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	<title>Shih Ming-teh - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-11-11T19:58:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Shih Ming-teh 20141201.jpg|mini|Shih Ming-teh, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Shih Ming-teh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Zh|t=施明德|p=Shī Míngdé}}, [[Taiwanische Sprache|taiwanisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Sì Bêng-tek&amp;#039;&amp;#039;, genannt &amp;#039;&amp;#039;Nori;&amp;#039;&amp;#039; * [[15. Januar]] [[1941]] in [[Kaohsiung]], [[Taiwan (Insel)|Taiwan]]; † [[15. Januar]] [[2024]] in [[Taipeh]], Taiwan&amp;lt;ref&amp;gt;CNA Taiwan: [https://focustaiwan.tw/politics/202401150001 &amp;#039;&amp;#039;Former DPP Chairman Shih Ming-teh dies at age 83.&amp;#039;&amp;#039;], In: Focus Taiwan – CNA English News (Taiwan), 15. Januar 2024, abgerufen am 15. Januar 2024. (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein taiwanischer [[Politiker]] und [[Bürgerrechtler]] und gehörte zu den prominentesten politischen Persönlichkeiten Taiwans. Zur Zeit der [[Kuomintang]]-Diktatur war er als Dissident mit Unterbrechungen insgesamt über 25 Jahre im Gefängnis. Im Jahr 2006 erregte er großes Aufsehen, als er einen monatelangen Massenprotest gegen seinen ehemaligen Weggefährten, den der [[Korruption]] beschuldigten Präsidenten [[Chen Shui-bian]] organisierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre und erste Inhaftierung ==&lt;br /&gt;
Im Anschluss an den [[Zwischenfall vom 28. Februar 1947]] hatte Shih Ming-teh im Alter von sechs Jahren vor dem Bahnhof seiner Heimatstadt Kaohsiung die Hinrichtung dreier Jugendlicher mitangesehen, die von der [[Nationalrevolutionäre Armee|Kuomintang-Armee]] des Aufruhrs beschuldigt worden waren. Sein Vater wurde verhaftet und starb kurze Zeit danach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Nachruf: Shih Ming-teh |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2024-01-19 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/shih-ming-teh-83-nachruf-a-8d9eaf36-3c8e-4350-b30a-506d6a12fa04 |Abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In seinen Erinnerungen bezeichnet Shih dieses Erlebnis als prägend für sein späteres Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Antritt seines [[Streitkräfte der Republik China|Wehrdienstes]] 1959 meldete sich Shih für die [[Offizierschule|Offiziersschule]] an, mit dem verwegenen Plan, dereinst in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten die Kuomintang-Diktatur durch einen [[Putsch|Militärputsch]] zu stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/read/youth.html |wayback=20110724124423 |text=Archivierte Kopie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 wurde Shih, während er als Soldat auf der Insel [[Lieyu]] ([[Kinmen]]) stationiert war, unter der Anschuldigung festgenommen, er habe sich an einer Verschwörung beteiligt, die die [[Taiwan-Konflikt|Unabhängigkeit Taiwans]] zum Ziel hatte. Zusammen mit mehr als 30 weiteren Verdächtigen, darunter auch zwei seiner älteren Brüder, der Dichter und Maler [[Shih Ming-cheng]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.iudicium.de/katalog/86205-156.htm| hrsg=iudicium Verlag| titel=Nachwort des Übersetzers zu „&amp;#039;&amp;#039;Todesdurst&amp;#039;&amp;#039;“| datum=Mai 2019| zugriff=2024-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der damalige Medizinstudent [[Shih Ming-hsiung]], wurde er inhaftiert und gefoltert, allerdings wurde ihm erst 1964, fast zwei Jahre später, der Prozess gemacht. Da die Behörden in ihm den Drahtzieher der Verschwörung vermuteten, wurde er unter Aberkennung sämtlicher Bürgerrechte zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich 1970 im Gefängnis von [[Taiyuan (Taiwan)|Taiyuan]] ([[Taitung]]), wo Shih inhaftiert war, eine Revolte ereignete, wurde Shih der Mitwirkung beschuldigt (Shih selbst bestritt stets seine Beteiligung). Die Behörden verschärften seine Haftbedingungen und er wurde in Isolationshaft gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/read/memorial.html |wayback=20120207032525 |text=Archivierte Kopie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des Präsidenten [[Chiang Kai-shek]] 1975 kündigte sein Sohn und Nachfolger [[Chiang