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	<title>Sextakkord - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T01:56:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Sextakkord&amp;diff=128298&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Michael Bednarek: Tonausgabe von &lt;score&gt; wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2021-09-18T01:06:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tonausgabe von &amp;lt;score&amp;gt; wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sextakkord&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sextenakkord&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Klang, der über einem [[Basston]] mindestens eine [[Sexte]] in beliebiger [[Oktavlage]] (also Sexte, [[Tredezime]], [[Oktave]] + Tredezime usw.) und im Allgemeinen mindestens eine [[Terz (Musik)|Terz]] in beliebiger Oktavlage (Terz, [[Dezime (Musik)|Dezime]], Oktave + Dezime usw.) enthält. Hinzutreten können Oktavverdopplungen des Basstons. Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;score sound=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
\new PianoStaff &amp;lt;&amp;lt;&lt;br /&gt;
  \new Staff {&lt;br /&gt;
\override Staff.TimeSignature.transparent = ##t&lt;br /&gt;
    \new Voice = &amp;quot;right&amp;quot; {&lt;br /&gt;
      \relative c&amp;#039; { \clef treble &amp;lt;d a&amp;#039;&amp;gt;1 \bar &amp;quot;||&amp;quot; &amp;lt;des as&amp;#039; des&amp;gt; \bar &amp;quot;||&amp;quot; &amp;lt;d&amp;#039; f&amp;gt; \bar &amp;quot;||&amp;quot; &amp;lt;a dis a&amp;#039;&amp;gt; \bar &amp;quot;||&amp;quot; &amp;lt;a d a&amp;#039; d&amp;gt; \bar &amp;quot;||&amp;quot;&lt;br /&gt;
      }&lt;br /&gt;
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  }&lt;br /&gt;
  \new Staff {&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/score&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung stammt aus der [[Generalbass]]schrift: Abweichend von der „normalen“ Schichtung von Terz und Quinte zum &amp;#039;&amp;#039;Terz-Quint-Klang&amp;#039;&amp;#039; werden hier Terz und Sexte zum &amp;#039;&amp;#039;Terz-Sext-Klang&amp;#039;&amp;#039; bzw. kurz: &amp;#039;&amp;#039;Sextakkord&amp;#039;&amp;#039; geschichtet. Angezeigt wird dieser Intervallaufbau durch eine Ziffer &amp;#039;&amp;#039;6&amp;#039;&amp;#039; beim Basston.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualität ==&lt;br /&gt;
Seit dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gilt die Quinte als vollkommene, die Sexte hingegen als [[Konsonanz#Vollkommene und unvollkommene Konsonanz|unvollkommene Konsonanz]]. Verbunden ist dieser Gegensatz mit den Qualitäten Ruhe versus Bewegungsdrang.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johannes Menke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kontrapunkt&amp;amp;nbsp;I: Die Musik der Renaissance&amp;#039;&amp;#039;. Laaber-Verlag, Laaber 2015, ISBN 978-3-89007-825-0, S.&amp;amp;nbsp;75–79.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Qualitätsunterschied gilt gleichermaßen für den Terz-&amp;#039;&amp;#039;Quint&amp;#039;&amp;#039;- bzw. Terz-&amp;#039;&amp;#039;Sext&amp;#039;&amp;#039;-Klang. Deshalb werden Sextakkorde in aller Regel nicht als Schlussklänge verwendet. Eine weitere Erklärung für den schwebenden Charakter eines Sextakkords ist der Hinweis darauf, dass sein Basston nicht zugleich sein [[Grundton#Grundton eines Akkords|Grundton]] ist: Der Sextakkord „steht“ nicht auf seinem „Fundament“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Ulrich: &amp;#039;&amp;#039;Harmonielehre für die Praxis&amp;#039;&amp;#039;. Schott, Mainz 2008, ISBN 978-3-7957-8738-7, S.&amp;amp;nbsp;40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiedliche Auffassungen ==&lt;br /&gt;
