute-Akzent“ und wurden fälschlich gewöhnlich „Weber-Utes“ genannt – sind jedoch ethnisch in erster Linie Shoshonen, ca. 400 Angehörige.)&lt;br /&gt;
:*Westliche Bands der Nördlichen Shoshone (&amp;#039;&amp;#039;Yahandeka / Yahantikka / Yakandika&amp;#039;&amp;#039; – „[[Murmeltiere|Murmeltier]]-Esser“, bilinguale Nördliche Shoshonen-Nördliche Paiute/Bannock Bands, unterteilten sich wiederum in drei geographische Hauptgruppen, ca. 3.400 Angehörige.)&lt;br /&gt;
:**Boise (River) Shoshone Bands (bilinguale lokale Nördliche Shoshonen und &amp;#039;&amp;#039;Koa&amp;#039;aga&amp;#039;itöka Band&amp;#039;&amp;#039; der Nördlichen Paiute vom Lower Boise River bis zum [[Payette River]].)&lt;br /&gt;
:**Bruneau (River) Shoshone Lokalgruppen (bilinguale Nördliche Shoshonen-Nördliche Paiute Lokalgruppen – keine Band/Gruppen-Organisation, lebten hauptsächlich südlich des Snake River entlang des Bruneau River und vom Goose Creek bis zum [[Owyhee River]] im Südwesten von Idaho, bestanden aus lokalen Nördlichen Shoshonen und den &amp;#039;&amp;#039;Tagötöka/Taga Ticutta&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Wadadökadö/Wadatika&amp;#039;&amp;#039; Bands der Nördlichen Paiute.)&lt;br /&gt;
:**Weiser Shoshone Bands (heute wird als indigener Name manchmal &amp;#039;&amp;#039;Shewoki / Sohuwawki Shoshone&amp;#039;&amp;#039; genannt, da sie ihr Stammesgebiet entlang des Lower Weiser River bis zu New Plymouth als &amp;#039;&amp;#039;Shewoki, Si.wo.kki?i&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Su:woki&amp;#039;&amp;#039; – „von Weiden gestreift“ bzw. „Reihe von Weiden“ bezeichneten, bilinguale Nördliche Shoshonen-Nördliche Paiute Bands aus Bruneau und Boise Shoshone sowie &amp;#039;&amp;#039;Wadadökadö/Wadatika&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Koa&amp;#039;aga&amp;#039;itöka&amp;#039;&amp;#039; Bands der Nördlichen Paiute.)&lt;br /&gt;
:*Fort Hall Shoshone Bands (&amp;#039;&amp;#039;Boho&amp;#039;inee, Pohogwe, Pohoini&amp;#039;&amp;#039; – „[[Wüsten-Beifuß]]-Esser“, bilinguale Nördliche Shoshonen-Bannock Bands der [[Snake River Plain]] im Südosten von Idaho, lebten in der [[Wind River Range]] und im [[Wind River Basin]], entlang des Snake River bis zu den Upper und Lower Salmon Falls bei [[Hagerman (Idaho)|Hagerman]], überwinterten im Gebiet des später dort errichteten Handelspostens [[Fort Hall]] und beanspruchten auch die [[Camas County|Camas Prairie]] im Süden Idahos, oftmals einfach auch als „Sho-Bans“ bezeichnet.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Westliche Shoshone]]&amp;#039;&amp;#039; (Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Newe&amp;#039;&amp;#039; – „Mensch“, „Person“, Plural: &amp;#039;&amp;#039;Newenee&amp;#039;&amp;#039; – „die Menschen“, „das Volk“; lebten in mehreren Bands vom Death Valley und Panamint Valley in Kalifornien in Zentral-Idaho, Nordwesten von Utah, Zentral-Nevada und bis zum Death Valley und Panamint Valley in Kalifornien, nannten sich &amp;#039;&amp;#039;So-so-goi&amp;#039;&amp;#039; – „Jene, die zu Fuß reisen“ oder &amp;#039;&amp;#039;Shoshoko&amp;#039;&amp;#039; – „Jemand, der ein Pferd findet“, daher im Englischen oftmals als &amp;#039;&amp;#039;Walker Shoshone&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ca. 8.000 Angehörige.)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nativeamericannetroots.net/diary/1300 &amp;#039;&amp;#039;Shoshone.