Ching-kuo]] Amnestien für [[Politischer Gefangener|politische Gefangene]] an. Am 16. Juni 1977 wurde auch Shih Ming-teh nach 15-jähriger Inhaftierung freigelassen. Im Sommer 1978 feierte er eine Hochzeit, zu welcher auch der frühe Oppositionelle und Publizist [[Lei Zhen]] kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katherine Lee |Titel=Taiwan&amp;#039;s dissidents |Sammelwerk=Index on Censorship |Band=9 |Nummer=6 |Datum=1980-12 |ISSN=0306-4220 |DOI=10.1080/03064228008533140 |Seiten=48 |Online=http://journals.sagepub.com/doi/10.1080/03064228008533140 |Abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kaohsiung-Vorfall und zweite Inhaftierung ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung engagierte sich Shih in der [[Dangwai]]-Bewegung, die in Opposition zur Kuomintang-Diktatur stand. Im Mai 1979 wirkte er bei der Gründung der oppositionellen Zeitschrift „Formosa“ mit und übernahm den Posten des Hauptgeschäftsführers. Infolge einer in Kaohsiung veranstalteten prodemokratischen Demonstration am [[Tag der Menschenrechte]] (10. Dezember 1979) geriet die Zeitschrift in Konflikt mit der Staatsgewalt, was zum [[Kaohsiung-Vorfall]] und einer gegen die Opposition gerichteten Verhaftungswelle führte. Shih konnte sich zunächst seiner Verhaftung entziehen, wurde aber schließlich doch gefasst. Er und sieben weitere prominente Dissidenten, die „Acht von Kaohsiung“, kamen im März/April 1980 vor ein Militärgericht und wurden zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt, wobei Shih Ming-teh ein zweites Mal zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und damit die längste Strafe aller Angeklagten erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.taiwandc.org/hst-1979.htm The “Kaohsiung Incident” of 1979]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Anwälten der Verteidigung zählte der spätere Präsident Chen Shui-bian.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Inhaftierung trat Shih mehrmals aus Protest gegen die Kuomintang-Diktatur in Hungerstreik, wie etwa 1983 nach der Ermordung des Professors [[Chen Wen-cheng]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.twhistory.org.tw/20010702.htm |wayback=20221127134822 |text=Truth, finding the perpetrator, and recollection: The 20th anniversary of the Chen Wen-chen incident}} (Taiwanische Gesellschaft für Geschichtswissenschaft)&amp;lt;/ref&amp;gt;, hinter der Aktivitäten der Geheimpolizei vermutet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 begann Shih einen weiteren Hungerstreik mit der Forderung nach Aufhebung des (seit 1949 bestehenden) Kriegsrechts, Aufklärung der politischen Morde, Einführung demokratischer Strukturen in Taiwan und die Freilassung aller nach dem Kaohsiung-Vorfall verhafteten Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 80er Jahren trat Taiwan Schritt für Schritt aus dem Schatten der Diktatur. Der innen- und außenpolitische Druck auf das Regime wuchs, und im Juli 1987 verkündete Präsident Chiang die Aufhebung des seit 1949 bestehenden Kriegsrechts. Damit verbunden wurde den noch verbliebenen politischen Gefangenen eine Amnestie in Aussicht gestellt. Shih lehnte seine Freilassung jedoch ab, weil er darauf bestand, dass zusätzlich zur Freilassung der Gefangenen auch sämtliche im Zusammenhang mit dem Kaohsiung-Vorfall ausgesprochenen Urteile annulliert werden sollten. Erst als der neue Präsident [[Lee Teng-hui]] alle betreffenden Prozesse für ungültig erklärte, willigte Shih in die Freilassung ein und verließ im Mai 1990 das Gefängnis.&amp;lt;ref&amp;gt;«施明德與魏京生對談錄 &amp;#039;&amp;#039;Shi Mingde yu Wei Jingsheng duitan lu&amp;#039;&amp;#039;», Taipeh, Linking Publishing 2002, S. 120 und S. 193&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere politische Karriere ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung trat Shih der 1986 gegründeten Oppositionspartei DPP ([[Demokratische Fortschrittspartei (Taiwan)|Demokratische Fortschrittspartei]]) bei. 1992 leitete er eine Kampagne, in der die direkte und freie Wahl des Präsidenten der Republik China gefordert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.formosamedia.com.tw/weekly/post_881.html |archive-is=20130113230023 |text=總統直選 台灣法理獨立日}}, Wochenzeitschrift „Yushan“, 12. März 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde Shih