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	<title>Seuthes III. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Seuthes_III.&amp;diff=1852376&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: +Normdaten</title>
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		<updated>2024-07-10T11:45:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Seuthes III.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Σεύθης}}; † um 295 v. Chr.) war ein Fürst des [[Thraker|thrakischen Stammes]] der [[Odrysen]] in der zweiten Hälfte des 4. vorchristlichen Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
[[Datei:Seutus3rd 01.jpg|mini|200px|Der Bronzekopf des Seuthes III. aus dem Grab bei Kasanlak.]]&lt;br /&gt;
Die Stämme Thrakiens mussten sich seit der Herrschaft [[Philipp II. (Makedonien)|Philipps II.]] († 336 v. Chr.) einer makedonischen Oberherrschaft unterwerfen. Sowohl für Philipp als auch für dessen Sohn, [[Alexander der Große|Alexander den Großen]], nahm diese Landschaft eine wichtige strategische Rolle für den Kampf gegen Persien ein. Als europäisches Vorland zum [[Hellespont]] verfügte es über den direktesten Verbindungsweg zum asiatischen Kontinent. Nachdem aber Alexander 334 v. Chr. nach Asien aufgebrochen war, zerfiel die makedonische Position zunehmend. Im Juni 330 v. Chr. hatte Seuthes&amp;#039; Sohn, Rhebulas, in [[Athen]] das attische Bürgerrecht verliehen bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;IG II 2 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich war diese Ehrung Teil einer gegen die Makedonen gerichteten Bündnispolitik, deren Position in Thrakien durch die vorangegangene Revolte des Strategen [[Memnon (Stratege)|Memnon]] ins Wanken geraten sein muss. Aber erst der Tod des Strategen [[Zopyrion]] im Kampf gegen die [[Skythen]] 325 v. Chr. ermöglichte es den thrakischen Stämmen unter Seuthes&amp;#039; Führung, die makedonische Herrschaft abzuschütteln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Quintus Curtius Rufus (Historiker)|Curtius Rufus]] 10, 1, 43–45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 323 v. Chr. änderte sich die Lage, nachdem der Feldherr [[Lysimachos]] in [[Babylon]] zum neuen Statthalter Thrakiens ernannt wurde. Laut [[Diodor]] war Seuthes in diesem Jahr in der Lage ein Heer von 20.000 Mann und 8000 Berittenen aufzustellen um sich des neuen drohenden makedonischen Regimes zu erwehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 18, 14, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Folgejahren führte er einen ständigen Widerstandskampf gegen Lysimachos, indem er sich zeitweise auch mit dessen Feind [[Antigonos I. Monophthalmos|Antigonos Monophthalmos]] verbündete. Aber 313 v. Chr. errang Lysimachos einen militärischen Sieg über Seuthes im [[Balkangebirge|Haimos (Balkangebirge)]], worauf dieser sich unterwerfen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 19, 73, 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unterwerfung beschränkte sich allerdings wohl nur auf eine formelle Anerkennung der Oberhoheit des Lysimachos über die Odrysen, da Seuthes III. in seinen bisherigen Machtstellungen verblieb. Sein Herrschaftsbereich war umgrenzt vom Haimos im Norden, sowie den Flussläufen des [[Tundscha|Tonzos]] im Osten, des [[Mariza|Evros]] im Süden und des [[Strjama]] im Westen, entsprechend dem heutigen [[Bulgarien|Zentralbulgarien]]. Zahlreiche Funde an von ihm geprägten Münzen in dieser Region, deren Anzahl jene des Lysimachos übersteigen, dokumentieren eine wirtschaftlich florierende und politisch stabile Herrschaft. Scheinbar versuchte Seuthes auch seitens der makedonischen [[Diadochen]]herrscher als ihnen gleichberechtigt anerkannt zu werden. Nach ihrem Vorbild gründete Seuthes eine hellenistische Stadt, [[Seuthopolis]], die einen für die griechischen [[Kabiren|Kabiren-Gottheiten]] (&amp;#039;&amp;#039;Theoi Megaloi&amp;#039;&amp;#039;) geweihten Tempel besaß. Weiterhin heiratete er eine Makedonin namens Berenike und ließ sich auf seinen Münzen mit königlichem [[Diadem]] darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pausanias]] 1, 10, 4–5; [[Appian]], &amp;#039;&amp;#039;Syriake&amp;#039;&amp;#039; 64, 341.