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	<title>Shor-Algorithmus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T20:30:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Shor-Algorithmus&amp;diff=139679&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Fehlende praktische Anwendbarkeit */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-12-22T23:21:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fehlende praktische Anwendbarkeit: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shor-Algorithmus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Algorithmus]] aus dem [[Teilgebiete der Mathematik|mathematischen Teilgebiet]] der [[Restklassenring]]e innerhalb der [[Zahlentheorie]], der Mittel der [[Quanteninformatik]] benutzt. Er berechnet einen [[Nichttrivialer Teiler|nichttrivialen Teiler]] einer [[Zusammengesetzte Zahl|zusammengesetzten Zahl]] und zählt somit zur Klasse der [[Faktorisierungsverfahren]]. Er ist einer der wichtigsten [[Quantenalgorithmus|Quantenalgorithmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Algorithmus wurde 1994 von [[Peter Shor]] veröffentlicht, der damals bei den [[Bell Laboratories|AT&amp;amp;T Bell Laboratories]] beschäftigt war. Die Arbeit trägt den Titel &amp;#039;&amp;#039;Polynomial-Time Algorithms for Prime Factorization and Discrete Logarithms on a Quantum Computer&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SHOR&amp;quot;&amp;gt;Peter W. Shor: &amp;#039;&amp;#039;Polynomial-Time Algorithms for Prime Factorization and Discrete Logarithms on a Quantum Computer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;SIAM Journal on Computing.&amp;#039;&amp;#039; 26/1997, S. 1484–1509, {{arXiv|quant-ph/9508027}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin wird auch noch ein zweiter Algorithmus zur Berechnung des [[Diskreter Logarithmus|diskreten Logarithmus]] beschrieben, der ebenfalls als Shor-Algorithmus bezeichnet wird. Im Allgemeinen wird diese Bezeichnung jedoch für das Faktorisierungsverfahren verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fehlende praktische Anwendbarkeit ==&lt;br /&gt;
Für praktisch relevante Aufgabenstellungen ist der Shor-Algorithmus mit Stand 2020 nicht anwendbar, da keine hinreichend großen und fehlerarmen [[Quantencomputer]] zur Verfügung stehen. Um eine Zahl &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;N&amp;lt;/math&amp;gt; [[Dualsystem|Binärstellen]] (d.&amp;amp;nbsp;h., &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;2^N&amp;lt;/math&amp;gt;) zu faktorisieren, benötigt ein Quantencomputer ein [[Quantencomputer#Quantenregister, Verschränkung|Quantenregister]], dessen Größe mindestens linear mit der Zahl der Binärstellen wächst. Der ursprüngliche Algorithmus von Shor benötigt &amp;#039;&amp;#039;3N&amp;#039;&amp;#039; [[Qubit]]s, die beste bekannte Variante kommt mit &amp;#039;&amp;#039;2N+3&amp;#039;&amp;#039; Qubits aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiEk2019&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Craig Gidney, Martin Ekerå |Titel=How to factor 2048 bit RSA integers in 8 hours using 20 million noisy qubits |Sammelwerk=Quantum |Band=5 |Datum=2019-05-23 |Seiten=433 |Fundstelle=Tabellen 1 und 2 |Sprache=en |arXiv=1905.09749 |DOI=10.22331/q-2021-04-15-433}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Zahlen gelten für einen idealen (fehlerfreien) Quantencomputer. In der Praxis ist es nötig, [[Quantenfehlerkorrektur]]verfahren zu verwenden. Dann werden um einen (großen, aber in &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039; konstanten) Faktor &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; mehr physische Qubits benötigt, wobei &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039; sehr stark von der Fehlerrate und dem verwendeten Fehlerkorrekturcode abhängt. Schätzungen gehen davon aus, dass für eine 2048-bit-Zahl 10 bis 100 Millionen Qubits benötigt werden&amp;lt;ref name=&amp;quot;GiEk2019&amp;quot; /&amp;gt; (im fehlerfreien Fall wären es nur einige tausend). Eine Forschungsgruppe des [[Vereinigte Staaten|US-amerikanischen]] Unternehmens [[IBM]] hat beispielsweise im Jahr 2001 einen Quantencomputer mit sieben Qubits eingesetzt, um die Zahl 15 in die Faktoren 5 und 3 zu zerlegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VANDER&amp;quot;&amp;gt;[[Lieven Vandersypen]], Matthias Steffen, Gregory Breyta, Costantino