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	<title>Sherrie Levine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T17:04:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sherrie_Levine&amp;diff=301220&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-02T04:05:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sherrie_Levine.jpg|mini|alternativtext=Foto eines Kunstwerks|Hommage an Duchamps berühmtes Readymade. Levine verwandelt sein Werk wieder in ein &amp;quot;Kunstobjekt&amp;quot;, indem sie die Materialität und Verarbeitung steigert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sherrie Levine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. April]] [[1947]] in [[Hazleton (Pennsylvania)|Hazleton]], [[Pennsylvania]]) ist eine US-amerikanische [[Fotograf]]in und [[Konzeptkunst|Konzeptkünstlerin]], die der [[Appropriation Art|Appropriation-Art]]-Bewegung zugerechnet wird. Es gibt vergleichsweise wenige biographische Daten zu ihrer Person, da Levine sich nicht an der „Mythenbildung“ im Kunstbetrieb beteiligen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Levine wuchs in [[St. Louis]] auf und besuchte die University of [[Wisconsin]], [[Madison (Wisconsin)|Madison]]. Dort legte sie 1969 ihren BA sowie 1973 ihren [[Master#Master of Fine Arts|M.F.A.]] ab. Soweit bekannt, arbeitete sie danach lange Zeit als Fotografin und Fotodesignerin in der Werbebranche. 1975 zog sie nach [[New York City]]. Ende der [[1970er]] Jahre trat sie mit ersten künstlerischen Arbeiten hervor, u.&amp;amp;nbsp;a. mit Collagen, die Levines Aussage nach im damaligen Kontext der [[Political Correctness|Correctness]] und einer [[Feminismus|feministischen]] Kunst-Strategie standen. 1981 hatte sie dann zusammen mit anderen Künstlern eine erste vielbeachtete Ausstellung: sie zeigte Fotografien der bekannten [[Große Depression|Depressionszeit]]-Fotografien von [[Walker Evans]], direkt abgelichtet aus Kunstkatalogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk und Wirkung ==&lt;br /&gt;
Kritiker machten schon bei Levines Bilderserie „After Walker Evans“ einen Kommentar zum Ableben der [[Moderne Kunst|modernen Kunst]], eine Infragestellung von Autonomie und Authentizität des Kunstwerks aus. Diverse [[Poststrukturalismus|poststrukturalistische]] Erklärungen zum Werk wurden nachgereicht, mitunter auch von der Künstlerin selbst. Das Kunstwerk war nun auch in den Galerien explizit im „[[Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit|Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit]]“ ([[Walter Benjamin]]) angekommen; Freibeuterei nur wenige Jahre, nachdem der Kunstmarkt Originalabzüge großer Fotografen als Handelsware akzeptiert hatte? Ging es um eine Negation des [[Ware]]ncharakters in Kunstbetrieb und restlicher Welt? Levine im Rückblick: „Meine Arbeiten sollten nie etwas anderes sein als Waren“. Das beruhigt einerseits und trifft auch zu: längst hängen die Arbeiten der Appropriation-Art selbst in den Museen. Andererseits muss man kritisch hinterfragen: ist ein solch offener Hinweis auf die [[Kommodifizierung]] von Kunst nicht anstößig und selbstzerstörerisch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Levine: „Oft werden Kunstwerke durch Reproduktion und Ehrfurcht derart [[Verdinglichung|verdinglicht]], das ihre Bedeutung im [[Kitsch|Schwulst]] untergeht. Bei Werken, die ursprünglich besonders leichtfüßig und rebellisch daher kamen, geraten solche Erscheinungen dann zur kompletten Ironie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenig Wunder, dass sich Sherrie Levine später weiteren vormals provokanten Momenten moderner Kunst widmete, etwa [[Marcel Duchamp|Duchamps]] frecher Geste des im Kunsttempel präsentierten Urinals. Levine zeigte eine Reproduktion dieser „Fountain“ in Form einer hochglanzpolierten Bronze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Levine: „Es war immer meine Absicht, bei Kunstwerken den Aspekt der überzogenen Bedeutungszuschreibung zu betonen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Künstlerin präsentierte in den folgenden Jahren u.&amp;amp;nbsp;a. Zeichnungen nach [[Willem de Kooning|de Kooning]], [[Egon Schiele|Schiele]] und [[Kasimir Malewitsch|Malewitsch]], sowie Aquarelle nach [[Piet Mondrian|Mondrian]], [[Henri Matisse|Matisse]] und [[El Lissitzky]], durchgängig Werke männlicher [[Avantgarde|Avantgardisten]], „Heroischer Modernisten“ also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Levine: „Wie die meisten Frauen bin auch ich es Leid, mich von Männern darstellen und repräsentieren zu lassen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die poststrukturalistischen Phrasen rund um die Appropriation-Kunst werden heute sparsamer gestreut als noch in den [[1980er]] Jahren, Levine kommentiert ihre Werke inzwischen auch simpler: „Jeder halbwegs intelligente Betrachter versteht, dass das Bild eines Bildes ein sehr seltsames Ding ist. Natürlich gefällt so etwas nicht jedem... Ich mache meine Kunst nicht, um etwas zu beweisen oder eine Theorie zu demonstrieren.