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seuthes wurde von der Geschichtsschreibung (siehe Diodor) als König (&amp;#039;&amp;#039;Basileus&amp;#039;&amp;#039;) anerkannt, wenngleich es unklar bleibt, ob ihm seine hellenistischen Herrscherkollegen eine solche Anerkennung entgegenbrachten. Er selbst verzichtete bei der Prägung seiner Münzen auf diesen Titel, was auf eine gewisse Unterordnung gegenüber Lysimachos hindeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seuthes III. starb vermutlich in den ersten Jahren des 3. vorchristlichen Jahrhunderts, noch vor dem Tod des Lysimachos († 281 v. Chr.) und dem Ansturm der [[Kelten]]. Er hatte mindestens sechs Söhne, zwei aus einer ersten Ehe (Kotys und Rhebulas) und vier aus seiner zweiten Ehe mit Berenike (Hebryzeimis, Teres, Sadokos und Sadalas). Seine Nachfolge in Seuthopolis ist nicht eindeutig geklärt, sie war wohl unter seinen Söhnen umkämpft. Führender thrakischer Fürst wurde nach ihm der Dynast von [[Kabile|Kabyle]] (bei [[Jambol]]), Spartokos, welcher im Gegensatz zu Seuthes auch tatsächlich den Königstitel angenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Grab des Seuthes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2004 wurde das unbeschädigte und mit zahlreichen Beigaben ausgestattete [[Hügelgrab]] des Seuthes III. in der Nähe von [[Kasanlak]] von dem Archäologen [[Georgi Kitow]] entdeckt. Vor dem Grab wurde zudem ein gut erhaltener Kopf einer Bronzestatue von ihm gefunden, der ihn als älteren Mann mit dichtem Vollbart darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hermann Bengtson]]: &amp;#039;&amp;#039;Herrschergestalten des Hellenismus.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1975, ISBN 3-406-00733-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hermann Bengtson: &amp;#039;&amp;#039;Die Diadochen. Die Nachfolger Alexanders (323–281 v. Chr.).&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1987, ISBN 3-406-32068-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* D. P. Dimitrov, M. Chichikova: &amp;#039;&amp;#039;The Thracian City of Seuthopolis.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;BAR Supplement Series&amp;#039;&amp;#039; 38). Oxford 1978.&lt;br /&gt;
* Kamen Dimitrow: &amp;#039;&amp;#039;Der Staat des Seuthes’ III. auf der Basis der numismatischen und epigraphischen Materialien aus Seuthopolis&amp;#039;&amp;#039; (bulgarisch). In: &amp;#039;&amp;#039;Vekove&amp;#039;&amp;#039; 10, Nr. 1 (1981) S. 54–61 [http://books.google.de/books?id=2QMWcx1T12gC&amp;amp;pg=PA1230&amp;amp;lpg=PA1230&amp;amp;dq=Der+Staat+Seuthes&amp;#039;+III.+nach+numismatischen+und+epigraphischen+Materialien+aus+Seuthopolis&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=FXBVqtaUiG&amp;amp;sig=fyPCNsxChS7qAai4ZjaNYtDFJ_Y&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=Der%20Staat%20Seuthes&amp;#039;%20III.%20nach%20numismatischen%20und%20epigraphischen%20Materialien%20aus%20Seuthopolis&amp;amp;f=false Zusammenfassung].&lt;br /&gt;
* {{DNP|11|482||Seuthes 4|[[Iris von Bredow]]|}}&lt;br /&gt;
* [[Stefan Lehmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit langem Haar und Patriarchenbart – Das frühhellenistische Herrscherbildnis Seuthes III.&amp;#039;&amp;#039; In: F. Bertemes, A. E. Furtwängler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pontos Euxeinos. Beiträge zur Archäologie und Geschichte des antiken Schwarzmeer- und Balkanraumes.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für Manfred Oppermann. (= &amp;#039;&amp;#039;Schriften des Zentrums für Archäologie und Kulturgeschichte des Schwarzmeerraumes&amp;#039;&amp;#039;. Band 10). Langenweißbach 2006, S. 155–166.&lt;br /&gt;
* Vincenzo Saladino: &amp;#039;&amp;#039;Il ritratto di Seuthes III.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts&amp;#039;&amp;#039; 127/128 (2012/2013), S. 125–206.&lt;br /&gt;
* Stefan Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Seuthopolis. Der hellenisierte Herrscher Seuthes III. (ca. 330–295 v. Chr.) und seine Residenzstadt im bulgarischen Rosental&amp;#039;&amp;#039;. In: R. Fikentscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wohnkulturen in Europa&amp;#039;&amp;#039;- Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2016, S. 36–48.&lt;br /&gt;
* Stefan Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Seuthes III. und Lysimachos.&amp;#039;&amp;#039; In: Antike Welt (2022), Heft 1, S. 55–63.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Seuthes III|Seuthes III.}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Golyama Kosmatka|Das Seuthes-Grab von Kasanlak}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1021251070|VIAF=232891558}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seuthes 3}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:König (Thrakien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kasanlak]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thraker (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 3. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seuthes III.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=thrakischer Fürst der Odrysen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Jahrhundert v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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