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	<title>Sexualtherapie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2026-02-14T15:30:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; soll bei Schwierigkeiten mit dem Sexualleben oder bei krankheitsbedingten Störungen helfen, die sich im [[Sexualität|Sexualverhalten]] und/oder im sexuellen Erleben äußern, beispielsweise bei Abnahme des sexuellen Verlangens ([[Sexuelle Appetenzstörung]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaplan&amp;quot;&amp;gt;Jörg-Steffen Schötensack, Helen Singer Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie bei Störungen des sexuellen Verlangens.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 978-3-13-156852-6 ({{Google Buch |BuchID=g2g7uT30SkwC}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff ==&lt;br /&gt;
1980 sprach sich der Sexualwissenschaftler [[Volkmar Sigusch]] gegen die Verwendung dieses Begriffes aus. Er hielt ihn für wissenschaftlich unsinnig, da sich „die Störungen des Liebes- und Geschlechtslebens weder [[krankheit]]stheoretisch noch behandlungstechnisch von anderen psychosozialen Erkrankungen des Menschen unterscheiden“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigusch&amp;quot; /&amp;gt; Dennoch hat sich der Begriff inzwischen als Bezeichnung für die Behandlung von sexuellen Funktionsstörungen im wissenschaftlichen [[Diskurs]] ebenso durchgesetzt wie in der [[Umgangssprache]] und den Medien.&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einordnung sexueller Störungen ==&lt;br /&gt;
Sexuelle Probleme können Folgen einer körperlichen oder [[Psychische Störung|psychischen Erkrankung]] sein. Auch Konflikte in einer Beziehung tragen manchmal dazu bei. Je nach [[Pathogenese]] fällt die Behandlung zunächst in den Bereich der [[Psychotherapie]] bzw. der [[Beratende Psychologie|beratenden Psychologie]] oder eines [[Facharzt]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sexuelle Störungen können vorübergehender Art sein. Wenn die betroffene Person bzw. die Partnerschaft dadurch belastet wird, entsteht im Laufe der Zeit ein Leidensdruck. Ob eine sexuelle Neigung bzw. das daraus resultierende Verhalten als Störung empfunden wird, hängt von den betroffenen Personen ab. Umgekehrt können daraus Konflikte in einer Beziehung entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele sexuelle Störungen finden sich in der von der [[Weltgesundheitsorganisation|WHO]] herausgebenden Internationalen Klassifikation der Krankheiten, kurz [[Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme|ICD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Sexualleben ist weit verbreitet. In einer US-amerikanischen Studie gaben 43 % der Frauen und 35 % der Männer an, unter sexuellen Störungen zu leiden.&amp;lt;ref&amp;gt;NHSLS-Studie, Laumann et al., 1994&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders häufig sind die männliche [[Erektile Dysfunktion]] unterschiedlicher Genese, Orgasmusstörungen sowie Appetenzstörungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedarfsanalyse&amp;quot;&amp;gt;K. M. Beier, U. Hartmann, H. A. G. Bosinski: &amp;#039;&amp;#039;Bedarfsanalyse zur sexualmedizinischen Versorgung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Sexuologie&amp;#039;&amp;#039;, 7 (2), 2000, S. 63–95.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seltener, aber oft umso dramatischer für den Betroffenen, ist der Bereich der [[Paraphilie]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;E. J. Häberle: &amp;#039;&amp;#039;Die Sexualität des Menschen: Handbuch und Atlas.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin / New York 1983.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brain limbicsystem.svg|hochkant|mini|Limbisches System]]&lt;br /&gt;
Die Ursachen sexueller Probleme können vielfältig sein.&amp;lt;ref&amp;gt;G. C. Davison, J. M. Neale: &amp;#039;&amp;#039;Klinische Psychologie.&amp;#039;&amp;#039; Psychologie Verlags Union, 1988.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundsätzlich können mindestens sechs Bereiche unterschieden werden:&lt;br /&gt;
