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	<title>Serpentinit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T23:42:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Serpentinit&amp;diff=557186&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wikijunkie: /* Naturwerksteinnamen (Auswahl) */ Klammer-WL korrigiert mit AWB</title>
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		<updated>2025-09-12T21:31:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Naturwerksteinnamen (Auswahl): &lt;/span&gt; Klammer-WL korrigiert mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Serpentinite 4318.JPG|mini|300px|Einseitig angeschliffenes, gebändertes Serpentinit-Handstück aus den nördlichen [[Karpaten]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Serpentinite&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Metamorphes Gestein|metamorphe Gesteine]], die sich aus der Umwandlung von [[Ultramafisches Gestein|ultramafischen Gesteinen]] (hauptsächlich [[Peridotit]]en) unter Wechselwirkung mit wässrigen Fluiden und unter erhöhtem Druck und Temperatur im [[Lithosphäre]]nmantel oder flachkrustal bilden. Diese Voraussetzungen werden rezent vor allem an den [[Mittelozeanischer Rücken|Mittelozeanischen Rücken]] bei der [[Ozeanbodenmetamorphose]] erfüllt und die heute an Land befindlichen Vorkommen werden daher meist als ehemaliger Meeresboden ([[Ophiolith]]) interpretiert. Namensgebend für das oft grünliche Gestein sind dessen wasserhaltige mineralische Hauptbestandteile, die [[Serpentingruppe|Serpentinminerale]]. Serpentinite enthalten unter anderem die Serpentin-Asbeste [[Chrysotil]], [[Klinochrysotil]], [[Orthochrysotil]], [[Parachrysotil]] sowie oft auch Amphibol-Asbeste (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Tremolit]] und [[Anthophyllit]]) und das asbestiforme [[Antigorit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Terminologie ==&lt;br /&gt;
In der Alltagssprache wird für Serpentinite oft die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Serpentin&amp;#039;&amp;#039; benutzt. Jedoch steht diese auch für ein beliebiges Mineral der [[Serpentingruppe]]. Obwohl beide Bezeichnungen eng miteinander verbunden sind, bezeichnen sie nicht das gleiche. Daher sollte, wenn das Gestein gemeint ist, stets von &amp;#039;&amp;#039;Serpentinit&amp;#039;&amp;#039; gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Petrologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Serpentinitisierung XPL.jpg|mini|Beginnende Serpentinisierung in einem Vulkanit in einem [[Dünnschliff]] bei [[Polarisationsmikroskop|gekreuzten Polarisatoren]]: Drei benachbarte Olivinkristalle (bunte Interferenzfarben) sind von Chrysotiladern (grau) durchzogen. Im unteren Bildteil ist ein Pyroxenkristall (gelb) zu erkennen, der die Olivine teilweise umschließt und noch völlig unangegriffen erscheint.]]&lt;br /&gt;
Serpentinminerale entstehen durch Umwandlung von [[Olivin]], [[Pyroxengruppe|Pyroxenen]] und [[Amphibolgruppe|Amphibolen]] in den peridotitischen [[Protolith|Ausgangsgesteinen]] unter bestimmten Druck- und Temperaturbedingungen (300 bis 500 °C) und unter Beteiligung wässriger Fluide. Dieser Vorgang wird als Serpentinisierung bezeichnet. Ein tektonisches Szenario, in dem Serpentinisierung auftritt, sind [[Ozeanbodenspreizung|Ozeanische Spreizungszonen]] (siehe auch →&amp;amp;nbsp;[[Ozeanbodenmetamorphose]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Serpentine textures.jpg|mini|Verschiedene Texturbilder von Serpentiniten (links ophiolithisch, rechts brekziös)]]&lt;br /&gt;
