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	<title>Servius Sulpicius Rufus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Servius_Sulpicius_Rufus&amp;diff=192944&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 1. Mai 2025 um 07:34 Uhr</title>
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		<updated>2025-05-01T07:34:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Servius Sulpicius Rufus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 106 v. Chr.; † [[43 v. Chr.]]) war ein [[Römische Republik|römischer]] Politiker, Redner und [[Vorklassisches Recht|vorklassischer]] [[Römische Juristen#Vorklassische / republikanische Juristen|Jurist]], dabei bedeutendster Wegbereiter der [[Klassik (Jurisprudenz)|klassischen Jurisprudenz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harke&amp;quot; /&amp;gt; Er ging aus dem [[Eques|Ritterstand]] hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Ämter ==&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]] studierte er [[Rhetorik der Antike|Rhetorik]] und begleitete ihn 78 v. Chr. nach [[Rhodos]]. Da er der Ansicht war, dass er niemals die Rednerqualitäten seines Freundes Cicero erreichen würde, gab er die Rhetorik auf und wurde Jurist.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;Brutus&amp;#039;&amp;#039; 41, 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer seiner juristischen Lehrer war [[Gaius Aquilius Gallus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Pomponius, &amp;#039;&amp;#039;[[Enchiridion des Pomponius]]&amp;#039;&amp;#039;, hinterlegt in den &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; 1, 2, 2, 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; 75 oder 74 v. Chr. war er [[Quaestur|Quästor]] und 65 v. Chr. [[Praetur|Prätor]]. 63 v. Chr. kandidierte er für das [[Konsulat (Römisches Reich)|Konsulat]] des folgenden Jahres, wurde aber von [[Lucius Licinius Murena (Konsul 62 v. Chr.)|Lucius Licinius Murena]] geschlagen, den er anschließend vergeblich wegen Bestechung anklagte. Erst 51 v. Chr. war er mit einer erneuten Bewerbung erfolgreich, nachdem er im Jahr zuvor als [[Interrex]] die Wahl des [[Gnaeus Pompeius Magnus|Pompeius]] zum alleinigen Konsul geleitet hatte. Im [[Römische Bürgerkriege|Bürgerkrieg]] stand er – nach bemerkenswertem Zögern – auf Seiten [[Gaius Iulius Caesar]]s, der ihn 46 v. Chr. zum [[Prokonsul]] von [[Achaea]] machte. Er starb 43 v. Chr. auf einer [[Römischer Senat|Senatsmission]] nach [[Mutina]] zu [[Marcus Antonius]] krankheitsbedingt. In einer Senatsrede, die später als neunte „Philippische Rede“ veröffentlicht wurde, beantragte Cicero für ihn eine Staatsehrung in Form einer Statue vor den [[Rostra]]. Im Gegensatz zu den vergoldeten Reiterstatuen, mit denen für gewöhnlich Gesandte, die auf ihrer Mission getötet wurden, geehrt wurden, wurden ihm eine bronzene Standstatue und ein öffentliches Begräbnis zugestanden, weil er während der Gesandtschaft zwar ums Leben gekommen, aber nicht durch direkte Feindeinwirkung getötet worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sulpicius hatte einen gleichnamigen Sohn, der mehrmals bei Cicero erwähnt wird, unter anderem als möglicher Ehemann für dessen Tochter [[Tullia (Tochter Ciceros)|Tullia]]. Von diesem sind aber keine [[Cursus honorum|öffentlichen Ämter]] überliefert. Tochter oder Enkelin Sulpicius’ war die Dichterin [[Sulpicia die Ältere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Schüler des Servius waren [[Publius Alfenus Varus]], [[Aulus Ofilius]], [[Quintus Aelius Tubero (Historiker)|Quintus Aelius Tubero]], Aulus Cascellius und [[Gaius Trebatius Testa]].&amp;lt;ref&amp;gt;Pierangelo Buongiorno: &amp;#039;&amp;#039;Republik.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ulrike Babusiaux]], [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Römischen Privatrechts]].&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S. 32–54, hier S.&amp;amp;nbsp;52 (Rnr.&amp;amp;nbsp;61).&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie überlieferten sehr zahlreiche Rechtsbescheide ihres Lehrers.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebs&amp;quot;&amp;gt;[[Detlef Liebs]]: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsliteratur.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Babusiaux, Christian Baldus, Wolfgang Ernst, Franz-Stefan Meissel, Johannes Platschek, Thomas Rüfner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Römischen Privatrechts&amp;#039;&amp;#039;. Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S.&amp;amp;nbsp;193–221, hier S.&amp;amp;nbsp;201 (Rn.&amp;amp;nbsp;16).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Stil ==&lt;br /&gt;