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Östliche Shoshone]]&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Wyoming Shoshone&amp;#039;&amp;#039; genannt, Eigenbezeichnung: &amp;#039;&amp;#039;Neme, Nemi, Newi&amp;#039;&amp;#039; – „Person“, Plural: &amp;#039;&amp;#039;Nemenee, Nenemi, Newenee&amp;#039;&amp;#039; – „das Volk“, ihre Stammesgebiete in Wyoming, im Norden von Colorado und Montana liegen geographisch im Great Basin und am Westrand der Great Plains, hatten jedoch bereits im 18. Jhd. als eine der ersten Völker das Pferd als Transport- und Reittier sowie als Kriegspferd übernommen und waren in die Plains bis nach Kanada vorgestoßen, ab ca. 1750 mussten sie sich jedoch nach Süden und Westen ins Vorgebirge und in die Randgebiete der Plains vor der [[Blackfoot|Blackfoot-Konföderation]] und der [[Cree|Nehiyaw]]-[[Assiniboine|Pwat (Cree-Assiniboine)-Konföderation]] zurückziehen, ca. 2.000 Angehörige.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Westliche Shoshonen ===&lt;br /&gt;
Die Westliche Shoshonen unterschieden sich von den Nördlichen und Östlichen Shoshonen dadurch, dass sie keine Pferde besaßen und sich deshalb nicht an der [[Amerikanischer Bison|Bisonjagd]] in den [[Great Plains]] beteiligten. Zusammen mit den benachbarten Bannock und Paiute wurden sie oft von den Europäern verächtlich auch als &amp;#039;&amp;#039;Diggers&amp;#039;&amp;#039; („Gräber“) bezeichnet, da sie mittels eines Grabstocks das Erdreich nach essbaren [[Wurzel (Pflanze)|Wurzeln]], [[Gräser]]n, [[Same (Pflanze)|Samen]] und Tieren durchsuchten. Im Gegensatz zu ihren Verwandten entwickelten die Westliche Shoshonen keine auf dem Pferd basierende [[Nomaden|nomadische]] [[Prärie-Indianer|Plains-Kultur]]. Die Westliche Shoshonen bewohnten meist einfache, mit Gras-, Weiden- und Rindenmatten oder Tierfellen bedeckte Strauchhütten, die sog. [[Wickiup]]s. Auf Wanderschaft errichteten sie, falls es die Jahreszeit und das Wetter zuließen, meist einfache Windschirme (span. &amp;#039;&amp;#039;ramada&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nördliche und Östliche Shoshonen ===&lt;br /&gt;
Die kulturellen Unterschiede zwischen den Nördlichen und den Östlichen Shoshonen waren gering. Die Grenze zwischen den beiden Kategorien basiert auf geografisch unterschiedlichen Siedlungsorten sowie darauf, dass für die Nördliche Shoshonen der [[Fischfang]], besonders von [[Lachse]]n, wesentlich bedeutender war als für die Östliche Shoshonen. Ergänzt wurden der Fischfang und die Bisonjagd zudem durch das Sammeln von Wildwurzeln, Beeren sowie die Hirsch- und Antilopenjagd. Kulturell standen die Nördliche Shoshonen den Plateau-Stämmen (wie den [[Flathead (Volk)|Flathead]], [[Coeur d’Alene (Volk)|Coeur d’Alene]] u. a.) etwas näher als der Plains-Kultur. Zudem traten sie als Zwischenhändler von Artikeln aus den Bergen und Plateaus wie auch aus den Plains auf. Die westlichen Stämme der Nördliche Shoshonen lebten wie die Westliche Shoshonen in Wickiups, nutzten auf der Bisonjagd aber auch das [[Tipi]], wohingegen die östlichen Stämme meist Tipis bewohnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Östlichen Shoshonen waren zusammen mit den Nördlichen Shoshonen die ersten Stämme, die auf den nördlichen Plains gegen 1700 Pferdezucht betrieben und diese im Krieg gegen benachbarte Stämme einsetzten. Das Pferd ermöglichte es diesen Shoshonen-Gruppen, größere Strecken auf den Raub- und Kriegszügen als ihre unberittenen Feinde zurückzulegen, überraschende Überfälle zu unternehmen sowie auf den offenen Plains gegnerische Krieger einfach niederzureiten oder flüchtende Feinde einzuholen. Die überzähligen Pferde lieferten sie im Tauschhandel an befreundete Stämme, wie die [[Absarokee]], Flathead, Coeur d’Alênes und [[Nez Percé]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab 1750 benachbarte Stämme, wie die [[Blackfoot]] oder [[Sioux]] (Lakota, Nakota, Dakota), neben Pferden im Gegensatz zu den Shoshonen zudem auch noch über Schusswaffen verfügten, kehrten sich die Machtverhältnisse um, und die einst