Die Serpentinisierung beginnt innerhalb mikroskopisch kleiner Risse in den Olivinkörnern des Ausgangsgesteins und es bilden sich dünne Serpentinhäutchen aus Chrysotilfasern. Diese faserförmigen Kristalle wachsen weiter in das sie umgebende [[Korngefüge]] hinein. Das sich auf diese Weise ausbildende Netz von Kristallfasern erzeugt Hohlräume, die sich erneut mit jungen (kleineren) Chrysotilfasern und entstehenden Lizardit füllen. Treten höhere Temperaturen auf, wird zusätzlich Antigorit gebildet. Parallel zu diesen Prozessen entsteht feinstkörniger Magnetit. In der weiteren Abfolge wird nach dem Olivin das Orthopyroxen umgewandelt, was nach ähnlichem Ablauf mit anfänglicher Aderbildung in den Kristallaggregaten beginnt. Die Minerale Klinopyroxen, [[Anthophyllit]] und [[Cummingtonit]] sind von den Umwandlungsvorgängen weniger betroffen und erleiden sie allenfalls zu einem späten Zeitpunkt der Gesteinsbildung. Dieser komplexe Vorgang wird als [[Serpentinisierung]] bezeichnet und vollzieht sich hin zu differenzierten [[Paragenese|Silikatparagenesen]]. Durch weitere Vorgänge ([[Metasomatose]]) können neue Minerale (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Karbonate]]) bzw. entsprechende Begleitgesteine entstehen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ophicalcit]] durch CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Metasomatose, bis hin zu reinen [[Magnesit]]- und [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]]-Gesteinen).&amp;lt;ref&amp;gt;W. Wimmenauer: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; (siehe [[#Literatur|Literatur]]), S.&amp;amp;nbsp;286–289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roland Vinx]]: &amp;#039;&amp;#039;Gesteinsbestimmung im Gelände.&amp;#039;&amp;#039;  München 2005, ISBN 3-8274-1513-6, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Serpentinisierung werden große Mengen an Wasser (hauptsächlich in den Serpentinmineralen) im Gestein gebunden, und es wird eine bedeutende Rolle dieses Prozesses für den [[Wasserkreislauf]] der Erde angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Max W. Schmidt, Stefano Poli: &amp;#039;&amp;#039;Experimentally based water budgets for dehydrating slabs and consequences for arc magma generation.&amp;#039;&amp;#039; Earth and Planetary Science Letters. Bd.&amp;amp;nbsp;163, Nr.&amp;amp;nbsp;1–4, 1998, S.&amp;amp;nbsp;361–379, {{DOI|10.1016/S0012-821X(98)00142-3}} (alternativer Volltextzugriff: [http://www.geo.mtu.edu/EHaz/ConvergentPlatesClass/peacock/Schmidt+Poli(1998,EPSL).pdf Michigan Technology University])&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zheng-Xue Anser Li, Cin-Ty Aeolus Lee: &amp;#039;&amp;#039;Geochemical investigation of serpentinized oceanic lithospheric mantle in the Feather River Ophiolite, California: Implications for the recycling rate of water by subduction.&amp;#039;&amp;#039; Chemical Geology. Bd.&amp;amp;nbsp;235, Nr.&amp;amp;nbsp;1–2, 2006, S.&amp;amp;nbsp;161–185, {{DOI|10.1016/j.chemgeo.2006.06.011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefüge ===&lt;br /&gt;
Die [[Gefüge (Geologie)|Gefügestruktur]] von Serpentiniten kann je nach vorangegangenen gesteinsbildenden und tektonisch-metamorphen Prozessen sehr unterschiedlich ausfallen. Die Strukturbilder sind von Lagerstätte zu Lagerstätte sehr differenziert und ursächlich mit deren komplexen Bildungsweisen verbunden. Wie bereits der Name dieser Gesteinsgruppe aus der lateinischen Herleitung auf die Schlange (&amp;#039;&amp;#039;serpens&amp;#039;&amp;#039;) verweist, spricht man bei gewellt-gebändert auftretenden Texturen von einem ophiolithischen Gefüge (griech. &amp;#039;&amp;#039;ophítēs&amp;#039;&amp;#039;, schlangenähnlich). Aufgrund ihrer mitunter auffälligen Textur wurden Serpentinite früher auch als Schlangensteine bezeichnet. Tektonisch stark beanspruchte Serpentinitmassen zeigen oft eine [[Brekzie]]nstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig sind zwei Bilder:&lt;br /&gt;
* ein ophiolithisches Gefüge, das schlangenartig gewundene Bänder bzw. Streifen und umflossene, knotenartige Einschlüsse zeigt (im Volksmund mitunter auch &amp;#039;&amp;#039;Bänderserpentin&amp;#039;&amp;#039; genannt);&lt;br /&gt;