zum Parteivorsitzenden der DPP gewählt. Nach der Niederlage des DPP-Kandidaten [[Peng Ming-min]] in der ersten direkten und demokratischen [[Präsidentenwahl in der Republik China (Taiwan) 1996|Präsidentenwahl Taiwans 1996]] übernahm Shih die Mitverantwortung für die Niederlage und trat von seinem Amt als Parteivorsitzender zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1997 musste Shih noch einmal für Gesetzesverstöße bei seiner Protestbewegung 1992 ins Gefängnis, er wurde jedoch nach 41 Tagen wieder freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shih wurde zweimal als Abgeordneter in die gesetzgebende Kammer der Republik China, den [[Legislativ-Yuan]] gewählt: 1992 für den [[Landkreis Tainan]] und 1996 für einen Wahlkreis der Stadt [[Taipeh]]. Im Jahre 2000 unterstützte er die Präsidentschaftskandidatur von [[Chen Shui-bian|Chen Shui-Bian]], seines früheren Anwalts nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.taipeitimes.com/News/editorials/archives/2006/08/17/2003323565 |titel=Shih\&amp;#039;s new campaign is a sorry tale - Taipei Times |datum=2006-08-17 |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteiaustritt und Protestbewegung 2006 ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde mit Chen Shui-bian (DPP) erstmals ein Kandidat der Opposition [[Präsidentenwahl in der Republik China (Taiwan) 2000|zum Präsidenten gewählt]]. Shih erklärte daraufhin seinen Austritt aus der DPP, mit der Begründung, dass sein Traum, die Ablösung der Kuomintang-Regierung, sich nun erfüllt habe und er nunmehr wieder der „Shih Ming-teh Taiwans“ statt nur der „Shih Ming-teh der DPP“ sein wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/read/memorial.html |wayback=20120207032525 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Angebote, als Berater der neuen Regierung tätig zu werden, lehnte Shih ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 und 2004 scheiterte Shih mit zwei Versuchen, als Parteiloser erneut in den Legislativ-Yuan gewählt zu werden. 2002 kandidierte er für das Bürgermeisteramt seiner Heimatstadt Kaohsiung, zog seine Kandidatur jedoch wenige Tage vor der Wahl zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab September 2003 war Shih für ein Jahr Gastdozent an der amerikanischen [[George Mason University]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shih zeigte sich unzufrieden mit der Regierungspolitik seiner ehemaligen Partei DPP. In einem offenen Brief kritisierte er, die DPP-Regierung habe es nicht verstanden, die Korruption in der taiwanischen Gesellschaft zu beseitigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/english/main3.asp?idno=30 |wayback=20081205010250 |text=Archivierte Kopie }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kluft zwischen Shih und seinem ehemaligen Weggefährten und Parteigenossen, Präsident [[Chen Shui-bian]], vergrößerte sich zusehends. 2006 organisierte Shih eine Serie von Massenprotesten mit dem Motto „[[Eine Million Stimmen gegen Korruption, Präsident Chen muss gehen]]“ und forderte den Präsidenten, der sich schweren Korruptionsvorwürfen ausgesetzt sah, in einem offenen Brief zum Rücktritt auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/english/main3.asp?idno=30 |wayback=20081205010250 |text=Shih Ming-teh’s Letter To Chen Shui-bian}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Shih und seine Mitstreiter führten Aktionen und Sitzblockaden rund um die Uhr vor dem Präsidentenpalast und dem Bahnhof von Taipeh durch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/5323466.stm Protests against Chen gain ground], 7. September 2006, BBC News&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Taiwan&amp;#039;s demonstrators1.JPG|250px|mini|Die „Belagerung“ des Präsidentenpalasts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. November 2006 forderte Shih Ming-teh ebenfalls [[Ma Ying-jeou]], den Kuomintang-Bürgermeister von Taipeh und späteren Präsidenten zum Rücktritt auf, als auch gegen ihn Korruptionsvorwürfe laut wurden. Die Forderung verlief jedoch im Sande, zumal Ma bald von den Vorwürfen freigesprochen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte die Bewegung gegen Chen Shui-bian allmählich an Schwung verloren und Stimmen wurden laut, die forderten, das Land müsse wieder zur Ruhe kommen. Die letzte