Zwei außergewöhnliche Beispiele für Sulpicius’ Stil hat Cicero überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;Ad Familiares&amp;#039;&amp;#039; 4, 5 und 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Quintilian]] spricht von drei Reden des Sulpicius, die noch erhalten seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Quintilian, &amp;#039;&amp;#039;Institutio oratoria&amp;#039;&amp;#039; 10, 1, 1, 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine war die Rede gegen Murena, eine andere &amp;#039;&amp;#039;Pro&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Contra Aufidium&amp;#039;&amp;#039;, von der jedoch nichts bekannt ist. Darüber hinaus soll er Autor erotischer Gedichte gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Linie wurde Sulpicius jedoch als Jurist ausgezeichnet. Zu seinem umfangreichen Werk zählte neben [[Monografie]]n der erste Kommentar zum [[Praetur|prätorischen]] [[Edikt]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harke&amp;quot;&amp;gt;[[Jan Dirk Harke]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Von der klassischen Zeit bis zu den modernen Kodifikationen&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57405-4 (&amp;#039;&amp;#039;Grundrisse des Rechts&amp;#039;&amp;#039;), § 1 Rnr. 10 (S. 9 f.).&amp;lt;/ref&amp;gt; gewidmet noch einem der späteren Mörder Caesars, [[Marcus Iunius Brutus|Brutus]]. Bahnbrechend war sein kritischer Kommentar zum &amp;#039;&amp;#039;[[Ius civile]]&amp;#039;&amp;#039;, einem Werk des Kollegen [[Quintus Mucius Scaevola (Pontifex)|Scaevola &amp;#039;&amp;#039;pontifex&amp;#039;&amp;#039;]], unter seinen Zeitgenossen bereits wahrgenommen als Meilenstein der juristischen Literaturgeschichte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Liebs&amp;quot; /&amp;gt; Daneben hinterließ er eine große Anzahl von Abhandlungen und wird oft in den &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; (Gutachtensammlung) zitiert, insbesondere durch seinen Schüler [[Publius Alfenus Varus]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Harke&amp;quot; /&amp;gt; andererseits wurden von ihm selbst herrührende Texte nicht gefunden. Als Hauptqualitäten seiner Werke gelten Klarheit, enge Vertrautheit mit den Prinzipien des Zivil- und Naturrechts und unübertroffene Ausdruckskraft. Cicero lobte Sulpicius ausdrücklich dafür,&amp;lt;ref&amp;gt;Cicero, &amp;#039;&amp;#039;Brutus&amp;#039;&amp;#039; 41, 152.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Recht eine Kunst („ars iuris“) gemacht zu haben, indem er subsumtionsfähige Tatbestände geschaffen habe („postremo habere regulam, qua vera et falsa iudicarentur“). Die Methodik dazu hatte er bei den [[Philosophie der Antike|griechischen Philosophen]] gelernt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer im Anschluss an [[Okko Behrends]] teilweise vertretenen Minderheitsmeinung, habe Sulpicius damit die „spezifisch klassische“ Jurisprudenz begründet, die sich durch die Betonung strikter Regeln von der vorklassischen Jurisprudenz der „veteres“ abhebe, in der – wiederum nach dem Zeugnis Ciceros – die Abwägung von Prinzipien eine zentrale Rolle gespielt habe. Behrends interpretiert die Sichtweise des Servius durch die Brille Ciceros; im Vergleich zum [[Vorklassisches Recht|vorklassischen]] Recht, das „eine Anleitung zur großen Lebenspraxis“ gewesen sei, habe sich das in seinen Formen bestimmte klassische Recht danach ausgerichtet, „Räume natürlicher menschlicher Freiheit zu schaffen“. Letztlich sei ein „[[Pantheismus|pantheistisches]] [[Naturrecht]]ssystem“ in ein „[[Platonische Akademie#Jüngere („skeptische“) Akademie|skeptisch-humanistisches]] System“ umgewandelt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;In Anlehnung an Cicero, &amp;#039;&amp;#039;Brutus&amp;#039;&amp;#039; 41, 152, Okko Behrends: &amp;#039;&amp;#039;Die geistige Mitte des römischen Rechts: Die Kulturanthropologie der skeptischen Akademie&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; (Romanistische Abteilung), Band 125, Heft 1, 2008. S.&amp;amp;nbsp;67 f. (68).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Libri iuris civilis&amp;#039;&amp;#039; (Kommentarliteratur zu Quintus Mucius; sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Notata Mucii&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dos&amp;#039;&amp;#039; (Monografie)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Detestato sacrorum&amp;#039;&amp;#039; (Monografie)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Libri ad Brutum&amp;#039;&amp;#039; (zwei systematische Interpretationen des prätorischen Edikts)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michèle Ducos: &amp;#039;&amp;#039;Rufus (Servius Sulpicius)&amp;#039;&amp;#039;. In: Richard Goulet (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire des philosophes antiques&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Teil 2 (= V b), CNRS Éditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07399-0, S. 1813–1816&lt;br /&gt;
* [[Jan Dirk Harke]]: &amp;#039;&amp;#039;Römisches Recht. Von der klassischen Zeit bis zu den modernen Kodifikationen&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57405-4 (&amp;#039;&amp;#039;Grundrisse des Rechts&amp;#039;&amp;#039;), § 1 Rnr. 10 (S. 9 f.).&lt;br /&gt;
* {{RE|IV A,1|851|860|Sulpicius 95|[[Friedrich Münzer]], [[Bernhard Kübler]]|RE:Sulpicius_95}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118620010|LCCN=n/85/294050|VIAF=10638837}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sulpicius Rufus, Servius}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konsul (Römische Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Jurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sulpicier|Rufus, Servius Sulpicius]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 43 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sulpicius Rufus, Servius&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rufus, Servius Sulpicius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=römischer Politiker, Redner und Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 106 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=43 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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