* die Textur einer tektonischen Brekzie mit [[Zementation (Geologie)|Zementation]] aus Serpentinmineralen und/oder Calcit u.&amp;amp;nbsp;a. Mineralen (teilweise Übergangsfazies zum [[Ophicalcit]]). Sie ist vom Millimeter- bis Dezimeterbereich typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Farbspiel ===&lt;br /&gt;
Die Farben von Serpentinitgesteinen können sehr unterschiedlich ausfallen. Allgemein kennt man sie als kräftig grüne Materialien in verschiedenen Nuancen. Einige von ihnen sind bordeauxrot bis rotbraun und sogar dunkelbraun. Es gibt auch schwarze, schwarzgrüne und Abstufungen bis zu hellgrünen Varietäten. Besonders groß ist das Farbspiel beim &amp;#039;&amp;#039;[[Zöblitzer Serpentin]]&amp;#039;&amp;#039; im sächsischen [[Erzgebirge]]. In ligurischen und türkischen Sorten kann es vorkommen, dass innerhalb einzelner Brekzientrümmer die Farbe von bordeauxrot nach grün wechselt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die brekziöse Textur kann sich optisch noch verstärken, wenn die Räume zwischen den Gesteinstrümmern nicht mit ähnlich farbigen Serpentinitmassen, sondern mit [[Calcit]] oder anderen hellen Mineralien (Chlorit, Magnesit, Chrysotil usw.) ausgefüllt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begleitgesteine ===&lt;br /&gt;
Als begleitende Gesteine, bedingt durch die sehr komplexen Umwandlungen bei der Bildung von Serpentiniten und nachträgliche Durchmischung mit Kontaktgesteinen, treten auf:&lt;br /&gt;
* Chloritschiefer&lt;br /&gt;
* Talkgesteine&lt;br /&gt;
* Talk-Aktinolith-Gesteine&lt;br /&gt;
* Amphibolgesteine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mineralische Zusammensetzung ===&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
| Name = Serpentinit-Dünnschliffe unter dem&amp;lt;br&amp;gt;Polarisationsmikroskop&lt;br /&gt;
| Größe = 300&lt;br /&gt;
| align = right&lt;br /&gt;
| captionalign = left|Datei:Serpentinit LPL.jpg|Ungekreuzte Polarisatoren: Die Maschenstruktur ist nur angedeutet, Schnüre von Magnetit-xx (schwarz) sind erkennbar &amp;lt;!-- Herkunft? --&amp;gt;|Datei:Serpentinit XPL.jpg|Gekreuzte Polarisatoren: Die Maschenstruktur von Chrysotil dominiert das Bild &amp;lt;!-- Herkunft? --&amp;gt;|Datei:Antigorit XPL.jpg|Gekreuzte Polarisatoren: Blättriger Antigorit in einem Serpentinit aus dem variszischen Kristallin von Erbendorf/Oberpfalz. Rechts noch Serizit (bunte Interferenzfarben) und Magnetit (schwarz).&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Neben den genannten Hauptmineralen finden sich in Serpentiniten häufig [[Magnetit]] oder [[Hämatit]] in beträchtlichen Anteilen. Der Magnetitanteil kann bei dunklen Serpentiniten dazu führen, dass ein Magnet in unmittelbarer Nähe zu Gestein spürbar anspricht. Wenn weitere als die oben aufgeführten und gesteinstypische [[Mineral]]e auftreten, werden die Gesteine z.&amp;amp;nbsp;B. als [[Granat]]-Serpentinit oder [[Bronzit]]-Serpentinit bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei Chrysotil-führenden Serpentiniten besteht bei der Verarbeitung akute [[Asbest]]gefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mit der Metamorphose verbundene, spezifische Erscheinung von Serpentiniten ist das Auftreten von Mineralen in Klüften. Dazu gehören Talk, [[Aktinolith]], [[Nephrit]], Amianth, Andradit und verschiedene Karbonate. Manche aderförmigen Ausbildungen dieser Kluftmineralien stellen physikalisch-mechanische Schwachstellen im Gestein dar. Diese Erscheinung ist für [[Felsmechanik|gebirgsmechanische/ingenieurgeologische]] Betrachtungen und technische Anwendungen ([[Naturstein|Naturwerkstein]]) von erheblicher Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erschöpfende Aussage über die komplexe Mineralzusammensetzung aller Serpentinitgesteine lässt sich nicht geben. Die vielfältigen Teilprozesse bei deren Bildung, nachfolgenden Umwandlungen und Reaktionen mit Kontaktgesteinen erzeugen eine nahezu unüberschaubare Vielfalt der jeweiligen Mineralvergesellschaftung. Aus