mächtigen, bei ihren Nachbarn ehrfürchtig als &amp;#039;&amp;#039;Snakes&amp;#039;&amp;#039; („Schlangen“) bezeichneten Östlichen Shoshonen mussten die meisten Gebiete auf den Plains wieder aufgeben und sich in deren Randzonen, mit den schützenden Rocky Mountains im Rücken, zurückziehen. Zur jährlichen Bisonjagd versammelten sich stets große Gruppen der Östliche Shoshonen, um im jetzigen Stammesgebiet ihrer Feinde auf die Jagd zu gehen. Wie andere Plains-Stämme auch bewohnten die Östliche Shoshonen geräumige Tipis und lebten hauptsächlich von der Bisonjagd, ergänzt wie bei ihren nördlichen Vettern durch die Jagd sowie das Sammeln von Wurzeln und Gräsern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die ersten hellhäutigen Amerikaner gegen 1800 Gruppen der Östlichen Shoshonen (sowie der Nördlichen Shoshonen) trafen, konnten sich die alten Krieger und deren Angehörige noch an ihre vormalige Heimat östlich auf den Plains erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reservate ==&lt;br /&gt;
[[Datei:American Indian Reservations and Other Indian Trust Lands Bureau of Indian Affairs Western Region.jpg|mini|Reservate im Westen der USA (Karte des [[Bureau of Indian Affairs]])]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Battle Mountain Reservation&amp;#039;&amp;#039;, [[Lander County]], [[Nevada]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Big Pine Reservation&amp;#039;&amp;#039;, zentrales [[Owens Valley]], [[Inyo County]], [[Kalifornien]]; [[Paiute|Owens Valley Paiute Shoshone]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bishop Community of the Bishop Colony&amp;#039;&amp;#039;, nördliches [[Owens Valley]], Inyo County, Kalifornien;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Death Valley Indian Community&amp;#039;&amp;#039;, [[Furnace Creek (Kalifornien)|Furnace Creek]], [[Death Valley National Park]], Kalifornien; Timbisha Shoshone&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duck Valley Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039;, südliches Idaho/nördliches Nevada, (Westliche) Shoshone-Paiute Stämme&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duckwater Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039;, in [[Duckwater]], [[Nevada]], ungefähr 121 km entfernt von Ely.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Elko Indian Colony&amp;#039;&amp;#039;, [[Elko County]], Nevada&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ely Shoshone Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039; in [[Ely (Nevada)|Ely]], Nevada, 0,45&amp;amp;nbsp;km², 500 Einwohner&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fallon Paiute-Shoshone Reservation&amp;#039;&amp;#039; nahe [[Fallon (Nevada)|Fallon]], Nevada, 33&amp;amp;nbsp;km², 991 Einwohner, Westliche Shoshonen und Paiute&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fort Hall Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039;, 2.201&amp;amp;nbsp;km² in [[Idaho]], Lemhi Shoshone mit den [[Bannock]], einer Gruppe der [[Paiute]], mit denen sie sich vereinigten&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fort McDermitt Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039;, Nevada and Oregon, Fort McDermitt Paiute und Shoshonen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Goshute Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039;, 449&amp;amp;nbsp;km² in Nevada und Utah, Westliche Shoshonen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lemhi Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039; (1875–1907) in Idaho, Lemhi Shoshone, aus der Fort Hall Reservation vertrieben&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lone Pine Community of the Lone Pine Reservation&amp;#039;&amp;#039;, unteres [[Owens Valley]], [[Inyo County]], Kalifornien; Owens Valley Paiute Shoshone&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Northwestern Shoshone Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039;, [[Utah]], Nordwestliche Gruppen der Shoshonen Nation von Utah (Washakie)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://indian.utah.gov/utah_tribes/shoshoni.