* offensichtliche oder unbekannte, z.&amp;amp;nbsp;B. frühkindliche [[Trauma (Psychologie)|Traumata]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Melanie Büttner, Birger Dulz, Ulrich Sachsse, Bettina Overkamp, Martin Sack |Titel=Trauma und sexuelle Störungen: Multizentrische Untersuchung von Patienten mit komplexer posttraumatischer Belastungsstörung |Sammelwerk=Psychotherapeut |Band=59 |Nummer=5 |Datum=2014-09 |ISSN=0935-6185 |DOI=10.1007/s00278-014-1068-y |Seiten=385–391 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s00278-014-1068-y |Abruf=2024-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* andere verletzende Erfahrungen&lt;br /&gt;
* [[psychische Störung]]en&lt;br /&gt;
* Beziehungsprobleme&lt;br /&gt;
* konkurrierende [[soziale Norm]]en&lt;br /&gt;
* körperliche Probleme&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Kockott |Titel=Sexuelle Funktionsstörungen: Ausprägungen, Pathogenese, Diagnostik und Therapiemöglichkeiten |Sammelwerk=Der Urologe B |Band=37 |Nummer=1 |Datum=1997-02 |ISSN=0042-1111 |DOI=10.1007/s001310050059 |Seiten=36–44 |Online=http://link.springer.com/10.1007/s001310050059 |Abruf=2024-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meist sind mehrere Faktoren an der Entstehung einer sexuellen Störung beteiligt. Viele laufen über den [[Hypothalamus]] und das [[Limbisches System|limbische System]]  („Sex entsteht im Gehirn“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Zu einer Diagnose sind verschiedene Analysen und Untersuchungen erforderlich. Diese werden von Ärzten und Sexualtherapeuten durchgeführt, oft in einer oder mehreren Sitzungen mit dem Betroffenen, ggf. auch mit Einbindung des Partners. Hierzu gehören:&lt;br /&gt;
* [[Anamnese]] hinsichtlich der sexuellen Entwicklung&lt;br /&gt;
* Familienanamnese (Beziehung zu Vater und Mutter und zu Geschwistern, Beziehung der Eltern, Vorbilder)&lt;br /&gt;
* Analyse der aktuellen Beziehung (Kennenlernen, weiterer Verlauf, aktueller Stand) und des Sexuallebens (Lust, Erregung, Kontakt, Orgasmus)&lt;br /&gt;
* Untersuchung des Hormonspiegels und der entsprechenden Organe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt einer sexuellen Problematik eine psychische Erkrankung zugrunde, so muss diese zuerst medizinisch und/oder psychotherapeutisch in Angriff genommen werden, bevor die sexuelle Störung behandelt werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Margraf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Verhaltenstherapie&amp;#039;&amp;#039;. Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Störungen&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen eine primäre Sexualtherapie sprechen daher meist Erkrankungen wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Depression]]en, [[Psychose]]n, [[Angststörung]]en, [[Persönlichkeitsstörung]]en, [[Suchterkrankung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beratungsanlässe ==&lt;br /&gt;
Die vielschichtigen Ursachen für sexuelle Störungen führen zu verschiedenen Beratungsanlässen. Die Ursachenforschung im Bereich der Sexualtherapie gestaltet sich daher in der Regel als komplex.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Kockot, E-M. Fahrner: &amp;#039;&amp;#039;Sexualstörungen des Mannes&amp;#039;&amp;#039;. Hogrefe Verlag für Psychologie, 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lustlosigkeit ===&lt;br /&gt;