diesem Grund und den alternierenden Gefügemerkmalen werden Serpentinite nach Typus unterschieden. Die dichten grünen Serpentinitgesteine aus dem Grenzbereich von Italien, Frankreich und der Schweiz werden von einigen Autoren als alpinotype Serpentinite klassifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Mikroskop lassen sich die Serpentinminerale tw. differenzieren: Während Antigorit eine blättrige Struktur aufweist, bildet Chrysotil Fasern, die meist senkrecht zu ehemaligen Rissen und Spalten im Gestein stehen, von denen die Serpentinisierungsreaktionen ausgegangen sind. Als Resultat entsteht dann eine sehr typische Maschenstruktur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W. E. Tröger |Titel=Optische Bestimmung der gesteinsbildenden Minerale |Band=2 |Auflage=2 |Verlag=Schweizerbart |Ort=Stuttgart |Datum=1969 |Seiten=610-622}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auftreten von Serpentinitgesteinen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gressoney ciampono - i.jpg|mini|hochkant|Verlassener Serpentinitsteinbruch Ciampono im [[Gressoney|Val di Gressoney]], ehemalige Gewinnungsarbeiten mit der [[Seilsäge]]]]&lt;br /&gt;
Grundsätzlich gilt, dass Serpentinite an der Erdoberfläche in Bereichen vormals erheblich tektonischer Einwirkungen mit mittel- bis hochgradigen [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphosegraden]] auftreten und aus größerer Tiefe emporgehoben wurden. Aus diesem Grund findet man sie nur relativ kleinräumig und sie haben im Vergleich zu Sedimentgesteinen eine nur begrenzte Ausdehnung. Typische Sektoren sind alte [[Subduktionszone]]n entlang von [[Lithosphäre|Kontinentalplattenrändern]] sowie [[Grabenbruch|Bruchzonen]] und [[Faltengebirge]]. Ferner sind sie Bestandteil der ozeanischen Kruste in den mittelozeanischen Rücken und Plattenrändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige ausgewählte und bekannte Vorkommen sind in der folgenden Aufstellung genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europa ===&lt;br /&gt;
* Italien, Schweiz, Österreich, Südalpenraum ([[Penninikum|Penninische Zone]]), größter europäischer Serpentinitkomplex&lt;br /&gt;
* Frankreich, Italien, in den Westalpen; Korsika&lt;br /&gt;
* Italien, in Ligurien, zwischen Genua und La Spezia&lt;br /&gt;
* Tschechien, im [[Karlsbader Gebirge]]&lt;br /&gt;
* Deutschland, im Sächsischen Erzgebirge bei Zöblitz ([[Zöblitzer Serpentin]])&lt;br /&gt;
* Deutschland, im Randbereich vom [[sächsisches Granulitgebirge|sächsischen Granulitgebirge]]&lt;br /&gt;
* Deutschland, in der [[Münchberger Gneismasse]]&lt;br /&gt;
* Deutschland, im [[Bayerischer Wald|Bayerischen Wald]]&lt;br /&gt;
* Österreich, im [[Oberostalpin]] der [[Rottenmanner Tauern]] und im Penninikum des [[Bernsteiner Gebirge]]s&lt;br /&gt;
* Kroatien, in Ausläufern der [[Dinariden]]&lt;br /&gt;
* Russland, Kaukasus, Uralgebirge&lt;br /&gt;
* Tschechien, Moldanubikum im [[Altvatergebirge]] (kleine Ausbisse)&lt;br /&gt;
* Polen, im Vorland des [[Ślęża|Zobtenberges]]&lt;br /&gt;
* Zypern, [[Troodos-Gebirge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrika ===&lt;br /&gt;
* Südafrika, als Teil vom [[Barberton Greenstone Belt]]&lt;br /&gt;
* Simbabwe, spaltenartige Ausläufer von &amp;#039;&amp;#039;Greenstone Belt&amp;#039;&amp;#039;-Strukturen&lt;br /&gt;
* Äthiopien, entlang präkambrischer Formationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amerika und Karibik ===&lt;br /&gt;
* Kuba, entlang der atlantischen Küstenseite&lt;br /&gt;