größere Kundgebung erfolgte am 30. November, danach zog sich Shih Ming-teh in seine Wohnung zurück und erklärte, seinen Protest von nun an in „Selbstisolation“ weiterführen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://uncleyap-news.blogspot.com/2006/12/rocs-mr-shih-ming-teh-will-begin-self.html ROC’s Mr. Shih Ming Teh will begin SELF-IMPRISONMENT], 4. Dezember 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. April 2007 erklärte Shih auch diesen Teil des Protests für beendet. Wegen Korruptionsvergehen wurde Chen Shui Bian 2009 erst zu lebenslänglicher Haft verurteilt, später wurde das Urteil aber auf 20 Jahre Haft angepasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.cnn.com/2010/WORLD/asiapcf/06/10/taiwan.chen.sentence/index.html |titel=Sentences for Taiwan ex-president, wife reduced from life to 20 years - CNN.com |sprache=en |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 wollte Shih Ming-teh für die Präsidentschaft kandidieren, doch scheiterte er an den erforderlichen 300&amp;#039;000 Unterschriften zur Kandidatur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bangkok Post Public Company Limited |Titel=&amp;#039;Taiwan&amp;#039;s Mandela&amp;#039; Shih Ming-teh drops bid for presidency |Sammelwerk=Bangkok Post |Online=https://www.bangkokpost.com/world/694100/taiwan-mandela-shih-ming-teh-drops-bid-for-presidency |Abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 2024 starb er im Veteran General Hospital in Taipeh.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.voanews.com/a/shih-ming-teh-taiwan-democracy-activist-dies-at-83-/7441183.html |titel=Shih Ming-teh, Taiwan Democracy Activist, Dies at 83 |datum=2024-01-15 |sprache=en |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standpunkt gegenüber China ==&lt;br /&gt;
Von Anfang an vertrat Shih Ming-teh die Auffassung, dass Taiwan als „[[Republik China (Taiwan)|Republik China]]“ ein souveräner Staat unabhängig von der [[Volksrepublik China]] sei. Gleichzeitig kritisierte er die von China ausgehende militärische Bedrohung Taiwans ([[Anti-Abspaltungsgesetz]]) und erklärte, er werde niemals seinen Fuß auf chinesischen Boden setzen, solange die Volksrepublik noch ihre Raketen auf Taiwan gerichtet habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.chinareviewnews.com/crn-webapp/doc/docDetailCreate.jsp?coluid=7&amp;amp;kindid=0&amp;amp;docid=100939594 |wayback=20150923202904 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2024-05-09 19:00:56 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon abgesehen unterstützte Shih den weiteren Ausbau der Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen China und Taiwan, betonte jedoch, dass das Prinzip der Gewaltlosigkeit und das Recht der Taiwaner auf Selbstbestimmung gewahrt bleiben müssen. Er vertrat auch die Auffassung, dass sich die Beziehungen zwischen China und Taiwan künftig ähnlich dem Muster der [[Europäische Union|Europäischen Union]] gestalten könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.awakeningtw.com/awakening/news_center/show.php?itemid=24701 |archive-is=20130117112255 |text=awakeningtw.com}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Shih vertrat wiederholt den Standpunkt, dass Taiwan bzw. die Republik China ohnehin schon ein souveräner Staat sei und es daher keiner „Unabhängigkeitserklärung“ bedürfe. Er forderte die Politiker aller Richtungen auf, den Kompromiss anzunehmen, dass Taiwan ein souveräner Staat unter der Bezeichnung „Republik China“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/2009/video5.html |wayback=20090914073139 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-13 20:11:45 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