S. Yannoni, Mark H. Sherwood und [[Isaac Chuang|Isaac L. Chuang]]: &amp;#039;&amp;#039;Experimental realization of an order-finding algorithm with an NMR quantum computer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; 414/2001, S. 883–887, [[doi:10.1038/414883a]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Shor-Algorithmus ist für die [[Kryptographie]] sehr bedeutend, weil er einen nichttrivialen Teiler &amp;#039;&amp;#039;essenziell schneller&amp;#039;&amp;#039; findet als [[Faktorisierungsverfahren|klassische Algorithmen]]: Während diese subexponentielle, jedoch deutlich höher als polynomielle [[Laufzeit (Informatik)|Laufzeit]] benötigen, hat der Shor-Algorithmus nur [[Polynomialzeit|polynomielle Laufzeit]]. Dies stellt beispielsweise eine Gefahr für die häufig zur verschlüsselten [[Datenübertragung]] verwendeten [[RSA-Kryptosystem]]e dar, deren Sicherheit gerade auf der Annahme beruht, dass kein Faktorisierungsverfahren mit polynomieller Laufzeit existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Der Shor-Algorithmus ist ein [[probabilistischer Algorithmus]]. In einigen, je nach Anzahl der Wiederholungen beliebig wenigen, Fällen führt er zu keinem Ergebnis; der Algorithmus zählt somit zur Klasse der [[Monte-Carlo-Algorithmus|Monte-Carlo-Algorithmen]].&lt;br /&gt;
* Eingabe: Eine zusammengesetzte Zahl &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Ausgabe: Ein nichttrivialer Faktor von &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Laufzeit: &amp;lt;math&amp;gt;O\left( (\log\, n)^3 \right)&amp;lt;/math&amp;gt; Gatteroperationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zahlentheoretischer Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Der Algorithmus von Shor ist eine für Quantencomputer angepasste Version eines Algorithmus für [[Primzahltest]]s von [[Michael O. Rabin|M. O. Rabin]] (1976), bei der die Faktorisierung einer Zahl auf die Bestimmung der Ordnung in &amp;lt;math&amp;gt;\Z_n&amp;lt;/math&amp;gt; zurückgeführt wird (siehe [[Miller-Rabin-Test]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Die grundlegende Idee ist, dass man die [[Faktorisierung]] auf die Bestimmung der [[Ordnung eines Gruppenelementes|Ordnung]] zurückführen kann. Diese Bestimmung lässt sich mit Hilfe der [[Quanten-Fouriertransformation]] effektiv durchführen. Man teilt den Algorithmus deshalb häufig in einen &amp;#039;&amp;#039;klassischen Teil&amp;#039;&amp;#039; zur Reduzierung des Problems und einen &amp;#039;&amp;#039;Quantenteil&amp;#039;&amp;#039;, der das Restproblem effizient löst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassischer Teil ===&lt;br /&gt;
# Wähle eine Zahl &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;1&amp;lt;x&amp;lt;n&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Bestimme den &amp;lt;math&amp;gt;\textrm{ggT}(x,n)&amp;lt;/math&amp;gt; (ggT bezeichnet den [[Größter gemeinsamer Teiler|größten gemeinsamen Teiler]], der z.&amp;amp;nbsp;B. mittels des [[Euklidischer Algorithmus|Euklidischen Algorithmus]] berechnet werden kann). Falls das Ergebnis ungleich 1 ist, gib dies als Lösung zurück und terminiere. Sonst fahre mit dem nächsten Schritt fort.&lt;br /&gt;
# Bestimme mit Hilfe des Quantenteils (s. u.) die Ordnung &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; von &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; in der [[Prime Restklassengruppe|primen Restklassengruppe]] &amp;lt;math&amp;gt;(\mathbb Z/n\mathbb Z)^\times&amp;lt;/math&amp;gt;, d.&amp;amp;nbsp;h. das kleinste &amp;lt;math&amp;gt;r\in\mathbb{N}&amp;lt;/math&amp;gt;, so dass &amp;lt;math&amp;gt;x^r\equiv 1 \pmod n&amp;lt;/math&amp;gt;. Schritt 2 stellte sicher, dass ein solches &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; existiert.