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Levine will auch nicht mehr – falls sie es denn je plante – die Idee des künstlerischen Originalwerkes abschaffen, sondern die dank „[[Moderne Kunst|Klassischer Moderne]]“ verengten Begriffe von Authentizität und Originalität wieder erweitern und zur Diskussion stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Levine: „Ich versuche, mich nicht vom Original tyrannisieren zu lassen. Was mich wirklich interessiert, ist die Herstellung meiner Beziehung zum Bild.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist die Geschichtlichkeit von Kunst gemeint, auch die persönliche Rezeptionsgeschichte und Aneignung (eben: „Appropriation“), ferner die Schichten ihrer Vermittlung: Kunst erreicht uns heute per [[Postkarte]], im Kalenderdruck, im Kunstbuch, durchs [[Fernsehen]] oder per [[Internet]]. Über [[Werbespot]]s und [[Videoclip]]s kommen sogar Menschen, die nie ein Museum betreten würden, in sekundären oder tertiären Kontakt zu künstlerischen Originalen. Diese komplexe Rezeption über mehrere Bedeutungs- und Vermittlungsebenen hinweg will die Appropriation-Art thematisieren. Levine schildert sehr anschaulich, wie sie sich als Jugendliche in der amerikanischen Provinz Kunstwerke über Reproduktionen aneignete. Die schon auf Tilgung persönlicher Handschrift angelegten Werke der [[Minimalismus (Kunst)|Minimalisten]] z.&amp;amp;nbsp;B. waren im Katalog noch flacher, noch anonymer und also noch perfekter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt der Geschichtlichkeit des Kunstwerks ist seine Entstehung durch vielerlei (auch äußere) Einflüsse, denen Künstler, angeregt durch Vorläufer und Umwelt, Form geben. „Was wäre unsere Kultur ohne Anleihen, Adaptionen und Nachahmungen?“ (Christopher Hitchens). Nebenbei rüttelt eine solche Sicht auch an aktuellen Auffassungen von Urheberschaft und [[Urheberrecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Levine: „Ich sehe meine Arbeit als einen Frontalangriff auf die Furcht vor dem [[Epigone|Epigonalen]] / auf die [[The Anxiety of Influence|Einflussangst]].“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
* „Appropriation ist ein Etikett, das mich schaudern läßt.“&lt;br /&gt;
* „Die Leute werden schon unruhig bei der Frage, was ich wohl als nächstes machen werde, und das allein gibt mir bereits viele Anregungen.“&lt;br /&gt;
* „[[Man Ray]] und [[Marcel Duchamp]] betrieben eine Sorte von Infantilismus, die äußerst charmant ist.“&lt;br /&gt;
* „Meine Kunst soll Spaß machen, das heißt aber nicht, dass ich es nicht ernst meine.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1977 Pictures, Artist Space, New York&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://artistsspace.org/exhibitions/pictures |titel=Pictures |abruf=2017-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1999 After Atget, im Kunstverein, [[Hamburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kunstverein.de/ausstellungen/archiv/1990-1999/1999/19990625-sherrielevine.php |titel=Internetseite zur Ausstellung |sprache=de |abruf=2017-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2011/12 im [[Whitney Museum]], [[New York City|New York]]&lt;br /&gt;
* 2016/17 Sherrie Levine. After All, Werke 1981–2016; [[Neues Museum Nürnberg]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.nmn.de/de/ausstellungen/sherrie-levine-after-all/sherrie-levine-after-all.htm |titel=Internetseite des Museums zur Ausstellung |sprache=de |abruf=2017-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11909553X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.aftersherrielevine.com/ aftersherrielevine.com]&lt;br /&gt;
* [http://www.artjunction.org/projects/levine_on_trial/levine_webquest.html Schuldig oder nicht? Ein virtueller Urheberrechtsprozess gegen Sherrie Levine]&lt;br /&gt;
* [http://www.artcyclopedia.com/artists/levine_sherrie.html Skerrie Levine auf Artcyclopedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11909553X|LCCN=n87865261|VIAF=96561415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Levine, Sherrie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzeptkünstler (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fotograf (Vereinigte Staaten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (documenta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1947]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Levine, Sherrie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanische Fotografin und Konzeptkünstlerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. April 1947&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hazleton (Pennsylvania)|Hazleton]], Pennsylvania&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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