=== Sextakkord als Intervallkombination ===&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts werden Akkorde noch vorwiegend als Intervallkombinationen über einem Basston aufgefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Ludwig Holtmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Implizite Theorie: Zum Akkordbegriff der italienischen Generalbass-Theorie&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Basler Jahrbuch für Historische Musikpraxis&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;31, Winterthur 2009, S.&amp;amp;nbsp;149–170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insofern ist der Sextakkord als Terz-&amp;#039;&amp;#039;Sext&amp;#039;&amp;#039;-Klang eine (weniger) konsonante Alternative zum Terz-&amp;#039;&amp;#039;Quint&amp;#039;&amp;#039;-Klang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Dreiklangumkehrungen.gif|gerahmt|Grundstellung und die zwei möglichen Umkehrungen des C-Dur-Akkords]]&lt;br /&gt;
=== Sextakkord als Dreiklangsumkehrung ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Sextakkord1.PNG|gerahmt|C-Dur-Akkord in Grundstellung und als Sextakkord. (Verdoppelte Dreiklangstöne in Klammern)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sichtweise, wonach ein Sextakkord die (erste) Umkehrung eines Dreiklangs ist, hat sich erst allmählich im Laufe des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts etabliert. Demnach ist die Sext über dem Basston der [[Grundton|Akkordgrundton]], und der Basston selbst der Terzton „des Akkords“, d.&amp;amp;nbsp;h. die Terz über dem Grundton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tonverdopplungen ==&lt;br /&gt;
Je nach Stil und satztechnischer Situation wird die Verdopplung der Dreiklangstöne unterschiedlich gehandhabt. Das im Musikunterricht oft behauptete generelle Verbot der Verdopplung der Terz über dem Grundton (also des Basstons eines Sextakkords) erweist sich bei näherer Analyse einschlägiger Kompositionen als haltlos (gegen dieses vermeintliche Verbot hat [[Diether de la Motte]] schon 1976 angekämpft).&amp;lt;ref&amp;gt;De la Motte 1997, S.&amp;amp;nbsp;42–44. Siehe auch den Beginn des Vorworts (Ebd., S.&amp;amp;nbsp;7): „Welcher Ton wird beim Sextakkord verdoppelt? Man befrage zehn Lehrbücher. Sie geben zehn unterschiedliche Antworten zwischen den Extremen [[Gustav Bumcke|Bumcke]] (‚Die Terz darf nicht verdoppelt werden‘) und [[Hans Joachim Moser|Moser]] (‚…&amp;amp;nbsp;so daß im Sextakkord alle drei Verdopplungsmöglichkeiten eher gleichwertig werden‘).“&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Terzton kann verdoppelt werden, solange er im harmonischen Kontext nicht die Bedeutung eines [[Leitton]]s hat (in diesem Fall wären beide Leittöne auf gleiche Weise aufzulösen; dadurch entstünden [[Stimmführung#Parallelenverbot|Oktav-Parallelen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine charakteristische Verwendung von Sextakkorden findet man in Secco-[[Rezitativ]]en. Ihre instabile Klangqualität drängt auf ein Fortschreiten der Harmonie, was gut zu der beweglichen Handlungs- und Erzählart der Textvorlagen solcher Rezitative passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Quintsextakkord“ ==&lt;br /&gt;
In der populären Musik wird häufig mit dem Begriff „Sextakkord“ auch der [[Quintsextakkord]] bezeichnet. Dieser Akkord ist ein [[Vierklang]], der primär als erste Umkehrung eines [[Septakkord]]s entsteht, allgemeiner durch Hinzufügen einer Sexte zu einem Dreiklang in Quintlage (als [[Subdominante]] mit &amp;#039;&amp;#039;hinzugefügter&amp;#039;&amp;#039; Sexte wird er auch [[Sixte ajoutée]] genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Diether de la Motte]]: &amp;#039;&amp;#039;Harmonielehre.&amp;#039;&amp;#039; Bärenreiter, Kassel, und Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1976; 10.&amp;amp;nbsp;Auflage dtv, München 1997, ISBN 3-423-04183-8.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Ulrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Harmonielehre für die Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Schott, Mainz 2008, ISBN 978-3-7957-8738-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sixth chords|Sextakkord}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akkord]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Michael Bednarek</name></author>
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