* Kalifornien, USA, [[Kalifornische Küstengebirge|Coast Ranges]], u.&amp;amp;nbsp;a. in der [[Bay Area]] (als Teile von Ophiolithen, d.&amp;amp;nbsp;h. mit magmatischem Ursprung, aber teilweise wahrscheinlich auch mit sedimentärem Ursprung als Ablagerungen sogenannter Serpentinitschlammvulkane&amp;lt;!-- serpentinite mud volcanoes --&amp;gt; im Forearc-Becken)&amp;lt;ref&amp;gt;John Wakabayashi: &amp;#039;&amp;#039;Contrasting Settings of Serpentinite Bodies, San FranciscoBay Area, California: Derivation from the Subducting Plate vs. Mantle Hanging Wall?&amp;#039;&amp;#039; International Geology Review. Bd.&amp;amp;nbsp;46, 2004, S.&amp;amp;nbsp;1103–1118, [[doi:10.2747/0020-6814.46.12.1103]] (alternativer Volltextzugriff: [https://www.csufresno.edu/csm/ees/documents/facstaff/wakabayshi/publications/Wakabayashi2004a.pdf CSU Fresno]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Asien ===&lt;br /&gt;
* Russland, Flankenbereiche vom Ural, West-Sajan, Tuwa&lt;br /&gt;
* Indien, in der Region Rajasthan&lt;br /&gt;
* Türkei, Anatolien, in der alpidischen Auffaltung vertreten&lt;br /&gt;
* Georgien, im Kaukasus (kleine Ausbisse)&lt;br /&gt;
* Taiwan&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Nutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brig, stockalper palace, fountain - ch.jpg|mini|Barocker Brunnen im [[Stockalperschloss]] von [[Brig]], Serpentinit der Südalpenzone]]&lt;br /&gt;
Die im internationalen Handel vertretenen Natursteinsorten sind allein unter dem Eintrag „Serpentinit“ nicht ausreichend angesprochen. Im petrographischen Sinne handelt es auch um Serpentinit[[brekzie]]n und [[Ophicalcit]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade die unter nachfolgender Handelsbezeichnung „Verde Alpi“ zusammengefassten Natursteine weisen Merkmale beider Gesteinsgruppen auf. Im Aosta-Tal werden bei [[Châtillon (Aostatal)|Châtillon]] die Sorten &amp;#039;&amp;#039;Verde Issoire&amp;#039;&amp;#039; (Steinbruch Cret Blanc) und &amp;#039;&amp;#039;Verde San Denis&amp;#039;&amp;#039; (Steinbruch Blavesse) abgebaut. Einige Kilometer südlich findet sich der Abbauort der Sorte &amp;#039;&amp;#039;Verde Issogne&amp;#039;&amp;#039; (Steinbruch Issogne Fleurant). Alle drei zeigen Eigenschaften, die dem Typus Ophicalcit aber auch einer Serpentinitbrekzie entsprechen.&lt;br /&gt;
Unweit von Châtillon, oberhalb der Ortschaft [[Verrayes]], existiert ein sehr großer Steinbruch am Bergmassiv Aver (Becca d&amp;#039;Aver), in dem unterirdisch und oberirdisch eine Serpentinitbrekzie in erheblichem Umfang gewonnen wird (Stand 2007). Diese führt die Handelsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Verde Aver&amp;#039;&amp;#039;. Östlich von Verrayes gewinnt ein anderer Betrieb im Steinbruch Raffort eine Serpentinitbrekzie unter den Handelsnamen &amp;#039;&amp;#039;Verde Chiesa&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verde Antico&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Serpentinit-Werksteine kommen aus dem benachbarten [[Val di Gressoney]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland werden Serpentint-Werksteinsorten aus dem Aosta-Tal meistens unter dem allgemeinen Namen &amp;#039;&amp;#039;Verde Alpi&amp;#039;&amp;#039; gehandelt und nur selten feiner unterschieden. Manche Sortennamen sind geschützt, andere nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Namensgebung von Sorten im internationalen Natursteinhandel folgt nicht immer auf den ersten Blick nachvollziehbaren Zusammenhängen. Die heute verfügbare Sorte &amp;#039;&amp;#039;Verde Guatemala&amp;#039;&amp;#039; stammt aus [[Indien]] und wird auch unter seinem regionalen Namen gehandelt (s. unten). Wahrscheinlich bezieht sich der Name auf ein früher genutztes Vorkommen in [[Guatemala]] mit ähnlicher Textur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturwerksteinnamen (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Serpentine hohenstein-ernstthal - d.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Hohensteiner Serpentin&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Gängige Naturwerksteinbezeichnungen für Serpentinitgesteine sind:&lt;br /&gt;