Lustlosigkeit, auch [[Sexuelle Appetenzstörung|Appetenzstörung]] genannt, ist eines der häufigsten Themen in der Sexualtherapie. Dass in längeren Beziehungen in der Regel das sexuelle Begehren abnimmt, findet in Studien Bestätigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Paare sprechen offen und frei über ihre eigenen sexuellen Wünsche und über die gemeinsame Erfüllung. Oft gibt es Ängste und Unsicherheiten, manchmal kommt es zu gegenseitigen Verletzungen, über die ebenfalls nicht gesprochen wird. Dies kann zu [[Libido]]verlust führen und sich bis zur [[Aversion]] steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lustlosigkeit kann auch ein Ausdruck von abgewehrten Bedürfnissen sein, die der Betroffene bei sich selbst oder seinem Partner verurteilt. Auch Anzeichen eines Paarkonflikts sind denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Impotenz ===&lt;br /&gt;
Bei Männern äußert sich [[Potenzschwäche|Impotenz]] durch ungenügende oder fehlende Steifheit des [[Penis]] oder vorzeitige Erschlaffung ([[Erektionsstörung]]). Bei Frauen zeigt sich Unlust durch unzureichende Feuchtigkeit in der Scheide, umgangssprachlich als [[Frigidität]] bezeichnet. Manchmal entwickelt sich dann ein ausgeklügeltes Vermeidungsverhalten gegen sexuelle Situationen, bis hin zu einer ausgeprägten [[Phobische Störung|Phobie]]. Bei Frauen tritt dies zum Beispiel während der Schwangerschaft auf und kann sich nach der Geburt verstärken. Ein weiteres Symptom bei Frauen ist das verkrampfte Zusammenziehen der Scheide, was das Eindringen verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgasmusstörung ===&lt;br /&gt;
Der Mann hat einen [[Vorzeitiger Samenerguss|vorzeitigen]] [[Samenerguss]] oder gar keinen Samenerguss. Oder er ejakuliert zwar, aber empfindet wenig oder gar nichts dabei. Die Frau erreicht selbst bei gefühlvollem, intensivem Streicheln keinen [[Orgasmus]]. Damit verbunden ist oft eine tiefe Angst vor dem anderen Geschlecht oder eine grundsätzliche Befürchtung vor Kontrollverlust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Körperliche und medizinische Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alkohol hat ab 0,4 Promille eine negative Wirkung. Ebenso können Drogen und viele Medikamente (bei Psychopharmaka 50 % aller Langzeittherapien) zu sexuellen Störungen führen; manche Substanzen haben jedoch auch eine enthemmende Wirkung. 56 % der Raucher leiden an sexuellen Störungen. Bei Bluthochdruck leiden 17 % der unbehandelten und 25 % der behandelten Männer an Erektionsstörungen. Gefäßverkalkung ([[Arteriosklerose]]). 5 % der Störungen sind Hormonstörungen ([[Testosteron]]mangel). 90 % der MS-Patienten leiden an Impotenz. Viele Störungen sind Folge einer Genitaloperation ([[Prostata]]). Körperliche Behinderungen können ein normales Sexualleben schwierig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Anlässe ===&lt;br /&gt;
Zu nennen sind hier u.&amp;amp;nbsp;a. [[Geschlechtsidentitätsstörung|Störungen der Geschlechtsidentität]]. Das betrifft Menschen, die ihr physisch-biologisches Geschlecht nicht als ihr psychisch-soziales empfinden. Weiterhin können Andersartigkeit (eine Neigung, die der Partner nicht haben will), [[Sexsucht]] oder [[sexueller Missbrauch]] Anlass sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Bedeutung für die Sexualtherapie sind, Leidensdruck vorausgesetzt, auch die [[Paraphilie]]n („Perversionen“), wie etwa [[Exhibitionismus]], [[Sexueller Fetischismus|Fetischismus]], [[Voyeurismus]], [[Frotteurismus]], [[Sadomasochismus]], [[Sodomie]]. Entscheidend für die Beurteilung ist die konkrete Ausprägung des Verhaltens, das eigene Leiden des Betroffenen, die mögliche Gefährdung Dritter und die Stärke der [[Impulskontrolle]]. Bei [[Pädophilie|pädophilen Neigungen]] sowie bei Paraphilien mit dem Risiko der Schädigung Dritter gilt eine Sexualtherapie als zwingend geboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Theo R. Payk: &amp;#039;&amp;#039;Psychopathologie&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Zur Einordnung der Anliegen von Klienten und der verschiedenen sexualtherapeutischen Ansätze ist das vierstufige PLISSIT-Modell von [[Jack S. Annon]] sehr hilfreich.&lt;br /&gt;