&lt;br /&gt;
# Beginne erneut bei 1, falls:&lt;br /&gt;
## &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; ungerade ist, oder&lt;br /&gt;
## &amp;lt;math&amp;gt;x^{r/2}\equiv -1 \pmod n&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Gib &amp;lt;math&amp;gt;\textrm{ggT}(x^{r/2} + 1, n)&amp;lt;/math&amp;gt; als Lösung zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lösung im letzten Schritt ====&lt;br /&gt;
Betrachte das Produkt (&amp;lt;math&amp;gt;x^{r/2}-1&amp;lt;/math&amp;gt;) · (&amp;lt;math&amp;gt;x^{r/2} +1&amp;lt;/math&amp;gt;) = &amp;lt;math&amp;gt;x^r -1&amp;lt;/math&amp;gt;. Wir wissen:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;x^r -1 \equiv 0 \pmod n&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;amp;nbsp; &amp;amp;nbsp; wegen Schritt 3,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;x^{r/2}+1 \not\equiv 0 \pmod n&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;amp;nbsp; &amp;amp;nbsp; wegen Schritt 4, und&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;x^{r/2}-1 \not\equiv 0 \pmod n&amp;lt;/math&amp;gt;, &amp;amp;nbsp; &amp;amp;nbsp; wegen Schritt 3, da &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; die kleinste Zahl mit &amp;lt;math&amp;gt;x^r -1\equiv 0 \pmod n&amp;lt;/math&amp;gt; ist und &amp;lt;math&amp;gt;{r/2} &amp;lt; r&amp;lt;/math&amp;gt; gilt.&lt;br /&gt;
Aus alldem zusammen folgt, dass &amp;lt;math&amp;gt;x^{r/2} -1&amp;lt;/math&amp;gt;  nichttriviale Teiler von &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; enthält; der [[Euklidischer Algorithmus|euklidische Algorithmus]] zur Berechnung des &amp;lt;math&amp;gt;\textrm{ggT}&amp;lt;/math&amp;gt; liefert diese Teiler in Polynomialzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anzahl Iterationen für die Teilerfindung ====&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit, bei zufälliger Wahl von &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; keinen Teiler zu erhalten, beträgt maximal &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{1}{2^{k-1}}&amp;lt;/math&amp;gt;, wobei &amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt; die Anzahl voneinander verschiedener Primfaktoren von &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; (außer 2) ist. Bei einer aus nur zwei Primfaktoren zusammengesetzten Zahl (worst case) erhält man pro Durchgang mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/2 eine Lösung, nach &amp;lt;math&amp;gt;t&amp;lt;/math&amp;gt; Durchgängen immer noch keinen Erfolg zu haben, hat die Wahrscheinlichkeit &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac{1}{2^t}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quantenteil ===&lt;br /&gt;
# Bestimme &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt; als Potenz von 2 mit &amp;lt;math&amp;gt;n^2 \le q &amp;lt; 2n^2&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Initialisiere das erste Quantenregister (Eingaberegister) mit der [[Superposition (Physik)|Superposition]] (siehe [[Qubit]]) aller Zustände &amp;lt;math&amp;gt;a \bmod q&amp;lt;/math&amp;gt; (&amp;lt;math&amp;gt;a&amp;lt;/math&amp;gt; ist eine Zahl kleiner als &amp;lt;math&amp;gt;q&amp;lt;/math&amp;gt;).&amp;lt;br /&amp;gt;Dies führt in den Zustand:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\frac {1}{q^{1\;\!\!/2}} \sum_{a=0}^{q-1} | a \rangle \ | 0 \rangle&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Initialisiere das zweite Register (Ausgaberegister) mit der Superposition der Zustände &amp;lt;math&amp;gt;x^a \bmod n&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;Das Ergebnis ist der Zustand:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\frac {1}{q^{1\;\!\!/2}} \sum_{a=0}^{q-1} | a \rangle \ | x^a \bmod n \rangle&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Führe auf dem ersten Register die [[Quanten-Fouriertransformation]] durch, wobei&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{QFT} \left( | a \rangle \right) = \frac {1}{q^{1\;\!\!/2}} \sum_{c=0}^{q-1} e^{2\pi i\;\! ac/q} \ | c \rangle&amp;lt;/math&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;so dass sich ergibt:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\frac {1}{q} \ \sum_{a=0}^{q-1} \ \sum_{c=0}^{q-1} e^{2\pi i\;\! ac/q} \ | c \rangle \ | x^a \bmod n \rangle&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
# Führe eine Messung durch (entnimm den Inhalt der Register). Die Wahrscheinlichkeit für den Zustand &amp;lt;math&amp;gt;\left| c, x^k \bmod n\right\rangle&amp;lt;/math&amp;gt; mit &amp;lt;math&amp;gt;0 &amp;lt; k &amp;lt; r&amp;lt;/math&amp;gt; ergibt sich zu:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\Biggl| \frac {1}{q}\!\! \ \sum_{a: x^a \equiv x^k}\!\!\! e^{2\pi i\;\! ac/q} \Biggr|_{}^{\,2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt;Hierfür gilt die Beziehung &amp;lt;math&amp;gt;a\equiv k\!\!\!\! \mod r&amp;lt;/math&amp;gt;  bzw.  &amp;lt;math&amp;gt;a=br+k&amp;lt;/math&amp;gt;, sodass wir schreiben können:&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\Biggl| \frac {1}{q} \ \sum_{b} e^{2\pi i \left(br + k\right)c/q} \Biggr|^{\,2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&amp;lt;br /&amp;gt; Diese diskrete Funktion verfügt durch Amplifikation über charakteristische Maxima für Werte einer Variablen &amp;lt;math&amp;gt;d \in \mathbb{Z}&amp;lt;/math&amp;gt;, die die Beziehung&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;lt;math&amp;gt;\left| \frac {c}{q} - \frac {d}{r} \right| \le \frac {1}{2q}&amp;lt;/math&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;erfüllen. Es lässt sich zeigen, dass es für die angegebenen Beziehungen von &amp;lt;math&amp;gt;q,r&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; höchstens einen solchen Wert bei festem &amp;lt;math&amp;gt;c&amp;lt;/math&amp;gt; gibt.&amp;lt;br /&amp;gt;Damit lässt sich &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; berechnen, falls &amp;lt;math&amp;gt;d&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; [[Teilerfremdheit|teilerfremd]] sind.&amp;lt;br /&amp;gt;Die Wahrscheinlichkeit für diesen Fall beträgt mindestens &amp;lt;math&amp;gt;\tfrac {\phi (r)}{3r}&amp;lt;/math&amp;gt; oder &amp;lt;math&amp;gt;\Omega\!\left(\tfrac {1}{\log \log r}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;, das heißt, wir erhalten &amp;lt;math&amp;gt;r&amp;lt;/math&amp;gt; mit hoher Wahrscheinlichkeit nach &amp;lt;math&amp;gt;O (\log \log r)&amp;lt;/math&amp;gt; Wiederholungen.&lt;br /&gt;
# Gib den berechneten Wert &amp;lt;math&amp;gt;r^\prime&amp;lt;/math&amp;gt; zurück, wenn er tatsächlich die Ordnung von &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; ist, ansonsten wiederhole das Experiment.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=M. Homeister |Titel=Quantum Computing verstehen |Auflage=5 |Verlag=Springer Vieweg |Ort=Wiesbaden |Datum=2018 |ISBN=978-3-658-22883-5 |Seiten=223 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=B. Lenze |Titel=Mathematik und Quantum Computing |Auflage=2 |Verlag=Logos Verlag |Ort=Berlin |Datum=2020 |ISBN=978-3-8325-4716-5 |Seiten=89 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=R. J. Lipton, K. W. Regan |Titel=Quantum Algorithms via Linear Algebra: A Primer |Verlag=MIT Press |Ort=[[Cambridge]] |Datum=2014 |ISBN=978-0-262-02839-4 |Seiten=97 ff. |Sprache=en|Online = {{Google Buch| BuchID= ajPBBQAAQBAJ}} }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Michael Nielsen|M. A. Nielsen]], [[Isaac Chuang|I. L. Chuang]] |Titel=Quantum Computation and Quantum Information |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2010 |ISBN=978-1-107-00217-3 |Seiten=234 ff. |Sprache=en|Online=https://profmcruz.files.wordpress.com/2017/08/quantum-computation-and-quantum-information-nielsen-chuang.pdf}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=W. Scherer |Titel=Mathematik der Quanteninformatik |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin / Heidelberg |Datum=2016 |ISBN=978-3-662-49079-2 |Seiten=206 ff.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=C. P. Williams |Titel=Explorations in Quantum Computing |Auflage=2 |Verlag=Springer-Verlag |Ort=London |Datum=2011 |ISBN=978-1-84628-886-9 |Seiten=272 ff. |Sprache=en}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=IBM Research Division |Titel=IBM’s Test-Tube Quantum Computer Makes History; First Demonstration Of Shor’s Historic Factoring Algorithm |Verlag=ScienceDaily |Datum=2001-12-20 |Sprache=en |Online=https://www.sciencedaily.com/releases/2001/12/011220081620.htm |Abruf=2021-07-08}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Burkhard Lenze: &amp;#039;&amp;#039;Mathematik und Quantum Computing&amp;#039;&amp;#039; [https://gatekeeper-ng.informatik.fh-dortmund.de/personen/professoren/lenze/mqc-www.pdf  &amp;#039;&amp;#039;Ergänzungsmaterial zum gleichnamigen Buch&amp;#039;&amp;#039;] Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Shor-Algorithmus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Burak Aktas: &amp;#039;&amp;#039;Quantum Computing und Shor-Algorithmus&amp;#039;&amp;#039; [https://oparu.uni-ulm.de/xmlui/bitstream/handle/123456789/26053/quantum_computing.pdf Online] [[Universität Ulm]] 2019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faktorisierungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quanteninformatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
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