* Deutschland&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Zöblitzer Serpentin]]&amp;#039;&amp;#039; (Sachsen, [[Zöblitz]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Serpentinitsteinbruch Oberwald|Hohensteiner Serpentin]]&amp;#039;&amp;#039; (Sachsen, [[Hohenstein-Ernstthal]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Serpentinit Wurlitz&amp;#039;&amp;#039; ([[Oberfranken]], [[Wurlitz]] bei [[Rehau]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Serpentin Erbendorf&amp;#039;&amp;#039; ([[Oberpfalz]], [[Erbendorf]] bei [[Tirschenreuth]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Bronzitserpentinit Kuhschnappel&amp;#039;&amp;#039; ([[Sachsen]], [[Kuhschnappel]] bei [[Zwickau]])&lt;br /&gt;
* Griechenland&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Verde Naoussa&amp;#039;&amp;#039; (Region [[Makedonien (geographische Region)|Makedonia]] bei [[Naoussa (Imathia)|Naoussa]] und [[Veria]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Verde Larissa&amp;#039;&amp;#039; (bei [[Larisa]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Tinos Green&amp;#039;&amp;#039; (Insel [[Tinos]])&lt;br /&gt;
* Indien&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Verde Guatemala&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Rajasthan Green&amp;#039;&amp;#039; (Bundesstaat [[Rajasthan]])&lt;br /&gt;
* Italien&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Rosso Levanto]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verde Levanto&amp;#039;&amp;#039; (Region [[Ligurien]] bei [[La Spezia]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Verde Alpi&amp;#039;&amp;#039;, Sammelbegriff für zahlreiche und stark divergente (ca. 15 Steinbrüche / wechselnde Betriebsperioden) Handelssorten (teilw. Ophicalcit), [[Aosta]]-Tal&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Verde Prato&amp;#039;&amp;#039; (Region [[Toskana]])&lt;br /&gt;
* Kuba&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Verde Serrano&amp;#039;&amp;#039; (Region [[Pelo Malo]])&lt;br /&gt;
* Österreich&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Tauern Grün&amp;#039;&amp;#039; ([[Hinterbichl (Gemeinde Prägraten am Großvenediger)|Hinterbichl]] in der Nähe des [[Großvenediger]])&lt;br /&gt;
* Schweiz&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Selva&amp;#039;&amp;#039; (Kanton [[Graubünden]] in der Region [[Poschiavo]])&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Gotthardserpentin&amp;#039;&amp;#039; (Kanton [[Uri]] bei [[Hospental]])&lt;br /&gt;
* Tschechien&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Einsiedler Serpentin&amp;#039;&amp;#039; (Nordböhmen bei [[Karlovy Vary]])&lt;br /&gt;
* Türkei&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Rosso Levanto Turchia&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Cherry Red&amp;#039;&amp;#039; (Provinz [[Elaziğ-Guleman]] bei [[Altinoluk]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Serpentinite|Serpentinit}}&lt;br /&gt;
* [http://www.serpentinodellavalmalenco.com/tedesco/brochure-t.pdf Sepentinscisto: Serpentinit aus dem Valmalenco] (PDF-Datei; 4,03&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gabriele Borghini (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Marmi antichi.&amp;#039;&amp;#039; Edizioni de Luca, Rom 2001, ISBN 88-8016-181-4.&lt;br /&gt;
* Toni P. Labhart: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Ott Verlag, Thun 2001, ISBN 3-7225-6762-9.&lt;br /&gt;
* Raymond Perrier: &amp;#039;&amp;#039;Les roches ornementales.&amp;#039;&amp;#039; Edition Pro Roc, Ternay 2004, ISBN 2-9508992-6-9.&lt;br /&gt;
* Monica T. Price: &amp;#039;&amp;#039;Decorative stone, the complete sourcebook.&amp;#039;&amp;#039; Thames &amp;amp; Hudson, London 2007, ISBN 978-0-500-51341-5.&lt;br /&gt;
* [[Wolfhard Wimmenauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; Enke, Stuttgart 1985, ISBN 3-432-94671-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serpentinit| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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