Sexualtherapeuten arbeiten bisweilen in freier Praxis, oft aber auch in einer sexualtherapeutischen Ambulanz oder Beratungsstelle. Es gibt [[Psychotherapie|psychotherapeutische]] und [[Beratende Psychologie|psychologisch beratende]] Verfahren. Welches Vorgehen konkret gewählt wird, hängt von der Fragestellung ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei schweren Störungen mit Krankheitswert ist eine Behandlung durch einen [[Facharzt für Psychiatrie]] angezeigt. Klassische Psychotherapie kann bei verschiedenen Indikationen hilfreich sein. Bei tiefen Verletzungen, z.&amp;amp;nbsp;B. durch [[Sexueller Missbrauch|sexuellen Missbrauch]], steht das [[Trauma (Psychologie)|traumatische]] Problem im Vordergrund. Häufig angewandte und von den Krankenkassen anerkannte Verfahren sind die [[Verhaltenstherapie]], die &amp;#039;&amp;#039;Gesprächstherapie&amp;#039;&amp;#039;, die [[Psychoanalyse]] und die [[Tiefenpsychologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegbereiter waren die Sexualtherapeuten [[Masters und Johnson]]. Sie entwickelten in den 1960er Jahren praktische Übungen und arbeiteten direkt am Sexualverhalten des Betroffenen. Die von Masters und Johnson entwickelte Methode wird als &amp;#039;&amp;#039;sensate focus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;sensate focusing&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Volkmar Sigusch: [http://www.aerzteblatt.de/pdf/97/12/a776-1.pdf &amp;#039;&amp;#039;Paartherapie bei sexuellen Funktionsstörungen.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 95&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Linda Weiner, Constance Avery-Clark |Titel=Sensate Focus: Clarifying the Masters and Johnson’s model |Sammelwerk=Sexual and Relationship Therapy |Band=29 |Nummer=3 |Ort=New York |Datum=2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im deutschen Sprachraum wird dieses sexualtherapeutische Programm auch als „Sensualitätstraining“ bezeichnet. Dabei bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;sensate focus&amp;#039;&amp;#039; weniger eine Methode, sondern eher ein Übungsprogramm, das darauf ausgerichtet ist, schrittweise einschränkende Ängste zu überwinden und in der sexuellen Begegnung Entspannung zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Übungen können die Partner des Klienten einbezogen werden. Dabei geht es um grundlegendes Wissen über den Körper und die sexuelle Energie, um die eigene Wahrnehmung über sich selbst und um die eigene Lust, die oft neu entdeckt werden muss. Es geht dabei auch um die Wahrnehmung des Partners und dessen Lust, um den Ausdruck von Wünschen und Gefühlen und das gemeinsame Gespräch, um Erfahrung und Übung von Atem, Berührung, Massage, Erregung und Erleben des Höhepunktes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen den Sitzungen erhalten die Paare Hausaufgaben, um Gelerntes zu üben und neue Erfahrungen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelt werden auch integrative Ansätze praktiziert, bei denen analytische, systemische, verhaltenstherapeutische und kathartische Methoden verbunden werden, ergänzt durch Selbsterfahrung in [[Neotantra|neotantrischen]] und therapeutischen Gruppen. Die Verbindung von hypnotisierenden Verfahren mit dem Humanistischen [[Psychodrama]] ([[Hans-Werner Gessmann]] 1976) stellt eine Option dar.&amp;lt;ref&amp;gt;J. L. Moreno, James M. Enneis:  &amp;#039;&amp;#039;Introduction into Hypnodrama&amp;#039;&amp;#039;. In:  &amp;#039;&amp;#039;Hypnodrama&amp;#039;&amp;#039;. Beacon House Publisher, Psychodrama Monographs No. 27, 1950, S. 6 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Urologie]] werden Sexualstörungen meist als „Funktionsstörung“ betrachtet. Urologen sind spezialisiert auf chirurgische, medikamentöse und Hormon-Behandlung (beispielsweise [[Prostatakrebs|Prostata-Operation]], [[Sildenafil]]behandlung, [[Testosteron]]behandlung). Sexualtherapie gehört nur selten zum Angebot des Urologen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternativen ==&lt;br /&gt;