Shih Ming-teh zählt zweifellos zu den prominentesten politischen Persönlichkeiten Taiwans, er wurde und wird von vielen Taiwanern als romantischer Freiheitskämpfer verehrt. Zudem war er lange Zeit der im Ausland bekannteste taiwanische Dissident (so wurde er beispielsweise 1984 vom polnischen Nobelpreisträger [[Lech Wałęsa]] für den [[Friedensnobelpreis]] nominiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.nori.org.tw/read/memorial.html |wayback=20120207032525 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-05-13 20:11:45 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele ehemalige Parteigenossen und Sympathisanten kritisieren ihn hingegen dafür, sich nach seinem Bruch mit der DPP von der Kuomintang für ihre Interessen missbraucht haben zu lassen. Darüber hinaus wurde gegen ihn der Vorwurf erhoben, sein spektakulärer Protest gegen Präsident Chen sei der Frustration über die zunehmende eigene politische Bedeutungslosigkeit geschuldet und habe nicht zuletzt Shihs Selbstinszenierung zum Ziel gehabt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.michaelturton.com/blog/2006/08/linda-arrigo-on-shih-ming-dehs-letter-urging-chen-to-resign/&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde auch dafür kritisiert wie er die spätere Präsdientin [[Tsai Ing-wen]], zur Offenlegung ihrer sexuellen Orientierung drängte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Unbestritten ist seine Leistung für die Demokratisierung Taiwans,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://focustaiwan.tw/politics/202401150009 |titel=President Tsai, politicians mourn former DPP Chairman Shih Ming-teh - Focus Taiwan |datum=2024-01-15 |sprache=en-US |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und er wird oft [[Nelson Mandela|Mandela]] von Taiwan genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://focustaiwan.tw/politics/202401150001 |titel=Former DPP Chairman Shih Ming-teh dies at age 83 - Focus Taiwan |datum=2024-01-15 |sprache=en-US |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.taiwanplus.com/news/taiwan-news/politics/240115012/taiwans-mandela-shih-ming-teh-dies-aged-83 |titel=&amp;#039;Taiwan&amp;#039;s Mandela&amp;#039; Shih Ming-teh Dies Aged 83 |sprache=en |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Politiker von der DPP wie Tsai Ing-wen oder Chen Shui-bian, aber auch von der Kuomintang wie etwa der amtierende Bürgermeister von Taipeh Chiang Wan-an würdigten Shih Ming-teh nach seinem Tode.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1978 und 1995 war  Shih Ming-teh mit Linda Arrigo, einer Menschenrechtsaktivistin in Taiwan verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.formosafiles.com/bonus-episode-linda-gail-arrigos-verdict-on-shih-ming-teh-shi-ming-de/ |titel=BONUS EPISODE: LINDA GAIL ARRIGO&amp;#039;S VERDICT ON SHIH MING-TEH 施明德 |werk=Formosa Files |datum=18 Januar 2024 |sprache=en |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1996 heiratete er Chia-chiun Chen Shih, mit welcher er zwei Töchter hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Chris Buckley, Amy Chang Chien |Titel=Shih Ming-teh, Defiant Activist for a Democratic Taiwan, Dies at 83 |Sammelwerk=The New York Times |Datum=2024-01-23 |ISSN=0362-4331 |Online=https://www.nytimes.com/2024/01/23/world/asia/shih-ming-teh-dead.html |Abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Bekannten wurde er Nori genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Sein Vater starb, als Shih Ming-teh sechs Jahre alt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* http://www.nori.org.tw/ (Shi Ming-tehs Webseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hinweis Chinesischer Name|Shih|Ming-teh}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1147153205|VIAF=16048798|LCCN=n/79/75386}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Shih, Mingteh}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Taiwan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Demokratischen Fortschrittspartei (Taiwan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Republik China)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folteropfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Taiwaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2024]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Shih, Ming-teh&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sì, Bêng-tek; Nori (Spitzname); 施明德 (chinesisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=taiwanischer Politiker und Bürgerrechtler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Januar 1941&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kaohsiung]], [[Taiwan (Insel)|Taiwan]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Januar 2024&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Taipeh]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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