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Northwestern Band of Shoshone Tribal Profile.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20130404081753}} In: &amp;#039;&amp;#039;Utah Division of Indian Affairs.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 23. Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reno-Sparks Indian Colony&amp;#039;&amp;#039;, Nevada, 8&amp;amp;nbsp;km², insgesamt 481 Shoshonen, Paiute und [[Washoe (Volk)|Washoe]] Gruppen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Skull Valley Indian Reservation&amp;#039;&amp;#039; 73&amp;amp;nbsp;km² in Utah, Westliche Shoshonen&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;South Fork Odgers Ranch Indian Colony&amp;#039;&amp;#039;, [[Elko County]], Nevada&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wells Indian Colony&amp;#039;&amp;#039;, Elko County, Nevada&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Wind River Reservation]]&amp;#039;&amp;#039;, Bevölkerung 2.650 Östliche Shoshonen, 9,178&amp;amp;nbsp;km² der Reservation in Wyoming werden geteilt mit Nördlichen [[Arapaho]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste indigener Völker Nordamerikas]]&lt;br /&gt;
* [[Sacajawea]]&lt;br /&gt;
* [[Washakie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Shoshoni|Shoshone}}&lt;br /&gt;
* [http://www.trailtribes.org/lemhi/making-treaties.htm Northern Shoshoni treaties]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.greatbasinheritage.org/elyshoshone.htm |text=Ely Shoshone Reservation |wayback=20090628152137}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.greatbasinheritage.org/goshute.htm |text=Goshute Indian Reservation |wayback=20090418042014}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gbcnv.edu/gbia/ Great Basin Indian Archives]&lt;br /&gt;
* [https://www.rsic.org/ Reno-Sparks Indian Colony]&lt;br /&gt;
* [https://www.temoaktribe.com/ Te-Moak Tribe of the Western Shoshone Indians of Nevada]&lt;br /&gt;
* [https://timbisha.org/ Timbisha Tribe of the Western Shoshone Nation]&lt;br /&gt;
* [https://www.nativeweb.org/pages/legal/shoshone/ruby_valley.html U.S. Treaty with the Western Shoshone 1863, Ruby Valley]&lt;br /&gt;
* [http://www.wsdp.org/ Western Shoshone Defense Project]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.windriverhistory.org/exhibits/sheepeaters/Resources/Dominick.pdf |text=The Sheepeaters |wayback=20131111153907}}&lt;br /&gt;
* Christopher Loether: &amp;#039;&amp;#039;[https://plainshumanities.unl.edu/encyclopedia/doc/egp.na.105.html Shoshones.]&amp;#039;&amp;#039; Eintrag bei &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of the Great Plains.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4248318-9}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianerstamm in Wyoming]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianerstamm in Montana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianerstamm in Idaho]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianerstamm in Utah]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianerstamm in Nevada]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indianerstamm in Oregon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilder Westen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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