Zur Verbesserung des Sexuallebens im Alltag gibt es weitere Möglichkeiten. Die bekanntesten sind: Gesprächstraining ([[Michael Lukas Moeller]]), Partnerschaftseminare, &amp;#039;&amp;#039;Tantraseminare&amp;#039;&amp;#039; (bei denen es genau genommen nicht um [[Tantra]], sondern [[Neo-Tantra]] geht), [[Massage]]workshops oder einfach ein abwechslungsreicheres Programm (z.&amp;amp;nbsp;B. erotische Massage), Verwöhn- und Wunsch-Tage, Phantasien erzählen und umsetzen, erotische Filme, Rollenspiele, ungewöhnliche Orte und vieles mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Traditionelle chinesische Medizin|Traditionellen Chinesischen Medizin]] betrachtet man Sexualstörungen nach der [[Fünf-Elemente-Lehre]] als Folge von „Schwäche des Nieren-Yang“ verbunden mit einem „Leber-Qi-Syndrom“ (wie auch die Depression) und behandelt mit entsprechender [[Akupunktur]] und Ernährungsverschreibungen (Zinkmangel = Testosteronmangel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sexualtherapeutische Angebote in Deutschland ==&lt;br /&gt;
Bekannt sind das Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie am [[Universitätsklinikum Hamburg]] und das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Berliner [[Charité]], wobei letzteres beispielsweise mit der [[Medizinische Hochschule Hannover|Medizinischen Hochschule Hannover]] zusammenarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es Einzeltherapeuten, die entsprechend fachlich ausgewiesen sind, und nichtuniversitäre, privatwirtschaftliche Institute. Eine eigene Richtung ist die Systemische Sexualtherapie nach [[Ulrich Clement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland gibt es gemäß einer Bedarfsanalyse zu wenige Sexualtherapeuten. In der hausärztlichen Behandlung werden Patienten nur selten nach ihrem Sexualleben befragt (11 %) und nur 2–5 % der Betroffenen suchen von sich aus Hilfe. Auch in der psychotherapeutischen Ausbildung und Praxis kommen Fragen der sexuellen Gesundheit oft zu kurz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bedarfsanalyse&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
* Thure von Uexküll: &amp;#039;&amp;#039;Psychosomatische Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 2003, ISBN 3-437-21830-1, S. 727–740.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Möller]]: &amp;#039;&amp;#039;Therapie psychischer Erkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; 2006, ISBN 3-13-117663-6, S. 993–1014.&lt;br /&gt;
* Hans Ulrich Schmelz: &amp;#039;&amp;#039;Facharztwissen Urologie&amp;#039;&amp;#039;. 2006, ISBN 3-540-20009-6.&lt;br /&gt;
* Paul Kochenstein: &amp;#039;&amp;#039;Ratgeber Sexualität.&amp;#039;&amp;#039; 4., erw. Auflage. Klinkhardt Verlag, 2006, ISBN 3-7815-1459-5.&lt;br /&gt;
* Michael Lukas Moeller: &amp;#039;&amp;#039;Die Wahrheit beginnt zu zweit – Das Paar im Gespräch.&amp;#039;&amp;#039; (Lern- und Übungsbuch). 2003, ISBN 3-499-60379-9.&lt;br /&gt;
* Eva Margolies: &amp;#039;&amp;#039;Der Mann und seine sexuellen Probleme.&amp;#039;&amp;#039; 1996, ISBN 3-8225-0352-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* K.M. Bachmann, W. Böker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sexueller Missbrauch in Psychotherapie und Psychiatrie&amp;#039;&amp;#039;. 1994, ISBN 3-456-82485-8.&lt;br /&gt;
* Klaus Beier: &amp;#039;&amp;#039;Lust in Beziehungen – Therapieleitfaden&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-540-20071-1.&lt;br /&gt;
* Klaus Beier et al.: &amp;#039;&amp;#039;Sexualmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 2001, ISBN 3-437-51086-X.&lt;br /&gt;
* Ulrich Clement: &amp;#039;&amp;#039;Systemische Sexualtherapie&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-608-94398-6.&lt;br /&gt;
* [[Helen Singer Kaplan]]: &amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie bei Störungen des sexuellen Verlangens&amp;#039;&amp;#039;. 2006, ISBN 3-13-117972-4.&lt;br /&gt;
* Helen Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie – Ein neuer Weg für die Praxis&amp;#039;&amp;#039;. (Stuttgart 1979) 1990, ISBN 3-432-90262-X.&lt;br /&gt;
* Robert Kovarik: &amp;#039;&amp;#039;Sexologische Balneotherapie – Kurortbehandlung sexueller Störungen&amp;#039;&amp;#039;. 2010, ISBN 978-0-557-50746-7.&lt;br /&gt;
* Barbara Laimböck: &amp;#039;&amp;#039;Guter Sex dank Selbsthypnose. So behandeln Sie ihre sexuellen Probleme&amp;#039;&amp;#039;. Springer, Berlin 2021, ISBN 978-3-662-62378-7. &lt;br /&gt;
* [[Luise Reddemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Imagination als heilsame Kraft&amp;#039;&amp;#039;. Behandlung von Traumafolgen, 2002, ISBN 3-608-89708-9.&lt;br /&gt;
* [[Franz Ruppert]]: &amp;#039;&amp;#039;Liebe, Lust und Trauma: Auf dem Weg zur gesunden sexuellen Identität&amp;#039;&amp;#039;. Kösel Verlag, München 2019, ISBN 978-3-466-34743-8.&lt;br /&gt;
* Volkmar Sigusch: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Sexualmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Ärzte-Verlag, Köln 2005, ISBN 3-7691-0503-6.&lt;br /&gt;
* Volkmar Sigusch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Störungen und ihre Behandlung.&amp;#039;&amp;#039; 4., erw. Auflage. Georg Thieme, Stuttgart/New York 2007, ISBN 3-13-103944-2.&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Strauß (Psychologe)|Bernhard Strauß]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie bei sexuellen Störungen&amp;#039;&amp;#039;. 2004, ISBN 3-13-108792-7.&lt;br /&gt;
* Uwe Hartmann: [http://www.psychotherapeutenjournal.de/pdfs/2006-04/03-hartmann.pdf &amp;#039;&amp;#039;Therapie sexueller Störungen: ein Zukunftsfeld der Psychologischen Psychotherapie?&amp;#039;&amp;#039;] (PDF) in: Psychotherapeutenjournal 2006-04.&lt;br /&gt;
* Diana Ecker, Brigitte Scheidt: &amp;#039;&amp;#039;Sexualität und Krankheit: Die Last mit der Lust&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 1998, ISBN 978-3-86064-853-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fachzeitschriften&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Beiträge zur Sexualforschung]]&lt;br /&gt;
* [[Zeitschrift für Sexualforschung]], Thieme-Verlag, {{ISSN|0932-8114}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sexuologie – Zeitschrift für sexualmedizinische Fortbildung und Forschung&amp;#039;&amp;#039;, Urban &amp;amp; Fischer, {{ISSN|0944-7105}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.sexarchive.info/ATLAS_DE/html/audiovisuelle_hilfsmittel_in_d.html Audiovisuelle Hilfsmittel in der Sexualtherapie], Magnus-Hirschfeld-Archiv&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dgfs.info/ Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS)], klinisch-psychotherapeutische Forschung und Versorgung (Berner)&lt;br /&gt;
* [http://www.sexologie.org/ Deutsche Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS)], Kulturanthropologie&lt;br /&gt;
* [http://www.dgsmtw.de/ Deutsche Gesellschaft für Sexualmedizin, Sexualtherapie &amp;amp; Sexualwissenschaft (DGSMTW)], integrativ und interdisziplinär mit eigener Fortbildungsakademie&lt;br /&gt;
* [http://www.assm.at/ Austrian Society for Sexual Medicine (ASSM)] Österreichische Gesellschaft für Sexualmedizin&lt;br /&gt;
* [http://www.essm.org/index.asp European Society for Sexual Medicine (ESSM)], Europäischer multidisziplinärer Dachverband&lt;br /&gt;
* [https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/institut-fuer-sexualforschung-sexualmedizin-und-forensische-psychiatrie/index.html Institut für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie] am UKE Hamburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;sigusch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Hrsg=Volkmar Sigusch |Titel=Therapie sexueller Störungen |Auflage=2. |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart / New York |Datum=1980 |ISBN=978-3-13-517502-7 |Seiten=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychotherapie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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